CH128292A - Einrichtung zur Feldregelung elektrischer Stromerzeuger. - Google Patents

Einrichtung zur Feldregelung elektrischer Stromerzeuger.

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CH128292A
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Industrie Elin Akt Elektrische
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  Einrichtung zur Feldregelung elektrischer Stromerzeuger.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine Einrichtung zur Feldregelung elek  trischer Stromerzeuger, bei denen das von  einer primären Feldwicklung erzeugte Feld  durch ein Gegenfeld verringert wird, das  sich gleichsinnig mit dem Hauptstrom än  dert und unter gewissen Betriebsbedingungen  dem Wert des primären Feldes nahekommt.  Gemäss der Erfindung wird durch Verschie  bung eines Einsatzstückes der Eisenquer  schnitt an einer Stelle des Magnetfeldes ver  ändert, zum Zwecke, den von der Maschine  abgegebenen Strom innerhalb weiter Grenzen  stabil zu regeln.  



  Es handelt sich beispielsweise um Ma  schinen, bei denen den primären erregenden  Amperewindungen andere entgegenwirken,  die sich gleichsinnig mit dem Nutzstrom des  Ankers ändern. Es gibt zum Beispiel wohl  bekannte Maschinen, ähnlich wie in Abb. 1  dargestellt, mit zwei Bürstensätzen, deren  einer, an normaler Stelle befindlicher kurz  geschlossen, ist und dazu dient, um durch  die Ankerrückwirkung des sie durchfliessen-    den "Hilfsstromes" den Anker quer zu mag  netisieren. Der zweite Bürstensatz ist gegen  den ersten um eine halbe Polteilung ver  schoben und führt den "Nutzstrom". Die  durch den Nutzstrom durchströmten Anker  windungen wirken dem ursprünglichen Feld  entgegen.

   Wäre Streuung und magnetischer  Widerstand des Feldes zu vernachlässigen,  so würde der Nutzstrom des Ankers bei  sehr hoher Drehzahl oder bei Kurzschluss des  äussern Stromkreises einen solchen Wert er  reichen, dass seine Amperewindungen mit  dem zugehörigen Wicklungsfaktor multi  pliziert, den erregenden Amperewindungen  nahezu gleich werden. Es ist bekannt, dass  sich dies dadurch verhindern lässt, dass man  Sättigung in einem Teil des Feldes herstellt  und die Streuung von Kraftlinien zwischen  den primären und den ihnen entgegenwir  kenden Amperewindungen begünstigt. Hier  durch wird es ermöglicht, den     Nutzstrom    zu  begrenzen, auch wenn die     Primärwicklung     eine Reihenwicklung ist, die vom Nutzstrom       durchflossen,    wird.

   Solche     Maschinen    sind      in ETZ 1906, Seite 1036 ff. beschrieben;  dort haben alle Maschinenpole die gleiche  Form, wie der in Abb. 1 dargestellte untere  Pol 1.  



  Einige Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes veranschaulicht schema  tisch die beiliegende Zeichnung.  



  Die Maschine von Abb. 1 ist zweipolig.  Der untere Pol 1, mit Polschuhen 2, ist voll  gezeichnet. Der obere Pol 3, im folgenden  manchmal auch "Regulierpol" genannt, hat  eine Öffnung, in der das Einsatzstück 4  durch Verschraubung gegen den Anker zu  oder von ihm weg bewegt werden kann.  5 stellt das Gehäuse der Maschine dar, 6 sind  zwei Hilfsbürsten, die an der gewohnten  Stelle befindlich, aber kurzgeschlossen sind,  7 die dagegen um eine halbe Polteilung ver  setzten Nutzbürsten, von denen die obere mit  der Magnetwicklung 8, die untere mit dem  durch einen Stern 9 dargestellten äussern  Stromkreis (zum Beispiel einem Lichtbogen)  verbunden ist, während das zweite Ende  dieses äussern Stromkreises zum zweiten Ende  der Hauptstromwicklung 8 führt.  



