CH127350A - Regelungseinrichtung zur gleichzeitigen Einstellung der Laufrad- und Leitschaufeln von Wasserturbinen. - Google Patents
Regelungseinrichtung zur gleichzeitigen Einstellung der Laufrad- und Leitschaufeln von Wasserturbinen.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Regelungseinrichtung zur gleichzeitigen Einstellung der Laufrad- und Leitschaufeln von Wasserturbinen. Die Einstellung der Laufrad- und der Leit- schaufeln von Wasserturbinen erfolgt ent weder getrennt, wobei selbstverständlich die vorteilhafteste Stellung der beiden Schaufel systeme gegeneinander nicht ermittelt werden kann, oder in gegenseitiger Abhängigkeit mit- telst eines Servomotors und einer Regelungs vorrichtung, die ausserhalb der Turbine an geordnet sind, und einen verhältnismässig komplizierten Mechanismus darstellen.
Vorliegende Erfindung sucht diese Nach teile zu beseitigen, durch eine Regelungsein richtung zur gleichzeitigen Einstellung der Laufrad- und der Leitschaufeln von Wasser turbinen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die beiden Schaufelsysteme in unmittelbarer Hebelverbindung mit einer zum Teil in der Turbinenwelle und zum Teil um dieselbe ge lagerten Regelungsvorrichtung- stehen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung in zwei Ausführungs beispielen dargestellt: Fig. 1 ist ein achsialer Schnitt durch das erste Ausführungsbeispiel; Fig. 2 ist ein Schnitt nach B-B in Fig. 1; Fig. 3 zeigt einen Regelungsring, und Fig. 4 zeigt im kleineren Massstabe die Verbindungshebel zwischen Regelungsring und Leitschaufeln Fig. 6 zeigt im achsialen Schnitt das zweite Ausführungsbeispiel;
Fig. 6 ist eine teilweise Ansicht von oben, teilweise im Schnitt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf dem Deckel der Turbine eine Konsole 1 befestigt, die das Ge häuse 2 für das Lager 3 der Welle 4 des Lauf rades 6 und für das Lager 6 der Regelungs vorrichtung trägt. Im Lager 6, das im Ge häuse 2 achsial verschiebbar gelagert ist, sind in achsialer Richtung Führungsleisten 7 ausgebildet, die in Ausschnitte im Gehäuse 2 hineinragen und das Lager 6 führen. Auf dem Gehäuse 2 ist ein Regelungsring 8 auf gesetzt, in dessen innern Wand zwei Nuten 9 (Fig. 3) ausgebildet sind, in welche an den Leisten 7 drehbar gelagerte Rollen 10 hinein tragen.
Im Lager 6 ist ein Querstück 11 bafestigt, das ohne Spiel durch das äussere Ende der Steuerstange 12 durchgeht, die durch die Hebelübersetzung 13 mit den Lauf schaufeln verbunden ist.
In der Stirnfläche des Ringes 8 sind Zapfen 14 (Fig. 4) befestigt, auf welchen Arme 15 drehbar aufgesetzt sind, die mit den die Zapfen 17 der Leitschaufeln 18 fest umschliessenden Hebeln 16 gelenkig verbunden sind.
Die Nuten 9 des Regelungsringes 8 sind derart gestaltet, dass die jeweils wirksamste Stellung der Leitschaufeln gegenüber den Laufschaufeln eingestellt wird.
Es ist ersichtlich, dass bei Verdrehung des Regelungsringes 8 die Leitschaufeln durch die Hebelübersetzung 14, 15, 16 eingestellt werden und gleichzeitig durch die Zusammen wirkung der Rollen 10 mit den Nuten 9 die Steuerstange 12 verstellt wird, die mittelst der Hebelübersetzung 13 die Laufschaufeln verdreht.
Der Regelungsring 8 wird im veranschau lichten Ausführungsbeispiele mittelst der Schnecke 19 entweder von Hand oder mo torisch oder durch einen geeigneten von der Turbine beeinflussten Regler angetrieben.
Die Steuerstange kann hohl und als Kol ben eines zur indirekten Regelung dienenden Servomotors ausgebildet werden, welcher Ser vomotor dann die Einstellung der Laufschau feln bewirken wird.
Ein solcher Servomotor ist auch bei der Ausführungsform nach Fig. 5 und 6 benützt, die von der oben beschriebenen noch darin abweicht, dass der Regelungsimpuls nicht auf den Regelungsring, der dann die Leitschaufeln direkt und die Laufschaufeln entweder gleich falls direkt oder wie oben erwähnt über einen Servomotor verstellt, sondern durch eine Boh rung der Welle des Laufrades auf den Servo motor ausgeübt wird, der die Laufschaufeln direkt, die Leitschaufeln dagegen über den Regelungsring steuert.
Diese Anordnung eignet sich insbesonders für grosse Turbinen, weil der Regelungsring verhältnismässig viel kleinere Kräfte überträgt als bei der ersten Ausführungsform, die mehr für kleinere Turbinen bestimmt ist. Die Lauf schaufeln brauchen tiäualtch. @u ihrer Einstel.- Jung während des Betriebes mehr Kraft als die Leitschaufeln.
