CH125708A - Verfahren zur Herstellung von Cyannatrium. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyannatrium.

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CH125708A
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Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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  Verfahren zur Herstellung von     Cyannatrium.       Die Erfindung bezieht sich auf die       bekannte    Herstellung von     Cyannatrium    aus       Natriummetall,    Kohle und Ammoniak. Bei  diesem Verfahren werden beträchtliche Men  gen von Wasserstoff frei, welche, da sie die       Natrium-Metall-Cyannatriumschmelze    bei  sehr hohen Temperaturen passieren müssen,  mit feinsten Staubteilchen beladen sind und       ausserdem    noch organische     gasförmige    Ver  bindungen als Verunreinigungen enthalten.  Dieser Wasserstoff wurde bisher in der Regel  verloren gegeben, indem man ihn an der Luft  verbrannte.  



  Nach der Erfindung wird dieser Wasser  stoff für das     Cyannatriumherstellungsver-          fahren    nutzbar gemacht. Es bat sich näm  lich gezeigt, dass man den Wasserstoff mit  verhältnismässig einfachen Mitteln in eine  Form überführen kann, welche eine unmittel  bare Weiterverarbeitung auf Ammoniak er  möglicht, welch letzteres dann wieder in den  Vorgang zurückgeführt und zur Herstellung  von     I\Tatriummetall    benutzt wird.  



  In Ausübung der Erfindung kann man  zum Beispiel derart verfahren,     da,ss    man    den aus der     Natrium-Metall-Cyannatrium-          schm,elze    abgehenden, verunreinigten Wasser  stoff durch mit Wasser berieselte Kokstürme  leitet und ihn alsdann der Trocknung unter  wirft, was zum Beispiel durch Leiten durch  Kalktürme geschehen kann.

   Der so behan  delte Wasserstoff kann nun unter Zusatz  von Stickstoff, welcher auf billigem Wege,  zum Beispiel aus der Luft, gewonnen wer  den kann, durch Druckkatalyse in Ammo  niak übergeführt werden, welch letzteres  dann wieder mit     Natriummetall    und zum  Beispiel Holzkohle in Reaktion gebracht  wird.' Trotz der ausserordentlichen Einfach  heit der erwähnten Reinigungsmethode mit  Hilfe von Wasser verläuft die Überführung  desselben in Ammoniak in glatter, störungs  freier Weise. Es hat sich insbesondere ge  zeigt,     da-ss    die bekanntlich ausserordentlich  leicht     vergiftbaren    Kontakte nicht störend  beeinflusst werden. .  



  An Stelle der Wasserbehandlung können  gegebenenfalls auch andere einfache Reini  gungsmethoden verwendet werden.  



  Die Nutzbarmachung des bisher verloren      gegangenen Wasserstoffes im Kreislauf bie  tet den ausserordentlichen Vorteil, dass nun  mehr zur Herstellung von     Cyannatrium        nur     noch     Natriummetall    neben billigem Luft  stickstoff und billiger Kohle benötigt     -wird.     Der     weittragende    technische Fortschritt fällt  ohne weiteres ins Auge, wenn man bedenkt.

         d.ass    die     Cyanalkalifabriken    bisher das ver  flüssigte Ammoniak in Kesselwagen 'oder  Bomben beziehen mussten, wobei noch zu be  rücksichtigen ist, dass die Herstellung dieses  Ammoniaks durch Druckkatalyse ein um  ständliches und kostspieliges Verfahren     zui     Herstellung reinen Wasserstoffes zur Vor  aussetzung hatte, welches das Vorhandensein  einer besonders umfangreichen und raschem  Verschleiss unterliegenden Apparatur er  fordert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Cyan natrium ausNatriummetall, Kohle und Ammo niak, dadurch gekennzeichnet, da.ss der bei der Reaktion von Ammoniak auf Natriummetall und Kohle entstehen@le Wasserstoff gereinigt und unter Zugabe von Stickstoff durch Ka talyse in Ammoniak übergeführt wird, welches dann wieder @nit Natriummetall und Kohle in Reaktion gebracht wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach hatertanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung des Wasserstoffes durch Wasserberieselung er folgt.
CH125708D 1926-01-25 1927-01-12 Verfahren zur Herstellung von Cyannatrium. CH125708A (de)

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