CH126587A - Verfahren zur Herstellung gewalzter und gepresster, haltbarer und nicht auswitternder Seifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gewalzter und gepresster, haltbarer und nicht auswitternder Seifen.

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CH126587A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/14Shaping
    • C11D13/18Shaping by extrusion or pressing

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Description


  Verfahren zur Herstellung gewalzter und gepresster, haltbarer und nicht  auswitternder Seifen.    Es ist bereits bekannt, haltbare und nicht       auswitternde    Seifen so herzustellen, dass man       neutralfettfreie    Fettsäuren mit der einfachen  bis höchstens doppelten der zur     Verseifung     theoretisch     notwendigen    Menge an pulver  förmiger,     kalzinierter,    bis höchstens dreissig  Prozent ihres Gewichtes Feuchtigkeit ent  haltender Soda innig mischt, bis eine voll  ständig gleichförmige Seifenmasse entstanden  ist. Auch ist es bekannt, solchen Seifen Fett  lösungsmittel zuzusetzen.  



  Es wurde nun ermittelt, dass, wenn man  zu einer solchen,     gewünschtenfalls    auch Fett  lösungsmittel enthaltenden -Seifenmasse, und  zwar auch schon dann, wenn die     Verseifung     noch nicht ganz vollendet ist, auf anderem  Wege erhaltene Seife hinzusetzt, man eine  Seifenmasse erhält, die sich leicht zwischen       Walzen    in Bandform bringen und dann zu  Riegeln und Stücken     verpressen    lässt. Man  erhält so Seifenstücke, die sich lange halten,  die sich durch ein fast völlig gleich blei  bendes Gewicht auszeichnen, selbst bei län  gerem Lagern nicht unansehnlich werden  und sogar zum     Beispiel    in den Tropen ihre  Form nicht verändern.

   Um Seife mit solchen    Eigenschaften herzustellen, war es bisher  nötig, die auf irgendeinem Wege hergestellte  Seife erst zu trocknen, ehe man sie walzte  und presste. Der Vorteil vorliegender Erfin  dung besteht also darin, hierbei das umständ  liche und teure Trocknen der Seife zu er  sparen.  



       Beispiel   <I>1:</I>  <B>1000</B> kg über 99%ige     Palmkernölfettsäure     oder     Kokosölfettsäure    wird mit 360 kg     kal-          zinierter    Soda versetzt, worauf man eine  gleichmässige Masse erhält, die sich nach  einiger Zeit durch     Selbsterwärmen        verseift.     Bevor dieser     Verseifungsprozess    vollständig  zu Ende geführt und bevor die Masse voll  ständig fest geworden ist, pumpt man 700  bis 800 kg flüssige, aus Talg oder Knochen  fett bereitete Kernseife hinzu und erhält so       bei    geeignetem Rühren oder Mischen schon  nach kurzer Zeit eine fast homogene Seife,

    die sich zwischen Walzenmühlen schon nach  einer Stunde bändern lässt. Diese Bänder las  sen sich entweder unmittelbar oder nach  kurzem Lagern durch     Strangpressen    zu Strän  gen formen und alsdann auf gepresste Stücke  weiter aufarbeiten.           Beispiel   <I>2:</I>  1000 kg eines über 99 % gespaltenen     Ge-          misches,        bestehend    aus:  30 %     Palmkernölfettsäure,     30 %     Palmölfettsäure,     40 % Talgfettsäure  werden mit 350 kg     kalzinierter    Soda bei 30  bis 35  angerührt.

   Die Masse ist zuerst ganz  dünnflüssig und vollständig gleichmässig zu  sammengesetzt,     erwärmt    sich nach kurzer  Zeit und wird alsdann fest, worauf die Tem  peratur auf 60 bis 65  steigt. Nach einigen  Stunden ist die     Verseifung    vollendet und  die Masse bei 40 bis 50  C in destilliertem  Wasser klar löslich; sie wird hierauf in  Mühlen möglichst fein gemahlen und als  dann mit flüssiger oder fester     Kernseife    ver  mischt.