  Ist der äussere Stromkreis nicht geschlos  sen, so wird durch den remanenten Magne  tismus zwischen den Hilfsbürsten 6 ein  Strom erzeugt, der den Anker quer mag  netisiert und zwischen den Nutzbürsten 7  eine merkliche Spannung schafft. Schaltet  man im Nutzstromkreis 9 einen hohen Wi  derstand ein und verringert ihn allmählich,  so wird vorerst die Stärke des Feldes zu  nehmen, dadurch auch der Hilfsstrom und  die Spannung zwischen den Nutzbürsten.  Wenn aber die Verringerung des äussern  Widerstandes und die Grösse des Nutzstromes  ein gewisses Mass erreicht haben, so wird das  primäre Feld sich der Sättigung nähern,  während das Rückwirkungsfeld des Anker  stromes, wenn geeignete Streupfade geboten  sind, immer weiter steigt, so dass von da an  eine Schwächung des Hilfsstromes und eine  Verringerung der Nutzspannung eintritt.

    Bei Kurzschluss des äussern Stromkreises er  reicht der Nutzstrom einen bestimmten  Grenzwert.    In Abb.2 ist die bekannte Kurzschluss  charakteristik 11 einer solchen Maschine ge  zeichnet, nämlich unter der Annahme, dass  die Maschine fremd erregt ist, so dass der  als Abszisse<I>0 x</I> eingezeichnete Strom durch  die Magnetspulen kleiner oder grösser sein  kann als der durch die Ordinate<I>0 y</I> dar  gestellte Anker-Nutzstrom. Die Nutzbürsten  des Ankers sind kurzgeschlossen, und es ist  die Maschine vor Aufnahme der Charak  teristik entmagnetisiert worden. Im Anfang  der Kurve findet annähernde Proportionali  tät zwischen Erreger- und Nutzstrom statt,  während im weiteren Verlauf der Nutzstrom  in immer geringerem Masse zunimmt als der  Erregerstrom.

   Sind Anker und Magnet  wicklung in Reihe geschaltet, so zeigt für  ein bestimmtes Verhältnis der Windungs  zahlen ein vom Koordinaten-Ursprungspunkt  O ausgehender Strahl 12, welcher Feldstrom  als Abszisse dem Ankernutzstrom als Or  dinate zugehört, und der Schnittpunkt 112  zeigt den Strom, den die Maschine bei Rei  henschlusserregung im Kurzschluss geben  wird. Um diesen Strom auf einen geringeren  Wert zu begrenzen, ist es bekanntlich mög  lich, einen Parallelwiderstand zur Reihen  schlusswicklung anzuwenden. Dann zeigt der  Strahl 13 die Beziehung zwischen Feld- und  Ankerstrom, und die Ordinate des Schnitt  punkte, 1l3 zeigt den Grenzstrom bei Kurz  schluss.

   Geht man bei dem in Abb. 2 darge  stellten Beispiel so weit, dass durch den Pa  rallelwiderstand der gleiche Strom fliesst,  wie durch die Magnetwicklung, so dass die  einer bestimmten Ordinate zuggeordnete Ab  szisse des Strahles 14 halb so gross ist, wie  die des Strahles 12, so fällt der Strahl 14  mit dem geradlinigen Teil der     Kurzschluss-          cbarakteristik    zusammen, ergibt also keiner  lei bestimmten Schnittpunkt mit der Kurz  schlusscharakteristik, daher ist eine stabile  Regelung bei einem solchen Parallelwider  stand nicht mehr möglich.

   Der Strom, der  bei Anwendung eines solchen     Parallelwider-          standes    entsteht, kann durch geringe Zufäl  ligkeiten, zum Beispiel durch eine kleine  Änderung in der Grösse des     remanenten         Magnetismus, sich in weiten Grenzen än  dern.  



