CH127831A - Verfahren zum Mustern von Fellen. - Google Patents

Verfahren zum Mustern von Fellen.

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CH127831A
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plate
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Gustav Maletzki
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Gustav Maletzki
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B15/00Mechanical treatment of furs
    • C14B15/12Finishing, e.g. pointing furs; Producing designs or patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


      Yerfahren    zum Mustern von Fellen.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zum Mustern von Fellen  durch Pressen mit reliefartig gemusterten  Stempelplatten. Zum Mustern von Fellen  auf ihrer Unterseite entsprechend gestaltete  Platten zu verwenden, ist an sich bekannt,  und zwar werden bei dem bekannten Verfah  ren diese     Platten,    zum Prägen benutzt, das  heisst sie werden auf, meist auch mit Erhö  hungen und Vertiefungen versehene, Unter  lagen oder     Gegenprägeplatten    oder zum min  desten auf weiche Unterlagen stark aufge  drückt, so dass das Fell auf der Haar- und  Lederseite reliefartig gestaltet wird. Um die  Lederseite nach dieser Behandlung weiter zu  glätten, wurde das Fell erneut gespannt.

   Das  Neuartige des Verfahrens nach der Erfin  dung besteht im wesentlichen darin, dass auf  die Haarseite eines mit der Lederseite auf  einer Unterlage liegenden Felles eine auf der  Unterseite reliefartig gemusterte Stempel  platte aufgesetzt und unter Druck annähernd  oder ganz entgegengesetzt der Haarschlag  richtung ein Stück parallel zur Unterlage  verschoben wird.    Auf der     Zeichnung    ist das Verfahren  und die     zur    Ausführung des Verfahrens die  nende     Vorrichtung    beispielsweise veranschau  licht.

   Es zeigt:       Fig.    1 die auf die Haarseite des Felles  aufgesetzte Stempelplatte,       Fig.    2 die Lockung des Haares nach Ver  schiebung der :Stempelplatte,       Fig.    3 eine Stempelplatte mit einer elek  trischen Heizvorrichtung im Querschnitt,       Fig.    4 die reliefartig gemusterte Unter  seite der     Stempelplatte    und       Fig.    5 die Anordnung der Platte an  einem gelenkigen Wandarm.  



  Die auf der Haarseite des Felles e auf  gesetzte Stempelplatte a, deren Unterseite  reliefartig gemustert ist, wodurch Erhöhun  gen und Vertiefungen b entstehen     (Fig.    4),  drückt sich infolge ihres Gewichtes an den  erhöhten Stellen etwas in das Haar des auf  der Unterlage festliegenden Felles e ein, das  heisst die Haare des Felles werden an diesen  Stellen, gegenüber den Stellen, an denen sich  in dem Stempel     Vertiefungen    b befinden,      etwas zusammengedrückt     (Fig.    1).

   Ver  schiebt man den Stempel ä entgegen dem  Haarwuchs (Haarschlag), parallel zur Un  terlage, so stossen die in der Bewegungsrich  tung vorangehenden Kanten der Erhöhun  gen der reliefartig gemusterten Stempelunter  seite gegen die Haarspitzen, die Haare rich  ten sich infolgedessen auf und werden in die  Hohlräume b des Stempels a hineingezwängt.  An den in der     Bewegungsrichtung    vorn lie  genden Kanten der Erhöhungen des Stem  pels a richten sich die Haare natürlich am  stärksten auf, so dass nach dem Verschieben  der     Stempelplatte    a die Haarseite des Felles  eine wellige Gestaltung (Lockung) erhält.  Das Mass der Verschiebung der Stempelplatte  richtet sich nach der Länge der Haare des  Felles.  



