CH126182A - Fülleisten und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Fülleisten und Verfahren zur Herstellung desselben.

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United Shoe Machinery Paterson
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United Shoe Machinery Corp
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Description


  Fülleisten und Verfahren zur Herstellung desselben.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf einen Fülleisten, das heisst auf einen  hohlen Leisten, der bestimmt ist, in fertige  Schuhe eingesetzt zu werden, um deren Form  bei der Ausstellung oder während der Be  förderung oder Lagerung zu erhalten.  



  Wenn derartige Fülleisten der Gestalt des  ganzen Schuhes entsprechen, so ergibt sich  eine erhebliche Schwierigkeit beim Einsetzen  des     Fülleistens    in den Schuh, da der Leisten  sich nicht verkürzen kann, wie es bei einem       Scharnierleisten    beispielsweise der Fall ist,  und infolgedessen das     Fersenende    des Schuhes  bald beschädigt wird, wenn er in den Schuh  hineingezwängt wird.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung ist  dieser Nachteil dadurch behoben, dass die  hintern Teile der Leistenseiten ohne gegen  seitige Verbindung einander übergreifen.  



  Gemäss dem Verfahren nach der Erfin  dung zur Herstellung solcher Fülleisten wird  der aus farblosem Zelluloid hergestellte     Füll-          leisten    nach der     Formung    in eine     Z_elluloid-          lösung        eingetaucht.    .

      In der Ausführungsbeispiele des     Füll-          leistens    darstellenden Zeichnung ist:       Fig.    1 eine Seitenansicht eines vollstän  digen Fülleistens:       Fig.    2 ist eine Unteransicht des     Füll-          leistens;          Fig.    $ ist eine Draufsicht;       Fig.    4 ist eine Ansicht einer Spangen- .

    stütze, die an dem Fülleisten angebracht  werden     kann;          Fig.    5 zeigt eine Teildarstellung des     vor-          dern    Teils des Werkstückes zur Herstellung  des Fülleistens in grösserem     Massstabe;          Fig.        G    ist eine     Seitenansicht    eines dem  jenigen nach     Fig.    1 ähnlichen Leistens, der  eine Mehrzahl von Stützen für die Schuh  spangen trägt;       Fig.   <B>7</B> ist eine Seitenansicht eines Span  genschuhes mit zwei. Spangen, in welchen  der Fülleisten     eingesetzt    ist.  



  Der Fülleisten F wird     zweckmässig    aus  einem tafelförmigen Stück hergestellt. Dieses       Stück    ist zweckmässig     durchscheinend    und  besteht aus Zelluloid oder anderem ähnlichen      Material. Für manche Anwendungen kann es       erwünscht    sein, farbiges, durchsichtiges Ma  terial zu verwenden, und in diesem Falle ist  es     zweckmässig,    das Stück kurz vor dem  Formen zu färben oder die     Färbung    erst nach  dem     Formen    vorzunehmen.         Werkstücke    dieser Art können leicht     mit-          telst    einer geeigneten Stanze ausgeschnitten  werden.

   Sie werden dann- in geeigneter Weise  weich gemacht und erhalten ihre Form da  durch, dass sie auf einen Leisten gezogen  werden, .der im wesentlichen dieselbe Grösse  und     Faeon    besitzt, wie derjenige; auf welchem  der Schuh hergestellt worden ist, für     den     der Leisten bestimmt ist. Beim Formen des  Fülleistens wird zweckmässig der untere  Rand des Leistens umgebogen, um einen  einwärts gerichteten Bodenflansch 3 zu  schaffen. Dadurch, dass am Spitzenteil 4 die  Ausschnitte 2 in dem Flansch . vor dem  Formen gebildet     werden,    entsteht ein glat  ter Flansch 3.

   Dies ist sehr     wünschenswert,     nicht nur     wegen    des besseren Aussehens,  sondern auch weil dadurch eine glatte Fläche  erhalten wird, die das Einsetzen des Füll  leistens in den Schuh und das Herausziehen       erleichtert    und jede     @Tergrösserung    der Höhe  an der Spitze des Fülleistens vermeidet, wel  che eintreten     würde,        wenn    sich Buckel an  dem vordern Ende des Flansches     bildeten.     



