CH126066A - Anlage mit rasch laufenden Drehöfen. - Google Patents

Anlage mit rasch laufenden Drehöfen.

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CH126066A
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Truempler Dr Gottfried
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Truempler Dr Gottfried
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20—Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/26—Drives
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00—Preliminary treatment of ores or scrap
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F27B7/22—Rotary drums; Supports therefor
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Description


  Anlage mit rasch laufenden Drehöfen.    In den schweizer. Patenten Nr. 117228  und 124086 ist ein Verfahren angegeben, bei  welchem Drehöfen mit hoher     Umdrehungs-          zahl    angewendet werden. Die hohen Dreh  zahlen, die ein vielfaches derjenigen sind, die  man heute bei Drehrohröfen anwendet, näm  lich bis einige hundert pro Minute dienen  einerseits dazu in bequemer Weise ein     Heiz-          element    durch Zentrifugalwirkung zu formen,  zwecks elektrischer Innenheizung des Ofens,  anderseits ebenfalls durch     Zentrifugalwir-          kung    sowohl das den Wärmeschutz be  sorgende Material, als auch die zu er  hitzenden Stoffe auf der Ofenwand auszu  breiten und festzuhalten,

   wobei alle diese der  Zentrifugalwirkung zu unterwerfenden Stoffe  im Zustande grosser innerer Beweglichkeit,  das heisst flüssig oder wenn fest in ausrei  chend unterteiltem Zustande angewendet wer  den.  



  Bei einer insbesondere für chemische Re  aktionen zweckmässigen     Durchführungsform     dieses Verfahrens wird als rasch umlaufen  des äusseres Gefäss ein eiserner oder     stä.hlener     Zylinder mit horizontaler Drehachse verwen  det. An den Stirnseiten dieses zylindrischen    Ofenmantels sind als Stromzuführungen  zweckmässig starke     Kohleblöcke    eingesetzt,  zwischen denen sich die leitenden Bestand  teile des Ofeninhaltes zum hohlzylindrischen  Heizelement anordnen.  



  Zum Zwecke der Beschickung des Ofens,  der Zu- und Abfuhr von Reaktionsteilneh  mern, zum Beispiel von Gasen während der  Rotation, werden zweckmässig in den Stirn  flächen des     Rotiergefässes    zentrale Öffnun  gen von beträchtlicher Grösse angebracht.  Dies     bedingt    die Verwendung hohler Achsen  von bedeutender Weite im Falle der gewöhn  lichen normalen Lagerung in festen     Lagern.     



  Abgesehen davon, dass bei grossen Ofen  sich so     Achsenkonstruktionen    ergeben wür  den, die mechanisch nicht leicht auszuführen  wären, verbieten sich jedoch feste Lager mit  Rücksicht darauf,     da.ss    es schwierig ist,  einen vollkommenen Massenausgleich des  Ofeninhaltes zu erzielen. Mangelhafter Mas  senausgleich führt bei hohen     Umlaufszahlen     zu     unruhigem    Gang, der insbesondere bei  hohlen Achsen von sehr grossem Durchmesser  zu rascher Zerstörung von Lagern und Ach  sen führen     müsste.    Hinzu kommt, dass die      Achsen, zumal wenn sie von heissen Ofenab  gasen durchströmt sind, sich erhitzen, so dass  Festklemmungen eintreten würde.  



  Diese Schwierigkeiten können, wie Ver  suche gezeigt haben in überraschender Weise  vermieden werden, wenn man eine Anlage mit  rasch rotierenden Drehöfen verwendet, die ge  mäss vorliegender Erfindung gebaut ist. Diese  besteht darin, dass der Ofenkörper     mittelst    ge  schlossener, ihn umschlingender Tragschleifen  an Tragrädern oder Trabrollen frei drehbar  aufgehängt ist. Ofenkörper und Tragräder  Tragräder  sind demnach durch die Tragschleifen in  derselben Weise verbunden wie bei einer ge  wöhnlichen Transmission die Transmissions  räder, mit dem Unterschied, dass bei der hier  geschilderten Anlage das eine Transmissions  rad, nämlich der Ofenkörper, keine feste La  gerung besitzt, sondern einfach in die Trag  schleife, die dem Transmissionsriemen ent  spricht, eingehängt ist, diese durch sein Ge  wicht spannend.  