  Durch die Anwendung des Einsatzstückes  4 lässt sich nun die Kurzschlusscharakteristik  nach Belieben ändern. In Abb. 3 ist eine  Schar von Kurzschlusscharakteristiken her  ausgezeichnet. Die Kurve 21 gilt, wenn das  Einsatzstück sich in der tiefsten Stellung  (zunächst dem Anker) befindet und ist iden  tisch mit der Kurve 11 von Abb. 2. Schiebt  man das Einsatzstück heraus, so wird die  Charakteristik 22, dann die Charakteristik  23, 24, 25 erreicht. In diesem Falle ist es  zur Regelung unnötig, einen Parallelwider  stand zur Magnetwicklung anzuwenden. Der  Strahl 26 in Abb. 3, der dem Strahl 13  von Abb. 2 entspricht, schneidet jede Kurve  der Schar unter einem günstigen Winkel.  Die erreichten Kurzschlussströme sind durch  die Koordinaten der Punkte 121, 1252<B>....</B> 125  dargestellt.

   Durch geeignete     Dimensio-          nierung    des Einsatzstückes im Verhältnis  zum Polquerschnitt lässt sich beispielsweise  eine stabile Regelung des Grenzstromes bis  auf ein Zehntel des maximalen erzielen. Sehr  wertvoll ist dies bei der elektrischen Licht  bogenschweissung. Es ist möglich, mit der  selben Maschine ohne fremde Widerstände  ganz grosse und ganz kleine Schweissarbeiten  auszuführen, wobei der Strom von 500 bis  50 Amp. verändert wird.  



  Ein grosser Vorteil ist es, dass dabei auf  Parallelwiderstände zur Reihenschlusswick  lung verzichtet werden kann; denn solche  Widerstände sind nicht nur durch die be  grenzte Zahl der Stufen und durch die Un  bestimmtheit des Kontaktwiderstandes der  hier beschriebenen Methode unterlegen, son  dern haben auch den Nachteil, dass der in  duktionslose Parallelwiderstand zu der mit  Induktivität behafteten Magnetspule bei  plötzlichen Stromänderungen ein ganz an  deres Verhältnis des Magnetstromes zum An  herstrom ergibt, als während des stationären  Betriebszustandes.  



  Die Erfindung erlaubt auch eine Er  sparnis an Baustoffen. Soll beispielsweise bei  einer Maschine nach Abb. 1 der Kurzschluss-    strom ohne Anwendung von Regulierpolen  nur durch Verwendung eines Parallelwider  standen zur Magnetwicklung verändert wer  den, so muss die Sättigung im Magnetkreis  so gewählt werden, dass auch bei kleinem  Strom und Verwendung des Parallelwider  standes das Verhältnis zwischen Feld- und  Anker-Amperewindungen den für stabilen  Betrieb nötigen Wert hat.

   Soll durch Aus  schaltung des Parallelwiderstandes der hö  here Strom erreichbar sein, so muss die Mag  netwicklung offenbar sehr stark sein, also  sehr viel Kupfer enthalten, damit sie das bei  höherem Strom nötige stärkere Feld durch  die schon bei kleinem Strom gesättigten  Eisenquerschnitte durchtreiben kann, und  das Verhältnis zwischen Feld- und     Anker-          Amperewindungen    ist bei vollwirkender Er  regerwicklung weitaus grösser, als es die Sta  bilität erfordert. Bei Regulierung der mag  netischen Querschnitte können Magnetspulen  mit geringerer Windungszahl, daher geringe  rem Kupferaufwand verwendet werden.  



  Auch bei Maschinen mit Nebenschluss  oder Fremderregung, bei denen dem von  einer primären Feldwicklung erzeugten Feld  ein grosser Teil der Ankerwicklung oder eine  zusätzliche Feldwicklung entgegenwirken,  hat die Feldregelung mittelst Einsatzstücken  einen bedeutenden Vorteil.  



  Für Zugsbeleuchtung werden bekanntlich  Maschinen mit Anker- und Bürstenanord  nung wie in Abb. 1, aber mit     Nebenschluss-          oder    Fremderregung, verwendet, ferner auch  gewöhnliche Maschinen mit     Nebenschluss-          oder    Fremderregung und gegengeschalteter  Hauptstromwicklung.  