  Die hintern Enden 5 und 6 der Leisten  wände greifen ohne     gegenseitige        Verbindung     übereinander, wie aus     Fig.    2 und 3 ersicht  lich, so dass der Fersenteil des Leistens     aiis     zwei Schichten besteht, wodurch dieser \feil  des Leistens verstärkt wird. Diese     Endteile     sind entsprechend dem     Fersenende    des Schu  hes, für den der Leisten bestimmt ist, ge  staltet und schmiegen sich genau ineinander.  Das hintere Ende des Leistens ist somit ver  steift und gegen seitlichen Druck wider  standsfähig gemacht.

   Durch     einen    kräftigen  Druck gegen den Endteil des Leistens in der       Längsrichtung    werden aber die hintern Teile  veranlasst, sich ineinander zu schieben, so dass  der Leisten wesentlich verkürzt und seine  Einfügung in den Schuh erleichtert     wird,            Zweckmässig    werden die beiden gegen  iiberliegenden Seiten des Leistens am Ballen  teil durch eine Brücke 7 miteinander ver  bunden, deren     entgegengesetzte    Enden 8 und  9 am Flansch 3 befestigt sind.  



  Während des Verfahrens der Herstellung  tafelförmigen Zelluloids wird die     ursprüng-          liche    raube Fläche so bearbeitet, dass sie  glatt und glänzend     wird.    Bei der Bildung der  hohlen Fülleisten gemäss der Erfindung geht  dieser Glanz teilweise verloren, und die  Fläche bleibt glanzlos und streifig. Nachdem  der Leisten im wesentlichen vollendet ist,  kann die glatte und glänzende Oberfläche  dadurch wieder hergestellt werden, dass der  Fülleisten in eine Lösung eingetaucht wird,  die zweckmässig aus vier bis fünf Teilen  Aceton und einem Teil Alkohol. besteht.  Wenn der Fülleisten eine Färbung erhalten  soll, wird die Farbe zweckmässig dieser zur  Wiederherstellung des Glanzes dienenden Lö  sung zugesetzt.

   Dadurch wird eine dünne  Schicht gefärbten Zelluloides sowohl auf der  äussern als auf der innern Fläche des     Füll-          leistens    erzeugt. Offenbar könnte man auch       durchgefärbte        Zelluloidtafeln    anwenden. Es  ist aber zweckmässig, den fertigen Leisten zu  färben, wie beschrieben, da man auf diese  Weise genau die gewünschte     Schattierung     erreichen kann.  



  Zuweilen, insbesondere an feuchten Ta  gen, verlieren die Fülleisten beim Trocknen  den Glanz und die Durchsichtigkeit, nach  dem sie in die Glättflüssigkeit eingetaucht  sind, und in 'diesem Fall können der ge  wünschte Glanz und die Durchsichtigkeit  wieder gewonnen werden, indem der     Füll-          leisten    in ein Reinigungsbad gebracht wird,  welches aus dem . Dampf eines Zelluloid-.       lösungsmittels    besteht, beispielsweise     Ithyl-          acetat.     



       Zur    Fertigstellung kann wie folgt vor  gegangen werd:  Nachdem der Fülleisten soweit vollendet  ist, wird er in den Schuh, für den er bestimmt  ist, eingesetzt, wobei die obere Kante     10a          (Fig.1)    des     Fülleistens    über die obere Schaft  kante vorragt. Die Schaftkante wird dann           auf    der Fläche- des Leistens in geeigneter  Weise abgezeichnet, worauf der Fülleisten  aus dem Schuh entfernt und der vorstehende       Rand    nach der aufgezeichneten Linie be  schnitten     wird,    wobei die obere Kante des  Fülleistens die in     Fig.    1 mit 10 bezeichnete  Gestalt erhält.  



  Nach dem Beschneiden kann die Kante  des Fülleistens abgeschliffen werden, bei  spielsweise mit Sandpapier. Nach dem Be  schneiden und gegebenenfalls dem Schleifen  wird die Kante dadurch fertiggemacht, dass  sie mit einem     Zelluloidlösungsmittel    einge  rieben wird, beispielsweise Aceton, so dass  eine glatte; gerundete, glänzende Kante ent  steht. Der Fülleisten wird nach dem Be  handeln wieder in den Schuh eingesetzt, und  wenn der Schuh ein Spangenschuh ist, wird  eine Spangenstütze     12-in    solcher Weise an  gebracht,     dass        @    die Spange in der normalen  Stellung gehalten wird, in welcher ihr freies  Ende angeknöpft oder auf andere Weise be  festigt ist.

