Einrichtung an Scheinwerferlampen für Fahrzeuge zur Seitenverstellung des Lichtkegels. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Scheinwerferlampen für Fahrzeuge zur Seitenverstellung des Lichtkegels mit Hilfe eines drehbaren Reflektors.
Ihr Kennzeichen liebt darin, dass zur Bewegung des Lampen reflektors ein damit verbundenes Rad mit vie len radial abstehenden Ankerpolen in Kom bination mit einigen wenigen, im Kreise her um angeordneten, in bestimmter Reihenfolge naeheinader in Abhängigkeit von der Lenk radablenkung erregbaren Elektromagneten vorgesehen ist, wobei die Anzahl der Anker pole ein nicht ohne Dezimale teilbares Mehr faches der vorhandenen Elektromagnete ist, und die Verteilung der Ankerpole zu den Elektromagneten derart gewählt ist, dass,
wenn einer der Ankerpole von einem Elektro magneten zur Teildrehung des Lampenreflek- lors angezogen worden ist, ein anderer Anker pol wohl teilweise, aber noch nicht ganz im magnetischen Feldbereich eines andern Elek- I romgnetes steht, so dass dessen bei weiterer Ablenkung des Lenkrades erfolgende Erre gung eine weitere Teildrehung des Lampen- reflr-l;
lors im Gefolge hat und somit Teildre- hung an Teildrehung aneinander reihend die Einstellung des Reflektors im Sinne der Lenkradablenkung erfolgen lässt.
Zweckmässig ist diese elektromagnetische Antriebsvorrichtung im untern, zu diesem Zwecke entsprechend erweiterten Teile des Lampengehäuses untergebracht.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt des Reflektors einer Autoscheinwer- ferlampe mit elektromagnetischer Antriebs vorrichtung; Fig. 2 ist eine Vorderansicht und Fig. 8 eine Draufsicht hierzu; Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt in grö sserem Massstabe durch die elektromagnetische Antriebsvorrichtung; Fig. 5 ist ein wagrechter Schnitt hierzu;
Fig. 6 zeigt die Verbindung eines zur Steuerung der elektromagnetischen Antriebs vorrichtung dienenden Kontaktkommutators mit der Autolenkstange; Fig. 7 ist ein Längsschnitt durch diesen Kontaktkommutator; Fig. 8 und 9 zeigen in Oberansicht und im Schnitt einen Segmentkranz desselben, welcher von einem beweglichen Steuerkontakt bestrichen wird; Fig. 10, 11 und 12 stellen in Seiten-, Vor der- und Oberansicht die äussere Form des Lampengehäuses mit .der Verglasung dar;
Fig. 13 ist ein Leitungsschema für die vom Kommutator gesteuerten Stromkreise. Der Reflektor 1 (Fig. 1 bis 3) einer Auto scheinwerferlampe, deren Lichtquelle 2 im Brennpunkt des Reflektors feststehend ange ordnet ist, ist um eine senkrechte Achse dreh bar, indem er in einem Bügel 3 (Fig. 2) ge- fasst ist, der unten auf einer senkrechten Drehwelle 4 befestigt ist.
Die Drehwelle 4, die oben und unten auf einem Kugellager gelagert ist, trägt ein Rad 5 (Fig. 4 und 5) mit am Umfang radial ab stehenden Ankerpolen 6 zwischen im greise ringsherum feststehend angeordneten Elek tromagneten 7a, 7b, 7e, 7d. Letztere sind zu vier an der Zahl vorhanden und im greise um<B>90'</B> zueinander versetzt; sie besitzen je einen U-förmigen Magnetkern 8, zwischen dessen Polschenkeln die Ankerpole 6 hinein gelangen können.
