CH127640A - Elektrischer Widerstandsofen. - Google Patents

Elektrischer Widerstandsofen.

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CH127640A
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electric resistance
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electrically non
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Plansee G M B H Metallwerk
Schwarzkopf Paul Ing Dr
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Plansee G M B H Metallwerk
Schwarzkopf Paul Ing Dr
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Description


  Elektrischer Widerstandsofen.         Elektrische    Widerstandsöfen, insbeson  dere für hohe Ofentemperaturen, konnten  für die meisten Anwendungsgebiete bisher  aus dem Grunde nicht hergestellt werden,  weil kein Material existiert, das die ge  wünschten hohen Temperaturen aushält, ohne  zu oxydieren. Hochschmelzende Metalle,  wie Wolfram und     Molybdän,    verbinden sich  mit dem Sauerstoff der     Innft,    sobald sie auf  dunkle Rotglut gelangen, bei der sie noch  zeit von ihrem Schmelzpunkt entfernt sind  und somit weit höher erhitzt werden könn  ten, falls die Oxydation nicht einträte.

   An  dere Metalle, die zwar nicht so hohe Tem  peraturen vertragen, wie Wolfram und Mo  lybdän, jedoch die bisher üblichen elektri  schen Widerstandsmaterialien weit über  treffen würden, sind nur in geringster Zahl  vorhanden und, wie zum Beispiel Platin,  viel zu kostbar, um für     Widerstandsöfen    in  gewerblichen Betrieben Anwendung finden  zu können.  



  Die Erfinder haben daher schon lange  versucht,     Molybdän    und Wolfram in elek-         trischen    Widerstandsöfen nutzbar zu ma  chen.     Hierzu    wurden sie dadurch angeregt,  dass die Anwendung von Heizfolien aus Mo  lybdän oder Wolfram in jenen industriellen  Betrieben ohne weiteres möglich ist, in de  nen zum     Beispiel    diese Metalle selbst erzeugt  werden, da in den betreffenden Widerstands  öfen     Molybdän-    und     Wolframstäbe    in einer  Wasserstoffatmosphäre verarbeitet werden  und diese letztere das Oxydieren der     Heiz-          folie    selbst wirksam verhindert.  



  Überall dort aber, wo im Ofen selbst  Wasserstoff nicht gebraucht     wird,    würde die  dauernde Isolierung der Heizfolie gegen die  Aussenluft mittelst einer Wasserstoffatmo  sphäre mit erheblichen Kosten verbunden  sein, da der Wasserstoff hierbei verbraucht  wird, und     würde    darüber hinaus gefährlich  sein, da Wasserstoff leicht mit der Luft ein  explosibles Gemisch bildet und somit der  Umgang mit Wasserstoff besonderes, aus  gebildetes und zuverlässiges Personal er  fordert.

        Alle Versuche, Heizfolien aus     Molybdän     oder Wolfram gegen Sauerstoffzutritt aus  der Luft zu schützen, sind jedoch bisher  fehlgeschlagen.     Umkleidungen        znit    Asbest,  dem einzigen Isoliermaterial, das auch höhere  Temperaturen aushält, haben sich nicht be  währt, da Asbest in jeder Form mehr oder  weniger porös ist und den Sauerstoff zu  treton lässt. Versuche des Erfinders mit  Isolierungen aus     Graphit,    einem andern       hochsebmelzenden    Stoff, haben sich gleich  falls nicht bewährt, da     Graphit    elektrisch  leitend ist und somit erhebliche Stromver  luste bedingt.  



  Weitere planmässige Versuche auf die  sem Gebiet haben nun das überraschende Er  gebnis     gezeitigt,    dass eine vollständige Iso  lierung des Widerstandsmaterials aus Mo  lybdän     bezw.        Molybdänlegierungen    oder  Wolfram     bezw.        Wolframlegierungen    gegen  Luft dadurch gelingt,     dass\    man Holzkohle  oder ein anderes, nicht leitendes Kohlen  material zum Umkleiden des Widerstands  materials benutzt.

