CH125306A - Verfahren zur Verbesserung des Ausgleichs von Fernsprechvierern ohne Phantombenutzung. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung des Ausgleichs von Fernsprechvierern ohne Phantombenutzung.

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CH125306A
CH125306A CH125306DA CH125306A CH 125306 A CH125306 A CH 125306A CH 125306D A CH125306D A CH 125306DA CH 125306 A CH125306 A CH 125306A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Verfahren zur     Verbesserung    des Ausgleichs von Fernsprechvierern ohne       Phantombenutzung.       Zur Vermeidung gegenseitiger Störungen  der Sprechkreise in     viererverseilten    Fern  sprechkabeln ist bekanntlich zwischen den  Teilkapazitäten der einzelnen Adern gegen  einander ein hoher Grad von Symmetrie not  wendig, der sich beim normalen Fabrika  tionsgang der Vierer nicht in dem erforder  lichen Masse einhalten lässt, so dass nachträg  liche     Ausgleichsmassnahmen    erforderlich  sind. Diese     Massnahmen    bestehen zum Bei  spiel in dem     Auskreuzen    der Adern, Einfü  gen von Zusatzkondensatoren und anderem.

    Die Kenntnis der anwendbaren Mittel allein  genügt jedoch nicht zur Lösung der Auf  gabe, sondern erfordert weiter eine genaue  Kenntnis darüber. wie und auf Grund     wel=     eher     Messungen    die Mittel angewendet wer  den müssen. Man kann, wie bekannt, bei       einem    Vierer ohne     Phantomausnützung,    we  nigstens bei geringer Länge des Vierers, aus  einem Brückengleichgewicht, von welchem  weiter unten die Rede sein wird, auf Kopp  lungsfreiheit schliessen.

      Die Erfindung betrifft nun eine Verbes  serung des Ausgleichs von aus mehreren  Teilstrecken zusammengesetzten Vierern  ohne     Phantomausnutzung    und geht dabei aus  von der     Erkenntnis,    dass es nicht ausreicht,  wenn die sich aus     .dem    Brückengleichgewicht  ergebende Beziehung für jede einzelne Teil  strecke erfüllt ist.  



  Eine Erklärung hierfür kann etwa fol  gendermassen gegeben werden:  Die übliche     Messschaltung    ist in     Abb.    1  dargestellt. Sie entspricht einer     Wheatstone-          schen    Brücke, in deren vier Zweigen die vier  Teilkapazitäten     x1,        x2,        x3,    x4 der Teilstrecke  mit den dazu parallelliegenden, in die  Brücke fest eingebauten, untereinander glei  chen Kapazitäten A und der einstellbaren  Kapazität M, deren Mittelwert gleich der  Kapazität A ist.

   Wird angenommen, dass der  betreffende Kabelabschnitt zunächst     unab-          geglichen    war, so kann er, wie leicht ersicht  lich ist, hinsichtlich .des Brückengleichge-           wichtes    auf unendlich mannigfache Weise  ins Gleichgewicht gebracht werden.

   Wenn  nun zwei Abschnitte, die je für sich in dieser  Weise als     Wheatstonesche    Brücke abgegli  chen sind,     hintereinandergeschaltet    werden,  so legen sich die entsprechenden Teilkapazi  täten parallel zueinander und man kann sich  durch eine einfache Rechnung- überzeugen,  dass dabei das Brückengleichgewicht nicht  immer erhalten bleibt, sondern im allgemei  nen gestört wird, so dass die hintereinander  geschalteten Längen nicht mehr als stö  rungsfrei angesehen werden können.

   Hat  man zum Beispiel zwei Brücken gemäss     Abb.     2a und     2b    mit den Verhältnissen 12 : 8   15 : 10 und 8<B>:16</B> = 5 : 10, so erhält man  nach Parallelschaltung der einzelnen     Brük-          kenzweige        (Abb.    3) die Werte 20, 24, 20,  20, und man erkennt, dass das Gleichgewicht  nicht erhalten geblieben ist.

   Dies angeführte  Zahlenbeispiel soll nur als Erläuterung da  für dienen, dass ein streckenweiser     Abgleich     der vier Teilkapazitäten untereinander nach       Art    einer     Wheatstonesehen    Brücke mit den  vier abzugleichenden Teilkapazitäten in den  vier Brückenzweigen nicht ausreichend ist,  um beim Zusammenschalten .der Teilstrecken  eine störungsfreie Anlage zu erhalten.  



