CH125258A - Vorrichtung zur Speisung von Niederspannungsapparaten, insbesondere Messinstrumenten, aus Hochspannungsnetzen. - Google Patents
Vorrichtung zur Speisung von Niederspannungsapparaten, insbesondere Messinstrumenten, aus Hochspannungsnetzen.Info
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Description
Vorrichtung zur Speisung von Niederspannungsapparaten, insbesondere HeP,instrumenten, aus Hochspannungsnetzen. Zur Messung hoher Wechselspannungen benützt man in den Fällen, wo eine Fern messung, zum Beispiel die Ablesung in einem Schaltraum, gefordert wird, ferner zur Speisung von Synchronisierapparaten usf. Spannungswandler mit angeschlossenem N-ie- derspannungs-Voltmeter. Soll die Spannung zwischen Leitung und Erde gemessen wer den, so verwendet man neuerdings auch bil ligere Vorrichtungen.
Die eine dieser besteht darin, den der Spannung proportionalen Ver schiebungsstrom eines zwischen Messleitung und Erde gelegten Kondensators zu messen, eine andere darin, eine Drosselspulenserie zwischen Messleitung und Erde zu schalten und die geerdete Drossel als Stromwandler auszubilden, an dessen Sekundärklemmen ein Messgerät angeschlossen wird. Kondensatoren sind zur Spannungsmessung wenig genau und müssen am Ort der Aufstellung geeicht wer den. Bei Verwendung von Drosseln besteht zwischen Strom und Spannung nicht Propor tionalität.
Gemäss vorliegender Erfindung wird zwi schen Messleitung und Erde ein Widerstand, dessen ohmscher Weih: mindestens gleich der Hälfte des induktiven ist, entsprechend einer Phasenverschiebung von höchstens 60", in Serie mit der mit Erde verbundenen Primär wicklung eines Stromwandlers geschaltet. An den Sekundärklemmen des Stromwandlers werden Niederspannungsapparate, insbeson dere Messinstrumente, angeschlossen.
Der Stromwandler ermöglicht, den Strom für die Sekundärseite zu vervielfachen, so dass der Widerstand für einen ausserordentlich kleinen Strom und damit für kleinen Leistungsver brauch dimensioniert werden kann. Solche Anordnungen ermöglichen, zum Beispiel durch Gegeneinanderschaltung aufeinander folgender Spulen oder durch bifilaxe Wick lung, den Strom mit der Spannung in Phase zu stellen, so dass die Spannungsspulen von Wattmetern und Zählern gespienen werden können.
Wo diese Bedingung nicht besteht, ist es zweckmässig, Widerstandsspulen auf Eisenkernen anzubringen, um bei gegebener Impedanz die nötige Windungszahl und da mit den Wirkwiderstand, somit auch die Wärmeentwicklung zu verkleinern.
Gegen- über gewöhnlichen eisenhaltigen Drossel spulen, wo der Wirkwiderstand tunlichst klein gehalten wird, ist es durch die absicht liche Mitverwendung von viel ohmschem Widerstand leichter, eine gleichmässige Span nungsverteilung auf die verschiedenen kon struktiven Impedanzeinheiten zu bekommen, und die magnetische Sättigung des Eisen kann wirtschaftlich hoch gewählt werden, ohne dass die Proportionalität zwischen Strom und Spannung so stark gestört wird, wie bei blossen Selbstinduktionen.
Vorteilhaft besteht der ganze Widerstand aus einer Mehrzahl in Serie geschalteter Teil stücke, die für sich konstruktive Einheiten bilden. Eine solche Unterteilung ist besonders dann bedeutungsvoll, wenn die Widerstands spulen mit Eisenkernen versehen werden, da. dann jeder von diesen einen magnetischen Kreis für sich bilden kann und sich so die einzelnen aufeinander folgenden Eisenkerne gegenseitig isolieren lassen. Damit zwischen Spulen und Eisen keine hohe Spannungs differenz bestehen kann, werden zweck mässigerweise die Mittelpunkte oder nahe da bei liegende Punkte mit dem zu der betref fenden konstruktiven Einheit gehörenden Eisenkern leitend verbunden.
Auch im Falle eisenfreier Widerstände ist die genannte Un terteilung vorteilhaft., weil sie eine mecha nisch gute Abstützung der Widerstands spulen oder sonstigen Widerstandselemente und die Anbringung metallischer Um hüllungen der einzelnen Spulengruppen er möglicht, wie man solche als Strahlungs schutz von unter Hochspannung befindlichen Gebilden allgemein verwendet.
