CH128305A - Hohlleiter für Hochspannungsfreileitungen. - Google Patents

Hohlleiter für Hochspannungsfreileitungen.

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CH128305A
CH128305A CH128305DA CH128305A CH 128305 A CH128305 A CH 128305A CH 128305D A CH128305D A CH 128305DA CH 128305 A CH128305 A CH 128305A
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Actien-Gesellschaft Carlswerk
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Felten & Guilleaume Carlswerk
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  Hohlleiter für Hochspannungsfreileitungen.    Die Leiter von Hochspannungsfreileitun  gen müssen zur Vermeidung von Korona  verlusten von derart grossem Durchmesser  sein, dass die an der Leiteroberfläche herr  schende Feldstärke unterhalb der     Glimm-          spannung    bleibt. In dem Bestreben, trotz  Vergrösserung des Durchmessers möglichst  den durch die Stärke des Stromes bestimm  ten Leiterquerschnitt beizubehalten, hat man  bisher     Hohlleiterkonstruktionen    verwendet.  Es wurde zum Beispiel um ein als Tragorgan  dienendes Stahlseil ein Metallband hochkant  sch     äubenlinienförmig    gewunden und dar  über die     Verseilung    der Leitungsdrähte vor  genommen.

   Bei einer andern Ausführungs  art wurde über eine     Metalldrahtschraube     oder einen Metallschlauch eine Lage Zug  drähte aus Stahl und darüber     eine    Lage  von Drähten aus gutleitendem Material auf  gebracht. Um     Hystereseverluste    zu vermei  den, die infolge der Verwendung magneti  scher     Materialien    bei den vorgenannten Hohl  leiterbauarten auftreten, und um ferner  elektrolytische Zerstörungen, die bei Verwen-         dung    verschiedenartiger     1$aterialien    an deren  Berührungsstellen hervorgerufen werden kön  nen, zu verhüten, ist f     erner    vorgeschlagen wor  den,

   alle Teile des     Hohlleiters    aus ein     und    dem  selben nicht     magnetisierbaren    Material von  guter elektrischer Leitfähigkeit und genügend  grosser Zugfestigkeit     herzustellen.    Alle vor  genannten Hochspannungsleiter haben den  gemeinsamen     Übelstand,    dass Aufbau und  Herstellung zu umständlich sind, oder dass  entweder aus     Fabrikations-    oder auch aus  Festigkeitsrücksichten die Leiterquerschnitte  stärker gewählt werden müssen, als es zur  Übertragung des     Stromes        notwendig    ist.  



  Ähnliche Nachteile sind auch bei solchen  Hohlleitern für Hochspannungsfreileitungen  vorhanden, bei welchen zur Verringerung der       Koronaverluste    ein Rohr aus gut leitendem  Material nach Art der Blechmäntel der  Isolierrohre über ein im Innern befindliches  Stahlseil als Tragorgan, auf demselben lose  mit beliebigem Spiel aufliegend, aufgebracht  und gefalzt ist. Da diese Rohrstücke nicht  fest mit dem Tragseil verbunden und     ferner         nahezu unbiegsam sind, können derart ge  fertigte Leiter nicht     aufgetrommelt    und in  der Fabrik betriebsfertig hergestellt werden.  Es ist vielmehr erforderlich, das Aufbringen  der Blechstreifen, die zu Rohren gebogen  werden, an Ort und Stelle der Verlegung vor  zunehmen.

   Eine     praktische    Verwendung ha  ben die letztgenannten Leiter nicht ge  funden.  



  Alle bisher vorgeschlagenen Konstruk  tionen von Hohlleitern für     Hoehspa.nnungs-          freileitungen    haben sich in dem Bestreben,  eine künstliche Vergrösserung des Durch  messers zu schaffen, zu weit von der eigent  lichen Zweckbestimmung der Leitung ent  fernt und haben dem Leiter mit Rücksicht  auf andere an sich nebensächliche Gesichts  punkte einen komplizierten Aufbau auf  gezwungen, der neben der Verteuerung durch  unnötigen Materialaufwand noch eine solche  durch hohe Herstellungskosten mit sich  brachte.  



