CH126111A - Bremsbeschleuniger bei Druckluftbremsen. - Google Patents

Bremsbeschleuniger bei Druckluftbremsen.

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CH126111A
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Ivar Drolshammer
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Ivar Drolshammer
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  Bremsbeschleuniger bei     Druckluftbremsen:       Es ist bei     Druckluftbremsen,    zum Bei  spiel der Bauart     Westinghouse    bekannt,  Bremsbeschleuniger mit zwei     Übertragungs-          kammein,    und zwar bei     Bremssteuerventilen     mit zwei Stellungen des Grundschiebers zu  benutzen. Bei. dieser Einrichtung wird die  erste Übertragungskammer während eines       stufenweisen        Erhöhens    der Bremskraft mit  der Leitung dauernd verbünden, um weitere       Abzapfungen    aus -der Leitung zu verhindern,  damit es nach Einleiten der ersten Bremsstufe  möglich wird, die Bremskraft feinstufig zu  erhöhen.

   Die Einschaltung der zweiten Über  tragungskammer hängt nur davon ab, wie  schnell der Leitungsdruck vermindert wird.  Dieser Vorgang in der Leitung     schwankt     aber sehr stark, und zwar je nach der Zug  länge und, der Anzahl der     vorhandener.    Lei  tungswagen. Wenn in einem Zug mehrere Lei  tungswagen hintereinander geschaltet sind,  wird daher bei den nachfolgenden Nagen die  zweite . Übertragungskammer nicht einge  schaltet. Da. es im Dauerbetriebe nicht zu  vermeiden ist, dass einige Steuerkolben  schwergängiger werden, so kommt es vor,    dass bei der ersten Druckverminderung. in  der Leitung einige Steuerkolben sich nicht  weit genug bewegen, um den Steuerschieber  zu verstellen.

   Bei einer weiteren Druckver  minderung in -der Leitung, um die Brems  kraft zu erhöhen, bewegt sich "aber der     Steu-          erkolben    plötzlich in .seine Endlage und  schaltet. die erste und die zweite Übertra  gungskammer ein, da er nur unter der Ein  wirkung der Druckdifferenz im Hilf     sluf        t-          behälter    und der Leitung steht. Es tritt daher       ungewolltermassen    selbsttätig eine Schnell  bremswirkung ein, im Betriebe als     ":Schlager"     bezeichnet.

   Bei dieser     Einrichtung    werden  beide Übertragungskammern wieder von der  Leitung abgeschaltet und mit der Aussenluft  verbunden, wenn der Leitungsdruck um zirka  0,15 Atmosphären erhöht wird und das       Bremssteuerventil    in Lösestellung geht. Eine  solche Einrichtung ist     daher-für    eine Brem  se, deren Bremskraft beliebig vermindert       werden    kann, unbrauchbar.  



  Es ist ferner eine stufenweise lösbare  Bremse bekannt geworden, bei der der Steuer  kolben des     Bremssteuerventils    selbst beim           Einleiten.    einer Bremsung eine Übertragungs  kammer     einschaltet,    die während des stufen  weisen Bremsens und     Lösens    ohne besondere       Einrichtungen    dauernd mit der Leitung ver  bunden bleibt und erst bei     annähernd,    oder  ganz gelöster Bremse von der Leitung abge  schaltet und mit der Aussenluft verbunden  wird.

   Diese Einrichtung hat den Nachteil,  dass .diese Bremse nur bei einem bestimmten  Leitungsdruck, der durch die bei gelöster  Bremse gespannte Belastungsfeder des Steu  erkolbens bestimmt wird, zum Beispiel bei  5 Atmosphären, gelöst ist.  



  Die Erfindung betrifft     einen    Bremsbe  schleuniger mit Übertragungskammer, der  unter Vermeidung der genannten Nachteile  der     bekannten.    Bremsbeschleuniger sich da  durch auszeichnet, dass die     Übertragungs-          kammereinschaltung    durch einen Steuer  kolben     erfolgt,    der beim Bremsen     eiiier.seits     unter Einwirkung des jeweiligen Druckes in  der Leitung und Federkraft und anderseits  unter dem Druck eines Steuerbehälters, der  mit ,dem     Anfangsleitungsdruck    bei     ganz    ge  löster Bremse übereinstimmt und der wäh  rend des Bremsens fast konstant bleibt, der  art steht,

   dass der Steuerkolben unabhängig  von der Grösse des anfänglichen Leitungs  druckes sich in die .der jeweiligen Druckver  minderung in der Leitung entsprechende  Stellung fortschreitend     bewegt.    Daher     kann     auch hier eine ungewollte     Schnellbrems-          wirkung    nicht eintreten. Aus dem Umstand,  dass die     Übertragungskammer    bei Einleitung  einer Betriebsbremsung eingeschaltet wird,  ergibt sich, dass die Übertragungskammer  während des Verstärkers und     Verminderns     des     Br.emszylinderdruckes    eingeschaltet bleibt,  bis die Bremse ganz gelöst wird, was bei  den     bekannten    Einrichtungen nicht der Fall  ist.

