CH124958A - Verfahren zur Herstellung von Armierungseinlagen und gemäss diesem Verfahren hergestellte Armierungseinlage. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Armierungseinlagen und gemäss diesem Verfahren hergestellte Armierungseinlage.

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CH124958A
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Ernst Hoffmann
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  Verfahren zur Herstellung von     Armierungseinlagen    und gemäss diesem Verfahren  hergestellte     Armierungseinlage.       Es wurde bereits vorgeschlagen,     Armie-          rungseinlagen    insbesondere für Betonkon  struktionen aus kalt verwundenen Eisenstä  ben zu erzeugen. Hierbei wurde die Beobach  tung gemacht, dass bei Einspannung eines  Eisenstabes an seinen Enden und Verwin  dung um seine geometrische     Axe    unter Beibe  haltung des     Einspannabstandes    eine Verlän  gerung des solcherart verwundenen Stabes  eintritt.

   Diese Erscheinung findet ihre Er  klärung darin, dass bei Verwindung des Sta  bes um seine geometrische     Axe    eine radiale  Pressung vom     Stabumfa.ng    gegen seine     Axe     hin erfolgt und unter dieser Pressung die zen  tralen gepressten Materialschichten in der       Längsaxe    des     Stabes    ausweichen. Eine der  artige Materialwanderung entspricht aber  nicht jener, wie sie bei Streckung eines Sta  bes in gerader Richtung auftritt und lässt  auch nicht jene Festigkeitseigenschaften er  reichen, wie sie für ein     Armierungseisen    er  forderlich sind.

   Ausserdem bedingt diese     1Ta-          terialwanderung    eine unerwünschte Quer-         sehnittsverringerung    des verwundenen Eisens  gegenüber dem ursprünglichen Querschnitt.  



       Verwindet    man einen kantigen Eisenstab  um seine     Axe    und     streckt    ihn hierbei gleich  zeitig, so ergibt sich erfahrungsgemäss der  Nachteil, dass derselbe im Betonkörper einge  bettet, gefährliche Sprengwirkungen hervor  ruft. Mau hat es daher vorgezogen, Rund  eisenstäbe für solche     Armierungszwecke    zu  verwenden.

   Ein um seine geometrische     Axe     verwundener     Rundeisenstab    ist aber, wenn er       Witterungseinflüssen    ausgesetzt und mit  einer     Rostscliieht    überzogen ist, von einem  nichtverwundenen und nicht so gestreckten       Eisenstab    nicht mehr zu unterscheiden und  das Mass der Streckung nachträglich nicht  mehr feststellbar. Dies ist für die praktische  Verwendung solcher     Armierungen    von gro  ssem Nachteil.  



  Ein weiterer Nachteil, der jedoch auch  bei nicht     verwundenen    und nicht gestreckten  Eisenstäben in Erscheinung tritt, besteht  darin, dass die Streckung jeder einzelnen Fa-           ser    an     verschiedenen        Stellen    ihrer Längen  ausdehnung verschieden gross ist.  



  Alle diese Nachteile sollen durch das  Verfahren gemäss der vorliegenden Erfin  dung dadurch vermieden werden, dass man  mindestens zwei     Armierungsstäbe    miteinan  der verdrillt und bis über ihre     Elastizitäts-          grenze,    jedoch     unterhalb    ihrer Fliessgrenze  streckt.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt eine bei  spielsweise Ausführungsform der     Armie-          rungseinlage    in Ansicht     nud    im     Querschnitt.     



  Zwecks Herstellung der dargestellten Ar  mierungseinlage     kann    man nun in folgender  Weise verfahren: Zwei Eisenstäbe, vorzugs  weise kreisrunden gleichen Querschnittes, die  längs einer Erzeugenden aneinander anlie  gen, werden an ihren Enden in je einem  Spannkopf zentral fest eingespannt. Wäh  rend der eine dieser Spannköpfe drehbeweg  lich, jedoch ortsfest angeordnet ist, ist der  andere     unverdrehbar,    jedoch längsverschieb  bar und feststellbar angeordnet. .Die Ein  spannung der Eisenstäbe in die Spannköpfe  erfolgt derart, dass die     Drehaxe    mit den sich  berührenden Erzeugenden zusammenfällt.

