Steuerungseinrichtung in elektrisch betriebenen Kühlanlagen mit Kühlmasehine, Solepumpe und mehreren durch diese speisbaren Kühlzellen. Die Erfindung betrifft eine Steuerungs einrichtung in elektrisch betriebenen Kühl anlagen mit Kühlmaschine, Solepumpe und mehreren durch diese speisbaren Kühlzellen, welche sich dadurch kennzeichnet, dass meh rere in der Solezuleitung der einzelnen Kühl zellen befindliche Absperrventile je mit einem Hilfskontakt ausgestattet sind,
welcher nach Massgabe dpex Temperatur in den Kühl zellen auf Schliessen und Öffnen des Strom- kreis,es eines elektrischen Steuerrelais be- tätigibar ist,
und dass dieses Steuerrelais in Abhängigkeit von den Hilfskontakten nach Massgabe der rStellung der Kühlzellen-Ab- sperrventile eine Umischaltvorricbtung zur wechselweisen Öffnung und :
Schliessung eines in eine Kühlwasserzuleitung eingebauten<B>Ab-</B> sperrventils derart beherrscht und in Zusam- menhang damit auch Vorkehrungen solcher Art getroffen sind, @dass -die Kühlmaschine ausgeschaltet wird, wenn. alle Kürhlzellen- Afisperrventile geschlossen sind,- da-geigen in Betrieb gesetzt wird,
sobald mindestens eines derselben offen steht. In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des. Erfindungsgegenstandes nebst D@etailvaxiante schematisch dargestellt.
Die einzelnen Teile der Kühlanlage sind bekannt; sie sollen deshalb nur so weit näher beschrie- ben werden, als es zum Verständnis der Ge- samteinrichtung in deren Funktionen erfor- derlioh ist.
In Fig.. 1 @derr Zeichnung ist mit 1 ein Solebehälter bezeichnet; 2 ist die elektrisch betriebene Kühlmaschine, 3 die.Solepumpe mit Antriebselektromotor 3', 4 ein Anlass-, Abstell- und Sicherungsschalter für densel ben, 5, 5' ein motorgesteuertes Ventil (Fern- steuerventil)
im. Kühlwas,serzufluss zur Kühl- mwschixne,. 6, 6' und 7, 7' sind motorgesteuerte Ventile (Fe@rnsteuerventile) in der Solezu- leitung zu den Kühlzellen I und II, ,die durch die Teanp,eTaturreigler 6", 7" überwacht werden,
welch letztere je nach dem Stand @dbr Temperatur in den Kühlzellen den be treffenden Steüerstromkreis selbsttätig öffnen und schliessen.
Mit 8, 8' ist die Kühlwasser- zul"eitung für .die Kühlmaschine, in welcher das motorgesteuerte Ventil 5' liegt, bezeich net. 9, 9' ist die Ableitung, die über den Anlass-, A#lbstel:l- unid Sicherun:
gsscha@lter, 4 geführt ist, bei dem das Kühlwaaser den steuernden. Wüsserb.echer 4' beeinflusst. 10 ist die von ;der Pumpe 3 kommende Solezu- leitun,g;
10', 10" sind Abzweigungen von derselben zu den Kühlradiatoren in den Kühl zellen, in welchen die motorgesteuerten Ven tile 6', 7' liegen, und 10<B>'</B> ist die Solerück- leitung. Mit 11', 11", 11<B>'</B> ist die Stromzu leitung bezeichnet, die über den Anl.ass-,
Ab stell- und Sicherungsschalter 4 führt und von diesen zu den Motoren der Kühlmaschine 2 und der .Solepumpe 3 aibzweigt.
Die Fernsteuerventile 6, 6' und 7, 7' besitzen einen Motor 7n bezw, <I>m;</I> welcher mittelst Kurbelscheibe s bezw. s das Ven til 6' bezw. 7' schliesst und öffnet.
