CH124872A - Verfahren zur Abtötung des Maul- und Klauenseucheerregers. - Google Patents

Verfahren zur Abtötung des Maul- und Klauenseucheerregers.

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CH124872A
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  Verfahren zur     Abtötung    des Maul- und     Klauenseueheerregers.       Die Maul- und Klauenseuche ist eine der  gefährlichsten Viehseuchen, deren Erreger  (Virus) bekanntlich eine grosse Widerstands  fähigkeit gegen die üblichen Desinfektions  mittel aufweist. Vorwiegend werden     Hypo-          chlorit-Präparate    benutzt, um den Erreger  abzutöten; doch sind die erzielten Ergebnisse  unbefriedigend.  



  Es wurde nun gefunden, dass wenn man  schweflige Säure     (S0,),    die .im allgemeinen  als schwächeres Bakteriengift gilt als die  oben genannten Mittel, auf zu desinfizie  rende Räume und Gegenstände einwirken  lässt, der Maul- und     Klauenseucheerreger     rasch und vollständig abgetötet wird. Man  kann die schweflige Säure entweder unmit  telbar gasförmig oder in. Flüssigkeit gelöst  oder in gebundener Form, zum Beispiel in  Form ihrer Salze, zur Anwendung bringen.  



  Zur Ausführung des Verfahrens gemäss  der Erfindung     kann.    man in Stahlflaschen  aufgespeicherte schweflige Säure benutzen  oder die schweflige Säure an Ort und Stelle  nach bekannten Verfahren erzeugen.  



  Besonders geeignet für das Verfahren    sind viskose Lösungen von schwefliger Säure.  Diese Lösungen haben die Eigenschaft lang  andauernder Wirkung, was besonders für  eine Desinfektion von Stallmist von Bedeu  tung ist.  



  Solche viskose Lösungen können herge  stellt werden, indem man einem Gemisch von  Säuren oder sauren Salzen und schweflige  Säure abspaltenden Salzen viskose Stoffe     zu-          setzt.    Man kann auch an Stelle der Säuren  oder sauren Salze und der viskosen Stoffe  eine viskose Säure, vorzugsweise Milchsäure,  verwenden.

   So erhält man beispielsweise eine  für das Verfahren gemäss der Erfindung ge  eignete viskose Lösung, wenn man eine hoch  konzentrierte Lösung von Kalium     bezw.        Na-          triumbisulfit    mit einer hochkonzentrierten  Lösung von Kalium- oder     Natriumbisulfat     mischt und dem Gemenge ein viskoses Mit  tel, zum Beispiel hochkonzentrierte     Kalium-          bezw.        Natriumlaktatlösung,        zusetzt.    An  Stelle von     Kalium-    oder     Natriumbisulfat     kann man Milchsäure verwenden.  



  Ferner kann man die viskosen     Lösungen     von schwefliger Säure durch Einleiten von           cli@@-efligsäuregas    in     viskose,    das Gas     lö-          @f#iide        Flüssigkeiten,    erzeugen.

       Derartige          I?lüssiglLeiten    sind zum Beispiel     CTlyzerin,          die    Lösungen milchsaurer Salze, nämlich Na  trium- oder     Kaliumlaktatlösung,    ferner Mi  schungen von Zinkacetat und     Na.triumacetat,          Trikresylphosphat    oder     Mischungen    von     Tri-          krPsyl-    und     Triphenylphospliat    oder auch       Kresol-Schwefelsäurelösungen,    ebenso     Sulfit-          ablauge.     



  Die Lösungen können für sich allein oder  mit andern Flüssigkeiten, zum Beispiel mit       Wasser    gemischt auf die zu desinfizierenden       (@hjel@tc@    einwirken gelassen werden. Es kann  weiter auch ein Gemisch von schweflige       Säure    abspaltenden Stoffen, zum Beispiel       Natriuinsulfit,        Natriumbisulfit    oder     Na-          triuni-Thiosulfat    mit festen Säuren,     bezw.          s@iuren    Salzen, zum Beispiel Borsäure,     Wein-          @äure,

          Natriumbisulfat    oder sauren Phospha  ten und schweflige Säure     adsorbierenden     Stoffen, zum Beispiel     Kieselgur,    aktiver  hohle oder     Silikagel    als Desinfektionsmittel       f-ir    das Verfahren benutzt werden.     Derar-          Gemische    können an der Luft offen     ste-          h(-n,    ohne dass ein Verlust an schwefliger       säure    eintritt.  



  Vermutlich wird die durch die     unver-          niPidlich    vorhandenen Feuchtigkeitsspuren  eingeleitete Reaktion zwischen den Säuren  oder sauren Salzen und den schweflige Säure  ab spaltenden Stoffen durch die     Adsorptions-          körper    nicht aufgehalten, die     frei-,verdencle          seliweflige    Säure wird jedoch in     dein        Masse.     wie sie entsteht, in den     adsorbierenden    Stof  fen aufgespeichert.  



  Man kann derartige schweflige     Säure          entwickelnde    und enthaltende     Gemische        trok-          len    ausstreuen und die Entbindung der    schwefligen. Säure durch die Feuchtigkeit.

    der Luft,     des        Stallmistes    oder andere     Feuch-          tighei.taquellen,    zum Beispiel durch Bespren  gen mit     \Wasser.        vor    sich gehen lassen, oder  man bann das     Gemisch    in     Wasser    eintragen  und die so     erhaltene    Lösung mit den     darin          suspendierten        #-clsc@rpiioiisstoffeii    als     Desin-          feldionsmitt:el        benutzen.     



  Es hat sieh ferner herausgestellt,     dass     auch Salze der schwefligen Säure und ihre       Additionsprodukte,    welche die schweflige  Säure gebunden enthalten, zum     genamiten          Zweck    geeignet     sind.    Als Beispiel seien ge  nannt     Calciunibisulfit    oder     Calciiiniulfii,          Natriumbisulfit    oder     Natriunisulfit,        Kaliuni-          bisulfit,        Iialiumnietabi.sulfit    oder     Kalium-          sulfit,

          Aminoniumbisulfit,    sowie     Formalde-          livd-N        a.triuni-Bi        su        lfit.     



  In der Regel wird man diese Salze in  wässeriger Lösung zur Anwendung     bringen.     Der Lösung können viskose Stoffe, wie Gly  zerin,     Sulfitablaugge,    milchsaures Kalium       bezw.    Natrium usw. beigemischt werden.  Grundsätzlich sind auch andere Lösungsmit  tel als     \Wasser        verwendbar.    Bei feuchten Ob  jekten, zum Beispiel     feuchtem    Stallmist,       können    die Salze auch     aufgc#atreut    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abtötung des Erregers der Maul- und Klauenseuche, dadurch gekenn- zeichnet, dass zu desinfizierende Räuine und Gegenstände der Einwirkung schweTliger Säure ausgesetzt -erden.
CH124872D 1926-02-01 1926-08-11 Verfahren zur Abtötung des Maul- und Klauenseucheerregers. CH124872A (de)

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