    



  Zweckmässig wird die Übertragungskam  mer für die erste Bremsstufe in zwei Über  tragungskammern aufgeteilt, damit die Ab  zapfung aus der Leitung in die eine Über  tragungskammer beginnt, ehe der Steuer  kolben des     Bremssteuerventils    den erheb-    liehen Widerstand seines     Einlassorganes    zu       überwinden    braucht. Hierdurch     wird    erreicht,  dass ,das     Bremssteuerventil    früher anspringt,  als wenn die     Abzapfung    aus der Leitung erst  mit Öffnung des     Einlassorganes    des Brems  steuerventils beginnt.

   Man. erreicht also da  mit eine wesentlich höhere     Durchschlagsge-          schwindigkeit,    da die Gewinnung eines       Durekfalles    von zum Beispiel 0,12 bis 0,16  Atmosphären am     Schlusse    eines langen Zu  ges eine erhebliche Verkürzung der Zeit,  bis das letzte     Bremssteuerventil    anspringt,  bedingt. Damit kann auch die     Abzapfung     aus der Leitung durch die beiden Übertra  gungskammern wesentlich grösser genommen  werden, ohne     -dass    damit die .erste geringste  Bremsstufe in unzulässiger Weise entspre  chend höher ausfällt.

   Diese     grössere    Ab  zapfung aus der Leitung verursacht     eine     noch raschere     Fortpflanzung    der vom Loko  motivführer eingeleiteten Druckverminderung  in der Leitung, das heisst die Durchschlags  geschwindigkeit wird hierdurch auch     .erheb-          lieh    vergrössert.  



  Die Einrichtung kann so getroffen wer  den, dass die beiden     -Übertragungskammern     nach der ersten Einschaltung .während der  weiteren Druckverminderung in der Leitung  mit der Leitung dauernd verbunden und da  her unwirksam bleiben und erst beim Er  höhen des     Leitungsdruckas    und Erreichen  eines geringen     Bremszylinderdruckes    von  zum Beispiel 0,3 Atmosphären, die zweite  Übertragungskammer, dagegen die erste  Übertragungskammer erst-bei ganz gelöster  Bremse entlüftet wird. Dadurch wird die  feine Regulierung des     Bremszylinderdruckes     nicht durch die erhebliche     Abzapfung    aus  der Leitung gestört.  



  Bei     sehr-starken    Betriebsbremsungen und.  Schnellbremsungen kann eine dritte Über  tragungskammer eingeschaltet und beim Er  höhen des Leitungsdruckes und geringen Ver  mindern des maximalen Bremszylinder  druckes von .der Leitung wieder abgeschaltet  und mit der     Aussenluft    verbunden wenden.  Diese dritte Kammer kann über ein feder-      belastetes     Rückschlagventil    mit dem Brems  zylinder verbunden sein.  



  In der zugehörigen Zeichnung ist ein  Ausführungsbeispiel in     Fig.    1 im Längs  schnitt durch das     Bremssteuerventil    bei ge  löster Bremse dargestellt;     Fig.    2 zeigt die  Lage des Steuerkolbens mit Kolbenstange  nach     Einleiten    der ersten geringsten Brems  stufe, und     Fig.    3 nach Erreichen des maximalen       Bremszylinderdruckes,    beziehungsweise nach  Einleitung einer     Sbhrvellbremsung;        F'ig.    4  ist ein Teilschnitt in grösserem     1VIassstabe.     



  Die Dienstbereitschaft der Bremse wird  dadurch erreicht,     dass'    der Lokomotivführer  das     Führerbremsventil    öffnet, womit Druck  luft die Leitung und den     Hilfsluftbehälter        B     über ein nicht gezeichnetes     Rückschlagventil          und    den Kanal 24 zum Beispiel auf 5 At  mosphären auffüllt. Ferner strömt Luft durch       den.    Absperrhahn 95 und den Kanal 28 nach  der     obern    Seite des     Steuerkolbens    1 und an  diesem vorbei und durch das sehr enge Dros  selloch 37, den Stutzen 39 in den Steuer  behälter A, bis hier derselbe Druck wie. in  der Leitung herrscht.