  Wenn dieselbe Maschine für Wagen mit  verschiedenem Strombedarf verwendet wird,  so wurde die Grenzstromstärke bisher     durch     in den Erregerkreis geschaltete Widerstände  geregelt. Bei Zu- und Abschaltung der Ma  schine werden durch     Transformatorwirkung     in den Erregerspulen Ströme induziert. Sind  im Erregerstromkreis hohe Widerstände ein  geschaltet, so verursacht dies Überspan  nungen in den Erregerspulen. Durch Ver  wendung der     herausschraubbaren    Einsatz      stücke lässt sich der Grenzstrom ohne Ver  wendung von Widerständen verändern.  



  Maschinen für begrenzten Kurzschluss  strom werden bekanntlich auch ohne Ver  wendung eines doppelten Bürstensatzes ge  baut, indem einer erregenden Primärwicklung  eine irgendwo auf dem Magnetfeld ange  brachte, vom Hauptstrom durchflossene Ge  genwicklung entgegenwirkt. Die Primär  wicklung ist oft fremd erregt. Hier kann die  Erfindung zur Anwendung kommen, indem  der Aufbau der Maschine derart erfolgt, dass  Primär- und Gegenwicklung räumlich ge  trennt angebracht und die Streuung der  Kraftlinien für jeden Teil begünstigt wird.  Abb.4 zeigt dies bei einer bekannten Ma  schine, wo sowohl die Primär-, als auch die  Gegenwicklung vom Hauptstrom durchflos  sen sind. Die Maschine ist nach Art der  alten  Manchestermaschine  gebaut. Sie  hat äussere Magnetsäulen 31, Joche 32 und  daran befestigte Polschuhe 33.

   Auf den  äussern Säulen sind die hauptstromerregten  Spulen 35, auf den Polschuhen die entgegen  wirkenden Spulen 36, die infolge grosser  Streuung von einem bestimmten Sättigungs  zustand an das Feld bei steigendem Strom  mehr schwächen als die Haupterregung 35  sie verstärken kann. Durch Verschiebung  der Einsatzstücke 4 in den Magnetsäulen  kann dieser Sättigungszustand nach Belieben  höher oder tiefer gewählt werden.  



  Anstatt des einfachen Einsatzstückes  nach Abb. 1 und 4 kann auch gemäss Abb. 5  ein Einsatzstück gewählt werden, das aus  mehreren teleskopartig verschiebbaren     Stük-          ken    41, 42, 43 besteht.  



  Es können entweder alle Pole der Ma  schine oder ein Teil derselben als Regulier  pole im Sinne der Erfindung ausgebildet  werden. Bei Verwendung einer geeigneten  Ankerwicklung kann nicht nur bei einer  zweipoligen, sondern auch bei einer     mehr-          poligen    Maschine unter Umständen ein ein  ziger Regulierpol verwendet werden.  



  Verwendet man mehrere Regulierpole an  der gleichen Maschine mit der Absicht, äu  ssere Erregerwiderstände vollkommen zu spa-    ren und die Pole im Betrieb zu verstellen, so  ist es zweckmässig, eine gleichzeitige Betä  tigung aller Pole oder der Hälfte aller Pole  vorzunehmen. Bei Ausführungsform von  Abb. 6 ist dies dadurch erreicht, dass ein  Verdrehring 51 mit spiralförmigen Nuten 52  in Führungsstifte 53 der glatten prisma  tischen oder zylindrischen Poleinsätze 54  eingreift. Wird der Ring 51 um irgend einen  Winkel verdreht, so bewegen sich die vier  Einsatzstücke 54 gleichmässig gegen den  Anker oder von ihm weg.  



  Anstatt die Einsatzstücke in den Polen  anzubringen, können sie auch nach Abb.7  am Joch angebracht werden. Die dort ge  zeichneten Platten 64 können herausgezogen  oder verdreht werden, um den örtlichen Quer  schnitt des Joches 65 zu verringern. Steht  das Einsatzstück 64 parallel mit der Kraft  linienrichtung, wie in Fig. 7 gezeichnet, so  bietet es einen geringen magnetischen Wider  stand. Wird es um 90  verdreht, so ist der  magnetische Widerstand fast ebenso gross,  als bei Entfernung des Einsatzstückes.  



