CH127637A - Verfahren zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen in mehranodigen Gleichrichtern. - Google Patents

Verfahren zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen in mehranodigen Gleichrichtern.

Info

Publication number
CH127637A
CH127637A CH127637DA CH127637A CH 127637 A CH127637 A CH 127637A CH 127637D A CH127637D A CH 127637DA CH 127637 A CH127637 A CH 127637A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
rectifier
anodes
current
grid
grids
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bbc Brown Boveri & Cie filed Critical Bbc Brown Boveri & Cie
Publication of CH127637A publication Critical patent/CH127637A/de

Links

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


  Verfahren zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen  in     mehranodigen    Gleichrichtern.    Um Rückzündungen in     mehranodigen     Gleichrichtern zu unterdrücken, hat man be  reits vorgeschlagen, Metallteile im Entla  dungsweg des Gleichrichters anzuordnen und  diese an Spannung zu legen. Die Ladespan  nung war dabei so gewählt, dass jeder zur je  weila negativen Anode, welche meist auch  die rückzündende Anode ist, fliessende Strom  gesperrt wird. Wird zum Beispiel das Poten  tial des die Anode schirmenden Metallteils  (zum Beispiel Anodenhülse, Gitter oder der  gleichen) negativer, das heisst tiefer gehalten  als das Potential der negativen Anode selbst,  dann kann ein Strom von Metallteil zu Anode  nicht fliessen, weil er der Spannungsrichtung  entgegenlaufen würde.

   Diese Einrichtung hat  nun aber den Nachteil, dass sich die Sperrung  des Stromes nur auf die jeweils negativen  Anoden erstreckt,     während    die positiven, also  die arbeitenden Anoden von dieser Sperrung  nicht betroffen werden. Es ist aber nicht un  bedingt immer der Fall, dass die Rückzündung  sich nur auf die negativen Anoden erstreckt,  sondern es     könn--n    auch Anoden in den Rück-         zündungszustand    geraten, welche bereits po  sitiv aber von niederer Spannung sind, so dass  ein Stromübergang von der positiven Anode  höchster Spannung und von der Kathode einer  seits auf die negative Anode und die positi  ven Anoden niederer Spannung anderseits er  folgen kann.

   Im Normalbetrieb darf natürlich  der     .Strom    der positiven Anoden nicht gesperrt  werden, aber im     Rückzündungsfalle    hat diese  Sperrung den Vorteil, dass jeder     Rückzün-          dungsstrom    unbedingt unterdrückt wird.  



  Es ist nun Gegenstand der Erfindung ein  Verfahren und eine Einrichtung zur Lö  schung und Unterbrechung von Rückzündun  gen in     mehrano,digen    Gleichrichtern, nach  welchen im Falle einer     Rückzündung    die       Stromwege    aller Anoden des Gleichrichters  durch Ladung von den Anoden zugeordneten       Gittern    oder deren Äquivalente gesperrt wer  den.

   Das Anlegen der Gitterspannungen an  die Gitter aller Anoden kann vorteilhaft  durch polarisierte     Rückstromrelais    erfolgen,  welche in die Anodenstromkreise oder in den  Kathodenstromkreis eingeschaltet werden und      zweckmässig so ausgebildet sind, dass sie,  falls ein Rückstrom fliesst, möglichst schon  innerhalb einer Periode des Wechselstromes  ansprechen und den Gleichrichter so rasch  stromlos machen, dass die     Hauptschalterrelais     der     Gleichrichteranlage    nicht zur Auslösung  kommen. Die entsprechende Ladung der Git  ter erfolgt durch Anlegen der Gitter an eine  zur Unterdrückung des Stromes geeignete  Spannung.

   So kann die     :Sperrung    aller Strom  wege des Gleichrichters     @da@durch    erfolgen,  dass im     Rückzündungsfalle    die     Gitter    aller  Anoden jeweils an     Spannungen    gelegt werden,  welche sich zu den Spannungen der zuge  hörigen Anoden in Gegenphasen befinden. Die  Gitter der jeweils negativen Anoden werden  dann aber positiv, die     Gitter    der jeweils posi  tiven Anoden werden negativ geladen. In je  dem Falle ist dann in einem Teil des Strom  weges nie     Spannungsrichtung    dem Strom     ent-          gegengerichtet    und damit der     Stromfluss    un  terbunden.

