Ordner für Briefe, Akten etc. Es sind bereits Ordner für Briefe, Akten etc. mit aufrecht stehenden Aufreihröhrchen und mit einer parallel zu den Aufreihröhr- chen angeordneten Führung für einen Um stülpbügel bekannt geworden, der nach dem Heraustreten aus den Aufreihröhrchen etwa um 90 Grad umgeklappt werden kann.
Von den bekannten Ordnern dieser Art unterscheidet sich der Gegenstand der Er findung dadurch, dass die Aufreihröhrchen kippbar an einem der Oirdnerdeckel sitzen während der ösenförmig abgebogene Mittel teil des Umstülpbügels zwischen den ihm freien Spielraum gewährenden Parallelwän den einer parallel zu den Aufreihröhrchen vorgesehenen Führung gleitbar und unter Vermittlung von Ausschnitten umklappbar angeordnet ist.
Man kann so bei zweckmässi ger Ausführung erreichen, .dass nach dem Herausziehen des Umstülpbügels .aus den Aüfreihröhrchen durch das Eigengewicht der geteilten Ordnerfüllung ein Öffnen der Ordnermechanik erfolgt, während entweder durch Fingerdruck auf den Kopf der Füh- rung oder durch Zuklappen des obern Dek- kels des Ordners, beziehungsweise durch diese beiden Handhabungen gemeinsam, ein Schliessen der Ordnermechanik bewirkt wer den kann.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der umlegbare Umstülp= bügel infolge einer schlaufenartig ausgebil deten, an dem aus einem die beiden Parallel wände verbindenden Bogenstück bestehenden Führungskopf angeordneten, dabei über die äussere Parallelwand dieser Führung über ragenden Kröpfung bis etwa um 180 um geklappt werden, beziehungsweise sich um diesen Betrag selbsttätig umlegen, nachdem er aus den Aufreihröhrchen herausgezogen ist.
Dies wird dadurch erleichtert, dass einer seits die beiden Parallelwände der Führung für den Umstülpbügel nicht nur oben durch die erwähnte schlaufenartige, die äussere Pa rallelwand überragende Kröpfung verbunden, sondern d.ass' auch anderseits die das Um legen des Umstülpbügels zulassenden Aus schnitte unterhalb dieser gröpfung in einem bestimmten Abstande von ihr angeordnet sind, um beim Umklappen des Umstülpbügels ein Anlegen desselben an die Aussenseite der äussern Parallelwand der Führung zu er möglichen, derart,
dass in der Ordneroffen lage die Aufreihstifte eine ungefähr senk rechte Lage einnehmen können. Ferner kann, falls erwünscht, der untere Teil der Kröpfung an seiner Innenseite eine geneigte Ebene bilden, um ein selbsttätiges Zurück gleiten des ösenförmigen Mittelteils des Um stülpbügels behufs leichter Herbeiführung der Ordnerverschlussl:age zu unterstützen.
Der Erfindungsgegenstand ist auf den Zeichnungen in drei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Ausführungsform der Ordner mechanik in geschlossenem Zustande, schau- bildlich" mit aufgeklapptem USrdnervorder- deckel, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 die Ordnermechanik, halb geöffnet, mit umgekippten Aufreihern,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 3, Fig. 5 die Ordnermechanik, ganz geöffnet, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 5 mit einem das Schliessen veran schaulichenden Finger, Fig. 7 eine andere Ansicht der Ordner mechanik, geöffnet, Fig. 8 eine andere Ansicht der geschlos senen Mechanik, Fig. 9 eine abgeänderte Ausführungsform der Ordnermechanik, geschlossen, schaubild lich,
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 9; Fig. 11, 12 und 13 zeigen die Ordner mechanik in etwas grösserem Massstabe, schaubildlich. Fig. 11 betrifft die Ausfüh rungsform nach Fig. 9 und 10 bei Hochstel lung des Umstülpbügel-Mittelteils; Fig. 12 und Fig. 13 betreffen eine dritte Ausfüh rungsform bei Mittelstellung und bei um geklappter Lage des Umstülpbügels auf der Führungsaussenwand;
Fig. 14 veranschaulicht die Ordnermecha nik nach Fig. 12 und 13 geöffnet, Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 14, während Fig. 16 die Gesamtanordnung der zwei ten Ausführungsform zeigt, wobei zur Her beiführung der Verschluss'lage der Ordner rücken mit einer Hand angehoben wird, um den Vorderdeckel auf den Hinterdeckel zu klappen.
Die Ordnermechanik 1 ,der ersten Ausfüh rungsform (Fig. 1 bis 8) ist an dem untern Deckel 2 so angebracht, dass der Ordner rücken 3 und obere Deckel 4 für die un gehinderte Benutzung frei bleiben. Die Grundplatte 5 der Ordnermechanik sitzt demgemäss an dem untern Deckel 2 (bei be hördlich gewünschter Linksheftung an dem obern Deckel 4) und ist mit Scharnieren 6 und 6a mit der Platte 7 verbunden. Auf die ser Platte 7 sind die Aufreihröhrchen 8 und 9, sowie ein als Führung .ausgebildetes Glied 10 parallel zu den Aufreihröhrchen fest an geordnet.
