Kraftfahrzeug für Schüttgut, insbesondere für illüllabfuhr. Die Erfindung betrifft ein Kraftfahr zeug für Schüttgut, insbesondere für Müllab fuhr, bei welchem eine hinten durch einen hängend gelagerten Deckel abgeschlossene Trommel nach beiden Richtungen drehbar auf dem Fahrzeuggestell gelagert und inwen dig durch Förderbleche in schraubenförmige Aufnahmekammern unterteilt ist.
Die Erfin dung besteht darin, dass der Deckel an der Innenseite einen kegelförmigen, hohlen An satz mit einer Einschüttöffnung im untern Teil der Kegelwandung, und an der Aussen seite einen erhöhten Teil mit einem durch eine Hängetüre verschlossenen Ausschnitt be sitzt, durch Schubstangen, die mittelst eines Verbindungssteges auf einer Spindel ver- schraubbar sind, geöffnet und geschlossen werden kann und in der Schliesslage mittelst eines Dichtungsringes gegen einen Schleif ring der Trommel anliegt, und ferner dass sich unterhalb des Deckels eine Vorrichtung zur Notausschaltung des Antriebes bei Stö rungen des Einschüttens befindet:
Auf der Zeichnung ist ein Fahrzeug ge mäss der Erfindung in einem Ausführungsbei spiel dargestellt, und zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt mit teilweiser Seitenansicht, wobei der Deckel in-zwei Stel lungen gezeichnet ist, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Fahrzeug gestell, Fig. 3 eine Ansicht auf den Deckel, Fig. 4 einen Teillängsschnitt in grösserem Massstab, und Fig. 5 einen Teillängsschnitt einer andern Ausführungsform eines Details in grösserem Massstab.
Die auf dem Fahrzeuggestell vorn mittelst eines Kugelzapfens 23 und hinten auf Rollen 20 drehbar gelagerte Trommel 1 wird vom Fahrzeugmotor 7 durch ein mittelst Hebel 8 und Stange 9 umschaltbares Wechselgetriebe 6 nach der einen oder andern Drehrichtung angetrieben, und zwar beim Einfüllen des Schüttgutes nach rechts, beim Entleeren der Trommel nach links. Das vordere Ende der Trommel ist geschlossen, das hintere Ende offen.
Der Innenraum der Trommel ist durch Bleche 5, welche an der Innenseite der Trom melwandung einerseits und an der Achse 3 anderseits befestigt sind und sich schrauben- förmig über die ganze Lärige der Trommel er strecken, in schraubenförmige Kammern un terteilt, und bei der Drehung nach rechts wandert das von den Blechen gehobene Schüttgut immer mehr in der Trommel nach vorn, bei der Drehung nach links hingegen nach hinten.
Beim hintern Ende der Trommel ist auf dem Fahrzeuggestell ein hufeisenför-. miger Rahmen aus zwei U-Schienen 11 und 12 fest gelagert, welcher die Trommel umgibt und die Tragrollen 20 für das hintereTrommel= ende trägt. Ferner trägt dieser Rahmen am obern Teil seiner Stirnseite ein Stück Blech 13, an welchem der Deckel 10 mittelst Schar nier. 14 pendelnd gelagert ist. Der Deckel be sitzt an seiner Innenseite einen zentrischen, kegelförmigen, hohlen Ansatz 16 mit einem Boden 18, und dieser Ansatz ragt bei niederhängendem Deckel in das Innere der - Trommel 1 hinein.
Die schrauben förmigen Bleche 5 in der Trommel sind an ihrem den kegelförmigen. Ansatz 16 des'Deckels umgebenden Teil ausgeschnitten, so dass nur schmale Zungen 19 von ihnen stehen bleiben, welche das eingeschüttete Gut bei der Drehung der Trommel - emporheben und nach einwärts in die schraubenförmigen Kammern der Trommel gleiten lassen. Das Einfüllen des Schüttgutes in die Trommel geschieht durch einen Ausschnitt 17 im un tern Teil der Wandung des kegelförmigen Ansatzes 16. Damit sich im untern Teil der Trommel, in welchen das Schüttgut einfällt,.
nicht zu viel Material ansammelt und von rechts her kein Material in diesen Raum fal len kann, besitzt der Kegelmantel des An satzes 16 bei, der rechten Ausschnittskante der Einfüllöffnung 17 eine tangential ange setzte oder ausgebogene Flosse 25 (Fig. 3), die sich in radialem Abstand von der Achse so weit erstreckt, dass die Zungen 19 der Förderbleche 5 gerade noch an der Flosse ' vorbeigehen können. Die untere Kante der Flosse 25 ist mit der rechtsseitigen Aus schnittkante der Einfüllöffnung 17 durch eine Abschlusswand 26 verbunden.
Die Zun gen 19 der Bleche 5 nehmen unterhalb der Flosse 25 das eingeschüttete Material nach links mit, so dass sich links neben der Flosse 25 immer eine Mulde im eingeschütteten Ma terial bildet, sobald nur eine Zunge 19 den Materialhaufen passiert hat. Es wird dadurch eine Überfüllung mit Material an der Ein- schüttöffnung verhindert. Durch die Zungen 7.9 mitgenommenes und von oben teilweise wieder zurückfallendes Material wird rechts von der Einschüttöffnung durch die Zungen 19 der Mitnehmerbleche und durch die Flosse 25 abgehalten.