   Es kann wünschenswert sein, die  Phase der     Gitterspannung    von der erwähnten  Gegenphase abweichend zu wählen. Ein ge  wisser Spielraum ist durch die Bedingung ge  geben, dass die Phasenabweichung der Gitter  spannung von der in Gegenphase befindlichen  Spannung nicht grösser als 90   sein darf, da  mit die Wirksamkeit der Einrichtung nicht  Einbusse leidet. Eine wirksame     Unterdrük-          kung    des Stromflusses aller Anoden des  Gleichrichters kann auch dadurch erzielt wer  den, dass die Gitter aller Anoden im     Rückzün-          dungsfalle    an Spannungen gelegt werden,  welche ihnen ein relativ zu den zugehörigen       stromführenden    Elektroeden negatives Poten  tial aufdrücken.

   Auch bei negativer Ladung  aller Gitter sind sämtliche Stromwege des       Crleichrichters    gesperrt. Die Grösse der erfor  derlichen Ladespannungen ist meist eine  Sache der Erfahrung und der besonderen Ver  hältnisse. Es wird daher zweckmässig sein,  die Gitter an     anzapfbare    Wicklungen eines  Transformators (des Haupt- oder eines Hilfs  transformators) zu legen und die Höhe der  Gitterspannung durch Wahl der     Anzapfung     den     Erfordernissen    gemäss zu bestimmen.

   Es  ist nun ganz klar, dass bei negativer     Laldung       der Gitter die Gefahr eines grossen     Rückzün-          dungsstromes    nicht mit Sicherheit beseitigt  wäre, wenn die Gitter selbst einen grossen  Strom führen und dadurch an die Stelle der  Anoden treten könnten. Dies wird dadurch ver  mieden, dass in die Gitterstromkreise in an  sich bekannter Weise     ohmsche    Widerstände  eingefügt werden, welche den Gitterstrom be  grenzen. Diese     ohmschen    Widerstände sind  demnach von besonderer Wichtigkeit und ihre       Verwendung    kommt auch in Frage, wenn die  Gitterladung einer besonderen Gleichstrom  quelle entnommen wird.

   In diesem Falle wer  den die     Gitter    über     ohmsche    Widerstände an  den negativen Pol der     Gleichstromquelle    ge  legt, deren positiver Pol mit der Kathode des  Gleichrichters verbunden ist. Eine an  dere Art, die Gitter für nie Führung eines       Rückzündungstromes    umgeeignet zu machen,  besteht darin, dass man sie (oder ihre Äqui  valente, wie zum Beispiel die Anodenhülsen,  Metallbänder     us,w.)    -derart ausbildet. dass ein  direkter Stromübergang     (Konvektionsstrom)     vom Lichtbogen auf das Gitter unmöglich  ist.

   Dies lässt sich beispielsweise     daxdurch    er  reichen, dass man die Gitter     bezw.    deren Äqui  valente einschliesslich ihrer     Stromzuleitungen     im Gleichtrichter ganz in Isoliermaterial ein  bettet. Sehr geeignet für diesen Zweck ist die       Emaillierung    dieser Teile, wobei allerdings  noch die Möglichkeit besteht,     da-ss    unter dem  Einfluss des     grossen    Temperaturwechsels, wie  er in jedem Gleichrichter, der zeitweilig ab  geschaltet wird, auftritt, die Emailleschicht  Sprünge erhalten und ihre Schutzwirkung  teilweise verlieren kann.

   Eine andere Art, den       Konvektionsstrom    zu vermeiden, ist .durch hie  Anordnung der Gitter ausserhalb des den  Lichtbogen     führenden    Raumes gegeben. Zu  diesem Zweck werden die Gitter     bezw.    deren  Äquivalente in an sich bekannter Weise nach       Art    von Metallringen (Bändern) hergestellt,  welche aus Isoliermaterial bestehende Gleich  richterarme umfassen, die zur Führung des  Lichtbogens der innerhalb des Armes jeweils  angebrachten Anoden dienen. Die Metall  ringe müssen sich dabei eng an das Isolierma  terial des Armes anschmiegen, weil sie in die-           sein    Falle auf den Entladungsraum     kapazitiv     einwirken sollen.  



