CH125965A - Verfahren zur Herstellung von Poly-Nitro-Amino-Verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Poly-Nitro-Amino-Verbindungen.

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CH125965A
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  Verfahren zur Herstellung von     Poly-Nitro-Amino-Verbindungen.       Es ist bekannt,     da.ss    gewisse     Poly-Nitro-          Halogen    -Verbindungen der aromatischen  Reihe in     P'o@ly-Nitro-A'mino;-Verbindungen     übergeführt werden können. Nach     Willgerodt,     Berichte, 1876, Seite 1718, kann diese Re  aktion durch Erwärmen von 1.     2.4-Chlor-          dinitro-benzol    mit Harnstoff in Gegenwart  von Alkohol unter Druck in geschlossenem  Rohr bis 150   C durchgeführt. werden, wo  bei 2.     4-Di-nitro-anilin    erhalten wird.

   Diese  Reaktion ist gefährlich, infolge der Explo  sionsgefahr, welche immer vorhanden ist,  wenn     Poly-Nitro-Verbindungen    unter Druck  in geschlossenem Kessel erhitzt werden.  



  Dem neuen, den Gegenstand vorliegender  Erfindung bildenden Verfahren haftet dieser  Nachteil nicht an. Das Verfahren beruht  darauf, dass man eine     Poly-Nitro-Halogen-          verbindung    bei mindestens annähernd atmo  sphärischem Druck zusammen mit Harnstoff  erhitzt.

   Es kann zum Beispiel der Harn  stoff als solcher     beigemengt    werden, oder -er  kann während der Reaktion gebildet werden,  zum Beispiel durch Erwärmen von     Ammo-          niumcyanat.            Beispiel   <I>I:</I>    Herstellung von     21.        4-Di-nitro-:anilin.    In  einem Kessel, der mit einem Rührwerk ver  sehen ist, werden 10 Gewichtsteile 1. 2.     4-          Chlor-di-nitro-benzol    und 6 Teile trockener  Harnstoff eingeführt und die Temperatur  der Mischung nach und nach während dem  Umrühren erhöht bis auf 130 bis 134' C.

    Die Temperatur und     -das    Umrühren werden  aufrecht erhalten, bis eine aus dem Gefäss  genommene Probe zeigt, dass praktisch das       Chlor-di-nitro-benzol    verschwunden ist. Das  Produkt wird dann in einen andern Behälter  mit heissem Wasser gebracht. Das Ganze  wird gut :durchwärmt und abgekühlt.     Sobald     es kalt wird, so wird das Produkt, das in  Wasser unlöslich ist,     abfiltriert    und auf  dem     Filter    mit Wasser ausgewaschen und       bei    niedriger Temperatur getrocknet.

   Die  trockene Substanz, die so .erhalten ist, ist  nahezu reines 2.     4-Di-nitro-anilin    und kann  ganz rein erhalten werden durch wiederholtes  Kristallisieren aus irgend einem geeigneten  Lösungsmittel.  
EMI0001.0028     
           Beispiel        II:     Die Herstellung von 2.     6-Di-nitro-4-chlor-          anilin.    In demselben Apparat, wie im Bei  spiel I     besahrieben;,    werden 10 Gewichts  teile von 2.     6-Di-nitro-1'    .     4-di-chlor-benzol     und 5 Gewichtsteile trockener Harnstoff ge  mischt, das Ganze gerührt, während die Mi  schung auf einer Temperatur von 140 bis  <B>150'</B> C gehalten wird.

   Wenn ein Versuch  an einer aus, der Mischung genommenen  Probe zeigt, dass die Reaktion beendet ist,  so, wird die Mischung in ein Gefäss gebracht,  das heisses Wasser enthält, und wird, wie  im Beispiel I beschrieben, weiterbehandelt.  Das erhaltene Produkt ist     2.6-Di-nitro-4-          chlor-anilin.       <I>Beispiel</I>     III:

       Die Herstellung von     2.4.5.7-Tetra-          nitro-naphtyl-amin.    Eine Mischung von  5 Gewichtsteilen     2.4.5.7-Tetra-nitro-l-          Bromnaphtalin,    10     Gewichtsteilen    trocke  nem     Xylol    und 2 Gewichtsteilen trockenem  Harnstoff werden auf 140' C     erwärmt    un  ter fleissigem Umrühren während einer  Stunde. Das     Xylol    wird als,     Verdünnungs-          mittel    benutzt und nimmt an der Reaktion  nicht teil.

   Am Ende der Behandlung wird  das Produkt aus dem Kessel entfernt; man       läss't    dasselbe abkühlen, bricht das Produkt  auf und mischt es mit warmem Nasser, in  welchem während einigen Minuten um  gerührt wird. Beim     Stehenla.ssen    setzt sich  die unlösliche Masse ab, der wässerige Aus  zug zusammen mit dem     Xylol    wird entfernt  und der Rückstand wird nochmals mit Was  ser gewaschen und dann getrocknet. Der  getrocknete Rückstand wird dann mit heissem  Alkohol     extrahiert,    von welcher Lösung das       2.4.5.7-Tetra-nitro-l-naphtyl-amin    aus-    gefällt wird durch Zusatz von Wasser.

   Das  Produkt wird dann     abfiltriert    und durch  wiederholtes Kristallisieren aus Alkohol oder  andern Lösungsmitteln gereinigt. Die Aus  beuten in den Beispielen I und     II    sind  quantitativ, während die Ausbeute nach  Beispiel     III    wegen vorkommenden Neben  reaktionen weniger zufriedenstellend ist.  



  Es können die Proportionen der zusam  menwirkenden Substanzen und die Reak  tionstemperatur in weiten Grenzen geändert  werden, ohne dass die Ausbeute oder die  Reinheit. des Produktes wesentlich vermin  dert würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Poly- Nitro-Amino-Verbindungen aus Poly-Nitro - Halogen-Verbindungen durch Erwärmen mit Harnstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion mindestens, bei annähernd atmo sphärischem Druck durchgeführt wird. UNTER,ANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Poly-Nitro-Ha: Logenverbindung mit geschmolzenem Harn stoff im offenen Kessel gerührt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein inertes, flüssiges Verdünnungsmittel benützt wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Reaktion bei 13,0 bis 150 C durchgeführt wird.
CH125965D 1926-12-15 1926-12-15 Verfahren zur Herstellung von Poly-Nitro-Amino-Verbindungen. CH125965A (de)

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