Die Flosse kann auch dadurch gebildet werden, dass die Kegelwandung des Ansatzes 16 auf dem Teil, der die Einschütt- öffnung 17 besitzt, schneckenförmig eingezo gen ist, so dass sich die Abweisflosse am übri gen, kreisrunden Teil des Umfanges des An satzes 16 bildet. Die Wirkung ist völlig die gleiche.
. Die hintere Seite des Deckels besitzt einen rahmenförmigen, erhöhten Teil 27 und darin einen rechteckigen Ausschnitt 28. Der obere Rahmenteil 27 ladet ein wenig weiter aus als der untere, und an der obern Ausschnitt kante ist mittelst Scharnier 29 eine Türe. 30 pendelnd angehängt, die sich durch ihr Schwergewicht in die senkrechte Hängelage einzustellen. sucht und gegen die Innenseite des Ausschnittrandes anlegt.
Wird das Ein schüttgut aus einem Gefäss 31 in die Trommel entleert, so wird mit dem Gefäss gegen die Türe 30 gestossen und diese dadurch nach in nen in die in Fig. 1 punktiert dargestellte Lage geschwenkt. Sobald das Einschüttge- fäss 31 entfernt wird, fällt die Türe nach aussen wieder zu. Innerhalb der untern Aus schnittkante der Erhöhung 27 sind, zwei Auf lager 32 angebracht, gegen welche das Ein- schüttgefäss 31 beim Entleeren gestützt wer den kann.
An der Innenseite des Deckels ist eine Abdichtung gegen den Rand der Trommel wandung vorgesehen. Dieselbe besteht aus einem ringförmigen Dichtungsstreifen 33 aus Leder, Federmetall oder anderem Material, welcher an seinem -äussern Randteil mittelst eines Flacheisenringes 34 an der Innenseite des Deckels befestigt ist. (Fig. 4). Innerhalb des befestigten Teils des Ringstreifens 3$ ist unter denselben ein Ring 35 mit schräger Pressfläche geschoben und am Deckel befe stigt.
Dieser Ring drückt den Ringstreifen 33 von der Deckelfläche ab und zwingt ihn in eine gegen den Rand der Trommelwandung gerichtete Ausbauchung. Am Ende der Trom melwandung 1 ist ein Schleifring 36 befe stigt, gegen welchen sich der innere Rand des Dichtungsringes 33 legt. Der Dichtungs ring erhält dadurch einen Z-förmigen Quer schnitt und federnde Wirkung. Eine be stimmte Höhe des Dichtungsringes und da durch ein bestimmter Dichtungsdruck dessel ben kann durch Anschlagschrauben am Dek- kel, welche gegen Widerlager am Fahrzeug gestell stossen, eingestellt werden.
Die Fede rung des -Dichtungsringes kann erhöht wer den, indem unter den Dichtungsstreifen 37 ein Gummiring 38 geschoben wird, wie die Fig. 5 zeigt. Dieser Gummiring wird durch einen Winkelring 39 gegen den Dichtungs- ringstreifen gepresst. Der Schleifring' an der Trommel kann an dem Rande derselben mit einem Flansch 40 vorstehen und der Dich tungsring 37 um diesen Flansch greifen, um ein Einfallen von Schüttgut unter den Dich tungsring zu verhüten.
Zum Öffnen und Schliessen des Deckels dienen zwei Stangen 41 und 42, die am un tern Teil des Deckels an zwei mit demselben verbundenen Schienen 43 und 44 aasgelenkt sind und mit einem Quersteg 45 in Verbin dung stehen, der auf. einer Spindel 46 ver- schraubbar ist. Die Spindel 46 trägt an ihrem einen Ende ein Kegelrad 47, in welches ein Kegelrad 48 eingreift, das sich am Ende einer .Kurbelwelle befindet. Durch Drehen an der Kurbel 49 kann der Deckel zwecks Entlee rung der Trommel nach auswärts geschwenkt werden, wie in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist.
Unterhalb des Deckels ist am Fahrzeug gestell ein Fusshebel 50 angebracht, der mit einem Gestänge 51 in Verbindung steht, das zum Wechselgetriebe 6 für den Antrieb der Trommel führt. Das Gestänge steht unter Federwirkung 52, welche es nach vorn zieht. Am Ende des Gestänges 51 ist ein Mit nehmer 53 befestigt, welcher hinter das Aus rücklager 54 für das Wechselgetriebe greift. Wird auf den Fusshebel 50 gedrückt und da durch die Stange 51 nach hinten gezogen, so nimmt der Mitnehmer 53 das Ausrücklager 54 mit und schaltet das Wechselgetriebe aus. Beim Loslassen des Fusshebels 50 - gleitet die Stange 51 samt dem Mitnehmer 53 zurück, ohne das Ausrücklager 54 mitzuneh men.
Dieses sitzt fest auf der Schaltstange 9 und kann mittelst des Schalthebels 8 vom Führersitz aus unabhängig von der Schalt vorrichtung 50 wieder eingestellt werden.