CH125587A - Tierärztliches Gerät für Embryotomie. - Google Patents

Tierärztliches Gerät für Embryotomie.

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CH125587A
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  Tierärztliches Gerät für     Embryotomie.            Clegenstand    vorliegender Erfindung ist  ein tierärztliches Gerät für     Embryotomie.          Dasselbe    wird angewendet zum Zerstören und  Entfernen des Fötus bei Schwergeburten be  hufs     Erhaltung    des Muttertieres.

   Um die  Vorarbeit für solche Beseitigung des Fötus       zii    leisten, hat man bisher eine Art     Zentrum-          bolirer    mit führender     Bohrerspitze    angewen  det, womit man namentlich eine     Zermalmung     und     Zerstückelung    der Wirbelsäule nebst       Um-ebung,    entsprechend dem     Bohrerfort-          schritt    im     Wirbelsäulenlianal,    anstrebte, und  mit mühevoller zeitraubender Arbeit auch  wohl erreichen konnte.

   Das Herausholen       bezw.    Herausschneiden grösserer zusammen  hängender-     Körpermassen    aus dem Fötus  zwecks Verringerung seines Umfanges wird  mit     derartigen        bohrerartigen        Werkzeugen     nicht ermöglicht. Man hat daher zu diesem       Zwecke    ein Sägerohr, das heisst ein Rohr, des  sen Stirnkante mit Sägezahnung versehen ist,  angewendet.

   Das vorliegende tierärztliche       Instrument    besitzt nun ein an der     vordern          Stirnfläche    gezahntes Sägerohr, welches am       hintern    Ende Handgriffe zur Drehung dessel-         ben    besitzt, und zur Aufnahme der zylin  drisch umsägten Masse dienen soll.  



  Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  dargestellt, und eine Einzelheit eines solchen.  



       Fig.    1 zeigt das Sägerohr, teilweise im  Schnitt eines ersten     Ausführungsbeispiels    mit  einer innerhalb desselben geführten Harpune;       Fig.    2 ist eine Ansicht des     Sägerohr-Vor-          derendes    und der Harpune in grösserem Mass  stabe desselben     Ausführungsbeispiels;          Fig.    3 zeigt das Vorderende einer durch  eine     Bohrerspindel    gebildete Einzelheit eines  zweiten Ausführungsbeispiels, die in manchen  Fällen statt der Harpune anwendbar ist;       Fig.    4 ist ein Aufriss einer dritten Aus  führungsform, in deren Sägerohr eine mit  einem Messer versehene Spindel gelagert ist;

         Fig.    5 zeigt in grösserem     Massstabe    das       Sägerohr-Vorderende    und die     Spindelspitze     mit daran aufgeklapptem Messer des Ausfüh  rungsbeispiels nach     Fig.    4, und       Fig.    6 ist ein Grundriss zu     Fig.    5.  



  Beim Beispiel nach den     Fig.    1 und 2 be  zeichnet a. ein weites, annähernd zylindri-           sches,    beidseitig offenes,     langgestreck@s     Sägerohr mit auf der einen Stirnfläche ange  brachter Sägezahnung     al,    zum Zweck, einen  zirkularen Sägeschnitt auszuführen, wobei  die abgesägte Körpermasse vom Sägerohr  aufgenommen wird. Das Rohr ist gegen das       Vorderende    etwas verjüngt (Fug. 2), um beim  Vortrieb leichter vorwärts zu dringen. Das  Sägerohr a. besitzt am hintern Ende zwecks  Drehung zwei Handhaben b.

   Um das Säge  rohr a. zu führen und ihm einen Gegenhalt  zu geben, sind eine innere Führungsspindel  mit     harpunenförmigem,        abgekröpftem    Vor  derende     7t1,    Schaft     k,    abnehmbarem Griff     g     und Zugöse o am hintern Ende, sowie eine  auf dem Schaft     lt    und im Sägerohr     a    ver  schiebbare Hülse<I>d</I> mit     Endflanschen        f    vor  gesehen.

   Die Hülse d gibt dem Schaft     lt    der  Führungsspindel und die Flanschen     f    geben  dem Sägerohr     a    die richtige Führung; die  Hülse kann sich im Rohre     a    frei verschieben,  wenn die vom Sägerohr aufgenommene Kör  permasse auf die vordern Flansche     f    drückt.  



  Das     harpunenförmige    Ende     hl    der Füh  rungsspindel besitzt eine     Pfeilspitzenschneide     <I>i</I> mit zugespitztem     Widerhakenfortsatz        j.     