Diese Führung 10 besteht im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen nur aus den zwei parallelen Wänden 11, 15, die oben durch ein Bogenstück zusammenhängen und zwischen denen ein genügender Spielraum 20 für den darin gleitenden, etwa ösenförmigen Mittelteil 19 des Umstülpbügels 18 vorhan den ist. Diese parallelen Wände 11, 15 sind ausserdem mit Ausschnitten 12, 13 versehen.
Ferner ist an der Wand 11 eine warzen- artige Erhöhung 14 angeordnet, die die Be wegung des Umstülpbügels 18 nach unten begrenzt, über welche Erhöhung 14 der ösen- förmig gebildete Umstülpbügel-Mittelteil 19 nur federnd hinweggleiten kann und dann in seiner Tieflage verriegelt ist. Nach oben wird die Gleitbewegung des Umstülpbügel- Mittelteils 19 durch die bogenförmige Ver bindung der beiden Parallelwände 11, 15 mit den Ausschnitten 12, 13 begrenzt.
Dort tritt der Bügelteil 19 in diese Ausschnitte 1:2, 13 ein und kann sich, je nach Form gebung dieser Ausschnitte 12, 13 umlegen. Hierdurch kann die Ordnermechanik leicht geöffnet und ebenso leicht durch Zuklappen des Deckels 4 geschlossen werden. Das Schliessen kann auch durch den Druck eines Fingers 22 (Fig. 6) erfolgen oder durch beide Handhabungen gemeinsam.
Dabei wird durch die Führung ein selbsttätiges Zusam mentreffen der Aufreihstifte 16, 17 mit den Aufreihröhrchen 8, 9 erreicht. _ Die Ordnermechanik gemäss der zweiten Ausführungsform (Fig. 9 bis 11) zeigt eine etwas abgeänderte Formgebung der Füh rung 10, indem am Führungskopf 10a eine die äussere Parallelwand 11 überragende, schlaufenartig ausgebildete Kröpfung loh als weitere Ausgestaltung der oben erwähn ten, bogenförmigen Verbindung der Parallel wände 11, 15 vorgesehen ist.
Ferner sind an der Parallelwand 11 die Ausschnitte 12, 13 deren Oberkanten 12a und 13a eine wesent liche Rolle für die Umlegbarkeit des Um stülpbügels 18 spielen - und die oben er- wä.hnte, warzenartig ausgestaltete Erhöhung 14 vorgesehen.
Der Abstand zwischen der Parallelwand 11 und der Parallelwand 15 der Führung 10 gewährt - in gleicher Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 8 - Spielraum 20 für die freie Bewegung des Umstülpbügels 18, der ausser in dem zwischen den Parallelwänden 11 und 15 der Führung 10 belassenen Zwischen raum 20 auch noch in der schlaufenartigen I.röpfung lob hin- und hergleiten kann. Diese Bewegung wird nach oben (Fig. 11) durch die Oberkante 10c der Kröpfung 10'ä begrenzt.
Da der Unterteil derselben Eröp- fung lob an seiner Innenseite eine geneigte Ebene 10d aufweist, erfolgt bei Herbeifüh- rung; der Ordnerverschlusslage ein selbst tätiges Herabgleiten des Umstülpbügels 18 nach unten.
Nach Fig. 12 bis 15 ist der Biigel im Mittelteil aus der Ösenebene (bei 30) abge bogen, und es liegt der ösenförmige Umstülp- bügel-Mittelteil in seiner obern .Stellung etwa über den Ausschnitten 12, 13, derart, dass sich der Umatülpbügel 18 mit seinen die Aufreihstifte 16, 17 tragenden Bügelteilen 18a und 18b - im Gegensatz zur ersten Ausführungsform nach Fig. 1 bis 8,
wo eine Drehung aus der Ebene der Führungs wände nur um etwa 90 Grad erfolgt - bis um etwa 180 Grad drehen kann, wie dieses in Fig. 13 durch Pfeil 23 angedeutet ist. Infolgedessen nehmen dann die Aufreib- stifte 16, 17 und die Aufreihröhrchen 8; 9 eine etwa senkrechte Stellung ein (Fig. 14 und 15). Die gleiche Drehung gestattet die Ausführungsform nach Fig. 9 bis 11.
Das Schliessen der Ordnermechanik mit der Ordnerfüllung 21 wird durch Zuklappen des Ordnervorde-rdeckels 4 auf den Ordner hinterdeckel 2 bei Anheben des Ordner rückens 3 mittelst der Hand 22 (Fig. 1.6) und durch Druck auf den Führungskopf er reicht, wobei gleichfalls - wie bei der ersten Ausführungsform - ein selbsttätiges Zusammentreffen der Aufreihstifte 16, 17 mit den Aufreihröhrchen 8, 9 erreicht wird.
Die in den beigefügten Zeichnungen ver anschaulichten Verwirklichungen zeigen die neuen sogenannten Kippundtipp-Ordner nur in beispielsweisen Ausführungsformen. Es ist klar, da.ss Abänderungen in der Form gebung, in der Ausgestaltung, ebenso wie in der Materialwahl und in den Abmessun gen vorgenommen werden mögen, ohne den Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen.