CH124576A - Vulkanisierform, besonders für die Herstellun von Schuhwerk. - Google Patents
Vulkanisierform, besonders für die Herstellun von Schuhwerk.Info
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Description
Vulkanisierform, besonders für die Herstellung von Schuhwerk. Die EHindung bezieht sich auf eine Vulkanisierform, welche besonders zur Her stellung von Schuhwerk geeignet ist, aber auch für sonstige Zwecke Verwendung fin den kann.
Die bisher üblichen Vulkanisier formen haben den Nachteil, dass dort, wo die Form teile aneinander schliessen, das plastische Ma terial herausgedrückt wird und auf diese Weise durch Gratbildung unansehnliche Stellen entstehen. Infolgedessen wendet man beispielsweise bei der Herstellung von Turn- oder Tennisschuhen die sogenannte freie Vulkanisierung an. Das so erzeugte Schuh werk zeigt dann aber nicht die gewünschten scharfen Linien, wie sie für normales Schuh werk verlangt werden.
Ausserdem stehen auch die Güte des Werkstoffes und die Festig keit der Verbindung gegenüber denjenigen von Schuhwerk, bei dem Oberteil und Un terteil durch Vulkanisierung unter Druck miteinander verbunden sind, zurück.
Vorliegende Erfindung sucht die Nach teile dieser bekannten Vulkanisierformen da durch zu vermeiden, dass ausser einem ersten Formteil,- der eine von einer Wand ein gefasste Vertiefung hat und in dem ein zweiter Formteil derart liegt, dass zwischen ihm und der die Vertiefung einfassenden Wand ringsherum Spiel vorhanden ist, noch ein dritter, in der Vertiefung des ersten Form teils freibeweglicher, ringförmiger Formteil vorgesehen ist, welcher dazu bestimmt ist, sich unter Pressdruck zwischen die die Ver tiefung einfassende Wand des ersten Form teils und den zweiten Formteil dichtend zu legen.
Vorzugsweise wird der freibewegliche, ringförmige Formteil aus vulkanisiertem Gummi hergestellt. Benutzt man hierzu ge eigneten Gummi, so lässt sich der ring förmige Formteil zu einer grösseren Anzahl Vulkanisierungen verwenden. Auch kann der ringförmige Formteil aus einem Gummi enthaltenden Gewebe hergestellt sein und gegebenenfalls kann ein Metallkern darin vorgesehen sein. Bei entsprechender Aus bildung des ringförmigen Formteils kann dieser bei der Herstellung von Schuhwerk auch die übliche Riffelung des Sohlenrandes erzeugen. Ferner können dann mit ein und derselben Form sowohl dicke, wie dünne Sohlen aufvulkanisiert werden.
Auf der Zeichnung ist als Beispiel eine Vulkanisierform für die Vereinigung des Oberteils mit dem Unterteil von Schuhwerk dargestellt, und zwar zeigen: Fig. I. einen senkrechten Längsschnitt, F'ig. 2 den Schnitt gemäss II--II der Fig. 1, und Fig. 3 im grösseren Massstabe einen Teil (l-5 Längsschnittes gemäss Fig. 1.
Die Vulkanisierform besitzt einen ersten, den sogenannten Sohlenformteil 9. Dieser hat eine von einer Wand 10 eingefasste Ver tiefung, die die Umfangsform der Sohle mit Absatz bestimmt. Mit diesem Solilenforin- teil 9 arbeitet ein zweiter Formteil, der sogenannte Leistenformteil 6, zusammen, der durch Stützen 7 mit einer Druckplatte 8 verbunden ist.
Zwischen der in den Soblen- formteil 9 eingelegten Gummisohle 5 und dein Schuloberteil 4 liegt ein dritter, den liera.usragenden Oberrand der Sohle 5 be stimmender, in der Vertiefung des Sohlen formteils freibeweglicher, ringförmigerForm- teil 11.
Wird nun bei der Vulkanisierung der Leistenformteil 6 kräftig gegen den Sohlen formteil 9 gepresst, so füllt die Gummimasse der Sohle 5 die als Formraum dienende Ver tiefung des Sohlenformteils 9 vollständig aus.