   Beim Vermindern des  Leitungsdruckes, zum Beispiel um etwa 0,1  Atmosphären, wird zunächst, wie bekannt,  durch Schliessen des erwähnten Rückschlag  ventils das Rückströmen der Luft aus dem       Hilfsluftbehälter    in die Leitung verhindert,  und gleichzeitig hört sofort die Verbindung  zwischen dem Steuerbehälter A     und    der Lei  tung auf. Durch die Druckdifferenz zwischen  Steuerbehälter A und der Leitung wird näm  lich der     iSteuerkolben    1 etwas in die Höhe  gedrückt, wodurch der     Lederstulp    58 an dem  Drosselloch 37 vorbeigeht und gegen die Zy  linderwand abdichtet.

   Damit wird die Ver  bindung zwischen dem Steuerbehälter und  der Leitung unterbrochen; ferner wird durch  den     Kolbenstangenstulp    115 die     Auslass-          bohrung    19 abgesperrt. Nach kurzer Weiter  bewegung des     Steuerkolbens    wird die bisher  von dem     Stulp    115 verschlossene     Einlass-          bohrung    17 geöffnet, so dass Druckluft aus  dem Raum über dem     Steuerkolben    1, bezie  hungsweise der Leitung, über die Nuten 21  der Kolbenstange 2 in die Übertragungskam-         mer    41 strömt.

   Hierdurch vermindert sich  der Leitungsdruck plötzlich um zum Beispiel  0,12 Atmosphären; infolgedessen bewegt sich  der Steuerkolben 1 weiter nach oben und  schliesst mit dem     Stulp    115 die     Auslass-          bohrung    20 ab. Dadurch wird die vorge  spannte Schraubenfeder 13 etwas weiter an  gespannt und durch Vermittlung der noch       ungespannten    Feder 11 der     Auslasskolben    12  gegen das     Auslassventil    16 gedrückt, wodurch  die Verbindung des Bremszylinders C mit  der Aussenluft abgesperrt und dann der Ein  lassschieber 5 angehoben wird.

   Hilfsbehälter  luft strömt     idarauf    durch den Kanal 24, Hahn  95, Öffnung 25 und durch die     Einlasskanäle     40, über     deri    angehobenen     Einlassschieber    5,  durch     den.    Kanal 22 in den Bremszylinder C.  Ferner öffnet der     Lederstulp    115 die Ein  lassbohrung 18. Dadurch wird nochmals Luft  aus der Leitung über die Nuten 21 abge  zapft, bis die Übertragungskammer 42 ge  füllt ist. Diese     Abzapfung        bewirkt'    noch  mals eine plötzliche Druckverminderung in  der Leitung um zum.

   Beispiel 0,12 Atmos  phären, so dass der Steuerkolben 1     wiederum     ein     Stück    weiter nach oben geht.  



  Führt der Lokomotivführer das Führer  bremsventil in die     Abschlussstellung,    damit  nicht mehr Luft aus der Leitung entweichen  kann, so bleibt der Steuerkolben 1 in der  ihm durch die Druckerniedrigung eindeutig  zugewiesenen :Stellung sofort stehen, wenn  der Druckunterschied auf den     Steuerkolben     1, hervorgerufen durch den Druck im Steuer  behälter A und den verminderten Leitungs  druck, im Gleichgewicht .gehalten wird durch  die jeweilige     Spannung    der      & hieberfeder    11,  die gleich dem     Bremszylinderdruck    -verviel  facht mit der Fläche des     Auslasskolbens    12  ist.

   Wenn der     Bremszylinderdruck    den Aus  lasskolben 1.2 unter     Spannung    der Schieber  feder 11 genügend weit zurückgedrängt hat,  schliesst sich der     Einlassschieber    5 durch     seine     Belastungsfeder 9 und den auf ihm ruhenden       Hilfsbehälterdruck.    Dadurch wird ein     Biems-          zylinderdruck    von zum Beispiel 0,8 Atmos  phären erreicht. Jeder Druckverminderung in  der     Leitung    entspricht also ein bestimmter      Zylinderdruck.

   Die Kraft der Feder 13 übt  auf die Stellung des Steuerkolbens 1 fast  keinen Einfluss aus, da sie nur     .notwendig     ist, um den Druck der nur einseitig durch  geführten Kolbenstange 2 aufzunehmen.  



  Wenn der Leitungsdruck bei einer Be  triebsbremsung entsprechend annähernd     ma;-          ximaler    Bremswirkung vermindert- ist, so  hat der Steuerkolben 1 die in     Fig.    3 ge  zeichnete Lage eingenommen. Dadurch gibt  der     Lederstulp    115 - der     Kolbenstenge    2 die  Verbindung der Leitung mit der Übertra  gungskammer 120 über die Nuten 21 der  Kolbenstange 2 und .die Öffnung 34 frei,  wodurch eine weitere plötzliche Druckver  minderung in der Leitung eintritt.

