CH127866A - Verfahren zum Bremsen von Drehstrom-Asynchronmotoren. - Google Patents

Verfahren zum Bremsen von Drehstrom-Asynchronmotoren.

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CH127866A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  Verfahren zum Bremsen von     Dr        ehstrom-Asynehr        onmotoren.       Es ist bekannt, bei     Drehstrom-Asyn-          chronmotoren    eine Bremsung durch ein     Stän-          derdrehfeld    herbeizuführen, das der Läufer  drehrichtung entgegengesetzt ist, wenn bei  angetriebenem Motor untersynchrone Dreh  zahlen erreicht werden sollen. Diese Gegen  stromschaltung hat den Nachteil, dass beim  Abbremsen beispielsweise von Kranfahr  werken eine Umkehr der     Fahrtrichtung    ein  tritt, wenn der Führer zu lange auf der Kon  trollerstellung für Bremsen verbleibt.

   Beim  Senken von Lasten     tritt    in diesem Falle eine  Bewegung im Hubsinne ein, wenn die Grösse  der Last nicht     genügt,    das vom Ständer  drehfeld auf den Läufer ausgeübte Dreh  moment zu     überwinden.    Um diese Mängel zu  beheben, ist ein grosser Aufwand an Schalt  apparaten     notwendig.    Ein weiterer Nachteil  der     Gegenstromschaltung    ist die stark aus  geprägte Abhängigkeit der Senkgeschwin  digkeit von der Grösse der Last, wodurch es  zum Beispiel unmöglich wird, diejenige     Kon-          trollerstellung,    die für das Senken kleiner  Lasten bestimmt ist, zum Senken der Voll-    last zu benutzen,

   weil sonst eine für Motor  und Getriebe gefährliche Senkgeschwindig  keit auftreten würde.  



  Die     Erfindung    besteht darin, dass eines  der beiden Magnetsysteme (Ständer oder  Läufer) beim Bremsen zur Erzielung unter  synchroner Drehzahl nur an eine Phase des  Netzes angeschlossen wird.  



       Abb.    1 stellt die bekannte Schaltung des       Drehstrom-Asynchronmotors    für den Be  schleunigungsbetrieb, zum Beispiel für das  Heben einer Last, dar. Der Ständer 11" 19,  13 ist an das Netz<I>R</I>     S   <I>T</I> angeschlossen.  'Den     Wicklungen.    des Läufers 14 ist der  Regelwiderstand 15 vorgeschaltet. Wird bei  dieser Schaltung, zum Beispiel beim Last  senken, der Motor mit übersynchroner Dreh  zahl durch die Last angetrieben, so erfolgt  die Bremsung in bekannter Weise dadurch,  dass der Motor als Generator Energie in das  Netz zurückliefen.  



  Um     beiangetriebenemMotoruntersynchrone     Drehzahlen zu erreichen, wird beispielsweise  der     .Ständer    zum     '.feil    oder ganz an nur ein,-      Phase des Netzes angeschlossen. In     Abb.    2  sind die     Ständerwicklungen    11 und 12, in       Abb.    3 alle     Ständerwicklungen    beispiels  weise in Parallelschaltung an die Phasen       S    T angeschlossen. Der Anschluss ist natür  lich so     vorzunehmen"    dass sich die erzeugten  Kraftflüsse unterstützen.  



  Je nach dem Verwendungszweck kann  man statt der Parallelschaltung der Ständer  wicklungen auch     Hintereinanderschaltung     oder gemischte Schaltung anwenden. Durch  Wahl der Zahl der in Reihe oder parallel  geschalteten Wicklungen, ferner durch Vor  schalt- oder Parallelwiderstände im Ständer  kann die Bremswirkung geregelt werden.  Eine weitgehende Regelung der Brems  wirkung kann auf einfache Weise mit dem       Regelwiderstand    im Läuferstromkreis er  zielt werden, der für das Anlassen ohnehin  erforderlich ist.  