       Die    Erfindung sei anhand von Ausfüh  rungsbeispielen näher erläutert.  



       Fig.    1, 2 und 3 stellen     Einphasengleich-          richter    dar, deren Stromwege .durch Ladung  gewisser Metallteile beim Auftreten einer  Rückzündung gesperrt werden     können;          Fig.    4, 5 und 6 stellen     Mehrphasengleich-          richter    dar, bei denen diese Sperrung selbst  tätig unter Benutzung von     Rückstromrelais     erfolgt.  



  In     Fig.    1 bedeutet 1 die Sekundärwick  lung des den Gleichrichter 7 speisenden  Transformators. 2 und 2' sind die Anoden.  des Gleichrichters, 4 ist dessen Kathode,     ä     und 5' sind Metallbänder, welche die Anoden  arme 11 und 12 des Gleichrichters umschlie  ssen und mit den Klemmen der Sekundär  wicklung über die Schalter 8 und 9 verbun  den sind. Der Widerstand 10 soll die Bela  stung des Gleichrichters darstellen. Fm bei  Eintritt einer Rückzündung alle Stromwege  dieses Gleichrichters zu sperren, werden im  gegebenen Falle nur die Schalter 8 und 9 ein  gelegt und damit das Metallband 5' mit  Anode 2, das Metallband 5 mit Anode 2' ver  bunden.

   Die Ladung der Metallbänder     mit-          telst    einer Spannung, welche sich in Gegen  phase zur Spannung der zugehörigen Anode  befindet, macht den Stromübergang von  Anode zur Kathode oder zur andern Anode  unmöglich, weil der Lichtbogen teilweise dem  Spannungsgefälle entgegenlaufen müsste.  



  In     Fig.    2 wird das gleiche in ähnlicher  Weise erreicht wie in     Fig.    1. Die Bedeutung  der Zahlen ist hier die gleiche bis auf fol  gende Abweichungen: Die Anodenarme sind  hier in Fortfall gekommen, die Anoden 2 und  2' befinden sich im     Innern    des Gleichrichter  gefässes und tragen die aus     Tsoliermaterial          hergestellten    Hülsen 21 und 21', um welche  sich die Metallbänder 5 und 5' legen. Ferner  sind in die Leitungen, welche die Metallbän  der mit den Klemmen der     Sekundärwicklung     1 verbinden, also vor die Schalter 8 und 9,  die     Strombegrenzungswiderstände    13 und 14  eingefügt.

   Diese Widerstände verhindern, dass    der     Rückzündungsstrom,    wenn ihm der Weg  zur Anode gesperrt ist, sich über den Gitter  stromkreis schliesst; wodurch die ganze       Schutzwirkung    der Einrichtung in Frage ge  stellt wäre.  



       Fig.    3 unterscheidet sich von     Fig.    2 nur  durch die Verwendung metallischer Hülsen  und durch die Einfügung eines Erregerkrei  ses, welcher aus dem Erregertransformator  15, den Erregeranoden 16, 17, dem     ohmsehen     Widerstand 18 und dem induktiven Wider  stand 19 gebildet wird- Auch hier dienen diese  Widerstände nur zur Strombegrenzung, wäh  rend die ganze Erregereinrichtung den Zweck  hat, die Wiederzündung des Gleichrichters zu  sichern, wenn nach Löschung der Rückzün  dung die Stromwege für den Stromdurchgang  wieder frei gegeben     werden.     



  In     Fig.    4 bedeutet 1 die     Sechspha.sen-          sekuudärwicklung    des den Gleichrichter spei  senden Transformators, 7 den     sechsanodigen     Gleichrichter, 3     Rückstromrelais,    welche in  die Anodenstromkreise eingeschaltet sind und  die Schalter 6 betätigen, 13     ohmsche    Wider  stände zur Begrenzung der Gitterströme, 2 die  Anoden des Gleichrichters, 4 die Kathode des  Gleichrichters, 27 die Anodenhülsen, welche  hier als Sperrgitter verwendet werden, 9  einen Gleichstromhauptschalter, 10 einen .die  Gleichstrombelastung darstellenden Wider  stand.