In dem Motorstromkreis jedes Fernsteuerventils liegt ein Umschalter, dessen Kontaktzunge 7e bezw. 1c von der Motorwelle angetrieben und -m Ende jeder Ventilbewegung auf die festen Kontakte zs,, zc, bezw. u', ü <I>2</I> wechsel weise umgestellt wird, derart, dass jeweils am Ende einer Ventilbewegung der Motor stromkreis ausgeschaltet und zugleich ein Vorbereitungskontakt für die folgende Ven tilbewegung hergestellt wird.
h bezw. 17 ist eine weitere Kontaktzunge, die ebenfalls von der Motorwelle überwacht _ wird, derart, da ss sie bei geschlossenem Ventil 6' bezw. 7' in Offenstellung und bei geöffnetem Ventil in Schlussstellung steht. Der Antrieb der Kontaktzunge<I>h</I> bezw. h.' ist in der Zeich nung nicht angegeben, um dieselbe nicht zu verundeutlichen.
Die Temperaturregler 6", 7" sind in be kannter Weise mit einem durch die Tem peraturänderung wirkenden Organ versehen, welches die Kontaktzunge z bezw. z beein flusst und diese wechselweise je nach dem Stand der Temperatur der Kühlzellen auf die Kontakte E und A stellt.
Das in der Kühlwasserleitung 8, 8' lie gende Fernsteuerventil- 5, 5' besteht aus den <B>g</B> eichen Teilen wie die Fernsteiterventile <B>1</B> 6, 6' und 7, T, mit dem Unterschiede aber, dass der Hilfskontakt<I>h</I> bezw. 1ä nicht vor handen, dafür aber ein Steuerrelais<I>r,</I> r1 an geordnet ist, dessen Magnetkern r,. eine Kon taktzunge n auf die festen Kontakte A und E wechselweise umstellt, je nachdem die Re laisspule r erregt oder stromlos ist.
Die Steuerung des Anlass-, Abstell- und Sicherungsschalters 4 wird, wie bereits an gedeutet, durch den Wasserbecher 4' besorgt, welcher an dem um Zapfen w schwenkbaren Wagebalken w hängt. Am andern Ende die ses Wagebalkens ist eine Stange v -angelenkt, welche bei ihrer Bewegung die drei um die Zapfen q drehbaren Quecksilberschaltröhren q wechselweise in die Ein- und Ausschalt stellung kippt.
Die Wirkungsweise der Anlage ist wie folgt: In der schematischen Darstellung ist die Anlage im Ruhezustande. Es sei angenom men, dass in der Kühlzelle II die vor-. geschriebene Temperatur herrsche, während in der Kühlzelle I eine Temperaturerhöhung eingetreten ist und die Kontaktzunge z des Temperaturreglers 6" den Einschaltkontakt E berührt. Dadurch wird der Motorstrom kreis des Fernsteuerventils 6, 6' geschlossen, der vom Linienleiter 11" abzweigt und übex 13,<I>z; E,</I> 14, Klemme 2, zum Umschalter u,, k, durch den Motor zu Klemme 1 und über 16 zum Linienleiter 11' verläuft.
Nachdem der Motor m das Ventil 6' geöffnet hat, stellt er die Kontaktzunge k von dem festen Kontakt u1 auf u.; und unterbricht damit den Motorstromkreis. Gleichzeitig wurde aber der Hilfsschalter h geschlossen und die Relaisspule r im Fernsteuerventil 5, 5' er regt, wobei der Relaisstromkreis vom Lei ter 11' über 16, Klemme 1, h, Klemme 4, 17, 18, Klemme 3, r, 19, Klemme 2, 20 zum Leiter 11" verläuft. Der Relais-Magnetkern r, wird angezogen und die Kontaktzunge n auf den festen Kontakt E bewegt.
Der Mo torstromkreis ist nun im Fernsteuerventil 5, 5' geschlossen, und er verläuft vom Leiter 11' über 21. zu -Klemme 1, zum Motor ni', Umschalter 7c" <I>-</I> zum Kontakt E, Kon taktzunge ia, 19, Klemme 2, 20, zum Leiter 11". Der Motor öffnet nun das Ventil 5', und am Ende der Ventilbewegung wird die Kontaktzunge k" von dem Kontakt ü'1 auf a6'2 umgestellt, wodurch der Motorstromkreis wieder unterbrochen wird.
