Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von mit Flügeln und einem als Niete dienenden Zapfen versehenen Dosenöffnern und zum Befestigen derselben an der Zarge von Blechdosen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Herstellen von mit Flügeln und einem als Niete dienenden Zap fen versehenen Dosenöffnern und zum Be festigen derselben an der Zarge von Blech dosen, zum Beispiel an der Zarge von Schuh crAmedosen.
Es sind Dosenöffner bekannt, die derart drehbar an der Dosenzarge angenietet sind, dass sie beim Drehen der Öffner unter den Rand des Dosendeckels greifen und diesen abheben. Die Herstellung dieser Öffner geht in der Weise vor sich, dass ein in der Grösse dem einzelnen. Öffner entsprechendes Blech plättchen ausgeschnitten und dieses nachein ander in verschiedenen Pressen. und Stanzen weiter geformt wird, wobei es mit Rücksicht auf seine unregelmässige und sperrige Form nicht durch Einschichten in ein Kanalmaga zin selbsttätig den Arbeitsstellen der ver schiedenen Maschinen zugeführt werden kann, vielmehr stückweise von Hand auf die Matrize gesetzt werden muss.
Das Befestigen der Dosenöffner geschieht bisher in der Weise, dass ein als Niete dienen- der Zapfen des Öffners in das auf einer be sonderen Lochmaschine angebrachte Loch der Dosenzarge von Hand eingeführt wird, wor auf der Öffner unter einer weiteren Presse am Dosenteil angenietet wird.
Das beanspruchte Verfahren besteht darin, dass der Dosenöffner aus einem absatz weise bewegten Blechstreifen derart her gestellt wird, dass in diesen Streifen eine Ver tiefung gepresst und zu einem Zapfen ausge stülpt wird, worauf die Flügel ausgeschnit ten und ein Teil jedes Flügels umgebogen wird und endlich der Dosenöffner vermittelst eines Stanzstempels aus dem Blechstreifen ausgestanzt wird,
und dass. alsdann der Stanzstempel den fertiggestellten und mit den umgebogenen Flügelteilen zwischen seinem Stempelschaft und der Wand eines zu die sem Stempel gehörenden Hatrizenplatten- loches noch festgehaltenen und hierdurch am freien Durchfallen durch das Matrizenplat- tenloch verhinderten Dosenöffner durch das letztere hindurch gegen die Zarge einer an eine unter dem Matrizenplattenloch liegende Bearbeitungsstelle- gebrachten Dose schiebt, die selbsttätig zuerst zu einer ersten Bearbei tungsstelle gebracht worden ist,
in der die Zarge mit einem Loch für den als Niete die nenden Zapfen versehen worden ist, worauf die Dose zu der unter dem Matrizenplatten- loch liegenden; Bearbeitungsstelle gebracht worden ist, in der die Einführung des.Öff- nerzapfens und die Vernietung desselben stattfindet.
Bisher bekannte Verfahren erfordern zur täglichen Herstellung von beispielsweise 20000 Dosenöffnern und zur Befestigung derselben an den Dosen zirka 15 Personen und zirka 15 Maschinen. Das beanspruchte Verfahren kann .derart ausgebildet sein, dass in einer einzigen, von nur einer Person be dienten Einrichtung täglich ?3000 bis 30000 Dosenöffner vollständig fertig hergestellt und zugleich an der Dose befestigt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel einer Einrich tung zur Ausführung des beanspruchten Ver fahrens ist in der Zeichnung schematisch dar gestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Vorderansicht teilweise im Schnitt und Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, teil weise im Schnitt nach 2-2 der Fig. 1; Fig. 3 ist eine Draufsicht auf einen Blechstreifen; Fig. 4 ist ein Schnitt durch eine Dose nach der Linie 4-4 der Fig. 5, und Fig. 5 zeigt einen an einer Dose befestigten Dosen öffner in Ansicht.
Die dargestellte Einrichtung arbeitet auf folgende Weise: Die Zellen a1 der Revolverscheibe a, wel che schrittweise, selbsttätig eine Drehbewe gung d3 ausführt, werden mit aus dem Rin nenmagazin c in Richtung des Pfeils C ein rollenden Dosenunterteilen b gefüllt.
Diese werden in den Zellen a1 mittelst der unter dem Einfluss der Druckfeder d stehenden Haltearme e festgehalten, die je einen seit lichen Finger e1 besitzen, die sowohl an der Stelle, an der die Dosenunterteile b in die Zellen a, einlaufen, wie auch an derjenigen, an der sie aus der Revolverscheibe ca wieder herausfallen:
sollen, über Nocken, w gleiten, wodurch die Haltearme e jeweils entgegen der Wirkung der Feder d an den erforder lichen Stellen für die zwischen zwei Schal tungen liegende Zeitdauer des ,Stillstandes der Revolverscheibe a zurückgehalten werden und so die Dosenunterteile b ungehindert in die Zellen a, einlaufen und aus diesen her ausfallen können.
