CH127271A - Verfahren und Vorrichtung zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen der Erd- oder Mineralöle oder ihrer Destillate durch Destillation unter Druck. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen der Erd- oder Mineralöle oder ihrer Destillate durch Destillation unter Druck.

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CH127271A
CH127271A CH127271DA CH127271A CH 127271 A CH127271 A CH 127271A CH 127271D A CH127271D A CH 127271DA CH 127271 A CH127271 A CH 127271A
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Stransky Dr Siegmund
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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  Verfahren und Vorrichtung zur Spaltung von     Kohlenwasserstoffen    der     Erd-    oder       Hineralöle    oder ihrer Destillate     durch        Destillation    unter Druck.    Es sind     zahlreiche    Verfahren bekannt, die  die durch Destillation unter Druck herbeige  führte Spaltung hochsiedender Kohlenwasser  stoffe zum Gegenstand haben.

   Hierbei wird  vielfach die Anwendung sehr bedeutender  Drucke, bis zu 100 Atmosphären und darüber  hinaus, für erforderlich gehalten. Überdies  vollzieht man diese Spaltungsreaktionen in  der Regel bei recht hohen Temperaturen, so  dass an die für     derartige        Druckdestillations-          verfahren    erforderliche Apparatur begreif  licherweise sehr hohe Anforderungen gestellt  werden.

   Bei Verfahren dieser Art entstehen  ferner durch Verkokung an den Heizflächen  nicht nur     Betriebsschwierigkeiten,    sondern  auch     grosse    Verluste, da     Parallele    mit der  Koksausscheidung eine Zersetzung zu perma  nenten Gasen eintritt und dadurch die Aus  beute an     kondensierbaren    leichtflüchtigen  Spaltungsprodukten verringert     wird.     



  Die vorliegende Erfindung geht von der  Erkenntnis aus, dass die     unerwünschte    Bil  dung von Gasen einerseits und von     Petrol-          koks    anderseits, sich hauptsächlich bei ver-         hältnismässig    hohen Temperaturen einstellt,  wie     flies    etwa auch schon von der     Ölgasfabri-          kation    her bekannt ist. Die Bildung von     Kolis     setzt ganz besonders an den Heizflächen ein,  weil hier die für die     Koksbildung    notwendi  gen     Übertemperaturen    vorhanden sind.

   Durch  den auf der Heizfläche abgelagerten Koks  wird nun die Wärmeübertragung von der  Aussenfeuerung zum Blaseninhalt weiter ver  schlechtert, wodurch     wieder    stellenweise  Übertemperaturen und damit eine noch er  höhte     goksabscheidung        gegeben    ist.  



  Weiterhin beruht die Erfindung auf der  Erkenntnis, dass bei der Druckspaltung höher  siedender     Kohlenwasserstoffe    in niedrig sie  dende vom Benzintypus die Einhaltung von  besonders hohen Temperaturen gar nicht er  forderlich ist. Es handelt sich aber um um  kehrbare Reaktionen, so dass sich ein chemi  sches Gleichgewicht ausbildet, das heisst ein  Zustand, bei welchem sowohl die ursprüng  lichen wie die neugebildeten Stoffe in be  stimmten Mengen zugegen sind, welche sich,  solange die Umstände dieselben bleiben, wei-           ter    nicht ändern. Man hat dieses Gleichge  wicht bisher durch Temperatursteigerung ver  schoben und dadurch das Fortschreiten der  Spaltung erzwungen, dabei aber die Bildung  von gasförmigen Zwischenprodukten und von       Koks    begünstigt.  



  Gemäss der Erfindung     wird    das     Kracken     von     Kohlenwasserstoffen    durch kontinuier  liche Destillation unter Druck, der durch die  Dampfspannung der erhitzten Flüssigkeit  hervorgerufen     wird    und unter     Rückflusskon-          densation,    dadurch bei verhältnismässig nie.