Der Kühlwa.sser- zulauf ist somit freigegeben, und das Kühl wasser fliesst in der eingezeichneten Pfeil richtung durch die Rohrleitung 8, 8' zur Kühlmaschine 2, von dieser durch 9 zu dem Anlass-, Abstell- und Sicherungsschalter 4, 4', und wird weiter durch das Fanggefäss w" und durch 9' abgeleitet.
Das durchlaufende Kühlwässer belastet nach und nach den für gedrosselten Durchgang eingerichteten -Be cher 4', der sich nach unten senkt und an dem um Zapfen w'. sich drehenden Wage balken<I>w</I> die Stange v hochzieht, an wel cher die Quecksilberschaltröhren q scharnier- artig angekuppelt sind. Diese werden um die Drehpunkte q gekippt und schalten den Motorstrom für die Kühlmaschine 2 und die Solepumpe 3, 3' ein.
Die Anlage ist nuü- mehr in Betrieb gesetzt und die Sole zir kuliert in dem Kühlradiator der Kühlzelle I, für die das Ventil 6' geöffnet ist. Sobald zum Beispiel auch in der Kühlzelle II die Temperaturerhöhung so weit fortgeschritten ist, dass die Kontaktzunge z' des Temperatur reglers 7" den Kontakt E berührt; arbeitet das Fernsteuerventil 7, 7' in analoger Weise, wie dies für das Fernsteuerventil 6, 6' be schrieben ist. Nachdem das Ventil 7' ge öffnet ist, läuft die Kühlsole durch die Rohrabzweigung 10" in den Kühlradiator der Kühlzelle II.
Bei der bffnungsbewegung des Ventils 7' ist .ebenfalls der Hilfskontakt h' geschlossen worden, welcher aber in Parallelschaltung mit dem Hilfskontakt h ist, -welch letzterer den Relaisstromkreis des Kühlwasser-Fern- steuerventil:s 5, 5' bereits geschlossen hält, so dass die Schaltfunktion von h' keine wei tere Wirkung auslöst.
Wird zum Beispiel. in der Kühlzelle 1I wieder die vorgeschriebene Minimaltempera tur erreicht, so- gibt die Kontaktzunge z des Temperaturreglers 7" Kontakt auf- E; der Motorenstromkreis wird dadurch ge- schlossen und -verläuft vom Leiter 11"- über 13', z',<I>A;</I> 15', Klemme 3, t(, <I>k ;</I> Motor m', Klemme 1 zum Leiter 11'. Das Ventil 7' wird. geschlossen, die Kontaktzunge k' von u'2 auf U 'I umgestellt und damit der Motor wieder stillgesetzt.
Die Kontaktzunge h' wird auch wieder geöffnet; d a sie aber mit derjenigen h des Fernsteuerventls <B>6i-6'</B> in Parallelschaltung liegt, welche den Relais stromkreis des Fernsteuerventils 5, 5' noch geschlossen hält, so ist ihre Schaltfunktiön wirkungslos.
Sobald in der Kühlzelle I- ebenfalls eine bestimmte Minimaltemperatur erreicht ist und idie Kontaktzunge - den Kontakt A be rührt, erfolgt hier das gleiche ,Schaltspiel, wie oben für die Kühlzelle II beschrieben.
Nachdem also das Fernsteuerventil 6, 6' ebenfalls abgesperrt und der Hilfskontakt h unterbrochen ist, ist damit die Relaisspule r im Fernsteuerventil 5, 5' spannungslos. Die Kontaktzunge n wird von E auf A gestellt, wodurch der Motor m" in Gang gesetzt und das Ventil 5' geschlossen wird, indem die Kontaktzunge g" jetzt auf ü'2 in -der Vor bereitungsstellung für die nächstfolgende Ventilöffnung steht.
Nachdem die Kühlwasserzuführ abge stellt ist, wird der Wasserbecher 4' entlastet und durch die Feder f in die Höhe gehoben. Dadurch werden die Quecksilberschaltröhren q in die Ausschaltstellung gekippt und die .Stromzuleitung für die Mottoren von 2 und 3 abgestellt. - Die Anlage ist somit wieder still= gesetzt, bis ein Temperaturregler die Öff nung eines Soleventils veranlasst, worauf die selbsttätige. Inbetriebsetzung von neuem be ginnt.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Hilfskontakte<I>h,</I> 7h', statt unter sich in Parallelschaltung auf die Relaisspule r wir kend, auch in Serieschaltung unter sich an dieselbe angeschlossen werden könnten.
