CH128264A - Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerbeständigen Gusses. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerbeständigen Gusses.

Info

Publication number
CH128264A
CH128264A CH128264DA CH128264A CH 128264 A CH128264 A CH 128264A CH 128264D A CH128264D A CH 128264DA CH 128264 A CH128264 A CH 128264A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
carbon
chromium
silicon
iron
producing
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Weichelt Meier
Original Assignee
Meier & Weichelt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Meier & Weichelt filed Critical Meier & Weichelt
Publication of CH128264A publication Critical patent/CH128264A/de

Links

Landscapes

  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerbeständigen Gusses.    Das Chrom findet als Legierungselement  allein oder zusammen mit. andern Legierungs  metallen, wie Nickel, Wolfram,     Molybdän,          Vanadium    usw., weitgehende Anwendung.  Das Chrom erhöht die Festigkeit, die Zähig  keit und insbesondere die Härte des Stahls,  wodurch es zur Herstellung von hochwerti  gem Werkzeugstahl und auch von     Konstruk-          tions-    und     Geschossstählen    vorzüglich geeig  net ist. Ein weiteres Anwendungsgebiet, des  Chroms liegt in der Herstellung von rost  sicherem und säurebeständigem     bezw.    oxy  dationsfreiem Stahl.  



  Derartige Chromstähle sind dadurch ge  kennzeichnet, dass sie, infolge ihres sehr  niedrigen     C-Gehaltes    (unter     0,5'/o),    aus     Auste-          nit    oder     Troostosorbit    bestehen.  



  Man hat derartige     niedriggekohlte    Eisen  chrom-Legierungen auch zur Herstellung  von Gegenständen verwendet, an die hohe  Anforderungen in     bezug    auf Feuerbeständig  keit gestellt wurden. Infolge des ausser  ordentlich hohen Preises, der durch die  Schwierigkeit der Herstellung solcher Chrom  stähle bedingt war, blieb jedoch die Anwen-         dung    beschränkt.

   Die Schwierigkeit der  Herstellung beruht auf folgendem:  Das Chrom übt auf den Kohlenstoff       insofern    eine Schutzwirkung aus, als es vor  dem Kohlenstoff     herausbrennt.        Gekohltes     chromhaltiges Eisen lässt sich in der übli  chen Weise nicht frischen, da wohl das  Chrom, nicht aber der Kohlenstoff eine Ab  nahme erfährt, solange noch Chrom in ge  nügender Menge vorhanden ist. Man ver  wendete daher     niedriggekohltes        Ferrochrom,     das jedoch sehr teuer in der-Herstellung ist.

    Der Preis von     kohlenstoffreiem    Chrom oder  Chromeisen, das zu diesen Stählen verwendet  wird, beträgt meist ein hohes Vielfaches  eines 65     %igen        Ferrochroms    mit zum Bei  spiel 6 bis 8 % Kohlenstoff bis herab zu 2  bis 4 % Kohlenstoff, da aus diesem     höher-          gekohlten        Ferrochrom    erst     da,5        niedrig-          gekohlte        Ferrochrom    in einem kostspieligen  Verfahren hergestellt wird.  



  Aus der Erwägung, dass es bei feuer  beständigen Gegenständen weniger auf hoch  wertige     Festigkeitseigenschaften    ankommt,  als auf möglichst hohe Feuerbeständigkeit,      verbunden mit einer billigen Herstellung,  wurde auf Grund von Versuchen gefunden,  dass man einen hochfeuerbeständigen, leicht       vergiessbaren    Guss erhält, wenn     höher-          gekohlte,    hochprozentige     Chrom-Eisen-Le-          gierungen    mit 4 bis 8 % Kohlenstoff und       niedriggekohltes    Eisen mit etwa 0,20  Kohlenstoff gemeinsam im Stahlofen ein  geschmolzen werden. .  



  So kann zum Beispiel 50 bis 70     %iges          Ferrochrom    mit 2 bis 6 % Kohlenstoff im  Stahlofen mit     niedriggekohltem    Eisen mög  lichst heiss eingeschmolzen werden.  



  Versuche zeigten, dass der Chrom- und  Kohlenstoffgehalt und die Art des Gefüges  mit der Feuerbeständigkeit und der Sprödig  keit in einem Abhängigkeitsverhältnis ste  hen. Mit steigendem Chrom- und Kohlen  stoffgehalt erhöht sich die Feuerbeständig  keit, aber auch die Sprödigkeit. Es wurde  beobachtet, dass bei dem feuerbeständigen  Guss, wie er gemäss dem vorliegenden     Ver     fahren erhalten werden kann, im Gefüge  Karbide auftreten, die für dieses Material  kennzeichnend sind.  



