CH128300A - Elektrisches Mehrleiterkabel. - Google Patents

Elektrisches Mehrleiterkabel.

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CH128300A
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Hugo Sonnenfeld
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Hugo Sonnenfeld
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  Elektrisches     1VTehrleiterkabel.       Der Preis eines     Mehrleiterkabels    hängt in  hohem Masse von der um die isolierten Leiter  herumgelegten Umhüllung, zum Beispiel der  eines Bleikabels von dem Bleimantel, und der  eventuell darüber liegenden Panzerung ab.  Da die     Bleimantelwandstärke    aus technischen  und aus Festigkeitsgründen vorgeschrieben  wird,     ist    zum Beispiel ein Bleikabel     umso     billiger, je geringer die Oberfläche des Blei  mantels ist.  



  Ein Kabel ist ferner umso besser mit  Strom belastbar, je besser die Wärmeabfuhr  des Kabels ist, und diese ist unter sonst  gleichen Verhältnissen     (Leiterquerschnitt,     Art des Isolationsmaterials     etc.)    umso besser,  je geringer der Weg ist, welchen die im  Kupfer erzeugte Stromwärme zurückzulegen  hat, um zur Umhüllung zu gelangen.

   Die  vorliegende     Erfindung    betrifft     nun    ein Mehr  leiterkabel, bei dem eine aus einer oder meh  reren     Schichten    bestehende Umhüllung derart  um die     isolierten.    Leiter herumgelegt ist, dass  die innere Oberfläche der Umhüllung ge  ringeren Flächeninhalt aufweist, als die Ober  fläche des gleichlangen Kreiszylinders be-    trägt, welcher den isolierten Leitern um  schrieben ist. Die Erfindung umfasst ferner  ein     Verfahren,    zur Herstellung von solchen  Kabeln.  



  Auf der Zeichnung ist in     Fig.    1 ein Drei  leiterkabel in heute üblicher Ausführungs  form     und:    in     Fig.    2 ein     Ausführungsbeispiel     des Erfindungsgegenstandes dargestellt.  



  In     Fig.    1     bedeuten        111,-H3    die Kupfer  leiter,     J,-J3    die um die Kupferleiter herum  gelegte Aderisolation,     C,-C3    .die Isolations  zwickel, welche den von den     isolierten    Leitern  eingenommenen Flächenraum annähernd auf  einen     Kreisquerschnitt    ergänzen.     C4    ist der       Isolationszwickel,    welcher den im Zentrum  des Kabels liegenden     Zwischenraum        zwischen     den drei     isolierten;    Leitern ausfüllt.

   Die     um     die zu einem Kreis ergänzte Kabelseele her  umgelegte, aus einzelnen Schichten beste  hende     Umhüllung    besteht aus der Gürtel  isolation     P1,    dem Bleimantel O und der  Panzerung     P2.     



  Die     Isolationszwickel        Ci-Cs    müssen jene       Ausdehnung    besitzen, welche den zwischen      den isolierten Leitern und dem     kreiszylinder-          förmigen    Bleimantel     befindlichen-Raum    voll  kommen ausfüllt. Ist dies     nicht    der Fall, so  hat dies, wie die Erfahrung gezeigt hat, zur  Folge, dass die isolierten Leiter mehr oder  weniger deformiert werden, wodurch die       Durchschlagsfestigkeit    .der Aderisolation un  günstig     beeinflusst    werden kann.  



  Bei dem in     Fig.    2 dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel     sind    die entsprechenden Teile  ebenso     bezeichnet    wie in     Fig.    1.  



  Wie aus dem Vergleich der beiden Fi  guren ersichtlich ist, wurde auf die kreis  runde Form der     Umhülllung    verzichtet, und  es weisen die in     Fig.    2 dargestellten Isola  tionszwickel     Cl-C3    einen kleineren Quer  schnitt auf, als zur Ergänzung des Flächen  raumes der drei isolierten Leiter auf eine  volle Kreisfläche erforderlich wäre.

   Durch  Wahl der entsprechenden Grösse des Flächen  inhaltes der Isolationszwickel     C,-        C3,    sowie  durch entsprechende     Formgebung    derselben,  hat man es in der Hand, den Materialver  brauch für die     Gürtelisolation    P,, den Blei  mantel 0 und die Panzerung     P2    von der mit  der jetzigen Kreisform des Kabels verbun  denen Verschwendung auf ein Minimum her  abzudrücken oder zumindest in engen Gren  zen zu halten. Das Minimum an Material  verbrauch ergibt sich, wenn die Innenfläche  der Gürtelisolation     P,    eine     tangentiale    Ver  bindung der drei Leiteroberflächen bildet,  so dass der Kabelquerschnitt ein Dreieck mit  abgerundeten Ecken ist.

   Der in     Fig.2    ge  gebene Kabelquerschnitt stellt diesen Fall  dar, bei welchem optimale Strombelastbar  keit und Materialersparnis erzielt wird. Bei  der praktischen Ausführung wird dieser op  timale Fall nur mehr oder weniger gut, aber  niemals vollkommen erreicht werden können.  Jedenfalls wird jedoch immer bei elektrisch  gleichdimensionierten Kabeln der Flächen  inhalt des Kabelquerschnittes bei dieser  Kabelbauart kleiner sein als bei normalen       runden    Kabeln.  