   Diese Stoffe halten alle  vorkommenden höchsten Temperaturen aus  und verwehren anderseits dem Sauerstoff  den Zutritt zum     Widerstandsmaterial.    Bei  andauernden, besonders hohen Temperaturen  kann es eintreten, dass das Kohlenmaterial  oberflächlich sich mit dem Luftsauerstoff  verbindet, also verbrennt. Es ist dann nur  nötig, von Zeit zu Zeit frische Holzkohle  oder dergleichen aufzuschütten, um die  dauernde Luftisolierung und Brauchbarkeit  des Widerstandsmaterials zu sichern. Vor  zugsweise wird die Holzkohle oder das  sonstige, nicht leitende Kohlenmaterial in  feiner Pulverform verwendet.  



  Die     Erfindung    sei anhand zweier Aus  führungsbeispiele der Zeichnung näher er  läutert.  



       Abb.    1 zeigt einen schematischen Quer  schnitt durch einen schrägen Widerstands  ofen, der besonders als Schmelzofen für hoch  schmelzende Erze benutzt     werden    kann und  von dem angenommen ist,     da-ss,    er um seine  schräge.     K'ehse    umläuft;         Abb.    2 zeigt im schematischen Schau  bild einen liegenden, ruhenden Ofen.  



  Der Ofen gemäss-     Abb.    1 besteht aus  dem Schmelztiegel 1 aus Quarz oder     Zirkon-          erde,    je nach der zu erreichenden Tempera  tur des zu behandelnden Gutes, 2 ist eine  äussere Wärmeisolierung, beispielsweise aus  Schamotte und     Kieselgur,    die aussen in  einem Ring 3 aus Gusseisen gehalten ist,  der übrigens auch einen Boden besitzen  kann. Um den Tiegel 1 ist das elektrische  Widerstandsmaterial 4 aus     Molybdän,    Wol  fram oder Legierungen dieser Stoffe     schrau-          benlinienförmig    gewickelt; es ist gleich  gültig, ob das Widerstandsmaterial runden  oder eckigen, insbesondere quadratischen oder  rechteckigen Querschnitt besitzt.

   Die elektri  schen Zu- und Ableitungen sind an geeig  neter Stelle isoliert herausgeführt und nicht  dargestellt. Der Raum aussen zwischen dem  Tiegel und um die Widerstandsdrähte oder  =Folien 4 einerseits und der Innenwandung  des Körpers 2 anderseits ist nun mit vor  zugsweise fein pulverisierter Holzkohle 5  dicht, beispielsweise durch Einstampfen,  ausgefüllt. Der äussere Abschluss ist     durch     einen ringförmigen Deckel 6 aus Gusseisen  geschaffen, der einerseits den Tiegel 1 hält  und anderseits auf dem Aussenrand des  Stückes 2 befestigt ist.  



  Die Erfahrung hat nun gelehrt, dass tatsäch  lich keine Luft durch die Holzkohle hin  durch an die in ihr eingebetteten Wider  standsmaterialien 4 herankommen kann.  Sollte Holzkohle bei höchsten     Temperaturen     im geringsten Masse verbrennen, so kann  durch einen     Einfülltrichter    7, der durch  einen Hahn 8 abgeschlossen werden kann,  von Zeit zu Zeit frische Holzkohle nach  gefüllt werden.  



  Viel einfacher ist noch die Herstellung  und Aufrechterhaltung des Betriebes eines  liegenden Ofens gemäss     Abb.    2.  



