CH126794A - Einrichtung zum Nassbehandeln von auf Spulen aufgewickelten Textilfäden, insbesondere von Kunstseidenfäden. - Google Patents
Einrichtung zum Nassbehandeln von auf Spulen aufgewickelten Textilfäden, insbesondere von Kunstseidenfäden.Info
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Description
Einrichtung zum Nassbehandeln von auf Spulen aufgewickelten Textilfäden, insbesondere von Kunstseidenfäden. Es sind Haspel und Spulen mit veränder lichem Umfang bekannt, auf denen die auf einer Anzahl Tragstäbe (Längsstäbe) auf liegende Bewicklung, zwecks Nassbehandlung, dadurch gelockert wird, dass diese Tragstäbe radial einwärts bewegt werden. Ausser der gemeinschaftlichen Einwärtsbewegung der Tragstäbe ist vorgeschlagen worden, diese Tragstäbe abwechselnd ein- und auswärts zu bewegen, nämlich die geradzahligen Trag stäbe miteinander und die ungeradzahligen Tragstäbe miteinander, zwecks besseren Zu trittes der Behandlungsflüssigkeit in alle Teile der Bewicklung.
Bei beiden Ausfüh rungsarten ist jedoch der lediglich auf Trag stäben aufliegenden Bewicklung kein genü gend starker Angriff an ihrem Tragkörper gegeben, um zum Beispiel Gewähr gegen 'Gleiten derBewicklung beimDrehen desTrag- körpers zu bieten, wodurch bei feinerem Ma terial, wie zum Beispiel Kunstseide, die Ge fahr der Beschädigung der Bewicklung bezw. des Zerreissens des Fadens besteht.
Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Einrichtung zum Nassbehandeln von auf Spulen aufgewickelten Textilfäden, insbeson dere von Kunstseidenfäden, bei welcher, zur Beseitigung des erwähnten bisherigen Nach teils Mittel vorgesehen sind, welche es er möglichen, die vom Faden auf der Spule ge bildete Bewicklung in lockerem Zustande durch Auswärtsbewegung nur teilweise vom Spulenmantel abzuheben, so dass zwischen Spulenmantel und Bewicklung ein Leerraum gebildet wird, zwecks Ermöglichung des Durchdringens der Behandlungsflüssigkeit durch die Bewicklung.
Da die Bewicklung jeweils nur zum Teil vom Spulenmantel abgehoben wird, wird in" einfacher Weise ein die Bewicklung an ihrem Tragkörper sichernder guter Angriff der Bewicklung gewährleistet, bei der Möglich keit gleichmässigen Durchdringens der Be handlungsflüssigkeit durch alle Teile der Be- wicklung.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist ein Schnitt eines ersten Bei spiels; Fig. 2 ist eine dazu rechtwinklig ver setzte Darstellung mit teilweisem Schnitt nach II II der Fig. 1; Fig. 3 ist ein Schnitt eines zweiten Bei spiels; Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach IV-IV der Fig. 3.
Beim Beispiel gemäss Fig. 1 und 2 be zeichnet 1 den Mantel der einzelnen Spule, die sechs auf den Umfang verteilte Längs schlitze hat für den Durchtritt je eines Längsstabes 2, welcher auf der Innenseite des Spulenmantels eine Sohle 3 und auf der Aussenseite desselben Vorsprünge 4 aufweist, zwecks Sicherung an der Spule. Die Längs stäbe 2 sind in den Schlitzen des Spulen mantels 1 nach Massgabe des zwischen der innern Sohle 3 und den äussern Vorsprüngen 4 vorhandenen Abstandes radial verschiebbar. Der Spulenmantel ist gelocht, so dass Flüs sigkeit durch den Mantel hindurchtreten kann.
Auf die Spulen ist bei auswärts beweg ten Längsstäben 2, die hierbei durch beson dere Mittel in ihrer relativen Lage zum Spulenmantel 1 gesichert sind, je eine Be- wicklung A aufgebracht worden, welche nur auf den Längsstäben aufliegt, ähnlich wie bei einem Haspel. Nach Freigabe der Längs stäbe 2 und hierbei infolge der Spannung der Bewicklung bewirktemEinwärtsbewegen die ser Längsstäbe wird die Bewicklung auf der Spule gelockert, wobei sie auf dem Spulen mantel 1 Auflage findet.
In der Folge wird die einzelne Spule bei Benutzung der in Fig. 1 und 2 dargestellten Hilfsvorrichtung, auf einen Zylinder 5 von kleinerem Durchmesser aufgeschoben. Der Zylinder 5 besitzt an den Stirnseiten je eine Näbe 6 bezw. 7 zur Lagerung des Zylinders auf zwei gleichachsigen Spindeln 8 und 9, von denen die erste mittelst einesAnfassknap- fes 10 entgegen dem Einfluss einer Druck federn 11 zurückgezogen werden kann, zwecks Wegnahme des Zylinders 5 aus seiner Lage rung, wenn eine Spule aufgeschoben oder, nach stattgefundener Behandlung mit Flüs sigkeit, abgenommen werden soll.