  Gemäss der Erfindung werden daher die  Teilstrecken - Teillängen im engeren Sinn  oder     Spulenfelder    - so ausgeglichen, dass  beim Zusammenschalten keine Störungen des  Gleichgewichtes eintreten können, und zwar       wird    dies     dadurch    erreicht, dass zwischen den  vier Teilkapazitäten nicht nur, wie üblich,  das Brückengleichgewicht     (x,.x4        -X2-X.3   <I>= 0)</I>  angestrebt und nachkontrolliert wird, son  dern dass auch in jeder Teilstrecke zwei be  nachbarte Teilkapazitäten, also zum Beispiel  x:, und     x2    und daher auch, nach der Brücken  bedingung,     x3    und     x4    einander gleich ge  macht werden.

   Wenn der     Abgleich    in die  ser Weise in jeder     Teilstrecke    ausgeführt ist,  so     bleibt    die Gesamtstrecke nach dem Zu  sammenschalten, zutreffende Aderschaltung  vorausgesetzt, auch abgeglichen, da nun in  allen     Teilstrecken    das gleiche Brückenver  hältnis 1 : 1 vorhanden ist.

      Zur Ausübung dieses Verfahrens wird  man eine     Messschaltung    benutzen, bei wel  cher nur zwei Teilkapazitäten in die     Mess-          zweige    der Brücke eingeschaltet sind, wäh  rend alle übrigen Teil- und Erdkapazitäten  auf die Messung möglichst ohne Einfluss  sind.     Abb.        -1    zeigt eine beispielsweise Aus  führung. Die Brücke umfasst zwei gleiche  feste Widerstände, deren gemeinsamer Punkt  geerdet ist.

   In den beiden andern Zweigen       liedken    zwei veränderliche oder ein fester und  ein veränderlicher oder ein Differentialkon  densator, zur Ermittlung der auszugleichen  den     Teilkapazitätsdifferenz.    Die Adern des  einen Stammes werden mit den     Endpunkten     der Widerstände verbunden, eine Ader des  zweiten     .Stammes    wird mit C     verbunden.     während die andere Ader frei schwebt.

   Pa  rallel zu den beiden Brückenwiderständen  liegen veränderliche Kondensatoren, von de  nen gleichfalls nur der eine veränderlich zu  sein braucht, zum Ausgleich von durch un  gleiche Erdkapazitäten bedingten     Phasen-          winkelunterschieden    der Brückenwider  stände.  



  Es werden zwei Messungen ausgeführt,  bei denen die Adern des zweiten Stammes  abwechselnd bei C angeschlossen werden.  Der     Abgleich    wird so vorgenommen, dass  nach dem     Abgleich    bei beiden Messungen  die zur     Messeinrichtung    gehörenden Kapazi  täten zwischen A und C und zwischen     B     und C einander gleich sind.  



  Eine weitere zweckmässige Ausführungs  art der Messung besteht .darin, die     vierte     Ader des Vierers nicht frei zu lassen, son  dern an Erde zu legen     (Abb.    5). Auf diese  Weise wird verhindert,     da.ss    sich zu den  Brückenarmen     1C    und     BC    noch irgend  welche andere, von Nebenschlüssen herrüh  rende Kapazitätswerte parallel legen, die das       Messergebnis    in unübersehbarer Weise beein  flussen können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRV CHE I. Verfahren zur Verbesserung des in üb licher Weise durch Erfüllung der Be ziehung xl <I>. x4 =</I> x2 <I>.</I> x3 bei jeder Teil- strecke herzustellenden - Ausgleichs von Fernsprechvierern ohne Phantombenut- zung. wobei x1, x=, x3, x, die aufeinander folgenden Teilkapazitäten zwischen den Adern einer Teilstrecke sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Teilkapazitäten einer Teilstrecke,
    und daher auch die beiden andern einander gleich gemacht werden. <B>11.</B> M.essschaltung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Adern eines Stam mes an zwei diametrale Punkte einer Messbrücke angeschlossen sind, zwischen welchen einerseits zwei hintereinander ,Illeschaltete Zweige mit festen gleichen Widerständen und mit je einem dazu parallel liegenden Kondensator, und an derseits zwei hintereinander geschaltete Kondensatoren liegen, von welchen min destens einer veränderlich ist, wobei von den beiden übrigen Diametralpunkten der den beiden Widerstandszweigen ge- meinsa.me an Erde gelegt ist,
    während der andere, den beiden hintereinander ge schalteten Kondensatoren gemeinsame, mit einer Ader des zweiten Stammes verbunden ist. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, bei welchem die Feststellung der Gleichheit der genannten benachbarten Teilkapazitäten mittelst einer Brücke erfolgt, von welcher zwei Diametralpunkte an die Adern eines Stammes angeschlossen sind, während von den beiden übrigen Diametralpunkten einer an Erde gelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Messungen ausgeführt wer den, wobei die Adern des zweiten Stammes abwechselnd an .den vierten Diametralpunkt angeschlossen werden.
CH125306D 1925-07-14 1926-07-13 Verfahren zur Verbesserung des Ausgleichs von Fernsprechvierern ohne Phantombenutzung. CH125306A (de)

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