  Die Gebrauchs- und     Wirkungsweise    des  beschriebenen Ausführungsbeispiels des tier  ärztlichen Gerätes ist im Falle einer     Hinter-          endlage    einer zu grossen Frucht folgende:  Das     harpunenartige    Ende     7t1    der Füh  rungsspindel wird nach     vorgängiger        Durch-          schneidung    der im Wege liegenden Haut- und  Muskelteile in den Hinterteil der Frucht un  terhalb des Beckenbodens durchgestossen, und  zwar mit nach der Bauchseite hin gerichteten  Widerhaken j. Wenn die Spitze so bis in die  Bauchhöhle vorgedrungen ist, wird die Füh  rungsspindel um 180   gedreht, der Wider  haken j also nach oben gerichtet.

   Unter Hoch  heben wird sie dann zurückgezogen, so dass  der Widerhaken j sich am     Schambeinrand     oder am vordern Rande des Darmbeines vor  der Gelenkpfanne oder sonst am Becken fest  setzt. Hierauf wird bei abgenommenem Griff       g    der Führungsspindel das Sägerohr     a    über  diese und deren Flanschen     f    geschoben, wäh  rend an das Hinterende der Führungsspindel    ein durch die Bohrung o geführtes Zugmittel  befestigt wird. Nunmehr wird das Sägen  durch Rechtsdrehung des Sägerohres     a    und  unter Vortreiben desselben gegen den durch  das     harpunenartige    Ende     7t1    der Führungs  spindel geschaffenen Gegenhalt vorgenom  men.

   Auf diese Weise werden durch     Lm-          sägung    einer Körpermasse bis auf etwa zwan  zig Zentimeter Tiefe die     entsprechenden    Teile  ringsum gelöst und vom Innern des Säge  rohres aufgenommen; sie können dann mit.  demselben ohne weiteres herausgezogen wer  den, da die knöcherne Verbindung mit dem  Becken aufgehoben ist.  



  Die Anwendung des beschriebenen Ge  rätes erweist sich auch in andern Fällen als  zweckdienlich, wo es darauf ankommt, beim  Sägevortrieb einen Gegenhalt und zugleich  eine Richtungsführung zu schaffen.  



  Statt eines einzigen 'Widerhakens können  auch mehrere solche am     harpunenartigen     Ende der Führungsspindel angebracht sein.  



  Beim Beispiel nach     Fig.    3 ist das vordere  Ende der Führungsspindel zu einem Bohrer     :j-          ausgebildet,    welcher bestimmt ist, in den     Fö-          tuskörper    eingebohrt zu werden, um der Füh  rungsspindel den nötigen Gegenhalt zu ver  leihen.  



  Bei der in den     Fig.    4 bis     G    dargestellten  Ausführungsform des tierärztlichen Gerätes  ist auf das vordere Ende des Sägerohres     a     eine verschiebbare und zugleich drehbare  Schutzhülse c geschoben, die dazu dient, zeit  weilig, nämlich beim Ansetzen und     vorgängi-          gen    Hantieren mit dem Instrument die Säge  zahnung     a1    zu überdecken, wodurch eine Be  schädigung des     Muttertieres    vermieden     @    wird.

    Die Schutzhülse e hat eine schraubenförmig  verlaufende Führungsnut     it,    in die ein am  Sägerohr     a    angebrachter Stift<I>v</I> eingreift.  Beim Aufschieben der Schutzhülse e über das  vordere Ende des Sägerohres führt sich der  Stift zunächst im kurzen, axialen Schlitz     2c1     der Hülse,

   worauf die Hülse nach links ge  dreht und dadurch deren vorderer Rand hin  ter die Verzahnung     a1    des     Sägerohres        a    ge  langt     (ausgezogene    Stellung in     Fig.        5j.    Bei  Linksdrehung des Sägerohres     a    wird dann die      von Hand behaltene     Schutzhülse    e in die in  der     Fig.    5 gestrichelt angedeutete Stellung  vorgeschoben, so dass sie die Sägekante über  deckt und die Umgebung vor Beschädigung  schützt.

   Bei Drehung des Sägerohres in der  Sägerichtung wird die Hülse e automatisch  zurückgeschoben und werden so die     Sägezähno     freigelegt.  



  Der .die     Führungs-    und     Gegenhaltspindel     bildende Schaft     1a    besitzt auch hier einen ab  nehmbaren Handgriff 9 und weist ebenfalls  eine als Zugöse dienende Bohrung o auf; er  ist bestimmt, in den     Rückenmarkkanal    des  Fötus eingeführt zu werden.

   Hinter dem  Vorderende     lt'    der Führungsspindel trägt       diese    ein um ein Scharnier c aufklappbares       "'iderhakenmesser        riz    mit leicht aufgebogener  Spitze     -n.    Diese Ausführungsform eignet sich  zur Anwendung für den Fall, wo man die  Wirbelsäule des Fötus mitsamt der ringsum       t        -inhän",        -enden        Körpermasse        extrahieren        will.     



