CH127244A - Verfahren zur Darstellung von mit einem Überzug von Platin versehenen Kontaktmassen für katalytische Zwecke. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von mit einem Überzug von Platin versehenen Kontaktmassen für katalytische Zwecke.

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CH127244A
CH127244A CH127244DA CH127244A CH 127244 A CH127244 A CH 127244A CH 127244D A CH127244D A CH 127244DA CH 127244 A CH127244 A CH 127244A
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Tibor Von Artner
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  Verfahren zur Darstellung von mit- einem Überzug von Platin versehenen Kontakt  massen für     katalytische    Zwecke.    Für die Wirtschaftlichkeit der Schwefel  säureerzeugung nach dem     Platinkontaktver-          fahren    ist es von erheblicher Bedeutung, die  Umsetzung möglichst grosser     Röstgasmengen     mit möglichst geringen Platinmengen zu be  wirken.

   Da man mit den     Platinkontaktmas-          sen,    deren Herstellungsverfahren bekannt ge  worden ist, im allgemeinen nur dann prak  tisch befriedigende Leistungen erhält, wenn  1 kg Platin auf etwa 600 bis 1000 kg in       24h    erzeugten     S0,    verwendet wird, geht das  Bestreben dahin, die Wirkung des Platin  kontaktes derart zu erhöhen, dass pro Ge  wichtseinheit des kostspieligen     Metalles    grö  ssere Mengen an     80.    in der gleichen Zeit  erzeugt werden können.  



  Da man bald richtig erkannte, dass im wesent  lichen nur das an der Oberfläche der Träger  körper abgeschiedene Platin zur Wirkung  gelangen kann,     dagegen    das im Innern po  röser Trägerkörper abgeschiedene Platin nur       geringe    Leistung zeigt, versuchte man auf  verschiedene Weise, dieser Erkenntnis Rech  nung zu tragen. So wurde beispielsweise vor-    geschlagen, Kontaktträger zu verwenden, die  aus einem undurchlässigen Kern (zum Bei  spiel aus gesintertem Ton) und einer auf  gelagerten dünnen, porösen Schicht bestehen,  bei     denen    sich also das Metall bei der     Pla-          tinierung    nur in diesem Überzug abscheiden  kann.

   Indessen zeigten diese Kontaktkörper  nicht den erwarteten Erfolg, vermutlich  weil die dichten Kerne der Teilchen die  gleichmässige Verteilung des Gasstromes be  hindern. Auch andere empfohlene Massnah  men führten nicht zu einem durchschlagen  den Erfolg.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Darstellung von mit einem Überzug von  Platin versehenen Kontaktmassen für kata  lytische Zwecke, bei dem     Platinverbindun-          gen,    welche bei Reduktion metallisches  Platin liefern, in Form von Lösungen auf  eine Trägermasse aufgetragen werden. Nach  dem     erfindungsgemässen    Verfahren wird eine  poröse Trägermasse vor dem Auftragen der  Platinverbindung mit einer     verflüchtigbaren     Flüssigkeit getränkt und sodann getrocknet.

        Es wurde gefunden, dass man zu Platinkö     r-          pern    höchster Leistungsfähigkeit gelangen  kann, wenn man, wie erwähnt, poröse Trä  germassen zunächst mit     einer    geeigneten  Flüssigkeit tränkt, bevor man sie der eigent  lichen     Platinierung    unterzieht. Bringt man  dann diese getränkten Trägerkörperchen  kurze Zeit mit einer Platinlösung in Be  rührung, so kann das aus dieser Lösung auf  genommene Platin nicht in die mit Flüssig  keit gefüllten innern Teile der Massen ein  dringen, besonders, wenn der Behandlung  mit Platinlösung möglichst bald eine rasche  Trocknung und Entfernung der Flüssigkeit       folgt.     



  Als Trägermassen kommen sowohl lös  liche, wie unlösliche in Betracht, zum Bei  spiel poröses     Magnesiumsulfat,    welches durch  Erhitzen von kristallisiertem, wasserhalti  gem     Magnesiumsulfat    erhalten werden kann,  poröse keramische Massen     etc.    Je nach der  Beschaffenheit dieser Massen ist die anzu  wendende     Tränkflüssigkeit        bezw.    die Platin  lösung zu wählen.

   So wird man beispiels  weise für wasserlösliche Trägermassen zweck  mässig Alkohol oder andere organische,     leicht     flüchtige Lösungsmittel verwenden, die an  und für sich keinen schädigenden Einfluss  auf die Masse auszuüben vermögen und de  ren eventueller Wassergehalt sich eben  falls unter der schädlichen Grenze bewegt.  



