CH126288A - Einrichtung an Transformatoren, Schaltern, Generatoren, Motoren, Kabeln, Sammelschienen oder andern elektrischen Apparaten, um deren stromführende Teile oder ihre Isolationsmittel gegen jede unerwünschte Beanspruchung zu schützen. - Google Patents

Einrichtung an Transformatoren, Schaltern, Generatoren, Motoren, Kabeln, Sammelschienen oder andern elektrischen Apparaten, um deren stromführende Teile oder ihre Isolationsmittel gegen jede unerwünschte Beanspruchung zu schützen.

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CH126288A
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  Einrichtung an Transformatoren, Schaltern, Generatoren, Motoren,     Nabeln,    Sammel  schienen oder andern elektrischen Apparaten, um deren stromführende Teile oder  ihre Isolationsmittel gegen jede     unerwünschte    Beanspruchung zu schützen.

      Es ist     bekannt,    dass sich bei Transforma  toren, Schaltern und andern elektrischen  Apparaten im Falle von Überlastungen  durch Kurzschlüsse, Betriebsströme usw. un  zulässige Erhitzungen der Leiter und beim  Vorhandensein von Isoliermitteln nach einer  gewissen Zeit Dämpfe und Zersetzungsgase  der festen und flüssigen Isoliermittel an und  in den stromführenden Teilen     bilden.    Diese  Dämpfe und Gase gefährden die elektrischen  Apparate noch mehr als Luftblasen, da sie  meistens mit fein verteilten, stromleitenden,  festen Zersetzungsprodukten, z. B.

   Russ,  durchsetzt sind und dadurch die Grundlage  zu Kriechwegen und dergleichen bilden.     Ein          Evakuieren    nach jeder     Gasung    lässt sich aus  betriebstechnischen Rücksichten nicht durch  führen und     kann    im übrigen insofern nur  eine geringe Wirkung ausüben, als die festen  Zersetzungsprodukte zurückbleiben. Auf diese  Weise nimmt die Isolation nach und nach ab.  



  Aus diesem Grund muss man bestrebt sein,  das Entstehen von Dämpfen und Zerset-         zungsgasen    zu verhindern, das heisst man  muss dafür sorgen, dass die stromführenden  Teile und ihre Isolationsmittel vor unzuläs  sigen Überlastungen, die unter anderem zur       Gasung    führen, verschont bleiben.  



  Erfindungsgemäss wird dies dadurch er  reicht, dass mit den zu schützenden strom  führenden Teilen wenigstens eine Leitungs  strecke derart leitend verbunden und in Form  und Querschnitt so ausgebildet ist, dass in  mit der     Leitungsstrecke    in Verbindung ste  henden Stoffen, bevor eine unerwünschte Be  anspruchung der zu schützenden stromfüh  renden Teile oder ihrer Isolationsmittel ein  tritt, eine Änderung entsteht, und dass diese  Änderung benutzt wird, um Schutzmittel zu       betätigen.     



  Die Erfindung ist in der Zeichnung durch  zwei Ausführungsbeispiele schematisch ver  anschaulicht.  



  In dem ersten Ausführungsbeispiel     (Fig.     1) bedeutet a ein mit Isolierflüssigkeit, zum  Beispiel Öl, gefülltes Gehäuse eines Dreh-           stromtransformators    mit     Ausgleichgefäss    b,  das durch  ein Verbindungsrohr c mit dem  Gehäuse a verbunden ist. Die drei Phasen       dl,        d2,        d3    sind über Durchführungen     e'-,        e',        e'     an die drei Schenkel<B><I>f',</I></B>     fz,        ss    gelegt.  



  Um zu verhindern, dass sich bei einer  Überlastung Dämpfe und Zersetzungsgase  der Isoliermittel in und an den Spulen der  Schenkel     f',        f',    f 3 bilden, ist eine Leitungs  strecke     g    zwischen die Durchführung     e2    der  Phase     dz    und die Spule des     Schenkels        f    2 ein  geschaltet. Diese Leitungsstrecke     g    besitzt  die Form einer     Schraubenlinie    und kann aus  massivem Rundkupfer hergestellt sein, des  sen     Querschnitt    etwas geringer als der der  Kupferdrähte in den Spulen der Schenkel ist.