Die Spin- del 9 überträgt die ihr durch ein Schnecken getriebe 12 gegebene Drehung mittelst eines Vierkants auf den Zylinder 5. Der Zylinder der 5 befindet sich in einem zur Aufnahme einer Anzahl solcher Zylinder eingerichte ten Behälter 13, welcher eine entsprechende Anzahl von Flüssigkeitszuleitungen 14 auf weist, die senkrecht über den Lagerstellen der Zylinder sind. 15 ist eine Riemenscheibe (Fig. 2) für den Antrieb der Getriebe 12.
Die auf die Zylinder 5 aufgeschobenen S <B>2</B> pulen werden infolge Adhäsion von den angetriebenen Zylindern mitgedreht. Die an dem Spulenmantel 1 vorgesehenen Längsstäbe; 2 kommen nun nacheinander mit der Spulen trommel in Berührung und werden von der selben vorübergehend radial auswärts be wegt.
Hierbei entsteht zwischen der strecken weise von der Spulentrommel abgehobenen Bewicklung A und der Trommel ein Leer raum 16, der am grössten ist, wenn der ein zelne Längsstab 2 auf dem Scheitel des Zy linders 5 angekommen ist, das heisst sich senkrecht unter der betreffendenFlüssigkeits- zuleitung 14 befindet. Die aus Löchern aus der Leitung 14 ausströmende Flüssigkeit, zum Beispiel Wasch- oder Bleichflüssigkeit, kann dabei die Bewicklung ganz und gar durchdringen bezw. umspülen, so dass die selbe von ihr durchweg gleichmässig beein flusst wird.
Von der erläuterten Hilfsvorrichtung un terscheidet sich diejenige gemäss Fis. 3 und 4 dadurch, dass zur Aufnahme der Spule zwei Scheiben 17 und 18 dienen und die Spule um einen ortsfesten Ausleger 19 herumgedreht wird, durch welchen die Längsstäbe 2 der Spule nacheinander vorübergehend aus dem Spulenmantel 1 radial auswärts bewegt wer den. Die Scheibe 17 bildet hier ein Stück mit der entgegen dem Einfluss der Druck feder 11 zurückziehbaren Spindel 8, wodurch ermöglicht ist, die Spule zwischen die Scheiben 17 und 18 einzuspannen oder, nach erfolgter Behandlnug mit Flüssigkeit, herauszunehmen. Die Spindel 9 ist hier orts fest und trägt den Ausleger 19.
Auf der Spindel 9 sitzt drehbar die Mitnehmerscheibe 18, welche durch eine Büchse 20 mit dem auf derselben Spindel angeordneten, einen Teil des Schneckengetriebes 12 gekuppelt ist, welches den Antrieb der Spule vermittelt. Bei in Drehung befindlicher Spule gleiten deren Längsstäbe 2 über den Ausleger 19 hinweg, wobei sie durch denselben vorüber gehend an der Spulentrommel 1 auswärts be wegt werden.
Es wird bei beiden Ausführungsbeispie len ein guter Angriff der zwecks Nassbehan- delns gelockerten Bewicklung auf der als Tragkörper dienenden Spule gewährleistet, indem die Bewickung nur teilweise vom Spu lenmantel abgehoben wird. Das teilweise Ab heben der Bewicklung von der Spule unter Bildung eines Leerraumes zwischen Spulen mantel und Bewicklung für den Durchtritt von Behandlungsflüssigkeit könnte zum Bei spiel auch durch Auswärtsbewegen der Längsstäbe, wenn diese in Tieflage gehen, erfolgen, wobei man die Bewicklung mit ihrem untern Scheitel in ein Flüssigkeitsbad eintauchen lassen würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Nassbehandeln von auf Spulen aufgewickelten Textilfäden, insbeson dere von Kunstseidenfäden, gekennzeichnet durch Mittel, welche es ermöglichen, die vom Faden auf der Spule gebildete Bewicklung in lockerem Zustande durch Auswärtsbewe gung nur teilweise vom Spulenmantel ab zuheben, so dass zwischen Spulenmantel und Bewicklung ein Leerraum gebildet wird, zwecks Ermöglichung des Durchdringens der Behandlungsflüssigkeit durch die Bewick lung. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an der Spule Längsstäbe vorgesehen sind, welche durch besondere Mittel aufeinanderfolgend aus uvärtsbewegt werden können, so dass die lockere Bewicklung streckenweise vom Spulenmantel .abgehoben werden kann. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Aus wärtsbewegung der einzelnen Längsstäbe aus dem Spulenmantel heraus ein Auf lagekörper vorgesehen ist, auf den die Längsstäbe der Spule nacheinander auf laufen. 3.Einrichtung nach Unteranspruch :2, da durch gekennzeichnet, dass der für die Auswärtsbewegung der Längsstäbe aus dem Spulenmantel heraus vorgesehene Auflagekörper ortsfest ist. . Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der für die Auswärtsbewegung der Längsstäbe aus dem Spulenmantel heraus vorgesehene Auflagekörper drehbar und zur Spule eg- zent.risch ist.
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