  Zur     Platinierung    der getränkten, wasser  löslichen Massen werden ebenfalls mit Vor  teil Platinlösungen in organischen, leicht  flüchtigen Lösungsmitteln, zum Beispiel Al  kohol, verwendet. Da die Menge an Flüssig  keit, die bei gleichen Berührungszeiten von  den getränkten Trägermassen aufgenommen  wird, stets annähernd gleich ist, kann man  je nach der     Konzentration    der angewendeten  Platinlösung die jeweils gewünschte Platin  menge auf die     Körperchen    aufbringen.  



  Das Trocknen der mit Platinlösung be  handelten Trägerkörper bei geeigneter Tem  peratur, zur Austreibung der     Tränk-    und  Löseflüssigkeit erfolgt bei Anwendung von  leichtflüchtigen Flüssigkeiten zweckmässig    im Vakuum, gegebenenfalls unter Rück  gewinnung der angewandten Flüssigkeiten.  



  Das in den so hergestellten Kontaktmas  sen aufgebrachte Platin befindet sich im  allgemeinen in Form von Platinverbindun  gen, aus denen es erst - durch Einwirkung  der heissen     S ,--Gase    zu metallischem Platin  reduziert wird, oder auch durch Wärme  wirkung allein, falls nicht schon beim Trock  nen die Temperatur hinreichend hoch getrie  ben wurde, um die Platinverbindungen zu  metallischem Platin zu reduzieren.    Man kann indessen das Platin, auch ohne  die Temperatur so hoch zu treiben, unmittel  bar in metallischer Form auf das Träger  rnaterial aufbringen, wenn man auf die mit  der Platinlösung behandelten Trägermassen  ein geeignetes Reduktionsmittel     einwirken     lässt.

   Dabei kann man die     Tränkung    der  Trägerkörper mit einer eine solche Reduk  tion bewirkenden Flüssigkeit vornehmen und  die damit getränkten Trägerkörperchen  kurze Zeit mit einer Platinlösung in Berüh  rung bringen. Durch Einwirkung der redu  zierenden     Tränkflüssigkeit,    beispielsweise  Formaldehyd     etc.,    auf die Platinlösung tritt,  gegebenenfalls bei der unter     Erwärmung    er  folgenden Trocknung, die Reduktion der  aufgebrachten Platinverbindungen an den       Berührungsflächen    zu metallischem Platin  ein.

   Man kann auch so vorgehen, dass man  die mit einer beliebigen,     verflüchtigbaren     Flüssigkeit getränkten und mit einer Platin  lösung in Berührung gebrachten Träger  körper mit einem Reduktionsmittel, beispiels  weise Formaldehyd, behandelt oder aber die  Platinlösung mit Reduktionsmitteln ge  mischt unter Bedingungen, bei welchen die  Reduktion nicht eintritt, mit den     getränkten          Trägerkörperchen    in Berührung bringt und  hierauf durch Erhöhung der Temperatur  beim nachfolgenden Trocknen die Reduktion  zu metallischem Platin     bewirkt.     



  Die vorstehend beschriebene Erfindung  ist auch für die Herstellung von Platin  kontaktmassen für andere katalytische       Zwecke    geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von mit einem Überzug von Platin versehenen Kon taktmassen für katalytische Zwecke, bei dem Platinverbindungen, welche bei Reduktion metallisches Platin liefern, in Form von Lösungen auf eine Trägermasse aufgetragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine poröse Trägermasse vor dem Auftragen der Platinverbindung mit einer verflüchtigbaren Flüssigkeit getränkt und sodann die TrIger- masse getrocknet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Träger- masse aufgebrachte Lösung der Platin verbindung der Einwirkung eines Re duktionsmittels für diese Lösung ausge setzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verflüchtigbare Tränkflüssigkeit ein Reduktionsmittel für die Platinverbindung enthält. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die verflüch- tigbare Tränkflüssigkeit Formaldehyd enthält.
CH127244D 1926-02-15 1927-02-14 Verfahren zur Darstellung von mit einem Überzug von Platin versehenen Kontaktmassen für katalytische Zwecke. CH127244A (de)

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CH127244D CH127244A (de) 1926-02-15 1927-02-14 Verfahren zur Darstellung von mit einem Überzug von Platin versehenen Kontaktmassen für katalytische Zwecke.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039039B (de) * 1952-09-12 1958-09-18 Universal Oil Prod Co Verfahren zur Herstellung eines bis zu 2% Platin und einen festen Traegerstoff sowiegegebenenfalls 0, 1 bis 8 Gewichtsprozent gebundenes Halogen enthaltenden Katalysators

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039039B (de) * 1952-09-12 1958-09-18 Universal Oil Prod Co Verfahren zur Herstellung eines bis zu 2% Platin und einen festen Traegerstoff sowiegegebenenfalls 0, 1 bis 8 Gewichtsprozent gebundenes Halogen enthaltenden Katalysators

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