CH126676A - Verfahren zur Gewinnung eines als Schutz- und Heilmittel verwendbaren, Antigen enthaltenden, antituberkulösen Vaccins aus drüsigen Organen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines als Schutz- und Heilmittel verwendbaren, Antigen enthaltenden, antituberkulösen Vaccins aus drüsigen Organen.

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CH126676A
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    • A61K39/00Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/02Bacterial antigens
    • A61K39/04Mycobacterium, e.g. Mycobacterium tuberculosis

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Description


  Verfahren zur Gewinnung eines als Schutz- und Heilmittel verwendbaren, Antigen  enthaltenden, antituberkulösen     Yaccins    aus     drüsigen    Organen.    Nach vorliegender Erfindung     kann    man  ein wertvolles, als Schutz- und     Heilmittel     verwendbares, Antigen enthaltendes, anti  tuberkulöses     Vaccin    aus     drüsigen    Organen  erhalten.

   Nach dem Verfahren gemäss der  vorliegenden Erfindung wird dies dadurch  erreicht, dass man eine in üblicher Weise aus  solchen Organen gewonnene     Zellaufschwem-          mung    stark einfrieren und nach genügender       Kältewirkung    wieder auftauen     lässt,    worauf  man den     Zellsaft    filtriert und auf Tuberkel  bazillen einwirken lässt.

   Als geeignete Organe  haben sich für die Herstellung dieses     Vac.     eins insbesondere Milz und     Thymus    erwiesen;  auch Leber und andere Organe sind hierzu       brauchbar,    doch werden nach den bisher vor  liegenden Erfahrungen -die besten Ergebnisse  mit den     Zellsäften    aus Milz und     Thymus    er  zielt. Die Präparate bewähren sich     haupt-          siichlich    bei Infektionskrankheiten und kön  nen sowohl zu Schutz- als auch zu Heil  zwecken Verwendung finden.  



  Durch längere Einwirkung des Saftes  auf die Bakterien können diese zur     Abtötung       gebracht werden; bei kürzerer Einwirkung  werden sie     avirulent.     



  Durch das     Einfrierenlassen    der     Zellauf-          schwemmung    wird eine bessere Aufschliessung  des     Zellmaterials    erreicht.    <I>Beispiel:</I>    Milz wird unter sterilen Bedingungen ent  häutet, die Pulpa von den Trabekeln abge  schabt und die zurückbleibende, weiche, brei  artige Masse mit etwa der gleichen Menge  sterilem Glassand verrieben.

   Während des       Verreibens    gibt man nach und nach auf eine  mittelgrosse Milz etwa 50     cms    einer     1/2        %igen          Carbol-Kochsalzlösung    (physiologische Koch  salzlösung     +        1/2    %     Ca_rbolsäure)    hinzu,     lösst     das Extraktionsmittel im Eisschrank einige  Stunden einwirken und :das Gemisch dann  mindestens 24 Stunden lang stark einfrieren,  so dass der Milzbrei fest gefroren ist. Hierauf  lässt man auftauen und filtriert. Der klare       Milz-Zellsaft    ist fleischfarben bis dunkel  braun.

        In 10 cm' des so hergestellten     Zellsaftes     wird 1     mgr    virulenter Tuberkelbazillen  kultur eingesät. In gut verschlossenen     Kölb-          chen    wird die Mischung im Schüttelapparat  gut     gesehüttelt,    worauf sie vier Wochen lang  bei     37     im Thermostaten verbleibt. Der Er  reger ist dann sicher abgetötet     (Meerschwein-          chen-Kontrollversuch).    Das antituberkulöse       Vaocin    ist damit fertig.

   Vor der Anwendung  beim Tier oder Menschen zu Schutz- oder  Heilzwecken wird die Mischung von neuem  im Schüttelapparat mindestens eine Stunde  lang geschüttelt     und    dann in sterile Ampullen  abgefüllt.  



  Der Impfstoff ist     .eine    milchig aussehende  Emulsion, in der .die Tuberkelbazillen sehr  fein verteilt sind. Die Struktur des Erregers  hat sich erheblich geändert; seine Wachshülle  ist zum Teil     abgebaut,    er ist nicht mehr so       säurefest    und hat vielfach die     Granulaform     angenommen.  



  Analog, wie     oben    beschrieben, kann das  antituberkulöse     Vaccin    auch unter Verwen-         dung    von     Thymus        und    andern     drüsigen    Or  ganen gewonnen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines als Sohutz- und Heilmittel verwendbaren, An tigen enthaltenden, antituberkulösen Vaccins ,aus drüsigen Organen, dadurch gekennzeich net, dass man eine aus solchen Organen er haltene Zellaufschwemmung stark einfrieren und nach genügender Kälteeinwirkung wie- der auftauen lässt, worauf man den filtrierten Zellsaft auf Tuberkelbazillen einwirken lässt.
    Der Impfstoff ist eine milchig aussehende Emulsion, in der die Tuberkelbazillen sehr fein verteilt sind. Die Struktur des Erregers hat sich erheblich geändert; seine Wachs hülle ist zum Teil abgebaut, er ist nicht mehr so säurefest und hat vielfach die Granuhq- form angenommen.
CH126676D 1925-12-16 1926-11-10 Verfahren zur Gewinnung eines als Schutz- und Heilmittel verwendbaren, Antigen enthaltenden, antituberkulösen Vaccins aus drüsigen Organen. CH126676A (de)

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CH126676D CH126676A (de) 1925-12-16 1926-11-10 Verfahren zur Gewinnung eines als Schutz- und Heilmittel verwendbaren, Antigen enthaltenden, antituberkulösen Vaccins aus drüsigen Organen.

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