Pumpeinrichtung für Rochdruckdampferzeuger. Die vorliegende Erfindung betrifft eine f'umpeinriehtung für Hochdruckdampferzeu- ger, die zu ihrem Betriebe mindestens eine Dampfförderpumpe und mindestens eine Speisepumpe erfordern. Gemäss der Erfin dung werden diese zur Durchführung des Be triebes erforderlichen Pumpen, deren Liefer menge veränderlich ist, von derselben An- triebsmaschine aus angetrieben.
Dabei kann der Antrieb direkt oder unter Einschaltung eines Zwischengetriebes erfolgen.. Bei An wendung von Kolbenpumpen kann die Ände rung der Liefermenge der Pumpen vorteil haft durch Änderung der Drehzahl der An- triebsniaschine erreicht werden.
In der beigefügten Zeichnung sind Aus- führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des veranschaulicht.
Beim Beispiel nach Fig. 1 wird die Kes- elspeisepumpe 1 finit der Dampiförderpumpe von derselben Antriebsmaschine 3, zum Bf@ispiel einem Elektromotor, angetrieben.
Die Pumpen werden, falls deren mehr als zwei vorhanden sind, am günstigsten so di mensioniert, dass zu einer .Sheicepumpe im mer eine Fnrclerpunipc- gehört, #zo da.ss also in einer Dampferzeugungsanlage immer eben soviel Dampfförderpumpen als Speisepumpen vorhanden sind. Auch in diesem Falle wer den sämtliche dieser zur Durchführung -des Betriebes des Hochdruckdampferzeugers er forderlichen Pumpen von derselben Antriebs maschine aus angetrieben.
Die Förderpumpe und die Speisepumpe sind im vorliegenden Falle beide, unter Vermittlung von Getrie ben 4 und 5 mit dem Antriebsmotor 3 gekup pelt:. Die Liefermengen beider Pumpen wer den durch Drehzahländerungen der Antriebs maschine verändert. so dass sie bei der dar gestellten Ausführung. der Pumpen als Kol benmaschine in jedem Falle ohne weiteres in dem gewollten Verhältnis zueinander stehen. da das Verhältnis der Drehzahlen der beiden Pumpen in allen Fällen gleich gross ist. Bei einer Ausführung der Pumpen als Turbo maschinen kann die durch die Verschieden heit der Kennlinien der Turbopumpen für Dampf und für Wasser sich ergebende Ver schiebung in dem gewollten Verhältnis der Liefermengen beispielsweise durch entspre chende Ausbildung der Getriebe ausgegli chen werden.
Dieser Ausgleich kann auch durch Anordnung einer Umführungsleitung mit Drosselorgan und dergleichen bei der Speisepumpe bewirkt werden, insbesondere für Anlagen, bei denen der Antrieb der Speisepumpe und der Dampfförderpumpe von der Hauptkraftmaschine aus erfolgt, zum Beispiel bei Lokomotiven. Die Speise pumpe, die zweckmässigerweise überdimen sioniert wird, wird schon aus diesem Grunde in der Regel mit einer Umlaufvorrichtung versehen, die dann auch gleichzeitig zur Re gelung der Liefermenge benutzt werden kann.
Selbstverständlich kann auch eine Kom bination der Regelung durch Drehzahlände rung und durch Umlauf angewendet werden, oder es kann zum Beispiel die Regelung der Liefermenge der Pumpen durch Änderung des Pumpenhubes oder auch durch Einschal tung eines Getriebe-Vorgeleges oder derglei chen erfolgen. Die Einrichtung kann auch so getroffen werden, dass die Lieferung der Speisepumpe unabhängig von derjenigen der Dampfförderpumpe verändert werden kann.
Ferner kann zum Beispiel der Antrieb der Speisepumpe auch vom Getriebe 4 der Dampfförderpumpe abgeleitet werden und dabei, bei Verwendung von Kolbenpumpen, deren Regelung durch Änderung des Hubes erreicht werden.
Beim Beispiel nach Fig. 2 ist eine andere Anordnung der beiden Pumpen zueinander vorhanden. Beide Pumpen werden hier von einem gemeinsamen Kurbelzapfen 3' aus mittelst Schubstangen und Kreuzköpfen an getrieben, wobei die beiden Pumpenzylinder 1, 2 in der gleichen Achse einander gegenüber liegend angeordnet sind. Dadurch wird ein besserer Gleichgang des Aggregats erreicht. Der Zylinder der Speisepumpe 1. ist mit einer Rücklaufleitung 6 mit Regelorgan 7, der Zylinder der Dampfförderpumpe 2 mit einer Umlaufleitung 8 mit Regelorgan 9 ver sehen.
Die Rücklauf- und Regelvorrichtung der Speisepumpe kann beispielsweise auch ähnlich wie bei den Brennstoffpumpen der Dieselmaschinen ausgebildet werden. Beim Beispiel nach Fig. 3 erfolgt der Antrieb der beiden Pumpenkolben wieder wie in Fig. 2 von demselben Kurbelzapfen aus, jedoch unter Vermittlung eines Rah mens 10, wodurch eine Herabsetzung des Zapfendruckes erreicht wird. Die Regelung der Fördermenge der Pumpen kann hier zum Beispiel gleich ausgebildet sein wie für Fig. 2 beschrieben.