    deren Temperaturen und Drucken bewerk  stelligt, dass man aus dem Dampfraum des       Erhitzungsgefässes    die gebildeten Dämpfe  von gewünschter Flüchtigkeit ständig abströ  men lässt und durch Zufuhr der zur lebhaften  Verdampfung der gebildeten niedrig sie  denden     Kohlenwasserstoffe    erforderlichen  Wärmemengen mit Hilfe grosser Heizflächen,  deren Temperatur die der erhitzten Flüssig  keit nicht erheblich     überschreitet,    eine kon  tinuierliche     Störung    des     Gleichgewichtes     innerhalb der flüssigen Phase hervorruft,

   so  dass die Spaltung unter     Hintanhaltung        einer     zu weit gehenden Zersetzung bei den niedrig  sten Temperaturen und Drucken, die zur Ein  leitung der     Krackung    des jeweilig verarbei  teten Ausgangsmaterials ausreichen, fort  schreitet. Während bei der üblichen     Krak-          kung    die Flammrohre am Schluss 'des Prozes  ses bis zu dunkler Rotglut erhitzt sind, was  einer Temperatur von 500 bis 600   ent  spricht, lässt man die Temperatur beim vor  liegenden Verfahren     zweckmässigerweise     kaum über 400   ansteigen und     kann    diese  bei leicht spaltbaren Ölen weit darunter lie  gen.  



  Dabei hat sich ferner herausgestellt, dass  auch ein weiterer Umstand das Ergebnis der  zersetzenden Destillation, wenn auch nicht  entscheidend, so doch ganz wesentlich beein  flusst, nämlich das Ausmass des     Gasraumes.     Der Flüssigkeitsraum muss gross genug sein,  um die Wärmeabgabe an das     Destillations-          gut    bei mässigen Temperaturdifferenzen zu  sichern.

   Anderseits werden bei     zu        kleinem       Gasraum die Dämpfe der- niedrig siedenden       Anteile    infolge des heftigen Siedens der Flüs  sigkeit mit Nebeln und Tropfen der noch     un-          zersetzten        hochsiedenden    Anteile beladen. Der  günstigste Flüssigkeitsinhalt wird zweck  mässigerweise für jede Apparatur und für je  des Ausgangsgut empirisch     ermittelt    und her  nach während des ganzen Vorganges konstant  aufrecht erhalten.  



  Nun reichen die Heizflächen der üblichen       Destillationsvorrichtungen    aber nicht     aus,    um  dem     Destillationsgut    bei mässigem Tempera  turgefälle jene Wärmemengen zuzuführen,  die erforderlich sind, damit das Gleichgewicht  ohne Übertemperatur nur durch genügend  rasches     Abdestillieren    der gebildeten leicht  flüchtigen     Kohlenwasserstoffe    sozusagen im  Augenblick ihrer Entstehung gestört wird.

    Es sind, in andern Worten, -der Beschleu  nigung des     Destillationsprozesses    bei der  Durchführung des Verfahrens mit den üb  lichen     Arbeitsmitteln    schon dadurch Grenzen  gesetzt, dass die gesamte Masse des     Destilla-          tionsgutes    infolge der     Verdampfungswärme     zu viel Wärme verlieren müsste; die Bildung  der     niedrig    siedenden Anteile würde schon  aus diesem Grunde stark zurückgehen.

   Das  Verfahren lässt sich aber in sehr zweckent  sprechender und einfacher Weise durch Zu  hilfenahme einer im Inneren des     Destilla-          tionsgefässes        angeordneten        elektrischen    Wi  derstandsheizung     verwirklichen,    welche es  beispielsweise durch die Verwendung von       Heizwiderständen    von grosser Oberfläche, die  durch den ganzen Flüssigkeitsraum der De  stillierblase hindurch verteilt sind,     gestattet,     grosse     Wärmemengen    bei geringer Tempera  turdifferenz zwischen     Destillationsgut    und  Heizkörper auf ersteres zu     übertragen.     



  Behufs Erzielung der besten Ergebnisse  empfiehlt es sich, eine derartige     elektrische     Innenheizung zusätzlich mit Hilfsmitteln zur       Hervorrufung    einer Rührwirkung zu kombi  nieren. Durch die Erhitzung des     Destilla-          tionsgutes    an grossflächigen, indem     gesamten     Flüssigkeitsraum     verteilten    Widerständen ge  lingt es, die     Kohlenstoffabscheidung    und      Gasbildung auf ein Minimum zu reduzieren;

    wird überdies die Flüssigkeit während des  Spaltprozesses in rascher     Bewegung    erhalten,  so -dass die in den     Heizwiderständen    ent  wickelte Wärme nach allen     Punkten    so rasch  als möglich abgeführt wird, so kommt der  Vorteil der     Innenheizung    umso kräftiger zur  Geltung, mit dem Ergebnis,     da.ss    die     schliess-          liche    Ausbeute an flüssigen Kohlenwasser  stoffen der Benzinklasse ganz gewaltig er  höht wird.  



