Liehtsignalanlage. Bei Lichtsignalanlagen, bei welchen meh rere Lampen abwechselnd zum Aufleuchten gebracht werden, hat sich der, Übelstand herausgestellt, dass durch das häufige Ein- und Ausschalten der- Lampen die Glühbirnen sehr schnell verbraucht werden.
Dies rührt daher, dass die Metalldrahtlampen beim Ein schalten, also im kalten Zustande, einen ge ringeren Wider-stand haben als nach der Er wärmung. Sie lassen also beim Einschalten einen Strom gröberer Stärke zrr als nach der Er wärmung. Dieser beim Einschalten erfolgende, über ;die Betriebsstromstärke hinausgehende Stromstoss bringt nun Veränderungen im Drahtgefüge hervor, die sehr schnell zum Durchbrennen der Lampen führen.
Dieser Übelstand macht sich besonders bemerkbar bei Glühlampen, die häufig ein- und ausge schaltet werden, wie zum Beispiel- ,bei Re klamebeleuchtungen, Blinklichtanlagen, Sig nalanlagen etc. und ist besonders fühlbar bei solchen Signalanlagen, die mit hochkerzigen Lampen betrieben werden, wie zum Beispiel die Eisenbahnsignalanlagen und vor allem die Ver- kehrssignalanlagen. Bei Signalen, von denen eine besonders grosse Lichtintensität verlangt wird und die infolgedessen mit grossen Strom stärken betrieben werden, tritt ausserdem noch der Übelstand ein, dass beim Ausschalten der Lampenstromkreise eine Funkenbildung an den Kontakten der Schalter eintritt,
was zur sehrrellen Abnutzung der Schaltanlage führt. Dies ist zum Beispiel der Fall bei Tageslichtsignalen im Eisenbahnsicherurrgs- wesen und vor allem bei Verkehrssignalen, bei welchen die Lampen in kurzen Zwischen räumen von wenigen Sekunden oder Minuten abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden.
Gemäss der Erfindung kann diesen Übel ständen dadurch entgegengewirkt werden, dass die abwechselnd leuchtenden Lampen in Reihe geschaltet sind und im Neben schluss zu jeder Lampe ein Schalter ange ordnet ist. Statt einer Lampe kann man auch mehrere gleichzeitig leuchtende Lam pen verwenden und zu diesen einen gemein samen Schalter parallel anordnen. Es ist mit dieser Anordnung möglich, den Kurz- schluss einer Lampe bezw. Lampengruppe aufzuheben, bevor der Kurzschluss der andern Lampe bezw. Lampengruppe hergestellt wird.
Es werden dann kurzzeitig sämtliche Lampen gleichzeitig gespci.,t und es wird auf diese Weise verhindert, dass die eingeschaltete Lampe sofort an die volle Spannung gelegt wird.
In der Abbildung ist ein Schaltungsschema beispielsweise dargestellt, welches die Kenn zeichen der Erfindung trägt. 1 und 2 seien zwei Lampen einer Verkehrssignalanlage, die zum Beispiel rot und grün zeigen und ab wechselnd zum Aufleuchten kommen sollen. In dem dargestellten Zustande fliesst ein Strom von der Stromquelle 3 über Leitung 4, Lampe 1, Kurzschlussleitung 5, den ge schlossenen Kontakt 6, Leitung 8 zur Strom quelle zurück. Gleichzeitig fliesst ein Teil des von der Lampe 1 kommenden Stromes über Lampe 2, Leitung 8 zur Stromquelle zurück. Dieser Teilstrom ist jedoch nicht in der Lage, die Lampe 2 zum Aufleuchten zu bringen.
Soll nun Lampe 2 leuchten, so wird zunächst Kontakt 6 unterbrochen und dann Kontakt 7 geschlossen, so dass Lampe 2 zu nächst Strom nur über Lampe 1 erhält und dann erst über die Kurzschlussleitung 9.
Eine weitere Verbesserung kann dadurch erzielt werden, dass die nicht leuchtenden Lampen nicht vollständig ausgeschaltet, son dern mit einem geringen Strom weiter ge speist werden. Der Strom ist dann nicht stark genug, ein Leuchten zu bewirken, ver hindert aber trotzdem, dass der Faden sich vollständig abkühlt. Hierzu wird in die Ver bindungsleitung der Lampenklemmen ausser dem Schalter ein Widerstand eingefügt.
Durch die Ausbildung der Lichtsignalan lage wird einerseits erreicht, dass die Lampen nicht vollständig ausgeschaltet werden, also nicht vollständig abkühlen können und ander seits, dass nach dem Einschalten der Lampen nicht gleich die volle Spannung zur Wirkung kommt; so dass der Lampendraht sich erst erwärmen kann. Rekristallisation und sonstige Veränderungen im Drahtgefüge sind damit wirksam verhindert, so dass die Lebensdauer der Lampen erheblich vergrössert wird. Gleich zeitig erreicht man, dass beim Ein- und Aus schalten an den Kontakten 6 und 7 nur ein Teil des Stromes ein- und ausgeschaltet wird, so dass auch die Funkenbildung herabgesetzt wird.
Die Vermeidung der erwähnten Nach teile durch die Schaltung gemäss der Erfin dung ermöglicht ferner die Verwendung von Lampen mit weit grösserer Betriebsstromstärke und Intensität als man bisher verwenden konnte.