    Die     Leitungsstrecke    g erwärmt sich. daher  früher als diese Spulen und bewirkt die Bil  dung von Dämpfen oder     Zersetzungen    in den  sie umgebenden Stoffen, welche fest, flüssig  oder gasförmig sein können, bevor eine     uner-          wünsehte    Beanspruchung der stromführenden  Teile oder ihrer Isolationsmittel, das heisst.  eine     Gasung        eintritt.    Die     physikalischen    und       chemischen        Folgeerscheinungen    (wie Auf  trieb, Überdruck,     katalytische    Wirkung.

   Dif  fusion usw.) dieser Dämpfe und Zersetzungs  gase werden nun     im    Sinne des Patentes  Nr.     101708    und der dazu gehörigen Patente  benutzt, um zu alarmieren oder den elektri  schen Apparat abzuschalten. Auf der Zeich  nung ist an dem     Verbindungsrohr    c eine be  liebige Kontaktvorrichtung     h    angedeutet, die  durch     die    aufsteigenden Gasblasen in geeig  neter Weise     betätigt    wird und auf mechani  schem oder     elektrischem    Wege dann den  Alarm     betätigt    oder den     elektrischen    Appa  rat abschaltet.  



  Auf diese Weise erreicht man, dass Gase  und Dämpfe in und an den Spulen niemals  entstehen können und diese daher dauernd  völlig betriebsklar bleiben. Die     Anwendung     der üblichen sehr komplizierten     Überstrom-          schutzeiririchtungen,    wie     Überstromrelais     usw., erübrigt sich daher.  



  Die Leitungsstrecke g     känn    mit wärme  schützenden Materialien, wie Papier, Baum  wolle, Asbest     11,5w.    umgeben sein, um das    Gasen zu beschleunigen, und eine     beliebig(-          Form    und einen beliebigen Querschnitt haben.  So ist es beispielsweise möglich, die Lei  tungsstrecke     g    hohl auszubilden und sie mit  einer Flüssigkeit, wie     Tetrachlorkohl.enstoff,     Alkohol, Äther usw., anzufüllen, die zu ver  dampfen beginnt, bevor eine schädliche Über  lastung der stromführenden Teile eintritt.

    Die Folgeerscheinungen der     Erhitzung,    zum  Beispiel     Überdruck,    können dann dazu be  nutzt werden, um eine elektrische oder me  chanische     Kontaktvorrichtung    zu betätigen,  die dann ihrerseits einen Alarm auslöst oder  den     elektrischen    Apparat abschaltet.     Anstatt     der leicht verdampfenden Flüssigkeit kann  der Hohlraum natürlich auch mit Gaseis und  Dämpfen gefüllt sein, die die gleiche     IATir-          kung        wie    die Flüssigkeit ausüben.  



  Weiterhin ist es auch möglich, die Lei  tungsstrecke aus einem Stoff herzustellen,  der sich schneller erwärmt als das Material  der übrigen stromführenden Teile, und vor  deren     unerwünschter    Beanspruchung die Bil  dung von Dämpfen und Zersetzungsgasen in  dem die Leitungsstrecke umgebenden festen  oderflüssigen Stoff     bewirkt,    oder man kann  die Leitungsstrecke und die     stromführender     Teile aus dem gleichen Material herstellen  und die     Leitungsstrecke    mit einem festen,  flüssigen oder gasförmigen Stoff umgeben,  in dem     ein.    Überdruck entsteht oder Dämpfe  und Zersetzungsgase gebildet werden, bevor  sich die die stromführenden Teile umgeben  den,

   festen oder flüssigen     Isoliermittel    zer  setzen oder in Dampfform übergehen.  



  Die     Leitungsstrecke        g    kann auch ausser  halb des     Transformatorgehäuses    eingebaut  werden, sie wird dann in analoger Weise, wie  oben beschrieben, ausgebildet und mit einem  geeigneten,, festen, flüssigen oder gasförmi  gen Stoff     so in    Verbindung gebracht, dass die  beabsichtigte Wirkung eintritt.  