   Diese Spangenstütze 12 besteht  zweckmässig aus zwei Schichten, indem zwei       Stücke    13 und 14 aus dem Material, aus dem  der Fülleisten hergestellt ist, mit Ausnahme  der Enden, miteinander verbunden werden.  Diese Spangenstütze wird zweckmässig ent  sprechend der Kanten der Spange, die da  durch gestützt werden soll, beschnitten; das  heisst, wenn die Spange, wie im dargestellten  Fall, im wesentlichen parallele     Kanten    be  sitzt, so hat die Stütze ebenfalls parallele  Kanten und     ungefähr    die gleiche Breite.  Wenn dagegen die Spange eine Zierform be  sitzt oder unregelmässige Kanten aufweist,  so wird die Stütze 12 entsprechend gestaltet  sein.  



  Die Teile 13 und 14, die die Spangen  stütze bilden, werden so gebogen oder ge  wölbt, dass sie die Spange in der Stellung  gespannt halten, die sie haben würde, wenn  sie über den Spann des Fusses des Trägers       tierübergelegt    ist. Die Endstücke der Teile 13  und 14 sind nicht miteinander verbunden  und können daher, wie aus     Fig.    4 ersichtlich,       auseinandergebogen    werden und bilden Zwi  schenräume 15 und 16, mit denen die Stütze    über die obere Kante der     gegenüberliegenden           Tände    des Fülleistens     geschoben    werden  kann.

   Nachdem die Enden der Stütze über  die Kanten des Fülleistens     geschoben    sind,       wird    die Stütze zurechtgerückt, bis     die    rich  tige Lage erreicht ist. Die Flächen der Teile  13 und 14, welche mit der Wand des     Füll-          leistens    in     Berührung    kommen, werden mit  einem geeigneten Lösungsmittel oder Zement  befeuchtet,     uiid        dann    wird die Stütze in ihrer  Lage     zeitweise    festgeklemmt,

   bis das Lö  sungsmittel -oder der Zement     abgebunden    hat       und    eine dauernde Vereinigung der Stütze  mit dem Fülleisten erzielt ist.  



  Da manche Spangenschuhe eine Mehrzahl  von Spangen besitzen, kann auch eine Mehr  zahl solcher Stützteile angewandt werden.  Eine solche Ausführung ist in     Fig.    6 dar  gestellt, bei welcher der Fülleisten F mit  zwei Stützteilen 12 und 12a versehen ist.  



  In     Fig.    7 ist ein Spangenschuh 17 darge  stellt, der eine Sohle 18 und einen Absatz 19  besitzt. Der Schaft 20 des Schuhes wird aus  gefüllt und gespannt durch einen Fülleisten  F, der hineingesteckt ist. Dieser Schuh ist  mit     zwei    Spangen 21, 22 versehen, von denen  die erste in der Zeichnung durch die Stütze  12 gestützt ist, während die zweite     Spange     22 noch nicht befestigt ist,     aber    über die  Stütze 12a tierübergelegt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Fülleisten für Schuhwerk, dadurch ge kennzeichnet, dass die hintern Enden der Leistenwände ohne gegenseitige Verbindung einander übergreifen. UNTERANSPRUCH: 1. Fülleisten nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch 'am obern Rande ange brachte Streifen zur Stützung der Span gen des Schuhes.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung von Fülleisten nach Patentanspruch I, dadurch gckenn- zeichnet, dass der aus farblosem Zelluloid hergestellte Leisten nach der Formun- in eine Zelluloidlösung eingetaucht wird. UNTERANSPRüCHE 2. Verfahren nach Patentanspruch 11, d:L- duich gekennzeichnet, dass die Zellukiid- lösung gefärbt ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch TI, Ja. durch gekennzeichnet; class die Kanten der Fülleistenwände nach der Fertigstel- lung des Fülleistens entsprechend dem zu ihrer Aufnahme bestimmten .Schuhschaft beschnitten und dann an den Kanten durch Schleifen und Bestreichen mit einem Lö sungsmittel geglättet werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch II zur Herstellung von Fülleisten mit am. obern Rande angebrachten Streifen zur Stützung der Spangen des Schuhes, dadurch gekenn zeichnet, class die Spangenstützen nach dem Einsetien des .im übrigen fertigen Fülleistens in den Schuh am Leisten ange bracht und entsprechend der Stellung der Spangen zurechtgerückt und dann be festigt werden.
CH126182D 1926-04-08 1927-04-08 Fülleisten und Verfahren zur Herstellung desselben. CH126182A (de)

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