   Im Falle einer Rückzündung treten  die Relais 3 in Tätigkeit und schliessen die  Schalter 6 innerhalb einer Zeit, welche mög  lichst kleiner sein soll, als die Zeit einer Pe  riode des primären Wechselstromes. Die Hül  sen 27 werden dadurch über die Widerstände  13 an die jeweilige Gegenphase der zugehö  rigen Anodenspannung gelegt. Wie bereits er  wähnt, führt dies zur sofortigen Unterbre  chung des     Rückzündungsstromes.        Hört    dann  der     Rückstrom    auf, dann kehren, bei entspre  chender Einrichtung der     Rückstromrelais,     diese sofort in ihre Ausgangs-     bezw.    Ruhe  lage zurück und öffnen dabei die Schalter 6.

    Hierdurch werden somit die Hülsen von den  Steuerspannungen abgelöst und die Strom  wege freigegeben, so -dass die Anode wieder  zünden und der normale Betriebszustand des      Gleichrichters wieder hergestellt ist. Während  in     Fig.    4 die Belastung durch den     ohmschen     Widerstand 10 dargestellt ist, ist in     Fig.    5  als Belastung eine Gleichstrommaschine 10  angenommen, in deren Anker eine der Gleich  richterspannung     entgegengerichtete    Spannung  induziert wird. In diesem Falle     genügt    die  Verwendung nur     eines    einzigen Rückstrom  relais 3, welches parallel zu dem in der  Kathodenleitung liegenden     Shunt    22 geschal  tet ist.

   Die Bezeichnungen in     Fig.    5 sind im  übrigen die gleichen wie in     Fig.    4.  



  Während nun in den     Beispielen,der        Fig.    4  und 5 die Hülsen an eine     Wechselstromspan-          nung    gelegt werden, deren Phase sich in  Opposition zur Phase der zugehörigen Ano  denspannung befindet, wird in     Fig.    6 für alle  Hülsen nur eine einzige Steuerspannung, und  zwar eine Gleichspannung     verwendet.    Es ist  dies die Spannung der Batterie 20, deren ne  gativer Pol mit der einen     Klemme    des Schal  ters 6, deren positiver Pol aber mit der Ka  thode des Gleichrichters verbunden ist.

   Die  Spannung der Batterie 20 ist -so gewählt,     da.ss     alle Stromwege des Gleichrichters beim  Schliessen des Schalters 6 gesperrt sind. Auch  hier sind in die zu den Anodenhülsen füh  renden Leitungen Begrenzungswiderstände 13  eingeschaltet. Die Hauptschalter 9 werden in  vielen Fällen mit Maximalrelais ausgerüstet,  welche mit einer     gewissen    Verzögerung an  sprechen. Es lässt sich nun einrichten, dass das  Schliessen und Öffnen des Schalters 6 in so  kurzer Zeit erfolgt, dass eine Auslösung der  Hauptschalter als Folge der Rückzündung  nicht zustande kommt.  



  Die vorstehend beschriebenen Einrichtun  gen zur Verhütung der Ausbildung von  Rückzündungen     bezw.    das rasche Verlöschen  derselben ist mit besonderen     Schwierigkeiten     verbunden, wenn der Gleichrichter mit  Gleichstromquellen parallel arbeitet, die     In-          duktivitäten    besitzen, wie zum Beispiel beim  Zusammenarbeiten mit Gleichstromgenerato  ren oder     Nebensehlussmotoren    (vergleiche       Fig.    5 und 6), ferner mit Gleichrichtern selbst  oder bei Parallelbetrieb mit Batterien, wenn  die Verbindungsleitungen     Induktivität    be-    sitzen (lange Leitung oder eingebaute Drossel  spulen).

   Wenn nun bei einem Gleichrichter,  der parallel zu andern Gleichstrommaschinen  arbeitet, eine Rückzündung auftritt, so geht  ein Rückstrom von den Gleichstrommaschi  nen über den Gleichrichter und die     Transfor-          matorphase    der rückzündenden Anode.