Die Zahl der Ankerpole 6 beträgt zweckmässig ein Vielfaches -f- 1 von der Zahl der Elektromagnete 7a, 7b, 7e, 7d; hier zum Beispiel hat man siebzehn gleich, weit voneinander abstehende Ankerpole 6 vorgesehen. Diese Anzahl und Verteilung der Ankerpole 6 im Verhältnis zur Anzahl und Verteilung der Elektromagnete hat den Zweck, d ass, wenn einer der Ankerpole, in Fig. 5 etwa der mit 6a bezeichnete, genau in der Achse des magnetischen Feldes eines der Elektromagnete, in Fig. 5 etwa des Elektro magnetes 7a steht,
-der in der Reihenfolge um vier Teilungen von jenem entfernt liegende Ankerpol 6e wohl schon im Bereiche des mag netischen Feldes des nächstfolgenden Elektro magnetes, 7b, aber noch nicht in der Achse des selben steht. Ist demnach durch Erregung des Elektromagnetes 7a der Ankerpol 6a in die Feldachse des ersteren eingestellt worden und wird alsdann der Elektromagnet 7b erregt, während die Erregung des Elektromagnetes 7a unterbrochen wird,
so kann durch die an- zieliende Wirkung des Elektromagnetes 7b der Ankerpol 6e in die Feldachse desselben hineingedreht werden, was einer bestimmten Teildrehung des Ankerpolrades entspricht.
Bei dieser Teildrehung kommt ein anderer Ankerpol des Rades in den Wirkungsbereich des Elektromagnetes 7e, dessen Erregung eine weitere Teildrehung des Ankerpolrades zur Folge haben wird und so fort, so dass auf diese Weise bei aufeinanderfolgender Erre- ing der Elektromagnete -das Ankerpolrad sehrittweise gedreht wird und Teildrehung aneinanderreihend den Lampenreflektor 1 nach der Seite hin verdreht.
In der Feldachsenstellung werden die An kerpole 6 des Rades durch eine Art Bremse vorübergehend festgestellt. Eine solche Bremse ist an den Kernschenkeln eines jeden Elektromagnetes vorgesehen und besteht aus zwei Druckklinken 10 (Fig. 4), die um eine feste Achse 11 drehbar sind und unter der Wirkung einer Feder 12 stehen. Bei Polari sierung -der Magnetkernschenkel werden die Klinken 10 von denselben angezogen und ge gen die Rückseite -des betreffenden Ankerpols 6 gepresst, um diesen in seiner Feldachsenstel- lung festzulegen. Bei Aufhören der Erregung ;,eben die Klinken 10 unter der Wirkung ihrer Feder 12 zurück.
Letztere ist an einer einstellbaren Winkelschiene 13 eingehängt und kann durch Verstellen derselben in ihrer Spannung geregelt werden, während eine Schraube 14 in der Winkelschiene 13 -die Drehstellung der Klinken 10 einzuregulieren gestattet.
Zur Erregung der Elektromagnete dient eine elektrische Stromquelle 1.5, die, wie aus dem Leitungsschema der Fig. 13 hervorgeht, über einen Kontaktkommutator mit den frier Elektromagneten 7a, 7b, 7e, 7d in Verbindung steht.
Der Kontaktkommutator besitzt einen feststehenden Segmentkranz 20, dessen von einander isolierte Kontaktsegmente in der aus Fig. 13 ersichtlichen Weise mit jenen vier Elektromagneten verbunden sind. Auf dem Segmentkranz 20 steht eine bewegliche Kon taktgabel 21 (Fig. 7).
Letztere sitzt auf einer drehbaren Hohlwelle 22, die bei einem Ende durch eine Klauenkupplung 23 mit einer Seilscheibe 24 gekuppelt ist, welche auf einer hohlen Achse 25 lose drehbar ist.
Die Seil selieibe 24 ist durch einen Seilzug 25' (Fig. 6) mit einer auf der Lenkstange des Wagens befestigten Seilscheibe 26 verbunden, derart, da.ss bei Drehen der Wagenlenkstange die Seilscheibe 24 entsprechend mitgedreht wird und ihre Drehbewegung durch die Flohlwelle 22 auf die Kontaktgabel 21 überleitet, welche so auf dem Segmentkranz 20 entlangschleift. Dadurch werden entsprechend dem Schema der Fig. 13 die Elektromagnete 7a, 7b, 7e, 7d aufeinanderfolgend und wiederholt in den Stromkreis der Stromquelle 15 eingeschaltet und mithin erregt.
