CH125816A - Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfähigkeit des Öles elektrischer Apparate. - Google Patents
Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfähigkeit des Öles elektrischer Apparate.Info
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Description
Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfähigkeit des Öles elektrischer Apparate. Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum ständigen Überwachen des Öles elektri- seber Apparate, namentlich des Öles von Transformatoren, Ölschaltern und derglei- eben, welche mit Öl isoliert sind und bei wel chen das Öl erfahrungsgemäss während dem Betrieb sich stetig verschlechtert, indem das C)1 chemische Veränderungen erfährt, welche Wasser, Säure und Teer ergeben.
Diese im ( il verteilten, gut leitenden Stoffe setzen die Isolierfestigkeit des Öles herab. Man hat ver secht, im<B>01</B> eine Funkenstrecke vorzusehen, welche beim Sinken der Isolierfähigkeit un ter ein bestimmtes Mass durchschlägt und da durch. einen Hilfsstromkreis schliesst, welcher den Apparat zum Beispiel den. Transforma tor vom Netz abschaltet.
Diese Anordnung bat den Nachteil, dass sie nur dann anspricht, wenn die Isolierfestigkeit des Öles in unzu lässigem Masse gesunken ist, vorher aber über den Zustand des Öles gar keinen Auf- schluss gibt, da durch die Funkenstrecke kein Strom fliesst. Ausserdem ist der Funkenüber- gang unter dem<B>01</B> schädlich für das Öl und gefährdet auch den zu schützenden, meistens teuren Apparat.
Diese Anordnung ist ausser dem auch unverlässlich, denn da die Intensi tät des Feldes zwischen den Elektroden gross ist, sammelt sich langsam alle aus festen Stoffen bestehende Verunreinigung des Öles zwischen den Elektroden, bildet dort eine leitende Brücke und verursäclit das frühzei tige Durchschlagen.
Die Anordnung gemäss der Erfindung soll eine ständige Überwachung ermöglichen, in dem sie in jedem Augenblick des Betriebes über die numerische Grösse der Isolierfestig- keit genauen Aufschluss gibt, so dass man die Zersetzung des Öles verfolgen und das Öl rechtzeitig reinigen, durch frisches ersetzen kann und dadurch Kurzschlüsse verhindert.
Die Anordnung gemäss der Erfindung be ruht auf der Erkenntnis, dass von den Strom komponenten des durch einen Kondensator fliessenden Stromes, dessen Dielektrikum ein bestimmtes<B>01</B> bildet, die wattlose Ladekom ponente auch beim Sinken der Isolierfestig- keit stets einen nahezu konstanten Wert be- hält (siehe T in Abb. 5), hingegen wächst mit dem Sinken der Isolierfestigkeit die durchfliessende Wattkomponente des Stromes stark, erreicht zuweilen das Mehrfache ihres ursprünglichen Wertes (siehe V in Abb. 5);
hiermit wächst auch der Wert
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Die Verhältnisse zeigt Abb. 5 für einen mit Wechselstrom gespeisten Kondensator. V und T sind die beiden Stromkomponenten und R deren Resultante. Man kann aus dem Wert von tg d mit Sicherheit die Isolier- festigkeit des Öles bestimmen.
In bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn man bloss das Öl eines einzigen Apparates zu überwachen hat, genügt es anstatt der bei den Stromkomponenten nur deren Resultante R zu messen, da mit der Änderung der durch fliessenden Komponente V sich auch IR än dert.
Gemäss der Erfindung ordnet man im<B>01</B> des zu überwachenden Apparates einen Kon densator an, dessen Dielektrikum das Öl des Apparates bildet. Der Kondensator wird in einen Stromkreis gelegt, in welchem Instru mente zum Bestimmen der Stromwerte vor gesehen sind.
In einfachen Fällen, wo bloss das<B>01</B> eines einzigen Apparates zu messen ist, genügt die Einschaltung zum Beispiel eines MilliampAre- meters in den Kondensatorstromkreis und man misst die Resultante der beiden Strom komponenten. Die Oberflächen der Konden- satorbelegungen werden so gross bemessen, dass durch den Kondensator auch bei grosser Isolierfestigkeit des Öles ständig ein messba rer Strom fliesst, welcher immer Aufschluss über den Wert der Isolierfestigkeit gibt.