   Dieser  Rückstrom verläuft nach     Fig.    7, das heisst der  Rückstrom R geht nicht durch Null, obwohl  die Spannung der rückzündenden Phase zeit  weise höher wird als die der parallel laufen  den Gleichstrommaschinen, weil zu dieser  noch die durch die     Induktivität    erzeugte  Spannung     hinzutritt.    Der Gleichrichter löscht  somit nicht aus, sofern -der Rückstrom nicht  in bekannter Weise durch einen mit     Über-          stromauslösung    versehenen Schalter in der  Verbindungsleitung zwischen Gleichstrom  maschine und Gleichrichter unterbrochen  wird. Dieser Schalter müsste aber von Hand  wieder     eingelegt    werden, so dass der Betrieb  nicht mehr störungsfrei ist.  



  Gemäss den folgenden Ausführungsbei  spielen des Erfindungsgegenstandes     wird    nun  zur Aufrechterhaltung eines störungsfreien       Gleichrichterbetriebes    der Rückstrom dadurch  unterbrochen, dass in die Verbindungsleitung  zwischen Gleichrichter und Gleichstromquelle  eine selbsttätig wirkende Einrichtung ge  schaltet ist, die unter der Wirkung von in der  Verbindungsleitung fliessenden     Rückströmen     oder Überströmen letztere momentan unter  bricht, so dass die Rückzündung verlöscht,  worauf der Gleichrichter sofort wieder den  störungsfreien Betrieb aufnimmt. Hierfür  wird zweckmässig ein mit Dämpfung zur Ver  zögerung des     Einschaltvorganges        versehener     automatischer Schalter verwendet.

   Die Dämp  fung hat den Zweck,     -dass        da,s        Wiedereinschal-          ten    des Schalters nicht eher erfolgt, als bis  sämtliche übrigen Anoden des Gleichrichters  durch die Gitterladung ebenfalls verlöscht  sind.  



  Es ist nun weiter bekannt, dass beim Auf  treten einer Rückzündung durch Einschalten  eines Widerstandes in -den Rückstromkreis im  Moment des Entstehens des Rückstromes von  der Gleichstrommaschine her der Rückstrom      durch Null     hindurch    geht     (Fig.    8). Die Rück  zündung im Gleichrichter, die nur noch     durch     diesen Rückstrom aufrecht erhalten war, wird  somit zum Verlöschen gebracht.  



  In weiterer Ausbildung -des Erfindungs  gegenstandes wird daher in die Verbindungs  leitung zwischen Gleichrichter und Gleich  strommaschine ein Schalter gelegt, zu dessen       Kontakten    ein     ohmscher    Widerstand parallel       geschaltet    ist, so     dass    der Widerstand der Ver  bindungsleitung bis zur     Unterbrechung    des  Rück- oder Überstromes erhöht, aber nach  Verschwinden desselben wieder herabgesetzt  wird.

   Gemäss dem     Ausführungsbeispiel        Fig.    9  ist der automatische Schalter 9 in der Ver  bindungsleitung zwischen Gleichrichter 7 und  Gleichstrommaschine 10 so bemessen, dass er  bei einem gewissen Überstrom öffnet und den  Widerstand 23 einschaltet. Der Schalter 9 ist  mit einer Schliessfeder versehen, durch die er  automatisch     geschlossen    wird, sobald der  Rückstrom Null geworden ist.     Hierfür    ist be  sonders zweckmässig ein auf Stromänderung  ansprechender Schalter zu verwenden. Dieser  Schalter hat den Vorteil, dass er bei einer  Rückzündung im Gleichrichter sofort, das  heisst innerhalb     @/looo    Sekunde anspricht und  nach Verlöschen des Rückstromes sich sofort  wieder schliesst.  