  Die Leitungsstrecke g kann in Reihe oder  \parallel zu den zu schützenden stromführen  den Teilen gelegt sein. Es können auch meh  rere solcher Leitungsstrecken vorgesehen und  in     Gemischtschaltung    zu den zu schützenden  stromführenden Teilen gelegt sein.      Es ist selbstverständlich,     däss    mit Hilfe  der Einrichtung gemäss der vorliegenden Er  findung nicht nur Schalter und Transforma  toren, sondern auch alle andern elektrischen  Apparate, wie Generatoren, Motoren, Kabel,  Sammelschienen und dergleichen, gegen jede  unerwünschte Beanspruchung geschützt wer  den können.  



       Fig.    2 zeigt die Ausbildung der     i@inrich-          tung    für ein Kabel.  



  Mit i ist der eigentliche Leiter des Kabels  bezeichnet, der mit den Isolationsmitteln     k          umgeben    ist und überall gleichen Querschnitt  besitzt, nur die Strecke i' erhält einen gerin  geren Querschnitt und ist mit einer Asbest  umhüllung     d    versehen,     clie    beispielsweise in  ein flüssiges, in eine Muffe     uz    eingebrachtes  Isoliermittel, zum Beispiel 01, gebettet ist.  Die Muffe     in    besitzt einen Aufsatz o, in dem  eine elektrische Kontaktvorrichtung in Form  eines einarmigen, plattenförmigen und dreh  bar angeordneten Kontakthebels p eingebaut  ist. Es bilden sich an der Strecke i' Zerset  zungsgase des Öles, bevor das Kabel uner  wünscht beansprucht wird.

   Die so entstehen  den Gasblasen steigen naturgemäss in .dem 01  auf und bringen die elektrische Kontaktvor  richtung zum Ansprechen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Transformatoren, Schal tern, Generatoren, Motoren, Kabeln, Sammel schienen oder andern elektrischen Apparaten, um deren stromführende Teile oder ihre Iso lationsmittel gegen jede unerwünschte Bean spruchung zu schützen, dadurch gekennzeich net, dass mit den zu schützenden stromfüh renden Teilen wenigstens eine Leitungs strecke derart leitend verbunden und in Form und Querschnitt so ausgebildet ist, dass in mit der Leitungsstrecke in Verbindung ste henden Stoffen, bevor eine unerwünschte Beanspruchung der zu schützenden strom führenden Teile oder ihrer Isolationsmittel eintritt, eine Änderung entsteht, und dass diese Änderung benutzt wird, um Schutz mittel zu betätigen.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Leitungs strecke in Reihe zu den zu schützenden stromführenden Teilen gelegt ist., 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Leitungs strecke parallel zu den zu -schützenden stromführenden Teilen gelegt ist. d. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mehrere Lei tungsstrecken vorgesehen und in Ge- mischtschaltung zu den zu schützenden stromführenden Teilen gelegt sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit der Leitungsstrecke in Verbindung stehen den Stoffe gasförmig sind. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass clie mit der Leitungsstrecke in Verbindung stehenden Stoffe fest sind.. G. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die mit der Leitungsstrecke in Verbindungen stehen den Stoffe flüssig sind. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Änderung der mit der Leitungsstrecke in Verbin dung stehenden Stoffe in der Hervorbrin- ' gung eines Überdruckes in den Stoffen besteht. 8.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Änderung der mit der Leitungsstrecke in Verbin dung stehenden Stoffe in der Erzeugung von Dämpfen in den Stoffen besteht. 9. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Änderung der mit der Leitungsstrecke in Verbin dung stehenden Stoffe in der Erzeugung von Zersetzungsgasen in den Stoffen be steht. 10. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass - die Schutz- mittel durch eine Signalgebungsvorrich- tung gebildet sind. 11. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schutz " mittel durch eine Vorrichtung zum Ab- schalten des elektrischen Apparates ge bildet sind.
CH126288D 1926-07-01 1927-06-25 Einrichtung an Transformatoren, Schaltern, Generatoren, Motoren, Kabeln, Sammelschienen oder andern elektrischen Apparaten, um deren stromführende Teile oder ihre Isolationsmittel gegen jede unerwünschte Beanspruchung zu schützen. CH126288A (de)

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