Da bei müss'te aber der Antrieb der Hilfskontakte <I>h, h'</I> so eingerichtet sein, dass sie bei geöff neten Ventilen 6', 7' ebenfalls offen stehen, im Gegensatz zu der beschriebenen Parallel schaltung:
Bei dem Relais im Fernsteuer- ventil 5, 5' müssten die Anschlüsse an den festen Kontakten A und E vertauscht wer den, so dass die Öffnung des Ventils 5' bei unerregter, die Schliessung bei erregter Re laisspule r stattfenden iwürde. Bei Serie schaltung der Hilfskontakte<I>h,</I> 7ä ist also die Relaisspule erregt, wenn die Anlage im Stillstand ist, bei Parallelschaltung, wenn sie im Betriebe steht. Im übrigen sind beide Schaltungsarten der Hilfskontakte h., <I>h'</I> gleichwertig.
In vorliegender Darstellung sind zwei Kühlzellen an die Solezuleitung angescblos- sen; deren Anzahl kann natürlich beliebig vermehrt, und die Apparate können in ana loger Weise angeschlossen werden.
Es sind bei der beschriebenen Einrich tung in den Solezuleitungon zu den einzel nen Kühlzellen selbsttätige Fernsteuerventile, die durch Temperaturregler gesteuert wer den, eingeschaltet. An deren Stelle könnten natürlich auch Handventile, welche je mit einem Hilfskontakt (h, lt) versehen sind, verwendet werden, wobei diese sinngemäss den Relaisstromkreis des Fernsteuerventils 5, 5' in der Kühlwasserzuleitung zu schlie ssen und zu öffnen hätten.
In dieser Aus führung wäre eine Überwachung der Kühl zellen und eine manuelle Betätigung der Soleventile erforderlich; im übrigen würde aber die Anlage selbsttätig abgestellt, wenn alle Soleventile geschlossen sind, und wieder in Gang gesetzt, sobald mindestens eines der selben geöffnet ist.
Statt den Motor 3' der Solepumpe di- relcb@durchdenvomKühlflüssigkeitszulauf ab- hängigen Anlass-, Abstell- und Sicherungs schalter 4 ein- und auszuschalten, kann der selbe auch von einem vom Kühlflüssigkeits- zulauf unabhängigen besonderen Schalt automaten geschaltet werden, wie aus dem Schema der Fig. 2 ersichtlich ist. Die Lei ter 12" sind hier mit der Stromzuleitung 11 der Anlage nach Fig. 1 verbunden, und die Leiter 12"' mit dem Solepumpenmotor 3'.
Die Schaltwalze Sch wird durch den Motor m"' angetrieben und schliesst und öffnet den Stromkreis je nach einer Drehung von<B>180'.</B> Die Relaisspule r' ist über 3, 18' und 2, 20' an die Leiter 17 und 11" der Anlage gemäss Fig. 1 angeschlossen und wird erregt, so bald das Soleventil der Kühlzelle I oder II geöffnet und ein Hilfskontakt 7a oder<I>h'</I> ge schlossen ist.
Die Kontaldzunge n wird als dann durch den Magnetkern r'1 von A auf E bewegt, wodurch der Schaltmotor in" ein geschaltet ist und die Schaltwalze Sch auf Einschalten bewegt. Bei dieser Bewegung wird die Kontaktzunge 7c <I>"</I> von ü ", auf 2s "2 bestellt, wodurch der Schaltmotorstromkreis unterbrochen und die Vorbereitungsstellung für die nächstfolgende Schaltfunktion her gestellt wird. Der Motor m ' selbst ist über die Klemmen 1, 2 und über 21', 20' an die Leiter 11', 11" angeschlossen.
Anstatt die. Relaisspule r' an die Hilfs kontakte h, h' anzulegen, könnte sie auch an zwei Leiter der Stromzuführung 12 zum Motor der Kühlmaschine 2 angeschlossen sein.