  Der vorstehend erwähnte Widerstand 23  muss unter Umständen einen ziemlich hohen  Wert     annehmen.    Dieses ist in gewissen Fäl  len unerwünscht, zum Beispiel dann, wenn  für die Abschaltung von Kurzschlüssen in  Serie zum Schalter 9 ein weiterer Schalter 24       (Fig.    10) vorgesehen ist, der den Kurzschluss       definitiv        abschalten    soll. Durch einen zu gro  ssen Widerstand würde der Rückstrom so ge  ring ausfallen, dass der Schalter 24 nicht  mehr ansprechen und infolgedessen nicht ab  schalten würde. Es wird nun der Widerstand  23 dadurch sehr klein gehalten, dass ein       Parallelwiderstand    25 zum Gleichrichter vor  gesehen wird, der beim Ansprechen des  Schnellschalters 9 eingeschaltet wird.

   Beim  Ansprechen des Schnellschalters fliesst dem  nach der Rückstrom über den Widerstand 23  und von -da einmal über den Gleichrichter 7    und parallel dazu über den Widerstand 25.  Die Grösse dieser Zweigströme ist nun umge  kehrt proportional den beiden Widerständen  oder ihren     gegenelektromotorischen    Kräften.  Je mehr also die Spannung in der rückzün  denden     Phase,des        Gleichrichtertransformators     sich ihrem positiven Wert nähert, umso klei  ner wird der Rückstrom auf den Gleichrich  ter. Der Rückstrom wird ungefähr Null,  wenn die Phasenspannung der rückzündenden  Phase     etwas    grösser als die Netzspannung we  niger dem Spannungsabfall im Widerstand  23 geworden ist.

   Kurz nachdem der Rück  strom Null ist, steigt der Strom der vorher  rückzündenden Phase im positiven Sinn an,  um sich über den Widerstand 25 zu schlie  ssen. Die Widerstände 23 und 25 müssen den  Verhältnissen des jeweiligen Betriebsfalles  angepasst werden. Der Schalter 9 wird zweck  mässig so ausgeführt, dass er im Moment, wo  der Rückstrom Null geworden ist, wieder in  die Anfangsstellung zurückgeht, damit der       Gleichrichterbetrieb    ungestört weiter geht.  Der Schalter kann auch so ausgebildet sein,  dass er nach dem Ansprechen mit einer Zeit  verzögerung von zirka einer Periode wieder  in die Anfangsstellung zurückgeht.  



  In den     Fig.    9 bis 11     sind    die für das An  legen des Anodengitters an die Steuerspan  nungen zwecks Löschung von Rückzündun  gen erforderlichen Verbindungen nicht ge  zeichnet, sie ergeben sich .aus den     fiüher    er  läuterten     Fig.    4 bis 6.

   Als selbsttätig wir  kende     Einrichtung    zur Unterbrechung von  Rückströmen und     zur    Aufrechterhaltung  eines     störungsfreien    Betriebes von Gleichrich  tern beim Zusammenarbeiten mit Gleich  stromquellen kann auch an Stelle des auf  Überstrom ansprechenden automatischen  Schalters mit Parallelwiderstand in die     Ver          bindungsleitung    zwischen Gleichrichter und  Gleichstromquelle eine Ventilzelle oder ein  als Ventil wirkender Glas- oder     1Vletalldampf-          apparat    eingeschaltet werden. Ein Ausfüh  rungsbeispiel einer derartigen Einrichtung  ist in     Fig.    11 dargestellt.