Die Zeichnung zeigt schematisch zwei Ausführungsbeispiele und einige Schaltfi guren. In Fig. 1 sind die aus feinstem Wi derstandsdraht mit sehr kleinem Temperatur koeffizient und hohem spezifischem -#ÄTider- stand gewickelten Widerstandsspulen 1 über Isolier- und Distanzierzylindern 2 angeqrdnet. Eine Anzahl solcher Einzelspulen sind kon struktiv zu einer Einheit zwischen den Iso- lierscheiben 4 vereint, so dass jede Gruppe durch einen metallischen Schirm gegen Strah- lung geschützt.
werden kann und die Spulen durch die Scheiben gegen axiale Verschie- bung abgestützt sind. In der Achse des Ap parates befindet sich ein Isolierrohr 5, das unten befestigt ist und zu oberst als Fort setzung ein Metallrohr trägt. Durch An ziehung einer Schraubenmutter 13 wird das Rohr 5 auf Zug beansprucht, die Scheibe 14 %vird gegen die isolierenden Distanzierröhren 2 gedrückt. Ein Isolierzylinder 6, der die Widerstände umhüllt, ist mit Transforma- torenöl gefüllt, das der Isolation und Küh lung dient.
Durch Zylinder 3 ist die gegen seitige Reibung des längs den warmen Spulen aufsteigenden ()1s gegen das längs der Innen fläche des Zylinders 6 niederströmende Öl verhindert, und bestehen die Zylinder 3 aus Metall, so wirken sie gleichzeitig als Strah lungsschutz für die Drahtspulen. Zu unterst ist der Stromwandler 7, auf dem (las Isolier rohr 5 vermittelst eines Rohrzapfens be festigt ist. Der Wandler selbst ist in einem Metallfuss 8 befestigt, der so geformt ist, dass der Isolierzylinder 6 öldicht eingesetzt wer den kann. Zum obern Abschluss dient eine Haube 9, welche die Hochspannungsan- schlussklemme 10 trägt.
Als Olstandszeiger dient ein Schwimmer 11 mit der Signalmarke 12.. 15 bedeuten öldicht eingesetzte Sekundär klemmen des Stromwandlers 7.
Für den Gebrauch in Freiluftstationen be steht der Isolierzylinder vorteilhaft aus Por zellan oder ist mit Porzellanmänteln um geben, die mit Regenschutzdächern versehen sind.
Fig. 2 zeigt denselben Apparat, dessen Widerstandsspuleneinheiten um je einen Eisenkern 1 bis 4 gewickelt sind. Die ein zelnen Kerne sind voneinander durch die Isolierscheiben 7 getrennt. 5 ist der Strom wandler, 6 der umhüllende Isolierzylinder, 9 der Fuss, 8 die Abschlusshaube mit der An schlussklemme für die Hochspannung.
In Fig. 3 bis 6 sind einige Schaltbeispiele angegeben. Fig. 3@ zeigt die Schaltung zur Messung einer Spannung gegen Erde. Fig. 4 ist dieselbe Schaltung, jedoch sind zur Er langung einer grösseren Sekundärleistung zwei Stromwandler in Serie geschaltet. Die Schaltung nach Fig. 5 dient zur Messung der Spannung zwischen Leitung 1 und ?, wobei die Sekundärspulen zweier Stromwandler über das Messgerät gegeneinander geschaltet sind. Die Schaltung Fig. 6 dient zur Messung der Spannung zwischen 1 und 2 und zwischen jeder Leitung und Erde.
Der Stromwandler besitzt in diesem Falle zwei Sekundärwick lungen. oder es sind zwei Wandler hinter einander geschaltet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Speisung von Nieder spannungsapparaten, insbesondere Messinstru- inenten, aus Hochspannungsnetzen, dadurch -ehennzeichnet, dass zwischen Hoehspan- iiungsleitung und Erde ein Widerstand, des sen ohmscher Widerstandswert mindestens gleich dem halben induktiven Widerstands wert ist, in Serie mit der mit Erde verbun denen Primärwicklung eines Stromwandlers geschaltet ist,an dessen Sekundärklemmen die Niederspannungsapparate angeschlossen UN'CERAN SPRüCIIE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand aus einer Mehrzahl in Serie geschalteter Teil stücke besteht, die für sich konstruktive Einheiten bilden. \>. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand aus Draht mit hohem spezifischem Widerstand und kleinem Temperaturkoeffizient be steht. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke um je einen Eisenkern angeordnet sind, von denen jeder für sich einen magnetischen Kreis bildet, und die gegeneinander isoliert sind.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der elektrische Mittelpunkt eines Teilstückes oder eine elektrisch be nachbarte Stelle mit dem zugehörigen Eisenkern elektrisch leitend verbunden ist. 5. Vorrichtung nach Pätentansprueli und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke räumlich zu einer Reihe im Innern eines rohrförmigen Iso- liergehäuses angeordnet sind, das mit<B>01</B> gefüllt ist. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch l., dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstücke räumlich zu einer Reihe im Innern eines rohrförmigen Isolierge- häuses angeordnet sind, das mit einer giess baren, nachher erstarrenden Isoliermasse gefüllt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH125258D CH125258A (de) | 1927-01-06 | 1927-01-06 | Vorrichtung zur Speisung von Niederspannungsapparaten, insbesondere Messinstrumenten, aus Hochspannungsnetzen. |
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| CH (1) | CH125258A (de) |
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1927
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