  Diese Karbide, die chemische Verbindun  gen von Eisen, Chrom und Kohlenstoff sind,  bilden mit den Mischkristallen ein     Eutek-          tikum,    das dem     Ledeburit    des     Eisen-Kohlen-          stoff-Diagrammes    ähnlich ist.  



  Bei den     übereutektischen    Legierungen  nehmen,     wie    Versuche ergaben, mit steigen  dem Chrom-     bezw.    Kohlenstoffgehalt die im       Eutektikum    liegenden, primär abgeschiede  nen     Karbidkristalle    derart grosse Abmessun  gen an, dass solche Legierungen infolge der  dadurch verursachten höheren Sprödigkeit  wenig geeignet sind.  



  Dagegen sind die in der Nähe der     eutek-          tischen    Linie des     Eisen-Chrom-Kohlenstoff-          Schaubildes    liegenden Legierungen zur Her  stellung von feuerbeständigen Gegenständen  besonders geeignet.  



  Von den verschiedenen Legierungen, die  sich als geeignet herausgestellt haben, bildet  eine Legierung von 22 bis 26 % Chrom, 1,8  bis 2,2 % Kohlenstoff ein Optimum hinsicht  lich     wirtschaftlicher    Herstellung und in be-         zug    auf Feuerbeständigkeit, sowie Härte       bezw.        Bearbeitbarkeit    und Sprödigkeit.  



  Eine etwas teurere Legierung, die sich  aber durch besondere Weichheit und     Be-          arbeitbarkeit    auszeichnet, enthält, 30 bis 35      @o     Chrom und 0,5 bis 2 % Kohlenstoff.  



  Legierungen mit einem höheren Silizium  gehalt zeichnen sich, wie Versuche ergaben,  durch besonders gute     Bearbeitbarkeit,    Weich  heit, geringe Sprödigkeit und sonstige gute  mechanische Eigenschaften aus.  



  Als besonders geeignet hat sich eine Le  gierung von 24 bis 3-0 % Chrom,     1,,5    bis  2,5 % Kohlenstoff und 1,5 bis 4 % Silizium  gezeigt. Das Gefüge dieses Gusses besteht  vorwiegend aus einem     Eutektikum,    das '3  bis 4 % Kohlenstoff enthält. Seine Karbide  scheiden sich nicht in langen Nadeln, son  dern in Form kleiner, runder oder länglicher  Einlagerungen ab. Die Grundmasse besteht  aus einer feinen     ferrit-    oder     perlitartigen     Mischung. Die Gefügebestandteile sind weich  im Gegensatz zu Legierungen mit dem  üblichen     Siliziumgehalt    unter etwa 0,5 %.

    Derartige Legierungen können billig her  gestellt werden, infolge des     geringen    Chrom  gehaltes, des     höheren    Kohlenstoffgehaltes  und der Verwendung von höher     silizierten     Chromlegierungen als Einsatzmaterial. Ein  etwaiger     Überschuss    an Silizium kann wäh  rend des Schmelzens durch Oxydation ent  fernt werden; schliesslich bietet der Silizium  gehalt einen Schutz gegen den     Abbrand    von  Chrom beim Schmelzverfahren.  



  Bei den Versuchen hat sich heraus  gestellt, dass die in der üblichen Menge im       Schrott    vorkommenden Fremdstoffe auf die  Feuerbeständigkeit keinen besonders nach  teiligen     Einfluss    ausüben, so dass auch be  liebiger Schrott verwendet werden kann;  ferner,     da.ss    weder der Sauerstoff, noch die  andern in den Feuergasen     enthaltenen    Be  standteile, wie     C02,    CO,     ,S02,    selbst bei  Temperaturen, bis     etwa   <B>1100'</B> den Guss' we  sentlich angreifen.