  Bei elektrischer Innenheizung ist man  ferner in der Lage, die Reaktion im normalen  zylindrischen Kessel durchzuführen, der kon  struktiv bei geringstem Materialbedarf die  grösste Druckfestigkeit ergibt. Die Reaktions  gefässe können mit einer entsprechenden  Wärmeisolationsschicht völlig umkleidet wer  den, wodurch grosse Ökonomie in der Wärme  zufuhr erzielt wird.  



  Es gelingt so durch Anwendung der  elektrischen Widerstandsheizung in einem  mit einem Rührwerke versehenen     Druckde-          r          stillationsaggregat    das     Destillationsgut    auf  10% Rückstand und weniger einzuengen, wo  bei die überaus geringe Menge des beim Pro  zess gebildeten Kokses in fein     verteilter    Form  als Pulver im Rückstande enthalten ist. Der  Rückstand     kann    nun in kontinuierlichem Be  triebe aus dem Reaktionsgefäss     entfernt    wer  den. Die Gasbildung ist gleichfalls auf ein  Minimum reduziert und     übersteigt    selten 8%  vom Gewichte des     angewendeten    Materials.  



  Das Verfahren kann, wie im folgenden  beispielsweise erläutert wird, derart ausgebil  det werden, dass sich der Betrieb infolge der  peinlichen     Regelbarkeit    der elektrischen       Wärmezufuhr    sozusagen     automatisch    ab  spielt. Durch     thermometrische    Vorrichtungen  und Druckregler können     Druck    und Tempe  ratur in den gewünschten Grenzen konstant  gehalten werden, wodurch sowohl grosse Ar  beitssicherheit, als auch völlige Gleichmässig  keit der Reaktionsprodukte gewährleistet ist.  Das Verfahren gestattet     -die    kontinuierliche  Durchführung auch auf einem einzigen  Aggregat.

   Bei grösseren Anlagen können je-    doch auch zwei oder mehrere Druckapparate  hintereinander geschaltet werden, welche das       Destillationsgut    der Reihe nach durchfliesst.  



  Dank dem beschriebenen Verfahren ist es  möglich, die Druckspaltung höher siedender       Kohlenwasserstoffe    in niedrig siedende von  der Benzinklasse in einer automatisch arbei  tenden     kompendiösen    Apparatur vorzuneh  men, wobei beispielsweise aus galizischem  Gasöl vom spezifischen Gewicht 860 bis  880 Ausbeuten von 60% in den     Siedegrenzen          35    bis<B>170'</B> C erhalten werden. Durch die  Vermeidung jeder     Übertemperatur    bei der Er  hitzung kann .die für das jeweils zu spaltende  Material optimale Reaktionstemperatur leicht  dauernd aufrecht erhalten werden, wodurch  eben grosse Ausbeuten bei konstanter Zusam  mensetzung der Reaktionsprodukte erzielt  werden.  



  Auf der Zeichnung sind     zwei        Ausfüh-          rungsbeisphele    von Vorrichtungen zur Durch  führung des Verfahrens schematisch darge  stellt.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 den zylindrischen  Reaktionskessel, in dem     elektrische    Heiz  widerstände 2 von grosser Oberfläche unterge  bracht sind. Sie werden durch den Transfor  mator 3 gespeist, dem der Strom     über    einen  Potentialregler 4 zufliesst. 5 ist -der Steuer  motor des Potentialreglers, der in     Abhän-          giOlkeit    vom Zustand des Dampfes im Kessel  1     gesteuert    wird.

   Zu diesem Zwecke ist in  den Stromkreis des Steuermotors     ein    Mano  meter 6 eingeschaltet, das unter dem Kessel  druck steht und     den    Steuermotor bei einem  bestimmten Betriebsdruck unbeeinflusst lässt;  steigt oder fällt der Druck, so wird der       Steuermotor    im Sinne einer Verringerung       bezw.    Erhöhung der Energiezufuhr beein  flusst.