Bewegt sich etwa die Kon- taktgabel 21 aus der Stellung von Fig. 13 im Sinne des Pfeils a entsprechend .der Richtung der Lenkbewegung am Lenkrad, so werden von der gezeichneten Stellung ausgehend naeh dem Elektromagneten 7a die Elektro magnete 7u, 7e, 7d und wieder 7a . . . . 7d in derselben Reihenfolge unter Strom gesetzt, wenn die Lenkung nach derselben Richtung fortschreitet;
das Ankerpolrad wird dadurch von der in Fig. 5 gezeichneten Stellung aus gehend im Sinne des Pfeils a' gedreht, indem nach dem Elektromagneten 7a derjenige 7b und so fort zur Erregung kommt.
Kehrt die Drehrichtung der Kontaktgabel 21 etwa auf einem Segment um, das an den Elektromag net 7d angeschlossen ist, so wird nach diesem der Elektromagnet 7c erregt, in dessen Wir kungsbereich ein Ankerpol hineingelangt ist, und es erfolgt die umgekehrte Drehbewegung des Ankerpolrades. Das Ankerpolrad erhält auf diese Weise eine der Drehrichtung der Lenkstange entsprechende Bewegungsrich tung, mithin auch der mit dem Ankerpolrad verbundene Lampenreflektor.
Die Lenkstange ist in bekannter Weise durch ein Übersetzungsgetriebe mit den Lenk rädern des Wagens verbunden. Die Erfah rung lehrt, da.ss beim Einlenken in Kurven die. seitliche Ablenkung des Lichtkegels der Scheinwerferlampen nicht der Verstellung der Lenkräder genau folgen, sondern ihr vor auseilen soll, um eine den richtigen Überblick der Strassenkurve gewährleistende Beleuch tung zu erzielen.
Bei dem gezeichneten Bei spiel ist nun die Anordnung und Breite der Kommutatorsegmente mit Bezug auf den Ausgangspunkt der Steuerbewegung (ent sprechend der Geradausfahrt) und die An kerpolteilung am Ankerpolrad eine solche, dass, wenn beim Lenken an der Lenkstange die Lenkräder des Wagens um 1 15' von der Geradausstellung nach der Seite hin abge lenkt sind, der bewegliche Kontakt des Kom- mutators bereits auf das nächste Segment übergeht und am Ankerpolrad eine Teildre hung von 2 30' herbeiführt,
dass nach Ab lenken der Lenkräder des Wagens um 3 Q 45' der bewegliche Kontakt des Kommutators auf das zweitnächste Segment übergeht und am Ankerpolrad eine weitere Teildrehung von 2 30', also von zusammen mehr als 5 her vorruft, und so fort, so dass also der Über gang des beweglichen Kontaktes des Kommu- tators von einem Segment zum nächstfolgen den eine Voreilung der Bewegung am Anker polrad bezw. am drehbaren Lampenreflektor zur Folge hat, wie dies für die gute Sicht in der Strassenkurve zweckmässig ist.
Es war bis jetzt angenommen, die Seiten ablenkung des Lichtkegels finde selbsttätig mit der Seitenablenkung der Wagenlenk räder statt. Nun soll aber auch de Möglich keit geschaffen sein, die Seitenablenkung des Lichtkegels auch von Hand nach Belieben ausführen zu können. Zu diesem Zwecke ist die Hohlwelle 22 nicht nur drehbar, sondern auch in ihrer Achsenrichtung längsverschieb bar gelagert.
In der Stellung, in welcher sie mit der Seilscheibe 24 gekuppelt ist, greifen zwei federbeeinflusste Riegel 30 (Fig. 8 und 9) in eine Umfangsrille 31 (Fig. 7) der Hohl welle 22 und sichern sie in dieser Kuppelstel- lung. Wird nun die Hohlwelle 22, die an dem der Kupplung abgewendeten Ende mit einem Knopf 32 versehen ist, in Fig. 7 nach rechts gezogen, bis die Riegel 30 in eine mittlere Umfangsrille 34 einfallen, so wird die Kupp- lung der Hohlwelle 22 mit der Seilscheibe 24 gelöst,
letztere läuft beim Drehen der Lenk stange leer und der Führer kann nunmehr durch Drehen der Hohlwelle 22 mittelst ihres Knopfes 32 von Hand die Kontaktgabel 21 am Segmentkranz 20 des gommutators, an dem sie den Kontakt durch jene Längsver schiebung nicht verloren hat, nach Belieben verstellen, um immer wieder mittelst der Elektromagnete und des Ankerpolrad,es den Lampenreflektor nach Bedarf einzustellen.