   Das Ventil 26 ist  mit konstanter     Erregung    versehen; es lässt  nur     Vorwärtsstrom    hindurch, sperrt aber ge-      gen Rückstrom, -der von der     ürleichstrom.     quelle her entstehen könnte. Infolge der kon  stanten Erregung der Ventilzelle kann der  Gleichrichter sofort nach Unterbrechen des  Rückstromes wieder     Vorwärtsstrom    abgeben,  so dass ein ununterbrochener Betrieb gewähr  leistet wird. Die Ventilzelle sowohl, als auch  der einen Widerstand überbrückende Schnell  schalter kann sowohl in die positive, als auch  die negative Leitung des Gleichrichters ver  legt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Löschung von Rückzün dungen und zur Unterbrechung von Rück strömen in mehranodigen Gleichrichtern, da durch gekennzeichnet, dass im Falle einer Rückzündung die Stromwege aller Anoden des Gleichrichters durch Ladung von den Anoden zugeordneten Gittern oder -deren .Äquivalente gesperrt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Anlegen der Gitter an die Steuerspannungen durch polarisierte Rückstromrelais er folgt, welche so ausgebildet sind, dass sie möglichst innerhalb einer Periode des Wechselstromes ansprechen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter aller Anoden im Rückzündungsfalle je weils an Spannungen gelegt werden, wel che sich zu den Spannungen der zuge hörigen Anoden in Gegenphase befinden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter aller Anoden im Rückzündungsfalle je weils an Spannungen gelegt werden, wel che der Spannung der Gegenphase der be treffenden Anoden um einen Winkel < 90 vor- oder nacheilen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter aller Anoden im Rückzündungsfalle an Spannungen gelegt werden, welche ihnen ein relativ zu den stromführenden Elek troden negatives Potential aufdrücken. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter aller Anoden im Rückzündungsfalle an anzapfbare Wicklungen eines Transfor mators angeschlossen werden, wobei die Höhe der Gitterspannung durch Wahl der Anzapfung beliebig gewählt werden kann. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in,den Gitter kreisen ohmsche Widerstände eingeschal tet sind. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter aller Anoden im Rückzündungsfalle über ohmsche Widerstände an den negativen Pol einer Gleichstromquelle gelegt wer den, deren positiver Pol mit,der Kathode des Gleichrichters verbunden ist.
    PATENTANSPRUCH I1: Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gitter bezw. deren Aquivalente derart ausgebildet sind, dass vom Lichtbogen her kein Konvektionsstrom auf sie übertreten kann. UNTERANSPRÜCHE: B. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter bezw. deren Äquivalente in Isoliermate rial eingebettet sind. 9.
    Einrichtung nach Patentanspruch II"da- durch gekennzeichnet, dass die Gitter bezw. deren Äquivalente nach Art von Metallringen hergestellt sind, welche aus Isoliermaterial bestehende Gleichrichter arme umfassen, die zur Führung des Lichtbogens der innerhalb des Armes je weils angebrachten Anode dienen. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass polarisierte Rückstromrelais zum Anlegen der Gitter an dle Steuorspinnungen derart ange ordnet sind, und derart beschaffen sind, dass sie nach Verschwinden des Rück stromes, also nach Aufhören der Rück zündung, sofort in ihre Ausgangs- bezw. Ruhelage zurückkehren und dabei die Gitter von den Steuerspannungen ab lösen, so dass -die Anoden wieder zünden und der normale Betriebszustand des Gleichrichters wieder hergestellt wird. 11.
    Einrichtung nach Patentanspruch II zur Unterbrechung von Rückzündungsströ- men bei mit andern Gleichstromquellen parallel arbeitenden Quecksilberdampf gleichrichtern, dessen Anoden bei Rück zündungen durch Gitterladungen gesperrt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungsleitung zwischen Gleich richter und Gleichstromquelle eine selbst tätig wirkende Einrichtung geschaltet ist, die unter der Wirkung eines in der Ver bindungsleitung fliessenden Rückstromes oder Überstromes den Widerstand der Verbindungsleitung bis zur Unterbre chung dieser Ströme erhöht,
    ihn aber nach Verschwinden derselben wieder her absetzt. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, .dass in ,die Ver- bindungsleitung zwischen Gleichrichter und parallel arbeitender Gleichstrom quelle ein Widerstand eingeschaltet ist, der im Normalbetrieb über einen Schnell schalter kurzgeschlossen ist, wobei der Schalter unter Einfluss des Rück- oder Überstromes die Überbrückung öffnet, sie aber nach Verschwinden des Fehlerstro mes selbsttätig wieder herstellt. <B>13.</B> Einrichtung nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass der Schnell schalter mit einer Zeitverzögerung ver sehen ist. 14.
    Einrichtung nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass der Schnell schalter unter dem Einfluss des Rück- oder Überstromes einen Parallelwider stand zum Gleichrichter einschaltet. 15. Einrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass in die Verbin dungsleitung zwischen Gleichrichter und Gleichstromquelle eine Ventilzelle ge schaltet ist, die jeden nach dem Gleich richter gerichteten Strom sperrt, dagegen den normal gerichteten Strom durchlässt.
CH127637D 1926-10-18 1927-08-11 Verfahren zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen in mehranodigen Gleichrichtern. CH127637A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE127637X 1926-10-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH127637A true CH127637A (de) 1928-09-17