   Eine solche Steuerung in Abhängigkeit  vom     Druek    des Dampfes kann auch durch  eine     von,der    Temperatur abhängige Steuerung  ersetzt werden; die Druckregelung ist aber  vorzuziehen, weil bei den hier in Betracht  kommenden Zustandsänderungen kleinen       Temperaturänderungen    grössere Druckände  rungen entsprechen.      An den Boden des Kessels ist die Abzugs  leitung 7 für den Rückstand angeschlossen,  in die ein Drosselventil 8 eingeschaltet ist,  das in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsstand  im Kessel durch einen Motor 9 gesteuert  wird.

   Gemäss dem dargestellten Ausführungs  beispiel ist ein Kondensator vorgesehen, der  aus zwei konzentrischen Rohren 10 und 11  besteht, die in die Flüssigkeit     eintauchen.    Die  mittlere     Dielektrizitätskonstante    des     Dielek-          trikums    des     Kondensators    ändert sich mit der  Niveauhöhe der Flüssigkeit im Kessel, weil  die Werte der     Konstanten    für     flüssiges    und  gasförmiges 01 verschieden sind.

   Dementspre  chend     wird    bei Veränderung des Flüssigkeits  standes die Kapazität geändert und damit ein  den Kondensator     durchfliessenderhochfrequen-          ter    Wechselstrom, der ein Relais bedient,  welches innerhalb der eingestellten Grenzen  dem Motor 9 Strom in der einen oderandern  Richtung zuführt, wodurch das Ventil 8 ent  weder mehr geöffnet oder mehr geschlossen       wird.     



  Die im Kessel gebildeten Dämpfe strei  chen durch ein Rohr 12 in den mit     Raschig     ringen ausgerüsteten     Dephlegmator    13 und       ziehen    durch eine Leitung 14 ab, in die ein  Drosselventil 15 eingeschaltet ist, das in Ab  hängigkeit von der Temperatur an der Decke  des     Dephlegmators    gesteuert wird. Zu diesem  Zwecke steht, wie in der Zeichnung schema  tisch angedeutet ist, der das Ventil 15  steuernde Motor 16 unter dem     Einfluss    einer       thermometrischen    Vorrichtung 17, die der  Temperatur an der Decke des     Dephlegmators     ausgesetzt ist.

   Steigt die Temperatur über ein  vorbestimmtes Mass, so wird die Drosselung  des Ventils vergrössert; im andern Falle wird       sie        verkleinert.    Das hat     zur    Folge,     d-ass    stän  dig nur Spaltprodukte der gewünschten  Siedetemperatur abziehen.  



  Die     Leitung    14 ist an einen Gegenstrom  apparat 18 angeschlossen, dessen     äussere     Rohre von den aus dem     Dephleggmator    kom  menden Dämpfen     durchflossen    werden. Die  Kondensation der Dämpfe geht im Kühler 19  vor sich, der mit dem Gegenstromapparat  durch eine Leitung 20     verbunden    ist.     An.    das    Drosselorgan 8 der Abzugsleitung für den  Rückstand ist ein     druckloser    Kessel 21 ange  schlossen, in dem man den Rückstand expan  dieren lässt, um das niedrig siedende Material  zu gewinnen, welches dann diesen Kessel am  obern Ende verlässt und im Kühler 22 kon  densiert wird.

   Der schwere Rückstand wird  vom Baden des Kessels     -abgezogen    und einem  Gegenstromapparat 28 zugeführt. Durch Ab  lassrohr 29 werden die Rückstände, durch  Rohr 30 die Fertigprodukte abgezogen,  durch Rohr 31     entweichen    die     permanenten     Gase.  



  Der Betrieb der     Vorrichtung    vollzieht sich  in der Weise, dass das Manometer 6 auf den  gewünschten     Druck,    die     thermometrische     Vorrichtung 17 auf die gewünschte Tempera  tur und der Kondensator 10, 11 auf die em  pirisch     ermittelte    Niveauhöhe eingestellt wer  den.

   Die zu destillierenden Kohlenwasser  stoffe werden durch die Pumpe 24 in     gleich-          m        ässigem    Strom zunächst in den     Gegenstrom-          a          apparat    18 gedrückt; sie gelangen von dort  in den Gegenstromapparat 23     und        durch    die       Leitung    25 in den Kessel, wo sie durch die  elektrischen Heizkörper erhitzt werden. Ein  motorisch angetriebenes     Rührwerk    26 hält die  Flüssigkeit in     Bewegring,    um die Bildung von       Koks    zu verhindern.