Der Abstand der Kondensatorbelegungen vonein ander wird so gross bemessen, dass zwischen ihnen bei den im Betrieb möglichen Span nungen kein Überschlag stattfinden kann.
In Fällen, wo mit demselben Instrument die Isolierfestigkeit der Öle mehrerer Appa rate gemessen werden soll, wobei die ver schiedenen Apparate auch mit verschiedenen Ölen gefüllt sein können, das Messen der Re- sultante beider Komponenten also kein ein deutiges Mass mehr bildet, wird man im Kon- densatorstromkreis Apparate zum Messen der wattlosen Ladekomponente T und Apparate zum Messen der Wattkomponente V zum Beispiel eine Schering-Brücke anordnen, mit welcher dann der Wert
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als absolutes Mass für jedes<B>01</B> separat ermit telt werden kann.
Einige Ausführungsformen der Anord nung zeigen die Abbildungen, und zwar: Abb. 1 das Schaltschema zum Überwa chen des Öles eines Transformators mit Sehe ring-Brücke, Abb. 2 dieselbe Anordnung -wie Abb. 1, jedoch anstatt der Schering-Brücke mit einem Milliamperemeter, Abb. 3 eine weitere Ausführungsform mit geerdetem Überwachungsstromkreis;
Abb. 4a zeigt eine Anordnung, bei wel cher als die eine Kondensatorbelegung die Hochspannungsspule des Transformators ver wendet ist, in Seitenansicht, Abb. 4b in Vorderansicht; Abb. 5.zeigt das übliche Stromdiagramm für einen mit Wechselstrom gespeisten Kon densator.
In Abb. 1 bedeutet r1 den Transformator, welcher in dem Ölkessel 13 angeordnet ist. Im Öl ist ein Kondensator C1 vorgesehen, wel cher mittelst Isolierstütze E an dem Joch I' des Transformators befestigt ist. Der eine Pol des Kondensators Cl ist an die Leitung 1l, der andere. an die Leitung h angeschlos sen. g:t und g. sind die Durchführungen.
Der Kondensator C, bildet die eine Seite einer Schering-Brücke, in welcher die weiteren drei Seiten durch den Normalkondensator C., mit bekannter Kapazität und bekanntem dielek- trischen Verlust, den regulierbaren Ohm-, sehen Widerstand R, und parallel zu einem regulierbaren Kondensator C., den fixen Ohm sehen Widerstand P., gebildet sind. In der Brücke selbst liegt das Galvanometer -G-. Den Strom liefert der mit einem Regulier widerstand ZV versehene Transformator T.
Durch Regulieren des Widerstandes R'3 und des Kondensators C., kann man die Brüeke auf Stromlosigkeit einstellen, was am Gal vanometer G konstatiert werden kann. Wenn die Brücke stromlos ist, dann ist die beim Reoleln eingeschaltete Kapazität des Regel- hondensato.rs C, das Mass des besuchten tbd.
Die beschriebene Anordnung eignet sieh im besonderen für grosse Transformator- oder C@Iseha.lteranlagen, wo mittelst einer Mess- brücke nacheinander die Isolierfestigkeit des Öles mehrerer Apparate gemessen werden kann.
Im allgemeinen wird es genügen, dass man an Stelle der Brücke bloss ein Überw a- chungsinstrument anordnet, zum Beispiel ein 3Iilliamperemeter, dessen Schaltung die Abb. 2 zeigt.
Hier ist derselbe Transforma tor jvie in Abb. 1 dargestellt und die glei chen Bezugszeiehen bedeuten die gleichen Teile. 11 ist das Miniamperemeter, welches mit dem Kondensator in Reihe liegt. Der Stromkreis des Kondensators kann entweder an eine besondere Stromquelle Q, wie es in Abb. ;
gezeigt ist, oder aber über einen Transformator T an den Stromkreis des zu iiberwachenden Transformators g - a.nge- schlossen sein, wie es die Abb. 2 zeigt. bei der Verringerung der Isolierfestigkeit des Öles nimmt der Ladestrom nur unbedeutend ab, der durchfliessende Strom hingegen nimmt stark zu, so dass der Ausschlag des In- strumentes angenähert umgekehrt proportio nal dem Widerstand des Öles ist.