  Ausser der     Hintanhaltung    von nutzlosem  Materialverbrauch wird durch die vorge-         schlagene    Formgebung erreicht, dass die Um  hüllung an jenen Stellen, welche den     Zwik-          keln        C,--C,        benachbait        sind,    den Leitern       ilil        i1'1    des Kabels     nähergebracht    wird, als  dies in den normalen, bis heute gebräuchlichen       Ausführungen    der Fall war;

   da. dies Flächen  sind, durch welche     Stromwärme    entweicht,  weist das so geformte Kabel einen geringeren  innern Wärmewiderstand auf als ein Kabel  nach bisher üblicher Bauart und kann des  wegen stärker mit Strom belastet werden.  



  Bei der vorliegend beschriebenen Ausfüh  rungsform ist es, wie die Erfahrung gezeigt  hat, nicht sehr wichtig, dass die Zwickel       C,--C,    den zwischen den isolierten Leitern  und der Umhüllung befindlichen Raum voll  kommen ausfüllen. Versuche haben ergeben,  dass eine Ausführungsform, bei welcher die  Zwickel noch stärker reduziert werden, als  dies in     Fig.    2 angedeutet ist, oder aber ganz  fortgelassen werden, sich insofern als günstig  erweist, als die Form der isolierten Einzel  leiter weitgehend gewahrt bleibt. Durch die  auf diese Weise unbeschädigt erhaltene  Aderisolation kann gegenüber einem Kabel  nach     Fig.l,    bei dem die isolierten Leiter  deformiert sind, ein Mehrwert an Durch  schlagsfestigkeit erzielt werden.  



  Diese Ausführungsform empfiehlt sich  namentlich bei     Mehrleiterkabeln    mit metall  belegten     isolierten    Einzeladern. Bei     -solchen     Kabeln, welche zum Beispiel für Dreiphasen  strom mit geerdetem Nullpunkt bestimmt  sind, entfällt die Gürtelisolation, und der  Bleimantel schmiegt sich     tangentiell    an die  drei isolierten Leiter an.  



  Selbstverständlich ist die Zahl der von  einander isolierten Leiter nicht bloss auf drei  beschränkt, sondern die Leiterzahl kann be  liebig erhöht werden; dabei können die Ein  zelleiter, welche das     Mehrleiterkabel    bilden,  entweder parallel nebeneinander gelegt oder  aber miteinander verdrillt sein, wobei jedes  mal die Isolationszwickel     C,-C3    die     Quer-          schnittfläche    auf eine mehr oder minder aus  geprägte Dreieck- oder     Vieleckform    ergänzen.  



  Bei der     Herstellung    von solchen Kabeln  genügt es in ersterem Falle, zur     Aufbringung         des Bleimantels entsprechend geformte Ma  trizen und     Patrizen    in der Bleipresse zu ver  wenden; im letzteren Falle können entspre  chend dem Dralle, mit welchem die Einzel  leiter zum Seile verdrillt sind, die Kabel  trommeln vor und hinter der Bleipresse in  entsprechende Rotation     versetzt    werden, oder  aber es kann bei dem     Pressvorgang    die     po-          lygonförmige    Matrize und     Patrize    in der  Bleipresse in eine dem Dralle der     Verdrillung     entsprechende Rotation gebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Elektrisches Mehrleiterkabel, dadurch ge kennzeichnet, dass eine aus einer oder meh reren Schichten bestehende Umhüllung der art um die isolierten Leiter herumgelegt ist, dass die innere Oberfläche der Umhüllung geringeren Flächeninhalt aufweist, als die Oberfläche des gleichlangen Kreiszylinders beträgt, welcher den isolierten Leitern um schrieben ist. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrisches Mehrleiterkabel nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Umhüllung eine Gürtelisolation auf weist. 2.
    Elektrisches Mehrleiterkabel nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen isolierten Leiter ohne Drall parallel nebeneinander liegen. o 3. Elektrisches Mehrleiterkabel nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen isolierten Leiter miteinander verdrillt sind, und dass demzufolge die Umhüllung sich, dem Drall entsprechend, schraubenförmig dem Kabel entlang hin zieht. PATENTANTSPRUCH Il.
    Verfahren zur Herstellung eines elek trischen Mehrleiterkabels nach Patentan spruch I, welches einen Bleimantel aufweist und bei welchem die einzelnen Leiter mit einander verdrillt sind, dadurch gekenn zeichnet, da.ss .der BIeimantel des Kabels mit Hilfe von Matrize und Patrize polygonaler Durchgangsöffnung aufgebracht wird, wobei die zu umhüllende Kabelseele einerseits und die Patrize und Matrize anderseits relativ zueinander in eine Rotation versetzt werden,
    welche sich mit der fortschreitenden Be- wegung beim Durchgang der Kabelseele durch die Bleipresse zu einer Schrauben bewegung zusammensetzt, welche dem Dralle des Kabels entspricht. UNTERANSPRtrCHE 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Kabel während seines Durchganges durch die Bleipresse eine rein fortschreitende Be wegung ausführt und die Matrize und Patrize in eine Rotation versetzt werden, welche dem Dralle des Kabels entspricht. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Kabel wäh rend des Durchganges durch die Bleipresse in eine dem Dralle des Kabels entspre chende Rotation versetzt wird, während die Matrize und Patrize stillstehen.
CH128300D 1926-06-25 1926-07-05 Elektrisches Mehrleiterkabel. CH128300A (de)

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