   Zur Regelung des Ni  veaus kann an Stelle der     Kondensatorvorrich-          tung    10, 11 auch jede andere     automatisch          wirkende    Regelvorrichtung herangezogen  werden, beispielsweise ein      < ;Arca -Niveau-          regler.    Schliesslich werden auch die aus -dem       Dephlogmator    abziehenden Destillate stän  dig .die gleiche Temperatur     besitzen,    weil ;die  Kühlwirkung des     Dephlegmators    in Abhän  gigkeit von der Temperatur durch Einstel  lung des Drosselorganes 15 geregelt     wird.     



  Beim Apparat nach     Fig.    2     ist    auf die Re..       torte    1. ein zylindrischer Aufsatz oder Dom  28 so aufgesetzt,     @dass    er mit dem Retorten  raum frei     kommuniziert.    Die elektrischen  Heizkörper bestehen aus hohlen, schrauben  förmig     gewundenen    Heizelementen 27, die  zum Teil im Dom 28 und zum Teil in der  Retorte derart angeordnet sind, dass die Win-           dungen        in.    den     Plüssigkeitsraum    der     hetorte     ragen.

   Diese schlangenförmigen Heizelemente  sind aus Metall oder einer geeigneten     Metall-          legierung    hergestellt, zum Beispiel einer sol  chen aus Chrom, Eisen     und    Nickel. Der un  tere Teil der Retorte ist mit einer (in der       Zeichnung    nicht dargestellten) Hilfsheizung  ausgestattet. Dieser Apparat dient zum Er  satz des Reaktionsgefässes 1 in der Anlage  nach     Fig.    1; alle     übrigen    Teile der Anlage,  insbesondere die     Kontroll-    und Betätigungs  einrichtungen, sind dieselben, wie zu     Fig.    1  beschrieben.

   Das     Dampfauslassrohr    ist hier  unmittelbar an den Dom 28 angeschlossen,  wobei der     Dampfauslass    durch ein in Abhän  gigkeit von der Temperatur der Dämpfe im  obern Teil des Domes gesteuertes Drossel  organ 15 geregelt     wird.     



  Die zu behandelnden     Kohlenwasserstoffe     werden     beim    Durchfliessen der Schlangen 27  erhitzt und gelangen, nachdem sie auf die       Kracktemperatur    gebracht sind, in den Flüs  sigkeitsraum,der Retorte.

   Die     äussern    Flächen  der Heizspiralen 27 wirken gleichzeitig als  Kondensator für die aus der Retorte aufstei  genden Dämpfe, indem die schwereren An  teile dieser Dämpfe an diesen     äussern    Flächen       kondensiert    werden und ihre Kondensations  wärme an die im     Innern    -der Spiralen     herab-          rinnende    Flüssigkeit abgeben, während die  leichteren Anteile, ohne kondensiert zu wer  den, oben am Dom 28 durch das Drosselven  til 15 entweichen, dessen Einstellung in Ab  hängigkeit von der im obern Teil des Domes  herrschenden Dampftemperatur derart gere  gelt wird, wie dies für die Anlage nach     Fig.    1  beschrieben wurde.  



