Radiumpatrone zur Radioaktivierung von versandfälligen Trinkwässern. in Flaschen. Die Erfindung betrifft eine Radium patrone zur Radioaktivierung von versand fähigen Trinkwässern in Flaschen. Bei der Kostspieligkeit der Radiumpräparate ist es für deren Anwendung zur Radioaktivierung von Minera.lwä.ssern von grosser Bedeutung, dafür Sorge zu tragen, dass die Radium- prä.parate nicht verloren gehen können, die ja, bekanntlich ihre Wirksamkeit sehr lange Zeit hindurch ungeschwächt zu entfalten vermögen.
Will man die Radioaktivierung der Trinkwässer und dergleichen in den Flaschen selbst vornehmen, die 2radioaktive Substanz also in der Flasche selbst unter bringen, was am zweckmässigsten erscheint, insbesondere, weil dadurch am sichersten für die hohe Radioaktivität des Wassers im Augenblick der Benutzung gesorgt ist, so besteht die Gefahr, dass die radioaktive Sub stanz beim Ausgiessen des Wassers aus der Flasche herausfällt und dabei verloren geht.
Diese Gefahr ist auch dann noch vorhanden, wenn man die radioaktive Substanz in Form einer Patrone in einer kleinen Hülle aus porösem bezw. aus für die Emanation durch- lässigem Material unterbringt: Macht man anderseits die Patrone, um ein solches Her ausfallen aus der Flasche nach Möglichkeit zu verhindern, so gross wie angängig, so ist die Gefahr vorhanden, dass die Patrone beim Ausgiessen des Flascheninhaltes, indem sie sich quer legt, den Flaschenhals. verstopft.
Ordnet man, aber die radioaktive Sub stanz fest am Boden oder der Innenwandung der Flasche oder des sonstigen Gefässes an, so kann die radioaktive Substanz nicht völlig von dem Wasser umspült werden, und es wird so eine völlige Ausnutzung der Sub stanz unmöglich gemacht. Auch bedingt die feste Verbindung der radioaktiven Substanz mit dem CTefäss eine komplizierte und da her kostspielige Konstruktion. Beim Zer brechen der Gefässe aber wird in den mei sten Fällen auch eine Zerstörung der mit ihnen verbundenen radioaktiven Masse ein treten.
Endlich wird ein Herausnehmen der radioaktiven Masse zwecks Vornahme einer Reparatur oder Erneuerung bezw. bei Rei nigung des Gefässes sohwierig, wenn nicht unmöglich gemacht. Alle diese Übelstände werden durch den Gegenstand vorliegender Erfindung beseitigt.
Bei .diesem kommt es in erster Linie darauf an, dass die unlösliche radioaktive Masse von einem elastisch nachgiebigen Spreizkörper umgeben ist, der ein Hineinbringen der Vor richtung in .die Flanschen und ein gewolltes Herausnehmen aus ihnen ermöglicht, ihr un gewolltes Herausfallen beim Ausgiessen des Flascheninhaltes oder ein Verstopfen des Flaschenhalses, sowie ein unmittelbares Auf liegen der radioaktiven Masse auf dem Bo den oder an den Wänden der Flasche aber verhindert.
Dieser elastisch nachgiebige Spreizkörper kann in verschiedener Weise ausgebildet sein. Er kann zum Beispiel einfach ans an einer kleinen, die radioaktive Masse umgebenden Hülle oder Hülse ansetzenden, nach ver schiedenen Richtungen gehenden, federnden Armen bestehen. Noch zweckmässiger ist es, wenn er von einem elastischen Gitterwerk gebildet wird, das die radioaktive Masse um gibt und solchen Umfang besitzt, dass es nur unter Zusammendrücken des elastischen Gitters .durch den Hals einer Flasche hinein- und herausgeführt werden kann. Der elasti sche Spreizkörper besitzt in diesem Falle also die Form eines kleinen elastischen Kä figs, in den die unlösliche radioaktive Masse eingeschlossen ist.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes, veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der einen Ausfüh rungsform, Fig: 2 einen Längsschnitt, und Fig. 3 eine Oberansicht dazu; Fig. 4 ist eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungs form.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 ist die unlösliche radioaktive Masse cc zunächst in eine Drahtfnetzhülle b ein geschlossen, und diese ist lose in einem Draht käfig c untergebracht. Der Käfig c wird von Stäben d gebildet, die in der aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise in der Mitte nach aussen ausgebogen und mit den Enden zusammengeführt sind. Die aneinanderstossen- den Enden der Drähte d werden oben und unten durch Platten e miteinander verbun den, die zum Beispiel durch Anlöten daran befestigt sein können.