   Die Feuerbeständigkeit  des neuen Gusses übertrifft ganz ausser  ordentlich die bisher benutzter     Gusseisenarten.     Das gemäss dem Verfahren hergestellte Pro-           dukt    ist leicht     vergiessbar    und eignet sich  vornehmlich für     Tempertöpfe,    Härtekästen,  Glühkisten, Roststäbe, Ofenteile, Feuer  schieber usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von hoch feuerbeständigem, leicht vergiessbarem Guss, dadurch gekennzeichnet, dass höher- :U ekohltes, hochprozentiges Ferrochroin mit 4 bis 8 % Kohlenstoff und niedrig- gekohltes Eisen mit etwa 0,20 % Kohlen stoff gemeinsam im Stahlofen einge schmolzen werden.
    II. Guss, hergestellt nach dem Verfahren des Patentanspruches I, dadurch ge kennzeichnet, dass sein Gefüge vor wiegend aus einem etwa 3 bis 4 % Koh lenstoff enthaltenden Karbideutektikum besteht. UNTERANSPRüCHE 1. Guss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er 30 bis 35 % Chrom und 0,5 bis 2 % Kohlenstoff enthält. 2. Guss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er 24 bis 30 % Chrom, 1,5 bis 2,5 % Kohlenstoff und 1,5 bis 4 % Silizium enthält. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Ferrochrom mit 4 bis 8 % Kohlenstoff und 4 bis 8 % Silizium verwendet und beim Schmelzen das Silizium durch Oxydation bis auf einen Gehalt von 1,5 bis 4 % entfernt wird. 4. Guss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er 22 bis 28 % Chrom und 1,8 bis 2,2 % Kohlenstoff enthält.
CH128264D 1925-11-21 1926-11-19 Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerbeständigen Gusses. CH128264A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE128264X 1925-11-21
DE180926X 1926-09-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH128264A true CH128264A (de) 1928-10-16

Family

ID=25751602

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH128264D CH128264A (de) 1925-11-21 1926-11-19 Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerbeständigen Gusses.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH128264A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3401805C2 (de) Kugelgraphit-Gußeisen und Verfahren zu seiner Herstellung
CH268905A (de) Hitzebeständige, ferritische Legierung.
DE2518452A1 (de) Verfahren zum herstellen austenitischer eisenhaltiger legierungen
DE1533478A1 (de) Stahllegierung
DE19909810B4 (de) Warmarbeitsgesenkstahl und diesen umfassendes Bauteil für den Hochtemperatureinsatz
DE10309386A1 (de) Gusseisenwerkstoff mit gezieltem Restkarbidanteil und Verfahren zur Herstellung desselben
DE2402945A1 (de) Hochzaehes gusseisen mit kugelgraphit und verfahren zu seiner herstellung
DE1911552A1 (de) Gusseisen
CH128264A (de) Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerbeständigen Gusses.
US3677744A (en) Age hardening stainless steel
DE764510C (de) Durch Sintern oder Sintern und Eintraenken der Hilfsmetalle erzeugte harte Metallegierungen
AT24591B (de) Verfahren zur Erzeugung von Stahl durch Rückkohlung.
DE669374C (de) Verfahren zum Herstellen von Ferrosilizium im elektrischen Ofen
DE2222959A1 (de) Gusseisen mit kugelgraphit, welches erhoehte mechanische eigenschaften aufweist, sowie sein herstellungsverfahren
AT165589B (de) Verfahren zur Herstellung feuerbeständiger, in der Hauptsache austenitischer, bearbeitbarer Legierungen von großer Dauerstandfestigkeit bei hohen Temperaturen
CH191279A (de) Stahllegierung.
DE1250643C2 (de) Verwendung einer gusseisenlegierung als werkstoff fuer gussbaustuecke mit lamellarer graphitausbildung, hoher zaehigkeit und hoher waermeleitfaehigkeit bzw. hoher verschleissfestigkeit im gusszustand
DE1123353B (de) Verfahren zur Herstellung von gusseisernen Kolbenringen
DE975820C (de) Werkstoff fuer Kokillen zum Stranggiessen hochschmelzender Metalle, insbesondere von Eisen und Stahl
AT166703B (de) Verfahren zur Vermeidung der Versprödung bei der Kaltverarbeitung rost- und säurebeständiger Chrom- und Chrom-Nickel-Stähle
DE158832C (de)
DE3712591C2 (de)
AT118022B (de) Hochfeuerbeständiger Guß aus Chromeisenlegierungen.
DE2140022B2 (de) Verfahren zum herstellen von rohren aus gusseisen in metallischen schleudergusskokillen
DE698800C (de) Herstellung von Tempergussgegenstaenden und -werkstuecken mit grossem Verschleisswiderstand, hoher Fit