   Zu diesem Zwecke trägt man in eine  Mischmaschine 400 kg flüssiger     Kernseife    ein  und fügt allmählich 600 kg des     vorerwähnten     gemahlenen     Pulvers    hochprozentiger Seife     ein.     Nach 5, höchstens 10 Minuten hat man be  reits ein     ganz    gleichmässiges Erzeugnis. Dies  wird durch einmaliges Durchlaufen zwischen  Walzen gebändert und ergibt beim Pilieren  vollständig gleichmässige Stränge, die in  ihrem Äussern nicht den geringsten Unter  schied gegenüber den üblichen Feinseifen  strängen zeigen. Sie lassen sich leicht schnei  den und pressen und stehen alsdann auch in  der Haltbarkeit den Feinseifen nicht nach.    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B>  1.

   Verfahren nach Patentanspruch, dadurch  gekennzeichnet, dass man die aus neutral  fettfreien Fettsäuren und höchstens 30  ihres Gewichtes Wasser enthaltender Soda  erhaltene Seifenmasse     vermahlt    und ihr  auf anderem Wege erhaltene Seife zusetzt,  sodann die so erhaltene Masse zwischen  Walzen in Bandform     bringt    und dann zu  Riegeln und Stücken     verpresst.     



  2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch  gekennzeichnet, dass man dem Reaktions  gemisch aus     neutralfettfreien    Fettsäuren  und höchstens W%     ihres    Gewichtes Feuch  tigkeit enthaltender Soda, ehe eine völlig  gleichförmige     Seifenmasse        entstanden    ist,  auf anderem Wege erhaltene Seife zu  setzt, sodann die so erhaltene Masse zwi  schen Walzen in Bandform     bringt    und  dann zu Riegeln und Stücken     verpresst.     



  3. Verfahren nach Patentanspruch, -dadurch  gekennzeichnet, dass man die höchstens  30 % ihres Gewichtes Wasser enthaltende  Soda auf ein Gemisch von     neutralfett-          freien    Fettsäuren und Fettlösungsmitteln  einwirken lässt und dem     Reaktionsgemisch     nach Beendigung des     Verseifungsvorgan-          ges    und nach Vermahlen auf anderem  Wege erhaltene Seife zusetzt, sodann die  so erhaltene Masse zwischen Walzen<B>-</B>in  Bandform     bringt    und dann zu Riegeln und  Stücken     verpresst.     



  4. Verfahren nach     Patentanspruch,    dadurch  gekennzeichnet, dass man die höchstens  30 % ihres Gewichtes Wasser enthaltende  Soda auf ein Gemisch von     neutralfettfreien     Fettsäuren und Fettlösungsmitteln ein  wirken lässt und dem     Reaktionsgemisch,     schon ehe eine völlig gleichförmige Seifen  masse entstanden ist, auf anderem Wege  erhaltene Seife zusetzt, sodann die so     cr-          haltene    Masse zwischen Walzen in Band  form     bringt    und dann zu Riegeln und  Stücken     verpresst.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung gewalzter und gepresster, haltbarer und nicht auswitternder Seifen, dadurch gekennzeichnet, dass man neutralfettfreie Fettsäuren mit der einfachen bis höchstens doppelten der zur Verseifung theoretisch notwendigen Menge an pulver förmiger, kalzinierter, bis höchstens 30 ihres Gewichtes Feuchtigkeit enthaltender Soda innig mischt, bis eine vollständig gleich förmige Seifenmasse entstanden ist, und dass die so erhaltene Seife mit auf anderem Wege erhaltener Seife vermischt, die Mischung zwi schen Walzen in Bandform gebracht und dann zu Riegeln und Stücken verpresst wird.
CH126587D 1926-10-25 1926-10-25 Verfahren zur Herstellung gewalzter und gepresster, haltbarer und nicht auswitternder Seifen. CH126587A (de)

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