Durch die Ausbau chung .des Gitterkorbes c in der Mitte wird eine gewisse Elastizität erzielt, die es er möglicht, die Vorrichtung durch einen Fla schenhals hindurch zu zwängen, dessen lichte Weite etwas - kleiner ist, als dem grössten Durchmesser des Gitterkorbes oder Käfigs in der Mitte der Stäbe d entspricht. Dieser grösste Durchmesser in der Mitte des Gitter korbes muss also entsprechend gewählt sein, damit dieser Zweck erreicht wird. Ist der Käfig auf solche -Weise einmal in die Masche eingeführt, so kann er auch beim Ausgiessen des F'lascheninlialtes oder beim Umstülpen der Flasche nicht wieder hinausfallen.
Da anderseits der Käfig das Wasser leicht hin durchtreten lässt, so kann durch ihn der Fla schenhals auch nicht verstopft werden, selbst wenn .der Käfig sich beim Ausgiessen des Wassers in das untere Ende des Flasclien- halses legen sollte.
Anderseits kann mann mit Hilfe eines ge eigneten Gerätes, zum Beispiel eines Draht hakens, der in die Flasche eingeführt und in den Käfig eingehakt wird, diesen leicht aus der Flasche herausziehen, weil dabei der Käfig wieder etwas zusammengedrückt wird. Man kann so den die radioaktiven Präparate enthaltenden Käfig auf Wunsch in eine an dere Flasche einführen bezw. die Flasche nach Entfernung der Patrone reinigen, was natürlich vorteilhaft ist.. Zugleich verhindert der Korb oder Käfig, dass sich die radioaktive Substanz unmittelbar gegen den Boden oder die Wandung der Flasche oder des sonstigen Behälters anlegt, was für die gründliche Ausnutzung der radioaktiven Substanz eben falls von \Nichtigkeit ist.
Bei .der Ausführungsform nach Fig. -f ist P ein Körper, der entweder aus einer unlöslichen, aber für die gasförmige Ema nation durchlässigen Umhüllung für die von ihr umschlossene unlösliche radioaktive Masse besteht oder aus einem Gemisch der letz- leren mit einer gleichfalls unlöslichen, für die gasförmige Emanation aber durchlässigen Masse nach Art derjenigen für die Umhül lung. F sind - leicht federnde Ansatzarme am Körper<I>P,</I> die in Umbiet Ingen <I>r</I> endigen.
Ansatzarme und Umbiegungen dieser Ansatz arme verlaufen (bei beliebiger Ausbildung) in derartig verschiedenen Richtungen zuein ander, dass ein Aufliegen des Präparates P selbst bei einer ebenen Fläche verhindert wird.
Mannigfache Änderungen der gezeigten Ausführungsformen sind möglich, ohne vom @\'esen der Erfindung abzuweichen. So kann man die Drähte oder Stäbe des kleinen Kä figs (Fis. 1 bis 3) statt durch Plättchen an den Enden auch unmittelbar vereinigen, in dem man sie zusammenlötet, oder dadurch, dass man kleine Kappen über die eng zusam mengeführten Drahtenden steckt und durch Verlöten oder dergleichen damit verbindet.
Statt die Drähte an beiden Enden dicht zu sammenzuführen und die grösste Ausbauchung des Korbes oder Käfigs, durch welche der "iderstand gegen das ungewollte Heraus fallen Eins der Flasche geboten wird, in die Mitte der Vorrichtung zu verlegen, kann man die Anordnung auch so treffen, dass die Drähte oder Stäbe nur an einem Ende dicht zusammengeführt sind, während die Stelle grössten Durchmessers sich am andern Ende der Stäbe befindet, wo diese .dann durch eine grössere Platte oder dergleichen miteinander vereinigt sein können.
In diesem Falle wird also die Stelle des Widerstandes gegen das ungewollte Herausfallen der Vorrichtung aus der Flasche durch das eine Ende des Körb chen: oder Käfigs gebildet, das dann natür lich entsprechend elastisch nachgiebig sein muss, um eine Zusammendrückung für das ge- wollteHerausz:ehen desKä.figs aus derFlasche zu ermöglichen.
Das Körbchen für die radio aktive Substanz kann aber. auch noch in ganz -rer Weise ausgebildet sein, zum Beispiel <B>t</B> andL aus elastischem Flechtwerk oder dergleichen bestehen, oder es können die Drähte des Körbchens oder Käfigs statt parallel zur Achsenrichtung, auch 'senkrecht dazu ver- laufen, bezw. es kann eine Drahtspirale ver wendet werden, die zu einem solchen Schutz und Haltekörbchen ausgebildet ist.
Das Material des Spreizkörpers oder Körb chens ist beliebig. Wesentlich ist nur, dass es durch die in .der Flasche enthaltene Flüs sigkeit nicht angegriffen bezw. dass diese da durch nicht nachteilig beeinflusst wird. Zweckmässig können als Material für den Spreizkörper geeignete Metalle oder Metall- legierungen verwendet werden, wie Nickel oder vernickelte Stäbchen; Aluminium, ver goldete Drähte oder .Stäbchen und dergleichen mehr.