  Dieser besteht aus dem als Rohr 9 be  liebigen     Querschnittes    und geeigneten Ma  terials gebildeten Schmelzraum, der in ein  Bett aus Holzkohle 5 vollständig eingelas  sen ist. Die Holzkohle selbst ist wiederum      in einem oben offenen Trog oder dergleichen  2 aus Schamotte oder dergleichen gehalten,  und dieser Trog kann wiederum aussen durch  eine Eisenwand 3 zusammengehalten sein.  Der Abschluss des Troges und des Holz  kohlenbettes vorne und hinten kann in jeder  geeigneten Weise, beispielsweise auch durch  eine     Gusseisenwand,    erfolgen. 4 sind wieder  um die Heizspiralen oder =Folien aus Mo  lybdän, Wolfram oder deren Legierungen.  



  Sollte hier im Laufe des Betriebes ein  geringfügiger     Abbrauch    von Holzkohle  stattfinden, so braucht diese in einfachster  Weise von Zeit zu Zeit nur oben aufgeschüt  tet zu werden. Natürlich kann der Trog  von oben durch einen Deckel aus geeignetem  Material geschlossen sein.  



  An Stelle von Holzkohle können andere       Kohlenarten    Anwendung finden, welche  nicht elektrisch leitend sind.  



  Da gewisse Holz- und andere an sich  nicht elektrisch leitende Kohlearten Bei  mengungen an leitenden Metallen in kleiner  Menge enthalten,     hart    es sich als vorteilhaft  erwiesen, solchen Holz- und andern Kohle  arten hochschmelzende Oxyde beizumengen,  wie zum Beispiel     Calciumoxyd,    Magnesium  oxyd, Aluminiumdioxyd, oder solche Verbin  dungen dieser Oxyde, die beim Glühen in  diese Oxyde übergehen. Es werden in sol  chen Fällen die erwähnten Oxyde oder deren  Verbindungen in vorzugsweise feinverteilter  Form der zerkleinerten Holz- oder sonstigen  nicht leitenden Kohle beigemischt, um die  wenn auch geringe Leitfähigkeit der die  Oxydation der Widerstandsmaterialien ver  hindernden Schutzmasse zu vernichten.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Elektrischer Widerstandsofen, dessen Heizkörper aus Wolfram oder Wolfram legierungen oder Holybdän oder No- lybdänlegierungen besteht, dadurch ge kennzeichnet, dass diese die Ofenhitze er zeugenden Heizwiderstände in eine min destens teilweise aus elektrisch nicht leitenden Kohlearten bestehenden Schutz- schicht gegen Sauerstoffangriffe und Luftzutritt eingelagert sind.
    II. Verfahren zum Betreiben eines elek trischen Widerstandsofens, dessen Heiz körper aus Wolfram oder Wolfram legierungen oder Molybdän oder Mo lybdänlegierungen besteht, dadurch ge kennzeichnet, dass ein aus elektrisch . nicht leitender Kohle bestehendes Koh lenbett, in das der Heizkörper vollstän dig eingebettet ist, durch Nachfüllen . abgebrauchter Kohlenmengen dauernd vollkommen den Ofen und den Heiz- widerstand umschliessend erhalten wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektrischer Widerstandsofen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizwiderstände mindestens teilweise in Holzkohle eingelagert sind. 2.
    Elektrischer Widerstandsofen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass den elektrisch nicht leitenden Kohle- arten hochschmelzende, elektrisch nicht leitende Oxyde beigemengt sind. 3. Elektrischer Widerstandsofen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch nicht leitenden Kohle arten in Pulverform eingebracht und dicht eingepresst sind. 4. Elektrischer Widerstandsofen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dag der Schmelzraum in einem Tiegel besteht, der mit dem Heizwiderstand in elektrisch nicht leitende Kohle dicht ein gepresst ist. 5.
    Elektrischer Widerstandsofen nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzraum in einem Rohr be steht, das mit dem Heizwiderstand in elektrisch nicht leitende Kohle dicht ein gepresst ist. .
CH127640D 1926-06-16 1927-06-13 Elektrischer Widerstandsofen. CH127640A (de)

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