Der Servomotor ist in der Nabe 21 des Laufrades angeordnet, so dass diese Nabe den Zylinder des Servomotors bildet. In diesem Zylinder 21 gleitet ein Kolben 22, dessen Stange 23 hohl ausgebildet ist. In die Boh rung dieser Kolbenstange ragt ein als Schie ber arbeitendes Rohr 24 hinein, das entweder direkt oder indirekt durch einen Regler (nicht dargestellt) betätigt wird, der unmittelbar an der Turbine angebracht sein kann.
Der Zylinder 21 ist durch einen, einen End- flansch der hohlen Welle 26 des Laufrades bildenden Deckel 25 abgeschlossen. Die Kol benstange ist bei 27 abgesetzt, so dass ein freier Raum zum Abfliessen des durch Kanäle 28 austretenden Drucköles entsteht. An bei den Seiten des Kolbens 22 sind in der Kol benstange 23 normal durch Ringflanschen 31, 32 des Rohres 24 verdeckte Öffnungen 29, 30 vorgesehen.
Mit dem Kolben 22 sind Stangen 33 ge lenkig verbunden, deren andere Enden an die Hebel 34 angelenkt sind, die auf den Zapfen der Laufschaufeln aufgekeilt sind.
Im obern Ende der hohlen Kolbenstange 23 ist ein Querstück 35 befestigt, das mit dem Lager 36 fest verbunden ist, welches mittelst Führungsleisten in Ausschnitten des am Deckel 38 der Turbine angebrachten Ge häuses 37 geführt ist. Auf diesem Gehäuse 37 ist ähnlich wie bei dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel, der Rege lungsring 39 aufgesetzt, mit dessen Nuten die durch das Lager 36 getragenen Rollen 40 zusammenarbeiten. Am Ringe 39 sind Arme 41 (Fig. 6) angebracht, an welche die Zug stangen 42 angelenkt sind, die an ihren an dern Enden mit den auf den Zapfen der Leit- schaufeln befestigten Hebeln 43 gelenkig ver bunden sind.
Bei Veränderung der Umdrehungszahl wird das Rohr 24 durch den Regler z. B. abwärts verschoben (Fig. 5). Dadurch werden die Öff nungen 29, 30 durch die Flanschen 31 und 32 freigelegt, so dass das Drucköl durch die pffnungen 44 -und 29 auf die obere Seite des Kolbens 22 gelangt und diesen abwärts drückt, wobei das unter dem Kolben sich befindende 0I durch die Öffnungen 30 und die Kanäle 28 nach aufwärts zwischen Kolbenstange 23 und die innere Wand der hohlen Welle 26 abfliesst, und zuletzt durch die Öffnungen 45 in das Gehäuse 37 eintritt, aus dein es ab geleitet wird.
Der Kolben 22 folgt der Bewegung des Rohres 24 so weit, bis die Öffnungen 29, 30 wieder durch die Flanschen 31, 32 abge- slilossen werden, wodurch von neuem der Gleichgewichtszustand erreicht wird.
Diese Kolbenbewegung wird durch die Stangen 33 und die Hebel 34 auf die Lauf schaufeln und durch -die Kolbenstange 23 und das Querstück 35 auf das Lager 36 übertragen, das achsial verschoben wird, wobei seine mit den Nuten im Regelungs ringe 39 zusammenarbeitenden Rollen diesen Ring verdrehen, der seine Bewegung durch das Gestänge 41, 42, 43 auf die Leitschau- feln überträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Regelungseinrichtung zur gleichzeitigen Einstellung der Laufrad- und der Leitschau- feln von Wasserturbinen, dadurch gekenn zeichnet, dass die beiden Schaufelsysteme in unmittelbarer Hebelverbindung mit einer zum Teil in der Turbinenwelle und zum Teil um dieselbe gelagerten Regelungsvorrichtung stehen. UNTERANSPRüCHE 1.Regelungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelungsvorrichtung einen achsial ver schiebbaren, mit der Welle des Laufrades gleichachsig gelagerten;Regelungsring und eine im Innern der hohlen Turbinenwelle achsial verschiebbar angeordnete Stange besitzt, wobei diese Teile durch im Ring vorgesehene:;Nuten und vermittelst Quer stücke miteinander verbunden sind.2. Regelungseinricbtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass in die Nuten des Regelungs ringes Rollen hineinragen, die durch Füh rungsleisten eines Lagers getragen sind, das in einem ortfesten Gehäuse achsial verschiebbar gelagert und mit der in der Turbinenwelle vorgesehenen Stange ver bunden ist, welche Stange die Rege lungsbewegungen auf die Laufradschaufeln überträgt, während die Übertragung der Regelungsbewegung auf die Leitschaufeln durch eine an den Regelungsring ange schlossene Hebelübersetzung erfolgt. 3.Regelungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Re gelungseinrichtung vom Regelungsring aus durch Drehung desselben erfolgt. 4. Regelungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Regelungseinrichtung von einer in der Turbinenwelle vorgesehenen Stange aus durch Verschiebung derselben mittelst eines Servomotors erfolgt, dessen Kolben in der hohlen Laufradnabe angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1927
- 1927-03-22 CH CH127350D patent/CH127350A/de unknown
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