  Derselbe Erfolg, der durch Änderung des  wirksamen Pol- oder Jochquerschnittes er  zielt werden kann, wird durch eine Änderung  des Streuweges der Maschine erreicht. Pol  schuhe mit verdrehbaren Teilen, die es er  lauben, die Spitzen der Nachbarpolschuhe  gegeneinander zu bewegen, sind bekannt. In  Abb. 8 ist eine vierpolige Maschine gezeichnet,  bei der zwischen den Polen 70 Streuplatten 71  angewendet werden, die mittelst geeigneter,  hier nicht gezeichneter Vorrichtungen pa  rallel zur Achse der Maschine verschoben  werden können.

   Einen je grösseren Eisen  querschnitt die Streuplatten dem Wege von  einem Pol zum andern bieten, desto gerin  gere Teile des primären Kraftflusses werden  in den Anker eindringen und desto grösser  wird der von den     Ankeramperewindungen     hervorgebrachte gegenwirkende     Streufluss     sein.  



  Ebenso wie bei der     Maschine    nach     Abb.1     die Erfindung es erlaubt, den Grenzstrom  stabil unter jenen Wert zu regulieren, der       durch    Widerstandsregelung im Feld sonst      möglich wäre, gilt dies auch für Erreger  maschinen und Stromerzeuger, die für stark  veränderliche Drehzahl bestimmt sind.  



  Bei Wechselstromgeneratoren kommt es  häufig vor, dass der Erregerstrom bei der  zulässigen betriebsmässigen Überlastung mehr  als doppelt so gross ist als bei Leerlauf. Bei  einer Erregermaschine kommt oft die feld  schwächende Wirkung des Ankerstromes der  Erregermaschine in ganz besonderem Masse  in Betracht. Durch Versuche hat man ge  funden, dass beim Stosskurzschluss des     Genera-          tors    die Feldwicklung des Generators und  dadurch auch der Erregeranker von einem  Vielfachen des Normalstromes durchflossen  wird, so dass durch die verstärkte Anker  rückwirkung das Feld der Erregermaschine  manchmal umgepolt wird, besonders wenn es  vorher durch die Magnetspulen nur schwach  erregt war.

   Die gleiche schädliche Rück  wirkung kann auch bei schwach erregtem  Feld auftreten, wenn die Maschine dadurch  spannungslos gemacht wird, dass das Feld  der Erregermaschine ausgeschaltet wird. Der  durch die Selbstinduktion des Generator  feldes länger andauernde Strom im Genera  torfeld und Erregeranker kann eine     Um-          polung    bewirken.

   Man hat deshalb früher  zwischen Anker der Erregermaschine und  Feld des Generators oft einen regelbaren  Widerstand geschaltet oder wenigstens teil  weise Fremderregung für die Erregerma  schine verwendet, manchmal auch einen Teil  des Magnetkreises der Erregermaschine sehr  hoch gesättigt, so dass die     Magnetisierungs-          charakteristik    bei kleiner Spannung schon  umbog und eine gewisse Stabilität ermög  lichte. Nur ist die Vorausberechnung eines  Magnetkreises bei sehr hoch getriebener Sät  tigung nicht leicht, so dass es sich oft nach  Fertigstellung der Maschine ergab, dass ent  weder nicht die gewünschte Spannung, oder  nicht die gewünschte Stabilität erreicht war,  was einen zeitraubenden Umbau der Ma  schine erforderlich machte.

   Ein grosser Übel  stand ergab sich dann, wenn die Betriebs  drehzahl der Maschine verändert, oder wenn  der Generator manchmal mit, manchmal ohne    Verwendung eines selbsttätigen Schnell  reglers arbeiten sollte. In ersterem Falle ist  es nämlich erforderlich, dass die Erreger  maschine eine grosse Reserve an Spannung  gibt, was nicht erreicht werden kann, wenn  die Maschine stark gesättigte Stellen im  Magnetkreis enthält.  