    Durch Verdrehung des erstgenannten Spann  kopfes wird nun ein Verdrillen der beiden  Eisenstäbe bewirkt, wobei die der Berüh  rungserzeugenden am nächsten liegenden Fa  sern am wenigsten, die äussern Fasern jedoch  am stärksten über die natürliche     Elastizitäts-          grenze    gestreckt werden. Die Streckung er  folgt über die ganze Länge der Faser voll  kommen gleichmässig und ist anhand der  Windungen pro Längeneinheit in einfacher  Weise messbar.  



  Dadurch, dass gemäss dem beschriebenen  Verfahren die     Armierungseisenstäbe    durch  Strecken und Verwinden bis über die     Elasti-          zitätsgrenze    beansprucht werden, erscheint  die     Elastizitätsgrenze    und die Fliessgrenze  der zu     Armierungszwecken    verwendeten  Eisenstäbe hinaufgesetzt, so dass eine so ar  mierte     Betonkonstruktion    eine wesentlich hö-    leere Sicherheit besitzt als die bisher bekannte       Betoneisenkonstruktion.    Das Verhältnis zwi  schen dem     Elastizitätsmodul    des Eisens und  dem des Betons steigt von normal 15 bis     auf     mindestens 20.

   Infolge der durch die Ver  windung erzielten maximalen Haftspannung  zwischen Beton     .und    Eisen und infolge der  beschriebenen Behandlung der     Armierungs-          eisenstäbe    ist man in der Lage, bedeutende  Ersparnisse an Eisenmaterial bei allen vor  kommenden     Betontragwerken    zu erzielen.  Ausserdem kann infolge der grossen Haft  kraft der so behandelten     Armierungseisen-          stäbe    die bisher gebräuchliche Hakenausbil  dung an den Enden der     Armierungseisenstäbe     entfallen, so dass auch eine Arbeitsersparnis  gewährleistet ist.  



  Bei der beschriebenen Streckung und Ver  windung der     Armierungseinlage    werden die  weiter von der     Verwindungsaxe    liegenden       Stabteile        stärl@er    beansprucht, wie die näher  der     Verwindungsaxe    liegenden Teile. Wenn  daher die axialen Teile über die     Elastizitäts-          grenze,    aber unter der Fliessgrenze bean  sprucht werden, so wird es vorkommen, dass  die weiter von der     Verwindungsaxe    liegen  den     Stabteile    bis über die Fliessgrenze bean  sprucht werden.

   Dies ist aber kein Nachteil,  sondern hat eine     Hinaufsetzung    der Fliess  grenze zur Folge, die auch zur Erhöhung der  Sicherheit der     Betoneisenkonstruktion    bei  trägt.

Claims (1)

  1. PATENTAI\ SPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Armie- rungseinlagen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Armierungseisen- stäbe miteinander verdrillt und bis über ihre Elastizitätsgrenze, jedoch unterhalb ihrer Fliessgrenze gestreckt werden.
    II. Nach dem Verfahren gemäss Patentaai- sprucli I hergestellte Armierungseinlage, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus miteinander verdrillten und über ihre Elastizitätsgrenze beanspruchten Eisen stäben besteht. EMI0003.0001 UNTERANSPRTICII <tb> Verfahren <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Patentanspruch <SEP> I, <tb> dadurch <SEP> bekennzeichiiet, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Armierunbs eisenstäbe <SEP> an <SEP> mindestens <SEP> zwei <SEP> Punkten <SEP> Fest EMI0003.0002 eiii;espannt <SEP> und <SEP> unter <SEP> Beibehaltung <SEP> des <SEP> Eiii spannabstandes <SEP> ver\vunden <SEP> werden.
CH124958D 1926-03-08 1926-11-09 Verfahren zur Herstellung von Armierungseinlagen und gemäss diesem Verfahren hergestellte Armierungseinlage. CH124958A (de)

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