  Als Tragschleifen können die bei Trans  missionen verwendeten üblichen Transmis  sionsmittel vorgesehen sein, z. B. Riemen,  Seile, Ketten usw. Je nach der Art der Trag  schleife erhält der Ofenkörper an der Stelle,  wo er von der Schleife gestützt ist eine  zweckentsprechende Ausgestaltung durch  Anbringen von Rillen, zum Beispiel für Seile  und Riemen oder von Zähnen für Ketten.  Entsprechende Ausgestaltung erfahren auch  die Tragräder.  



  Bei Anlagen, wie vorstehend beschrieben,  verhält sich der raschumlaufende Ofenkörper  wie ein Kreisel. Es besteht demnach das Be  streben des Ofenkörpers die freie Achse der  Drehung festzuhalten, woraus eine fast voll  kommene Stabilität des rasch rotierenden  Ofenkörpers, was seine     ,Lage        anbetrifft,        re-          sultiert.    Unvollkommener Massenausgleich  macht sich nur in kleinen     unschädlichen          Schwingungen    bemerkbar.  



  Die     Vorteile,    die     durch    die beschriebene  Anlage erreicht werden, sind hauptsächlich  die folgenden: 1. die beiden     Stirnseiten    des  Ofens sind unbeschränkt zugänglich; 2. Es    ergibt sich eine überraschend einfache An  triebsweise des Ofenkörpers.  



  Statt nämlich den Antrieb des Ofenkör  pers     unmittelbar    am Ofen selbst, entweder an  der Achse oder am Ofenumfang vorzuneh  men, wie das bei den bisher bekannten Dreh  ofenkonstruktionen gemacht wird, erfolgt ge  mäss der vorliegenden Erfindung der Antrieb  indirekt. Der Antriebsmotor wirkt zunächst  auf die Tragräder, von diesen wird die Dre  hung vermittelst der Tragschleifen auf den  Ofenkörper übertragen, entsprechend dem  Vorgang bei einer     Transmission.    Versuche  haben gezeigt, dass man auf diese Weise auch  schwere Drehöfen in rasche sehr stabile Ro  tation versetzen kann. Für diese Antriebs  weise ist natürlich das bedeutende Gewicht  des beschickten Drehofens von Vorteil.  



  Es ist häufig zweckmässig, den motori  schen Antrieb an einem einzigen Tragrad an  gTeifen zu lassen, -die übrigen dagegen als  blosse     Mitläuferräder    auszubilden.  



  Da die Tragschleife die Tragräder und  die     Ofenaussenwand,    welche zweckmässig me  tallisch ist, über grosse Teile der Umfänge  mit kräftiger Pressung     berührt,    ergibt sich  bei Ofen mit elektrischer Heizung eine be  queme Art der Stromzuführung.     Verwendet     man nämlich als Tragschleifen metallische  Bänder, zum Beispiel Drahtseile, Stahlbän  der oder     Ketten,    so können diese ohne weite  res dazu dienen, dem Ofen den elektrischen  Strom aus dem Netz über die Tragräder zu  zuführen, wobei zweckmässig an den Tragrä  dern Schleifbürsten angebracht sind.  



  In Anlagen gemäss der vorliegenden Er  findung lassen sich nicht ohne weiteres Dreh  öfen von sehr grossem Durchmesser, zum Bei  spiel 2 m und darüber anwenden, weil in  diesem Falle hohe Umfangsgeschwindigkei  ten und daher unter Umständen unzulässig  hohe Geschwindigkeit der Tragschleifen, also  des     Transmissionsmittels    resultieren. Bei  spielsweise dürfte bei Kettenaufhängung  die Geschwindigkeit der     Transmissionskette     zirka. 6     ni    nicht wesentlich übersteigen. Man  kann dieser     Schwierigkeit    leicht begegnen,      indem man den Ofenkörper auf den beiden  Stirnseiten ausreichend verjüngt und die  Tragschleifen auf diese     verjüngten    Stellen  wirken lässt.