Die Drehbewegung der Hohlwelle 22 wird dabei durch eine Sperrkugel 40 begrenzt, die in einer Längsrinne 41 des Trägerstücks 42 liegt und in eine schraubenlinienförmige Um fangsnut 43 der Hohlwelle 22 eingreift. Die Länge dieser Nut hängt von dem zulässigen Drehausschlag des Lenkstangensteuerrades ab.
Die Hohlwelle 22 kann noch weiter her ausgezogen werden. Es kann dies allerdings nur geschehen, wenn eine mit der Hohlwelle 22 mitgehende Nase 50 in eine Ausnehmung 51 des Kommutatorgehäuses eintreten kann, was nur dann möglich ist, wenn die Hohl welle 22 so eingestellt worden ist, dass die Vertikalmittelebene -des Reflektors geradeaus gerichtet ist; für diese Stellung der Hohl welle 22 kommt die Nase 50 genau gegenüber die Ausnehmung 51 zu stehen.
Wird dann die Hohlwelle 22 herausgezogen, bis die Rie gel 30 in die Umfangsrille 54 der Hohlwelle einspringen, womit auch die Nase 50 in die Ausnehmung 51 hineingelangt ist, so wird die Kontaktgabel 21 vom Segmentkranz 20 abgezogen und der Stromkreis aller Elektro magnete ist hier unterbrochen. Der Lampen reflektor bleibt daher feststehen; dabei ist die Hohlwelle 22 durch die Nase 50 an unge wollter Drehung gehindert und so in der Ausgangsstellung festgelegt.
In den Knopf 32 der Hohlwelle 22 ist eine elektrische Signallampe 60 eingebaut, deren Stromzuleitungen durch die hohle Achse 25 hindurch nach aussen geführt und mit -dem gemeinsamen Stromkreis der Elektromagnete verbunden sind (Fig. 13). Leuchtet @diese Lampe auf, so hat der Führer die Gewissheit, dass der eine oder andere Elektromagnet un ter Strom steht.
Für -den Fall, dass aus irgend einem Grunde der Strom ausbleiben sollte, ist ein Sperrelektromagnet 65 vorgesehen, der eben falls in dem gemeinsamen Stromkreis der Elektromagnete 7a, 7b, <B>7e,</B> 7d liegt. Solange der Stromkreis unter Strom steht, ist der Sperrelektromagnet 65 erregt und hält eine an seinem Anker vorgesehene Sperrklaue 66 (Fig. 5) ausser Eingriff mit dem Ankerpol rad. Bleibt der Strom aus, so wird die Sperr klaue<B>66</B> freigegeben und fällt sperrend zwi schen zwei einander benachbarte Pole des Ankerpolrades ein, so dass dieses verriegelt wird.
Die Drehung des Reflektors 1 bringt es mit sich, dass das Lampengehäuse 70 in der aus Fig. 10, 11 und 12 ersichtlichen Weise zu beiden Seiten ausgespart ist, um den seit lich abgelenkten Lichtkegel nicht zu unter binden. Diesen Aussparungen hat sich auch die Schutzverglasung 71 anzupassen. Ander seits hat auch der Reflektor selbst seitliche Aussparungen, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Das Lampengehäuse hat auch sonst nicht die übliche Form; im untern Teil ist es be trächtlich erweitert, um für die Unterbrin gung der Elektromagne tgruppe und des An kerpolrades nebst Zubehör, welche Teile in einem Schutzgehäuse 75 eingekapselt sind, Platz zu schaffen.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, befindet :ich der Kontaktkommutator am vordern Schutzbrett 72 des Führersitzes. Statt des Seilscheibengetriebes liesse sich natürlich ir gend eine andere zwangsläufige Verbindung zwischen Lenkstange und Kontaktkommuta- tor anwenden. Auch könnte der Reflektor mittelst einer andern Steuervorrichtung als der beschriebenen elektromagnetischen in Ab hängigkeit vom Lenkvorgang eingestellt wer den.
Die Verglasung des Lampengehäuses könnte stark bombiert ausgeführt sein, wenn man die seitlichen Gehäuseaussparungen ver- meiden will. Man kann dem Lampengehäuse mit der Verglasung die verschiedensten Phan tasieformen geben.