       Bevor    das Sägerohr zum Gebrauch angesetzt  wird, hat der Tierarzt die Führungsspindel  <I>Ir.</I>     1i'    in den     Rückenmarkkanal    des Fötus ein  zustossen, der entweder mit der Hinterseite  oder vom Kopfende her zur Operation frei  belegt ist. Dadurch wird zunächst die Rich  tungslage des zylindrischen Sägeschnittes um  die Wirbelsäule herum fixiert. Das Einsto  ssen der Führungsspindel wird durch das Mes  ser     iia    in seiner eingeklappten Stellung     (Fig.          -I)    nicht verhindert.

   Die aufgebogene Messer  spitze bildet gegen Zurückziehen einen     Wi-          derliaken.        Nachdem    das Vorschieben bis zu  der gewünschten Grenzlage stattgefunden hat,  wird beim Zurückziehen das Messer     7n    auf  gerichtet und bildet in dieser Lage einen     Wi-          derhalt        (Fig.    5).  



  Nachdem die Führungsspindel     1a,        1a'    so  eingestossen und der Handgriff g abgenom  men worden ist, wird das Sägerohr a auf die  Führungsspindel und an dem Körper des     Fö-          l:us    angesetzt und mittelst der Handhaben b  drehend vorwärtsbewegt. Beim Ansetzen des       '#,ä.gerohres        lä.sst    man die Schutzhülse e zu  nächst die in     Fig.    5 gestrichelt gezeichnete       vordere    Lage einnehmen.

   Die Sägezahnung  wird bei der Rechtsdrehung des Sägerohres    frei und schneidet dabei, während die Füh  rungsspindel     h,        1a'    als Gegenhalt dient, rings  um die Wirbelsäule herum einen zylindrisch  umgrenzten Kern heraus, der nach Massgabe  des Sägefortschrittes in das Rohrinnere hin  eingleitet. Die knochigen     Fortsätze    rings an  der- Wirbelsäure werden mit abgeschnitten.  



  Wenn der- Sägefortschritt bis zu der ge  wünschten Stelle stattgefunden hat und nun  die losgelöste Kernmasse, die die Wirbelsäule  umgibt, und die nun im Sägerohr     a.    aufge  nommen ist, mit demselben entfernt werden  soll, wird die Führungsspindel     1z,        h'    gedreht,  so     da.ss    das aufgerichtete Messer na     (Fig.    5)  seine     Schneidwirkung    ausübt.

   Infolgedessen  wird die Wirbelsäule ohne grosse Anstren  gung quer durchschnitten, und es kann her  nach das abgetrennte zylindrische     Kernstücl@     durch fortgesetztes Anziehen der Führungs  spindel     h,        h'    zusammen mit dem Sägerohr     a     nach aussen gefördert werden.  



  Das Messer     in.    ist am Zapfen des Schar  niers c auswechselbar angeordnet, um es nach  Bedarf durch ein grösseres oder kleineres, ent  sprechend der Rohrweite, ersetzen zu können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tierärztliches Gerät für Embryotomie, das zum Herausschneiden und Herausfördern zusammenhängender Körpermassen des Fötus zum Zwecke der Verringerung des Umfanges desselben bestimmt ist, gekennzeichnet durch ein an der vordern Stirnfläche gezahntes Sägerohr, welches am hintern Ende Hand griffe zur Drehung desselben besitzt, und zur Aufnahme der zylindrisch umsägten Mas3e dienen soll. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Gerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Vorderende des Sägerohres eine axial verschiebbare und drehbare Schutzhülse mit Schraubennut führung trägt, derart, dass durch gegensei tige Drehung zwischen Schutzhülse und dem mit einem in die genannte Führung eingreifenden Stift versehenen Sägerohr eine Verschiebung der Schutzhülse bewirkt werden kann, zum Zweck, die Verzahnung des :Sägerohres bis zu einem gewissen Mo ment überdecken zu können. 2. Gerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Sägerohr längs einer zentralen Führungsspindel mit als Bohrer ausgebildetem Widerhaltorgan, Griff und Zugöse geführt ist. 3.
    Gerät nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere Ende der Führungsspindel harpunenförmig ausgebildet ist und einen Widerhaken aufweist. Gerät nach ' Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsspindel, um ihr Einführen in den Wirbelsäulenkanal eines Fötus zu er leichtern, am vordern Ende ein aufklapp bares Messer mit ausgebogenem freien Ende zum selbsttätigen Aufrichten bei Zug an der Führungsspindel trägt.
CH125587D 1926-04-15 1927-03-31 Tierärztliches Gerät für Embryotomie. CH125587A (de)

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