CH124611A - Anordnung zur Verminderung der Kommutator-Anlaufströme bei Wechselstromreihenschlussmotoren, insbesondere Kranmotoren. - Google Patents
Anordnung zur Verminderung der Kommutator-Anlaufströme bei Wechselstromreihenschlussmotoren, insbesondere Kranmotoren.Info
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Description
Anordnung zur Verminderung der Kommutator-Anlaufströme bei Wechselstromreihen schlussmotoren, insbesondere Kranmotoren. Für den elektrischen Antrieb von Kra nen, insbesondere für das Heben und Senken der Last, verwendet man bekanntlich mei stens Reihenschlussmotoren, da bei diesen die Hubgeschwindigkeit sich selbsttätig der Grösse der Last anpasst, insofern als bei einer grösseren Last auch die Hubgeschwindigkeit- eine kleinere ist. Steht für den Betrieb des Kranes nur ein Wechselstromnetz zur Ver fügung, dann kann man als Kranmotor ein- oder mehrphasige Wechselstromreihen schlussmotoren, wie Repulsionsmotoren oder Drehstromreihenschlussmotoren, verwenden.
Nimmt man dazu, wie dies bisher der Fall war, einen Wechselstromreihenschluss motor der üblichen Bauart, so ergeben sich aber gegenüber gewöhnlichen Induktions motoren oder auch gegenüber Gleichstrom reihenschlussmotoren sehr hohe Anlagekosten, ausserdem ist auch der Platzbedarf des Mo tors verhältnismässig gross. Dies liegt vor allem daran, dass man mit Rücksicht auf die Anlaufperiode des Motors, die ja beim Kran- betrieb besonders häufig vorkommt, gezwun gen ist, die Lamellenspannung am Kommu tator verhältnismässig gering zu halten, um eine unzulässige Funkenbildung zu unter drücken. Die Lamellenspannung beträgt ge wöhnlich etwa 3 bis 3,5 Volt. Die geringe Lamellenspannung hat aber hohe Kommuta torströme und damit einen grossen und teuren Kommutator zur Folge.
Die Erfindung betrifft nun eine Anord nung, die es insbesondere bei Wechselstrom reihenschlussmotoren, die für den Kran betrieb Verwendung finden, ermöglicht, den Kommutator bei gleicher Leistung wesent lich zu verkleinern und damit die Kosten und den Raumbedarf des Motors erheblich herabzudrücken. Erfindungsgemäss ist die Kommutatorwicklung für eine übernormale Lamellenspannung bemessen, und es sind Massnahmen getroffen für die künstliche Er höhung der Induktivität des Motorstromkrei ses. So können beispielsweise in den Arbeits stromkreis des Motors Drosselspulen einge- schaltet sein. Die Erhöhung der Lamellen spannung über das normale Mass hinaus würde für sich allein keine brauchbare An ordnung ergeben, da dann der Motor während des Anlassens eine heftige Funkenbildung zeigen würde.
Da aber anderseits in dem Arbeitsstromkreis noch Drosselspulen einge schaltet sind, so wird während der Anlass periode infolge des starken Anlaufstromes die dem Motor zugeführte Spannung wesent lich vermindert. Mit der Verminderung der zugeführten Spannung sinkt aber auch pro portional das Feld und die Lamellenspan nung, so dass auch während des Anlassens eine Funkenbildung nicht zu befürchten ist. Die hohe Lamellenspannung, die zum Bei spiel die doppelte Grösse der bisherigen besit zen kann, ermöglicht nun, den Kommutator entsprechend dem geringeren Strom kleiner zu bauen, bezw. bei gleichem Kommutator kann die Leistung des Motors durch Vergrö sserung der achsialen Eisenlänge gesteigert werden.