Die in die Zellen a1 eingelaufenen Dosen unterteile b werden durch eine erste Dreh bewegung der Revolverscheibe a an die erste und durch eine weitere Bewegung an die zweite Bearbeitungsstelle gefördert. In der ersten Bearbeitungsstelle angekommen, tritt die verschiebbare Lochmatrize f in das Doseninnere ein, worauf der Lochstempel g in Richtung des Pfeils E radial von aussen gegen die Dosenzarge vorrückt und dieselbe mit dem Loch h versieht. Darnach tritt vor Beginn der folgenden Drehbewegung die Ma trize f wieder aus dem Doseninnern heraus.
Im rechten Winkel zur Revolverscheiben ebene, also in Richtung des Pfeils A, verläuft die Bahn des Blechstreifens k, der über einer Matrizenplatte t absatzweise durch Press-, Schneid- und ;Stanzvorrichtungen hindurch gezogen und mittelst der Press- und Stanz werkzeuge in, <I>n, p, q,</I> s derart bearbeitet wird, dass fortlaufend vollständig fertige Do senöffner i erzeugt werden.
Die Pressstempel <I>m</I> und<I>n</I> drücken die Vertiefung o vor, die vermittelst der Pressstempel <I>p</I> und q zu dem hohlen Zapfen r ausgestülpt wird. Das Aus schneiden der Flügel, welche als Griffe des Dosenöffners dienen, erfolgt mittelst zweier bekannter, in der Matrizenplatte t stehender und aus dieser nach oben ragender Schneid stempel, welche in der Zeichnung nicht dar gestellt sind. Der Blechstreifen k wird auf diese 8chneidstempel aufgedrückt, so dass diese von unten in den Blechstreifen 7c ein dringen.
Darauf wird ein Teil jedes Flügels derart umgebogen, dass diese Teile ungefähr rechtwinklig zur Blechstreifenfläche stehen. In seinen übrigen Umrissen bleibt dabei der Öffner i nach wie vor in Verbindung mit dem Blechstreifen k. Von diesem wird er erst vermittelst des Stanzstempels s, wenn derselbe in das Matrizenplattenloch t' ein dringt, abgetrennt.
Der Stanzstempel s schiebt sodann im Weiterverfolg seiner Ab wärtsbewegung den ausgestanzten Öffner i vor sich her, wobei der Öffner mit den um gebogenen Flügelteilen zwischen dem Schaft des Stempels s und der Wand des Matrizen plattenloches t1 festgehalten und so am Ab fallen verhindert wird. Das Loch dz des Dosenunterteils<I>b</I> befin det sich in der zweiten Bearbeitungsstelle genau unter dem Zapfen r des aus der untern Öffnung des Matrizenplattenloches t' heraus geschobenen Dosenöffners i.
In der zweiten Bearbeitungsstelle tritt nun zuerst der in Richtung des Pfeils B verschiebbar angeord nete Nietamboss u in das Innere des Dosen unterteils<I>b</I> und sodann der Zapfen<I>r</I> des Öffners<I>i</I> in das Loch dz der Dosenzarge ein.
Durch kräftigen Druck des zugleich den Nietstempel s1 aufweisenden .Stanzstempels s wird der Nietkopf<I>v</I> gepresst, der das Loch<I>h</I> völlig abdichtet, worauf sich der Ambo3 v wieder aus der Dose b zurückzieht, so dass diese nach der Ausfallstelle weiter wandern kann.
Die dargestellte Einrichtung versieht bei jeder Drehbewegung der Revolverscheibe a selbsttätig eine Dose<I>b</I> mit einem Öffner<I>i.</I> Der die Einrichtung bedienende Arbeiter hat nur für die fortlaufende Speisung des Rin nenmagazins c mit Dosenunterteilen. b zu sorgen.
Die Werkzeuge<I>m,</I> n, <I>p, q,</I> s werden von ein und demselben. Werkzeugkopf getragen und werden. in bekannter Weise zum Bei spiel von einer Kurbel- oder Exzenterwelle angetrieben. Von dieser Hauptwelle werden bei der beschriebenen Einrichtung auch mit Hilfe bekannter Mittel, wie Nockenscheiben, Hebel, Schubstangen und Walzen die Bewe gungen sämtlicher andern Werkzeuge, sowie der Revolverscheibe a und des Bandstreifens 7c abgeleitet.