   Mit Rücksicht auf die zulässige  Höchstgeschwindigkeit des Transmissionsmit  tels sind Querschnittsver jüngung des Ofen  körpers auf 0,5 bis 1 m bei den erforderlichen  Drehzahlen vollkommen ausreichend, so dass  die Weite der stirnseitigen Öffnungen für  die Zwecke der Ofenbeschickung, der even  tuellen Gaszu- und -Abfuhr vollkommen aus  reichend sind. Tragschleifen sind in diesen  Fällen demnach nur an beiden Enden des  Ofens anzuordnen. Man wird daher zweck  mässig nicht allzugrosse Bauläugen der Dreh  öfen verwenden. sondern falls es sich um  sehr grosse Leistungen handelt, eine Reihe von  Einzelöfen zu einem Ofenstrang zusammen  fügen, in Serie schalten. Ein solches Zusam  menschliessen ist leicht und bequem durch  zuführen, wenn die Öfen in der beschriebenen  Weise frei drehbar aufgehängt sind.

   Dabei  ergibt sich noch der besondere betriebstech  nische Vorteil, dass die Einzelöfen leicht auch  während des Betriebes zwecks Beschickung  und Entleerung dem Ofenstrang zu- bezw.  von ihm abgeschaltet werden können.  



  Vorliegende Erfindung ist nicht auf  Drehöfen mit elektrischer Heizung be  schränkt, sondern kann auch vorteilhaft zur  Anwendung kommen in allen Fällen, wo  Drehöfen in horizontaler Lagerung mit re  lativ grossen Drehzahlen umlaufen,     derart,     dass der Ofeninhalt oder mindestens Teile des  selben unter dem Einfluss der Zentrifugal  kraft auf der Ofeninnenwand ausgebreitet  und festgehalten wird.  



  Es kann die Erfindung selbstverständlich  auch so zur Anwendung kommen, dass an  Stelle weniger zum Beispiel zweier Tragbän  der mehrere schwächer dimensionierte benützt  werden.  



  Die Zeichnung stellt einige Ausführungs  weisen der Erfindung dar. In Fig. 1 ist die  Aufhängung eines zylindrischen Ofenkörpers  an zwei Tragrädern mittelst Seilen darge  stellt, wobei die Tragräder mit Rillen ver-    sehen sind. Fig. 2 zeigt den Fall, wo die  Tragschleifen nicht am eigentlichen Ofen  körper, sondern an einer zylindrischen Ver  jüngung desselben angreifen. Das Tragband  als welches hier eine Kette angenommen ist,  ist sowohl auf dem Tragrad als auf der Ver  jüngung des Ofenkörpers durch eine Rille in  seiner Lage fixiert.

   Die Figur veranschau  licht zugleich noch den Fall, wo bei elektri  scher Heizung des Ofens der     Heizstrom    über  das     Tragrad    und die Tragkette dem Ofen     zu-          geführt        wird,        indem        am     eine Schleif  bürste die Verbindung mit dem Kraftnetz  vermittelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anlage mit raschlaufenden Drehöfen, bei welchen mindestens Teile des Ofeninhaltes durch Zentrifugalwirkung auf der Innen fläohe des rotationssymmetrischen Ofenman tels ausgebreitet und mindestens zeitweise festgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofenkörper mittelst ihn umschlin genden. geschlossenen Tragschleifen an Trag rädern oder Tragrollen frei drehbar aufge hängt . ist, derart, dass eine den Tragrädern durch motorischen Antrieb erteilte Drehung auf den Ofenkörper übertragen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Transmissionsmittel Ketten vorgesehen sind.
    2. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass nur ein Tragrad direk ten motorischen Antrieb hat, während die übrigen Tragräder blosse Mitläufer sind. Anlage nach Patentanspruch mit elek trisch beheizten Ofen, dadurch gekenn zeichnet, dass metallische Tragschleifen vorgesehen sind, die gleichzeitig zur Zu führung des elektrischen Stromes zum Ofen dienen, wobei die Tragräder über Bürstenvorrichtungen mit dem speisenden Kraftnetz leitend verbunden sind. \-1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Ofenkörper an stirn- seitigen Verjüngungen desselben aufge hängt ist. 5.
    Anlage nach Patentanspruch, gekennzeich net durch die Bildung eines Ofenstranges aus Einzelöfen, die mittelst stirnseitiger Verjüngung untereinander verbunden sind.
CH126066D 1927-05-01 1927-05-01 Anlage mit rasch laufenden Drehöfen. CH126066A (de)

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