  Die zur Ausführung des Verfahrens ver  wendete Platte (Stempel) kann nach einem  Modell gegossen sein oder auch     graviert    wer  den, wobei es gleichgültig ist, ob die Er  höhungen, scharfkantig oder abgerundet sind  und die Flanken senkrecht oder geneigt zur       Plattenunterseite    stehen. Die Tiefe der Aus  sparungen in der Platte ist an sich beliebig,  sie muss jedoch mindestens so sein, dass sich'  die Haare des Felles beim Verschieben der  Platte a entgegen dem Haarwuchs in den       'Vertiefungen    b gut aufrichten können; bei  kurzhaarigen Fellen kommt man deshalb mit  einer geringeren Tiefe der Aussparungen aus  als bei langhaarigen Fellen.

   Die Verteilung  der Erhöhungen und     Vertiefungen    auf der  Platte und die     Gestaltung    der Ausschnitte  hängt wesentlich davon ab, in welcher Weise  man das Fell mustern will. Es kann sich  dabei um reine Fantasiezeichnungen handeln  oder um ein Muster, durch welches zum Bei  spiel Breitschwanz, Persianer oder Astrachan  nachgeahmt werden soll. Beim Verschieben  der Platte a auf der Haarseite des Felles e  ist natürlich darauf zu achten, dass das Fell  e selbst nicht mitgenommen wird. Aus die  sem Grunde befestigt man es auf der Unter  lage, oder verwendet eine etwas     rauhe    Un  terlage, die das lose auf ihr liegende Fell e  beim Verschieben der Platte a festhält.

      Um die     Platte    a leicht handhaben zu  können, sind an ihr Handgriffe c ange  bracht. Man kann die Platte auch, wie aus       Fig.    5 ersichtlich ist, mit einem gelenkigen  Wandarm g führen. Zu diesem Zwecke sitzt  auf der Oberseite der Platte<I>a</I> eine Stange<I>f,</I>  die in einer Hülse<I>g"</I> des Wandarmes<I>g</I> ge  führt ist. In dieser Stange f sind Löcher     f1     vorgesehen, durch die, wenn die Platte a an  gehoben: ist, Stifte gesteckt werden können,  um sie in der gehobenen Lage festzuhalten.  



  Um das Muster und die Lockung des  Felles haltbarer zu machen, kann das Fell  vor der Behandlung in an sich bekannter  Weise angefeuchtet werden. Aus dem näm  lichen Grunde empfiehlt es sich, auch die  Platte a zu erhitzen. Das Erhitzen der Platte  kann über einer Flamme geschehen oder     auch\     durch eine elektrische Heizung. In     Fig.    3  ist veranschaulicht, wie in die Platte a ein  elektrischer Heizkörper d eingebaut ist. Um  beim Aufsetzen der erhitzten Platte auf das  angefeuchtete Fell ein Abziehen der Dämpfe  zu ermöglichen, kann man eine poröse oder  durchlochte Unterlage verwenden.

   Es sei  schliesslich noch betont, dass die Bewegung  der     Platte    nicht ganz genau entgegengesetzt  dem Haarwuchs erfolgen muss, sondern mehr  oder weniger seitlich erfolgen kann, das heisst  die Verschiebung der Platte muss nur unge  fähr     entgegengesetzt    dem     Haarwuchs    er  folgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Mustern von Fellen, da durch gekennzeichnet, dass auf der Haarseite eines mit der Lederseite auf einer Unterlage liegenden Felles eine auf der Unterseite re liefartig gemusterte Stempelplatte aufgesetzt und unter Druck annähernd ganz entgegen gesetzt der Haarschlagrichtung zur Erzie lung von Lockungen ein Stück parallel zur Unterlage verschoben wird, wobei die Haare in durch das reliefartige Muster entstehende Vertiefungen hineingezwängt werden und sich an diesen Stellen gegenüber den unter durch das reliefartige Muster entstehenden Erhöhungen der Stempelplatte liegenden Haaren mehr oder weniger aufrichten. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine geheizte Stem pelplatte verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Fell vor der Be handlung angefeuchtet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine an einem gelen kigen Wandarm angebrachte Stemp(,l- platte verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer elek trischen Heizvorrichtung versehene SteLl- pelplatte verwendet wird.
CH127831D 1927-07-18 1927-07-18 Verfahren zum Mustern von Fellen. CH127831A (de)

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