  Diese     Ausführungsform    des Reaktionsge  fässes sichert eine erheblich     günstigere          Wärmeausnützung,    weil die Kondensations  wärme der schwereren Dämpfe zur Erhitzung  des     zu    behandelnden Gutes nutzbar gemacht  wird. Weiter bietet sie den     Vorteil,        .dass    die  Flüssigkeit während des     Erhitzens    in lebhaf  ter Bewegung erhalten wird und daher für  diesen Zweck keine besondere Einrichtung  notwendig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSP1tUCII I: Verfahren zur Spaltung von Kohlenwas serstoffez der Erd- oder Mineralöle oder ih rer Destillate durch Destillation unter Druck, der durch die Dampfspannung der erhitzten Flüssigkeit hervorgerufen wird, und unter Rückflusskondensation, dadurch gekennzeich net, dass man aus dem Dampfraum des Erhit- zungsgefässes die gebildeten Dämpfe von ge wünschter.
    Flüchtigkeit ständig abströmen lässt und durch Zufuhr der zur lebhaften Ver dampfung der gebildeten niedrig sieden-den Kohlenwasserstoffe erforderlichen Wärme mengen mit Hilfe grosser Heizflächen, deren Temperatur die der erhitzten Flüssigkeit nicht erheblich überschreitet, eine kontinuierliche Störung des Gleichgewichtes innerhalb der flüssigen Phase hervorruft, so dass die Spal tung unter Hintanhaltung einer zu weitgehen den Zersetzung beiden niedrigsten Tempera turen und Drucken.
    die zur Einleitung der Krackung des jeweilig verarbeitenden Aus gangsmaterials ausreichen, fortschreitet. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der günstigste Flüssigkeitsinhalt für das betreffende De stillationsgut und die betreffende Appa ratur empirisch ermittelt und während des ganzen Spaltungsvorganges konstant oder nahezu konstant aufrecht erhalten wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, bei wel chem das Destillationsgut durch elek trische Innenheizung erwärmt wird, da durch gekennzeichnet, dass Heizwider stände von grosser Oberfläche, die durch den ganzen Flüssigkeitsraum der Destil- lationsblase hindurch verteilt sind, ver wendet werden, um grosse Wärmemengen bei geringster Temperaturdifferenz zwi schen Heizkörpern und Destillationsgut in der Zeiteinheit auf dieses letztere übertra gen zu können. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Innenheizung mit Hilfsmitteln zur Hervorrufung einer Rührwirkung kombiniert wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Spaltungs reaktion günstigsten Temperatur- und Druckbedingungen durch eine automa tische Steuervorrichtung, die eine Ände rung der elektrischen Energiezufuhr be-, wirkt, konstant gehalten werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Destillation in mehreren hintereinander geschalteten Druckgefässen gleichzeitig und kontinuier lich erfolgt, wobei das Destillationsgut diese Gefässe der Reihe nach durchläuft.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung -des Ver fahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einem Erhitzungsgefäss mit Rückflusskon- densator, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfauslass hinter dem Rückflusskondensa- tor unabhängig von dem im Erhitzungsgefäss herrschenden Druck durch ein Regelungsor gan in Abhängigkeit von der Temperatur der Dämpfe derart geregelt wird,
    dass nur Dämpfe der gewünschten Siedetemperatur abströmen. UNTERANSPRüCHE: 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das den Aus tritt der Dämpfe regelnde Organ ein Ven til ist, welches durch einen Motor ge steuert wird, der unter dem Einfluss einer von der Temperatur der abziehenden Dämpfe beeinflussten themmometrischen Vorrichtung steht.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Erhit- zungsgefäss mit einer elektrischen Innen heizungseinrichtung versehen ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abfüh rung der Rückstände durch eine sich in Abhängigkeit vom Flüssigkeitsstand im Erhitzungsgefäss automatisch betätigende Vorrichtung geregelt wird. 9.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 8, ge kennzeichnet durch zwei in die Flüssig keit eintauchende konzentrische Rohre, de, als Kondensator veränderlicher Ka pazität wirkend, zur Beherrschung eines Motors dienen, der ein Drosselorgan in der Abzugsleitung für die Rückstände steuert. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass .die elektri schen Heizkörper aus Schlangenrohren bestehen, durch welche das zu behan delnde Gut in das Erhitzungsgefäss ein fliesst. 11.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass die Heiz schlangen in einem Aufbau des Erhit- zungsgefässes untergebracht sind, in dem die entwickelten Dämpfe aufsteigen, so dass die äussern Wände der Heizschlangen auf die aus dem Erhitzungsgefäss auf steigenden Dämpfe als Kondensator wirken. 12.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass das Dampf auslassrohr unmittelbar an den genannten Aufbau angeschlossen ist und der Dampf - auslass durch ein in Abhängigkeit von der Temperatur der Dämpfe im obern Teile des Aufbaues gesteuertes Organ geregelt wird.
CH127271D 1926-03-18 1927-03-10 Verfahren und Vorrichtung zur Spaltung von Kohlenwasserstoffen der Erd- oder Mineralöle oder ihrer Destillate durch Destillation unter Druck. CH127271A (de)

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