  Die     Wirkungsweise    des Motors bei An  wendung des neuen Verfahrens wird durch  das Diagramm,     Abb.    4, deutlich gemacht. In  diesem ist der Verlauf der Drehzahl in Ab  hängigkeit von dem Bremsmoment darge  stellt, wenn der Motor einphasig an das  Netz geschaltet und mechanisch angetrieben  wird. In dem Diagramm ist auf der Ordi  nate die Drehzahl in Prozenten von der nor  malen Drehzahl aufgetragen, auf der Ab  szisse das bremsende Drehmoment des Mo  tors in Prozenten . des     normalen    Drehmo  mentes. Die Kurven 1, 2 und 3 sind Dreh  zahl-Charakteristiken für verschiedene Grö  ssen von in den Läufer eingeschalteten Wi  derständen.

   Die Grössen der Widerstände, bei  welchen sich die Kurve 1     bezw.    2,     bezw.    3 er  gibt, verhalten sich wie 0,7 :1 : 1,5.  



       Übt    die Last ein genügend grosses Dreh  moment auf die Motorwelle aus, so dass der  Läufer durchgezogen wird.. so     wird    Brems  energie erzeugt, die in den Widerständen  vernichtet wird.     Ifas    bremsende Moment  wächst etwa proportional mit der Touren  zahl. Soll eine Last abgebremst werden:, die  am Motor mit einem gewissen Drehmoment  angreift, so steigt die Läuferdrehzahl so  lange, bis     zwischen    Motordrehmoment und    Lastdrehmoment Gleichgewicht herrscht.  Die Drehzahl ist bei gleichem Moment umso  grösser, je grösser der im Läuferstromkreis  eingeschaltete Widerstand ist.  



  Die     Drehzahl-Charakteristiken    für Gegen  strombremsung würden etwa nach den ge  strichelt     eingezeichneten    Linien 4, 5, 6 also  viel steiler verlaufen. Die     GegeDstrom-          bremsung    hat somit gegenüber dem Ver  fahren nach der Erfindung den Nachteil, dass  einer gewissen     Drehmomentänderung    eine viel  grössere     Tourenzahläuderung        entspricht.     



  Die einphasige     Stromentnahme    aus dem  Netz ist bei kleinster Senkgeschwindigkeit  am grössten.. Sie hält sich in zulässigen Gren  zen, nämlich etwa. dem     1,7fachen    Nennstrom  in einer Phase des Motors.  



  Untersynchrone Drehzahlen bei angetrie  benem Motor lassen sich auch dadurch er  zielen, dass die Wicklungen des Läufers an  nur eine Phase des Netzes geschaltet werden  und die Regelung der Bremswirkung durch  Widerstände im Ständer erfolgt.  



  Das beschriebene Bremsverfahren lässt  sich auf vielen Gebieten verwenden. Ausser  für     Kranfahr-        und        Kranhubwerke    ist es bei  spielsweise für     Fahrzeuge        und    zum Still  setzen von Schwungmassen     (Ilgner-R:äder)     geeignet.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren- zum Bremsen von Drehstrom Asynchronmooren zur Erzielung untersyn chroner Drehzahlen, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Magnetsysteme des Motors beim Bremsen an nur eine Phase des Netzes angeschlossen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Bremsen die Standerwicklung an eine Netzphase ange schlossen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss beim Bremsen die Ständerwicklung zum Teil an eine Netz phase angeschlossen wird. 3.
    Verfahren nach .Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zu einer Phasenwick lung des Ständers eine andere Phasen wicklung parallel geschaltet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zu einer Phasenwick lung des Ständers zwei Phasenwicklungen parallel geschaltet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gewünschte Dreh zahl durch Regelung des Widerstandes im andern Magnetsystem eingestellt wird.
CH127866D 1926-06-15 1927-05-19 Verfahren zum Bremsen von Drehstrom-Asynchronmotoren. CH127866A (de)

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CH127866D CH127866A (de) 1926-06-15 1927-05-19 Verfahren zum Bremsen von Drehstrom-Asynchronmotoren.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0166350A3 (de) * 1984-06-15 1987-03-11 Hitachi, Ltd. Stopp-Positioniervorrichtung für einen Linear-Induktionsmotor

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0166350A3 (de) * 1984-06-15 1987-03-11 Hitachi, Ltd. Stopp-Positioniervorrichtung für einen Linear-Induktionsmotor

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