Die Einschaltung von Drosselspulen in den Arbeitsstromkreis, erweist sich noch aus folgenden Gründen als besonders zweck mässig: Bekanntlich besitzt der Reihenschluss motor im Anlaufmomente einen schlechten cos. 99, da er dann im wesentlichen als Dros selspule wirkt. Strom und Spannung besit zen dann eine Phasenverschiebung von fast 90 . Da die Spannung der Drosselspule ge genüber dem Strom ebenfalls eine Phasen verschiebung von 90 besitzt, so ist im An lassmoment die dem Motor zugeführte Span nung durch die algebraische Subtraktion der Drosselspulenspannung von der Netzspan nung gegeben, so dass die Wirkung der Dros selspule eine sehr kräftige ist. Anderseits besitzen bekanntlich Reihenschlussmotoren in der Nähe der synchronen Drehzahl einen sehr guten cos. 9P, Strom und Spannung sind nahezu in Phase.
Die Vorschaltung der Drosselspulen bewirkt also in der Nähe des Synchronismus keine wesentliche Verminde rung der dem Motor zugeführten Spannung, sondern nur eine kleine Verschlechterung des cos. 9p, die in Kauf genommen werden kann. Würde man statt der Drosselspulen Ohmsche Widerstände verwenden, dann würde erstens gerade im Anlassmoment aus den oben geschilderten Gründen die dem Mo tor zugeführte Spannung nicht so stark ver mindert werden ausserdem ergäben sich stän dige und bedeutende Energieverluste.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel der neuen Anordnung, 1 ist ein Dreh stromreihenschlussmotor für Kranbetrieb, des sen Ständer- und Kommutatorwicklung über einen Zwischentransformator 2 miteinander verbunden sind. Die Lamellenspannung der Kommutatorwicklung ist gemäss der Erfin dung bemessen, ebenso sind der Ständer wicklung noch Drosselspulen 3 vorgeschaltet.
Statt in den Arbeitsstromkreis besondere Drosselspulen einzuschalten, kann man die selbe Wirkung auch dadurch erreichen, dass man irgend einen Teil des Arbeitsstromkrei ses mit einer vergrösserten Streuung aus rüstet, beispielsweise kann der Zwischen transformator 2 mit einer vergrösserten Streuung (zum Beispiel durch Anordnung eines Luftspaltes oder eines magnetischen Streupfades) versehen werden, oder man kann auch die Nutstreuung der Netzfrequenz führenden Wicklung im Ständer des Motors durch Vergrösserung der Nuthöhe erhöhen.
Um eine Verschlechterung des Leistungs faktors infolge der Einschaltung von Dros selspulen während der normalen Betriebs drehzahl zu vermeiden, kann man auch noch selbsttätige Vorrichtungen anordnen, durch welche die Drosselspulen in der Nähe des Synchronismus kurzgeschlossen bezw. abge schaltet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Verminderung der Kom mutator-Anlaufströme bei Wechselstromrei henschlussmotoren, insbesondere Kranmoto ren, dadurch gekennzeichnet, dass die Kom- mutatorwicklung für eine übernormale La mellenspannung bemessen ist, und da.ss ausser dem Massnahmen getroffen sind für eine künstliche Erhöhung der Induktivität des Motorstromkreises. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch mit Zwi schentransformator für den Motor, da durch gekennzeichnet, dass der Zwischen transformator eine vergrösserte Streuung besitzt. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Netzfrequenz führende Wicklung des Motors eine ver grösserte Nutstreuung besitzt. 3.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um zur Erhöhung der Induktivität vorgesehene Drosselspulen während der normalen Betriebsdrehzahl abschalten zu können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE124611X | 1926-02-09 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH124611A true CH124611A (de) | 1928-02-16 |
Family
ID=5658324
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|---|---|---|---|
| CH124611D CH124611A (de) | 1926-02-09 | 1927-01-19 | Anordnung zur Verminderung der Kommutator-Anlaufströme bei Wechselstromreihenschlussmotoren, insbesondere Kranmotoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH124611A (de) |
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1927
- 1927-01-19 CH CH124611D patent/CH124611A/de unknown
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