   Bei einer  sehr starken Betriebsbremsung und bei einer  Schnellbremsung werden sofort durch Hoch  gehen des Steuerkolbens 1 die Übertragungs  kammern 41 und- 42 und fast gleichzeitig  die dritte     Übertragungskammer    120 einge  schaltet, weil der     Leitungsdruckabfall    im  Verhältnis zum Ansteigen des Zylinder  druckes (Länge der     Füllzeit)    in viel kürzerer  Zeit erfolgt. Der Steuerkolben 1 bewegt sich  daher     sehr    rasch in seine _ Endlage, da er  keinen genügenden Widerstand seitens des       Bremszylinderdruckes    erhält.

   Bei einer ge  wöhnlichen Betriebsbremsung dagegen ver  mag die zunehmende Kraft der Feder 11  zu verhindern, dass der -schwergängig ge  wordene Steuerkolben soweit vorschnellt, dass  eine unbeabsichtigte     Schnellbremswirkung     eintritt.  



  Will der Lokomotivführer die maximale  Bremswirkung etwas verkleinern, so -erhöht  er den Leitungsdruck um eine entsprechende  Grösse. Der Steuerkolben 1 bewegt sich wie  der entsprechend nach unten. Der     Lederstulp     115 der     Kolbenstange    2     @    gibt jetzt die in  folge einer geringen Abwärtsbewegung des  Steuerkolbens vorher verschlossene Öffnung  34 zu der Übertragungskammer 120 wieder  frei, wodurch die Luft in dieser durch die  Öffnung 34 und die Nuten 23 der Kolben  stangenverlängerung 2a in den Federraum  und von hier durch die     Offnung_54    ins Freie  entweichen kann.

       Wird    der Druck in der    Leitung nicht weiter erhöht, so bleibt der  Steuerkolben 1 stehen, wenn so viel Luft  aus     dein    Bremszylinder C über das     Auslass-          ventil    16 und die Auspufföffnungen 14 und  54 ins freie entwichen ist, dass die Feder 11  den     Auslasskolben    12 in die Höhe drückt     -und     das     Auslassventil    16 schliesst. So kann durch  Erhöhen des Leitungsdruckes die Bremskraft  stufenweise vermindert werden. Während  dieses Vorganges bleiben die Kammern 42  und 41 dauernd mit der Leitung in Ver  bindung.

   Wird der Leitungsdruck     su    weit  erhöht, dass der Zylinderdruck auf etwa 0,3  Atmosphären gesunken ist, so hat sich der  Steuerkolben 1 wieder so weit nach     unten     bewegt, dass der     Stulp    115 die Bohrung 18  abgeschlossen hat und die Bohrung 20, öffnet:-  Die in die     Übertragungskammer    42 beim An  springen des     Bremssteuerventils    abgezapfte  Luft kann rinn über den Kanal 20 und die  Nuten 23 in der     Kolbenstangenverlängerung     2a und die     Auspufföffnung    54 ins Freie  entweichen.

   Erst wenn der Leitungsdruck auf  die vor der Bremsung vorhanden gewesene       Spannung    erhöht wird, bewegen sich der       Steuerkolben    1 und der     Auslasskolben    12  wieder in ihre tiefste Lage. Die restliche  Luft aus. dem Bremszylinder entweicht dann  über das     Auslassventil    16 und die Auspuff  öffnungen 14 und 54 ins Freie. Gleichzeitig  oder kurz vorher hat der     Lederstulp    115 der  Kolbenstange 2 die     Verbindung    zwischen der  Übertragungskammer 41 und der Leitung.  unterbrochen, indem er die Löcher 17 ge  schlossen hat.

   Danach wird die Auspuff  öffnung 19 frei gegeben, wodurch sich die  Kammer 41 über die Öffnung- 19 und die  Nuten 23 in der     Kolbenstangenverlängerung     2a und die Auspufföffnung 54 wieder ent  lüftet.  



  Bei Schnell- und     Personenzugbremsen,     die eine sehr kurze Füllzeit im Verhältnis  zu der     Güterzugsbremse    haben, ist es er  wünscht und auch zulässig, bei Schnellbrem  sungen eine erhebliche Menge von Leitungs  luft in den Bremszylinder überströmen zu  lassen, um die Bremskraft zu verstärken und  die rasche Druckverminderung in der Lei-           tung    noch weiter zu beschleunigen. Um  dieses zu erreichen, ist die Übertragungs  kammer 120 über ein federbelastetes Rück  schlagsventil 75 mit. dem Kanal 22 zum  Bremszylinder durch die Rohrleitungen 74,  76 verbunden.

