CH126171A - Verfahren zur Herstellung von Schnüren als Ersatz für Darmsaiten und ähnliche tierische Produkte. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schnüren als Ersatz für Darmsaiten und ähnliche tierische Produkte.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Schnüren als Ersatz für Darmsaiten und ähnliche tierische Produkte. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schnüren, die als Ersatz für Darmsaiten und ähnliche tie rische Produkte dienen und beispielsweise als Saiten für Tennisschläger und. Musik- instrumente, ferner .als Angelleinen benützt und zu Garten- und Tennisnetzen und .der gleichen verarbeitet werden können.
Das Verfahren zur Herstellung der Schnüre besteht ,darin, dass Fäden: aus einem Faserstoff, beispielsweise Seide, Nessel, Ra miefaser, Baumwolle, Wolle, Hanf, Flachs, Kunstseide, mit einer viskosen Zellulose lösung getränkt und zu Schnüren zusammen gedreht werden, wonach die Zelluloselösung koaguliert und getrocknet wird.
Das Verfahren kann beispielsweise in fol gender Weise ausgeführt werden: Eine Lö sung aus gereifter, mit Schwefelkohlenstoff gemischter Alkalizellulose wird solange in Drehtrommeln behandelt, bis sie eine gal lertartige Masse ergibt, die als Zellulosexan- thogenat bekannt ist.
Diesem Zellulosexan- thogenat wird eine schwache Lösung kau stischer Soda zugefügt und :die Behandlung weiter fortgesetzt, bis eine zum Imprägnieren geeignete Viskosität erzielt ist, Bei Bedarf kann ein Erweichungismittel, etwa Glyzerin, beigegeben wenden, um eine erhöhte Biegsamkeit der durch die nachfol gende Koagulation der beschriebenen Zellu- loselörung erhaltenen Zellulose zu erreichen.
Die Fäden aus Faserstoff werden mit 'der so hergestellten viskosen Zelluloselösung ge tränkt, 'durch Farbbehälter gezogen, zusam- mengedreht un.d' nach Bedarf mit einem wei teren Überzug der Lösung versehen.
Die Zelluloselösung wird nun nach ir gendeinem bekannten Verfahren koaguliert, zum Beispiel durch. Überleiten der getränkten Schnur über eine Reihe Rollen, ,die die Schnur durch ein Bajd, beispielsweise aus Schwefelsäure und INTatriumsulfat, führen, und schliesslich getrocknet,
indem die Schnur 'zum Beispiel durch einen passend. geheizten Raum mit einer solchen: Geschwindigkeit ge schickt wird, dass :die Schnur .genügend lange darin bleibt, um die verlangte Trocknung zu erzielen.
Werden gewisse andere Zelluloselösungen, zum Beispiel Zellulaseacetat, verwendet, so kann man das koagulierende Bad weglassen und die Schnur nur in !der vorerwähnten Trockenhammer trocknen.
Die nach dem Verfahren hergestellten Schnüre können verschiedenarrtige Ausfüh- rungen aufweisen. Im folgenden seien einige Beispiele angeführt: Um einen gern aus mit nachträglich koa gulierter Zelluloselösung getränkten Fäden sind weitere, ebenfalls mit nachträglich koa gulierter Zelluloselös.ung ;getränkte Fäden heuumgedreht.
Um einen gern ,aus nicht getränkten Fäden sind weitere, mit nachträglich koagu lierter Zelluloselösung getränkte Fäden her umgedreht. Der gern könnte auch aus Darm saite, oder auch aus Draht, der, falls erfor derkch, passend geflochten oder gedreht sein kann, bestehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Schnü ren .als Ersatz für Darmsaiten und ähnliche tierische Produkte, dadurch gekennzeichnet, dass Fäden aus einem Faserstoff mit einer viskosen Zelluloselösung getränkt und zu Schnüren zusammengedreht werden, wonanh die Lösung koaguliert und getrocknet wird.UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren 'nach Patentanspruch I, @da- durch .gekennzeichnet, dass man der Zel- luloselösung ein Erweichunbsmittel bei gibt, um ,das Produkt geschmeidiger, das heisst biegsamer zu machen. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, @da- durch gekennzeichnet, dass die Zellulose- lösung ,der getränkten Fäden durch Koa- gulationäbäder zum Gerinnen gebracht wind. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch .gekennzeichnet, dass ,die getränkten Fäden vor dem goagulations- und Trock- nnngsprozess durch Farbbäder geführt wenden.PATENTANSPRUCH Il: Schnur als Ersatz für Darmsaiten und ähnlnclze tierische Produkte, gekennzeichnet durch eine Anzahl nach !dem Patentanspruch I hergestellter, .zusammengedrehter Fäden.UNTERANSPRüCHE: 4. .Schnur nach Patentansprach II, gekenn zeichnet durch einen; gern aus mit nach träglich koagulierter Zelluloselösung ge tränkten Fäden und um. diesen herumge- drehte weitere, ebenfalls mit nachträglich koagulierter Zelluloselesung getränkte Fäden. 5.Schnur nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet idurch einen gern aus nicht ge tränkten Fäden und um :diesen herum.ge- drehte weitere, mit nachträglich koagu lierter Zellu@loaselösung getränkte Fäden. 6.Schnur nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch einen gern ,aus Darmsaite und u m idiesen herumgedrehte, mit nach träglich koagulierter Zelluloselösung ge tränkte Fäden. 7.Schnur nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch einen gern aus Metall drähten und um diesen herumgedrehte, mit nachträglich koagulierter Zellulose- lösung getränkte Fäden.
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