An Stelle eines Miniamperemeters kann auch ein entsprechendes Signalinstrument, zum Beispiel ein aufleuchtendes Lichtsignal oder ein Tonsignal angewendet werden,- wel- ehes bei einem im voraus festgelegten Wert des Ölwiderstandes anspricht.
Die Potentialschwankungen der Trans- f'orma.torklemmen beeinflussen die Überwa- chttn,Ysanordnizno, praktiseh nicht,
da sie im normalen Betrieb nur maximäl 10 % betra gen und diese Schwankung den Ausschlag dos -.#Iessinstrumentes praktisch nicht beein- flusst. Der Stromdurchgang zwischen den Kon- densatorbelegungen kann durch einen mit dem Kondensator in Reihe geschalteten Widerstand W in Abb. 2 oder eine Drossel S in Abb. 3 beschränkt werden.
Unter bestimmten Umständen wird es möglich sein, nur eine besondere Elektrode für den Kondensator vorzusehen und als zweite Eleldrode zum Beispiel die Spule des Transformators benützen. Dieses Ausfüh rungsbeispiel zeigt die Abb. 4, in welcher b, die eine Belegung des Kondensators und die Hochspannungswicklung b2 des Transforma tors B die zweite Belegung des Kondensators bildet. Der Kondensator ist dann über die Belegung bi bei -e- geerdet.
Die beschriebene Anordnung eignet sich ausser zum Überwachen von Öl auch zur Überwachung der Isolierfestigkeit von belie bigen andern Isolierflüssigkeiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfestigkeit des Öles elektrischer Ap parate, insbesondere des Isolieröles vonTrans- formatoren, Ölschaltern und dergleichen, bei welchen in den Weg eines Überwachungs stromkreises eine durch das zu überwachende Öl selbst gebildete Leiterstrecke eingeschal tet ist, dadurch gekennzeichnet, da,ss im Öl des zu überwachenden Apparates ein Kon densator vorgesehen ist, dessen Dielektrikum das zu überwachende Öl bildet und dessen Belegungen so bemessen sind, dass durch den Kondensator auch bei guter Isolationsfestig keit ein messba.rer Strom fliesst,und dass der Abstand der Belegungen so gross gewählt ist, dass zwischen ihnen kein Überschlag stattfin det, gekennzeichnet ferner durch im Strom kreis des Kondensators vorgesehene Strom messapparate, bezw. Signalvorrichtungen. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfestigkeit des Öles elektrischer Apparate nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Stromkreis des Kondensators eine Messvorrichtung zum Messen der Komponente des durch den Kondensator durchfliessenden Stromes und der Komponente des Ladestromes vor gesehen sind. 2.Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfestigkeit des Öles elektrischer Apparate nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch -gekennzeichnet, dass der Kondensator zwischen einem die Hochspannung führenden Teil des zu überwachenden elektrischen Apparates und die Erde geschaltet ist. Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfestigkeit des Öles elektrischer Apparate nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator zwischen einem Pol des zu überwachenden Apparates und die Erde gelegt ist. .Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfestigkeit des Öles elektrischer Apparate nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Stromkreis des Kondensators strombegrenzende Mittel vorgesehen sind. 5. Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfestigkeit des Öles elektrischer Apparate nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die eine Belegung des Kon- densators von einem Teil des Transforma tors gebildet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH125816D CH125816A (de) | 1926-03-29 | 1927-03-24 | Anordnung zum ständigen Überwachen der Isolierfähigkeit des Öles elektrischer Apparate. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2760368A (en) * | 1952-10-21 | 1956-08-28 | Gen Electric | Apparatus for measuring the content of water and similar compounds in insulating liquids |
-
1927
- 1927-03-24 CH CH125816D patent/CH125816A/de unknown
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| US2760368A (en) * | 1952-10-21 | 1956-08-28 | Gen Electric | Apparatus for measuring the content of water and similar compounds in insulating liquids |
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