  Verwendet man für Erregermaschinen,  bei denen die Gefahr einer übergrossen Rück  wirkung des Ankers besteht, Regulierpole  im Sinne der Erfindung, so ist es möglich,  den Sättigungszustand von aussen ohne De  montage der Maschine zu verändern, derart,  dass die Spannungs- oder Stromgrenzen, für  welche die Maschine stabil bleibt, beliebig  verschoben werden können. In solchen Fällen  wird man vielfach auf den Magnetregler der  Erregermaschine nicht verzichten, weil die  Betätigung desselben von der Schalttafel aus  oft bequemer ist als die Betätigung von an  der Maschine angebrachten Einsatzstücken.  Die Einsatzstücke werden dann für den je  weiligen Betriebszustand der Maschine der  art eingestellt, dass die gewünschte Regu  lierfähigkeit erreicht wird.  



  Im allgemeinen wird man das Einsatz  stück 4 so bemessen, dass bei Zurückziehen  desselben im geschwächten Querschnitt eine  sehr hohe Sättigung, zum Beispiel bei  Schmiedeeisen mehr als 20 000 Linien pro  cm2, erzielt werden kann, damit schon bei  kleiner Verschiebung eine grosse Änderung  in der für den geschwächten Querschnitt ver  brauchten Zahl von Amperewindungen ein  tritt.  



  Die     Charakteristik    einer solchen Ma  schine, bezogen auf den vom Anker abgege  benen Strom oder auf die Ankerspannung,  die dem Strom fast proportional ist, wird  bei Verwendung der verschiebbaren Einsatz  stücke durch die     Kurvenschar    von     Abb.3     dargestellt, und es ist klar, dass bei der  Kurve 25 eine Stabilität für     einen    viel klei  neren Ankerstrom erreicht werden kann als  bei Kurve 21. Durch die so hergestellte Sta  bilisierung wird es auch bei kleiner Span  nung oder hoher Drehzahl wirksam ver  hindert,     dass    etwa bei     gurzschluss    =des Haupt-      generators der plötzlich erhöhte, den Erreger  anker durchfliessende Strom die Maschine  umpolarisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Feldregelung elektrischer Stromerzeuger, bei denen das von einer pri mären Feldwicklung erzeugte Feld durch ein Gegenfeld verringert wird, das. sich gleich sinnig mit dem Hauptstrom ändert und unter gewissen Betriebsbedingungen dem Wert des primären Feldes nahe kommt, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Verschiebung eines Einsatzstückes der Eisenquerschnitt an min destens einer Stelle des Magnetfeldes ver. ändert wird, zum Zwecke, den von der Ma schine abgebbaren Strom innerhalb weiter Grenzen stabil zu regeln. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch bei Gleichstrommaschinen mit zwei Bürsten sätzen, deren einer kurzgeschlossen ist und eine Quermagnetisierung ergibt, wäh rend der zweite, um eine halbe Polteilung versetzt, den Nutzstrom führt und eine Gegenwirkung der Ankeramperewindun gen gegen die Primärerregung ergibt, da durch gekennzeichnet, dass mindestens in einem Pol des Magnetgestelles ein Ein satzstück mechanisch verschiebbar ist, zum Zwecke der Einstellung des ge wünschten Grenzstromes bei Kurzschluss des äussern Stromkreises oder hochgetrie bener Drehzahl. 2. Einrichtung nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch ein einschraubbares, von aussen ohne Demontage der Maschine betätigbares Ein satzstück in mindestens einem der Magnet pole. 3.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch teleskopartige An- ordung von Einsatzstücken. 4. Einrichtung nach dem Patentanspruch bei Erregermaschinen mit Eigenerregung, ge kennzeichnet durch ein einschraubbares, von aussen betätigbares Einsatzstück in mindestens einem der Magnetpole.
CH128292D 1925-06-22 1926-06-10 Einrichtung zur Feldregelung elektrischer Stromerzeuger. CH128292A (de)

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