Ein Entweichen nach oben längs der Wand 10 wird hierbei durch den freibeweg- iiehen, ringförmigen Formteil 1.1 verhindert, der :ich zwischen Sohle 5, Wand 10 und Oberteil 4 fest einklemmt und gewissermassen P 1s Ringkolben wirkend den notwendigen Cxeo;endruck erzeugt, um einerseits die Sohle "5 und den Schuhoberteil 4 fest gegeneinander zupressen, anderseits dem Sohlenrand die richtige Form zu erteilen.
Gleichgültig, ,vie stark die Gummisohle sein soll, wieviel CTummimasse also in den Sohlenformteil 9 gebracht wird, erzeugt der freibewegliche, ringförmige Formteil 11 bei gleichem Press- druck stets den gleichen Druck und bietet Gewähr für eine einwandfreie Vereinigung der Sohle mit dem Schuhoberteil. Infolge- dessen kann dieselbe Form für starke und dünne Gummisohlen verwendet werden.
Die Entfernung des ringförmigen Form teils 11 nach der Vulkanisierung bietet keine Schwierigkeiten, auch nicht, wenn er ein teilig a.usgesta.ltet ist, da. er verhältnismässig dünn ist und sich gegebenenfalls etwas ver biegen lässt. Der ringförmige Formteil 11. kann aus Gummi oder einem Gummi ent haltenden Gewebe hergestellt sein. Er kann mit einem Metallkern versehen :ein, oder so gar aus Metall hergestellt sein. Er kann ein. oder mehrteilig sein.
Es ist gleichgültig, wie der Druck auf die Formteile atisgriibt; und die zur Vulka- nisierung erforde-rliclie Wärme zugeführt. wird. Dran kann eine gewöhnliche Klemm einrichtung verwenden und in einem ge wöhnlichen Vulkanisierkessel vulkanisieren, oder einen Autoklaven verwenden, oder den Druck in einer gewöhnlichen Presse hervor rufen und die Formteile mit Dampfheiz- ka.nä.len versehen.
Der gezeichnete Formteil 6 ist weiter nichts als eine Leistenplatte. Gegebenenfalls kann diese durch eine vollständige Leisten form ersetzt werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel, das zur Vulkanisierun- von flachen Gegenständen, wie Ventiltellern usw., dient, ist der erste (untere) Formteil, zum Beispiel entspre chend dem herzustellenden Ventilteller, zy lindrisch a,iisgebildet und der zweite (obere) Formteil ist finit Spiel im ersten Formteil beweglich angeordnet. Der dritte (ring förmige) Formteil lieget, wie im beschriebe nen und dargestellten Beispiel, im ersten Formteil.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vulkanisierform, besonders für die ller- stellun'-, von Schubsec rk, mit einem ersten Formteil,der eine von einer Wand eingefa.sste Vertiefung hat und in dür ein zweiter Form teil derartig lieft. ilass zwischen ihm und dor clic- Vertiefung einfassenden Wand riligs- bernm Spiel vorhanden i,t, gekennzeichnet:diirf@h einen in der @ertipfuug des ersten Formteils freibeweglichen, ringförmigen Formteil, welcher dazu bestimmt ist, sich unter Pressdruck zwischen die die Ver tiefung einfassende Wand des ersten Form teils und den zweiten Formteil dichtend zu legen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vulkanisierform nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ring förmige Formteil aus Gummi hergestellt ist.2. Vulkanisierform nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der , ring förmige Formteil aus einem Gummi ent haltenden Gewebe hergestellt ist. 3. Vulkanisierform nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der ring förmige Formteil mit einem Metallkern versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH124576T | 1926-12-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH124576A true CH124576A (de) | 1928-02-16 |
Family
ID=4383189
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH124576D CH124576A (de) | 1926-12-20 | 1926-12-20 | Vulkanisierform, besonders für die Herstellun von Schuhwerk. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH124576A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929753C (de) * | 1952-08-26 | 1955-07-04 | Tretorn Gummi Und Asbestwerke | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Gummistiefels |
-
1926
- 1926-12-20 CH CH124576D patent/CH124576A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929753C (de) * | 1952-08-26 | 1955-07-04 | Tretorn Gummi Und Asbestwerke | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Gummistiefels |
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