   Bei Schnellbremsungen öffnet  sich daher das     Rückschagsventil    durch den  hohen Leitungsdruck und lässt plötzlich Lei  tungsluft in den     Bremszylinder    strömen. Nach  Erreichen eines bestimmten Zylinderdruckes  von zum Beispiel 1,5 Atmosphären schliesst  sich das     Rückschlagventil    durch     die    gewählte       Spannung    seiner     Belastungsfeder    und den  Zylinderdruck. Damit dieser Vorgang gut  zur Wirkung kommt, wird der Durchgang  vom     Hilfsluftbehälter    zum     Bremssteuerven-          til    entsprechend gedrosselt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bremsbeschleuniger für verschiedene Lei tungsdrücke mit beim Bremsen Leitungsluft aufnehmender Übertragungskammer, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltung der Übertragungskammer bei Einleitung einer Bremse erfolgt und durch einen Steuerkolben bewirkt wird, der beim Bremsen einerseits unter Einwirkung des jeweiligen Druckes in der Leitung und einer bei der Bremsbewe gung des Steuerkolbens zunehmenden Feder kraft und anderseits unter dem\ Druck eines Steuerbehälters, der mit dem Anfangslei tungsdruck, bei ganz gelöster Bremse über einstimmt.
    und während des Bremsens fast konstant bleibt, derart steht, dass der Steuer kolben unabhängig von der Grösse des an fänglichen Leitungsdruckes sich in die der jeweiligen Druckverminderung in der Lei tung entsprechende Stellung fortschreitend bewegt. UNTER ANSPRtrCHE 1.
    Bremsbeschleuniger nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertra- gungskammer derart in zwei nachein ander wirkende Übertragungskammern unterteilt ist, dass die erste Übertragungs kammer zur Wirkung kommt, ehe der Widerstand des Einlassorganes des Brems- steuerventils überwunden werden muss"'und ihrerseits den Leitungsdruck plötzlich ver mindert, wodurch das Einlassorgan des Bremssteuerventils geöffnet wird und die zweite Übertragungskammer des Brems beschleunigers zur Wirkung , gebracht wird,
    die ein weiteres plötzliches. Ver mindern des Leitungsdruckes bewirkt. z. Bremsbeschleuniger nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass beim weiteren Vermindern des Leitungsdruckes und Erhöhen der Bremswirkung beide Übertragungskam mern gefüllt und damit unwirksam blei ben, bis mit Wiedererhöhen des.
    Leitungs druckes und Erreichen eines geringen Zy linderdruckes die zweite Übertragungs kammer entlüftet wird, aber beim Wieder vermindern des Leitungsdruckes sofort zur Wirkung kommt, wogegen die erste Übertragungskammer erst beim Wieder erhöhen des Leitungsdruckes auf annä hernd denselben Druck wie vor der Brem sung entlüftet wird. 3.
    Bremsbeschleuniger nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und ':)" dadurch gekennzeichnet, dass bei sehr starken Be triebsbremsungen eine dritte Übertra- gungskammer eingeschaltet wird, die beim Erhöhen des Leitungsdruckes und bei ge ringem Vermindern des maximalen Brems zylinderdruckes von der Leitung abge schaltet und mit der Aussenluft verbunden wird. 4.
    Bremsbeschleuniger nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Steuerkolben mit- telst seiner , Kolbenstange die Übertra- gungskammern ein- und ausschaltet.
    5. Bremsbeschleuniger nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Kolbenstange zwei teilig ausgeführt und zur Abdichtung und Steuerung der Belüftungs- und Entlüf tungsöffnungen für die Übertragungs kammern mit einem Dichtungsstulp ver sehen ist.
    6. Bremsbeschleuniger nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet; dass die letzte Übertragungs kammer über ein federbelastetes Rück - schlagventil mit dem Bremszylinder der art verbunden ist, dass bei- sehr starken und- bei Schnellbremsungen Leitungsluft sehr rasch in den Bremszylinder über strömen kann, bis ein bestimmter Zylin- derdruck erreicht ist, bei dem das Rück schlagventil durch eine Belastungsfeder und diesen Zylinderdruck geschlossen. wird, und so die Verbindung zwischen der letzten Übertragungskammer und d.em Bremszylinder unterbricht.
CH126111D 1925-12-10 1926-11-22 Bremsbeschleuniger bei Druckluftbremsen. CH126111A (de)

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