Um die Anschaffungskosten für die An triebsmotoren der Pumpen und den Raum bedarf zu vermeiden, können die Pumpen unmittelbar von der Hauptkraftmaschine an getrieben werden, wodurch ferner in mehr facher Hinsicht auch durch die Eigenart des Hochdruckdampferzeugers begründete be triebstechnische Vorteile erzielt werden. Während des Stillstandes der Hauptkra.ft- maschine kann alsdann die Dampferzeugung bei entsprechender verringerter Heizwirkung durch besondere Hilfspumpen aufrecht er halten werden. Die Hilfspumpen werden dann gesondert angetrieben, zum Beispiel durch eine Dampfmaschine oder durch einen Elektromotor.
Man kann die Hilfspumpen fli während des Betriebes der Hauptkraft- # tue maschine, also ständig mitlaufen lassen, oder man kann sie auch nur bei einer Überlastung der Anlage zur Steigerung der Dampferzeu gung mit ansetzen.
Zweckmässig benutzt man die Hilfspumpen auch zur Inbetrieb setzung des Hochdruckdämpferzeugers. Der Antrieb der Hilfspumpen ist dann entspre chend dem während des Stillstandes der Hochdruckdampferzeugung zur Verfügung stehenden Betriebsmittel zu wählen, also zum Beispiel durch eine Niederdruckdampf- maschine zu bewirken, wenn Niederdruck kessel ständig in Betrieb sind, oder Nieder- druck-dampf in einem Dampfspeicher vor handen ist, oder durch einen Elektromotor, der aus einem Netz oder einer Akkumulato- renbatterie mit Strom gespeist wird.
Die Hilfspumpen stellen in jedem Falle, ob man sie ständig mitlaufen lässt oder nicht, eine Sicherheit für den Betrieb dar.
Die Veränderung der Liefermengen der Haupt-, das heisst für den Betrieb erforder- liehen Pumpen kann hierbei zum Beispiel durch Drehzahländerung gegenüber der Hauptkraftmaschine oder durch eine Rück laufvorrichtung von der Druck- zur Saug seite der Pumpen oder durch Verstellung der Steuerung der Pumpen oder auf andere Art bewirkt werden. Dagegen arbeiten die Hilfs pumpen meistens ohne Regulierung. Der Be trieb der Anlage gestaltet sich besonders günstig und einfach, wenn die Änderung der Liefermengen der Hauptpumpen in Ab hängigkeit von denn Dampfverbrauche der Hauptkraftmaschine von der Steuerung die ser Maschine abgeleitet werden kann.
Im Beispiel nach Fig. 4 bedeutet 1.1 den Zylinder einer Hoclidruckkolbendampfma- schine als Hauptkraftmaschine, die einen elektrischen Generator 12 antreibt.
An dem freien Ende der Kurbelwelle 13 ist eine Stirnkurbel 14 angeordnet, von der die Dampfförderpumpe 15 und die Speisepumpe 1.6 angetrieben werden, wie auch andere etwa zum Betriebe der Hochdruckdampfanlage er forderliche Pumpen, zum Beispiel eine Kühl wasserpumpe zur Kühlung der Kolbenstan- genstopfbüchsen, der Messinstrwmente usw. Zur Regelung der Pumpen können die glei chen Mittel wie bei den vorerwähnten Bei spielen zur Verwendung kommen.
Für die Inbetriebsetzung des Hochdruckdampferzeu- gers und für die Aufrechterhaltung der Dampferzeugung bei Stillstand der Haupt kraftmaschine sind eine Hilfsumwälzpumpe 17 und eine Hilfsspeisepumpe 18 vorgesehen, die gesondert unter Vermittlung eines Rie mentriebes 19 oder dergleichen von einem ge meinsamen Elektromotor 20 angetrieben werden. Etwa sonst noch vorgesehene Hilfs pumpen (Hilfskühlwasserpumpe usw.) kön nen auch mit derselben Antriebsmaschine ge kuppelt werden.
In Fig. 5 und 5a ist als weiteres Beispiel eine oiisbeweglich.e Hochdruckdampfanlage dargestellt; eine dreizylindrige Lokomotive mit zwei Förderpumpen 24, 25 und einer Speisepumpe 26. In derselben Achse, mit den Aussenzylindern 21 und 23 liegend, sind beide Förderpumpenzylinder angeordnet, und zwar je ein Arbeits- und ein Pumpenkolben auf derselben Kolbenstange. In derselben Art ist die Speisepumpe 26 vor dem Mittel zylinder 22 untergebracht.
Die Steuerung der Hauptdampfzylinder erfolgt mittelst Kolbenschieber 27 nach Heusinger. Bei Ver änderung der Füllung dieser Dampfzylinder wird gleichzeitig und zwangsläufig die Lie fermenge der Pumpen von der Steuerung der Dampfzylinder aus verändert, bei den Dampfförderpumpen beispielsweise durch Verstellung eines Steuerorganes 28 in einer Umlaufleitung 29. Die Steuervorrichtung der Speisepumpe, sowie von Iiilfspumpen, ebenso die Hilfspumpen selbst sind nicht dargestellt.