Family

ID=5662163

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH127637D CH127637A (de) 1926-10-18 1927-08-11 Verfahren zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen in mehranodigen Gleichrichtern.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH127637A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1640193A1 (de) Einrichtung zum Unterbrechen eines Hochspannungs-Gleichstromkreises
DE2024785B2 (de) Einrichtung zum Abschalten von Gleichstrom-Hochspannungsleitungen
DE1538501A1 (de) UEberspannungsschutz fuer Hochspannungsanlagen
DE536535C (de) Verfahren und Einrichtung zum Loeschen von Rueckzuendungen mittels gesteuerter Gitter in mehrphasigen Metalldampfgleichrichtern
CH127637A (de) Verfahren zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen in mehranodigen Gleichrichtern.
DE728540C (de) Schalteinrichtung fuer Wechselstrom
DE670281C (de) Schutzeinrichtung fuer Umformer, insbesondere Gleichrichter, mit fuer jede Phase getrennten einanodigen Entladungsgefaessen mit lichtbogenartiger Entladung, insbesondere Quecksilberdampfentladungsgefaessen
DE911513C (de) Stromrichter mit Vorrichtung zum Ausserbetriebsetzen
DE450780C (de) Einrichtung zum Schutze elektrischer Verteilungsnetze und Apparate gegen Kurzschluesse oder starke Stromschwankungen mit Hilfe eines Transformators
AT114666B (de) Verfahren und Einrichtungen zur Löschung von Rückzündungen und Unterbrechung von Rückströmen in mehranodigen Quecksilberdampf Gleichrichtern.
CH321393A (de) Anordnung zur Begrenzung von Kurzschlussströmen in Gleich- und Wechselstromnetzen
DE636462C (de) Schutzeinrichtung gegen Kurzschluesse in Roehrensenderanlagen
DE624091C (de) Schutzeinrichtung fuer mit Erdschlussloeschern versehene Drehstromnetze, die mit von der Erdschlusswirkleistung abhaengigen wattmetrischen Erdschlussrelais ausgeruestet sind
DE913921C (de) Umformungsanordnung mit mechanischen Kontakten
DE102019203823B4 (de) Schalteinrichtung mit Überspannungsschutz und Trennereigenschaften und Verfahren zum Schutz einer Schalteinrichtung gegen Überspannungen
DE877021C (de) Anordnung zur Verhinderung von Fehlausloesungen von Leitungsschutzeinrichtungen bei Pendelungen
AT145442B (de) Anordnung zum Sperren von Ionenventilen beim Auftreten von Rückzündungen oder Überbelastung.
DE642824C (de) Einrichtung zum Loeschen des Lichtbogens von in Gleichstromnetzen zu deren Schutze eingeschalteten Metalldampfventilen durch von Funkenstrecken parallel zum Lichtbogen geschaltete Kondensatoren
DE709609C (de) Anordnung zum Sperren von Ionenventilen in Stromrichterschaltungen bei UEberlastung oder Rueckzuendung
DE2053346C (de) Stromrichteranordnung mit Überbrükkungsschaltern und Nebenwegventilen
DE667993C (de) Schaltanordnung zum UEberstromschutz von Stromrichtern
DE646887C (de) Einrichtung zur Loeschung von Rueckzuendungen in Dampfentladungsgleichrichtern mit Hilfe eines Sperrpotentials an vor den Anoden angeordneten Steuergittern
DE603700C (de) Verfahren zur Ausserbetriebsetzung von Gleichrichtern
DE587843C (de) Schutzschaltung fuer Teile einer Wechselstromanlage mit geerdetem Nullpunkt
DE533447C (de) Einrichtung zur Verhuetung von Rueckzuendungen bei Metalldampfgleichrichtern mit im Entladungsweg isoliert angeordneten Metallteilen bzw. Anodenhuelsen