  Ein Mittel, das für vorhandene Frei  leitungsanlagen vorgeschlagen worden ist,  um den Leiter zur Übertragung sehr hoher       Spannungen    geeignet zu machen, und das  ' darin besteht, über das vorhandene Leitungs  seil einen Schlauch aus leitendem Stoffe lose  aufzulegen, erscheint zwar einfach, ist jedoch  bei     fabrikationsmässiger    Herstellung für  Hochspannungsleitungen nicht verwendbar,  da sich hier infolge Fehlens einer festen  Verbindung zwischen dem innern und äussern  Teil des Leiters die gleichen Übelstände zei  gen, die bereits oben bei     denjenigen    Hohl  leitern erwähnt wurden, die Stahlseile als  Tragorgane und     darüber    lose aufliegende  Rohre zur Leitung des Stromes verwenden.  



  Bei den     Hohlleitern    für Hochspannungs  leitungen nach der vorliegenden Erfindung  soll ein Leiter aus gutleitendem Material,  dessen Querschnitt lediglich nach der Strom  stärke bemessen wird, zur     Fortleitung    des  elektrischen Stromes dienen. Zwecks Ver  meidung von     Koronaverlusten        wird    konzen  trisch zu diesem Leiter eine rohrförmige  Metallhülle von dem erforderlichen Durch  messer schraubenlinienförmig über einem ge-    eigneten Stützorgan aufgebracht. Da diese  Metallhülle nicht zur     Übertragung    des Stro  mes bestimmt ist, kann sie entsprechend dünn  bemessen sein und     trägt    infolgedessen auch  nicht wesentlich zur Gewichtserhöhung des  Leiters bei.

   Diese biegsame Hülle kann bei  spielsweise durch kein Band, welches nach  Art der bei     Hohlleiterkonstruktionen    übli  chen Ausführungen hochkant, schrauben  linienförmig, gewellt oder in anderer Weise  um den Mittelteil aufgewunden ist, oder  durch Stege, die in beliebigen Abständen auf  dem Mittelleiter angebracht sind, in der  konzentrisch zum Leiter angeordneten Lage       fortlaufend        gestützt    und     gehalten    werden.  Entsprechend seiner Zweckbestimmung, der  äussern, dünnen Hülle als Auflage zu dienen,  können die betreffenden Stützorgane eben  falls in sehr leichter Ausführung hergestellt  werden.

   Ein derart aufgebauter Hochspan  nungsleiter besitzt die genügende Biegsam  keit und     Festigkeit,    um im betriebsfertigen  Zustande auf Trommeln aufgewunden wer  den zu können. Macht man zwecks Verwen  dung einheitlichen Materials Hülle und Trag  band aus gut leitendem Material, so kann der  Querschnitt des     zentrischen:    Leitseils ent  sprechend verringert werden, ohne, in An  betracht des geringen Gewichtes der äussern  Teile, eine zu grosse     Zugbeanspruchung     befürchten zu müssen. Gegenüber den  andern bekannten Konstruktionen hat der  beschriebene Hochspannungsleiter nur so viel  gutleitendes Material, als unbedingt bei der  vorgesehenen Stromdichte erforderlich ist,  und dementsprechend ein viel geringeres Ge  wicht.  



  Die Figuren zeigen eine beispielsweise  Ausführungsform des erfindungsgemässen  Hochspannungsleiters. Der im     'Zentrum    des  Leitergebildes angeordnete     litzenförmige     eigentliche Leiter aus gutleitendem Material  ist mit     a    bezeichnet. Über diesen ist ein  Stützband b aus gutleitendem Metall in  Form einer .Schraubenlinie hochkant auf  gewunden, über welches schliesslich die  äussere dünne Hülle c in Form eines Blech  streifens schraubenlinienförmig derart auf-      gebracht wird, dass die ganten zwecks Ver  meidung strahlender Stellen ineinander ein  greifen und einander überdecken. Der be  schriebene Leiter bann auch in Kabeln ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hohlleiter für Hochspannungsfreileitun gen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fort leitung des Stromes ein nach dessen Stärke bemessener Leiter aus gut leitendem Material dient, während die zur Vermeidung der Koronaverluste erforderliche Durchmesserver grösserung durch Aufbringung einer dünnen, biegsamen und rohrförmigen Metallhülle über ein Stützorgan erreicht ist, welches die Hülle in konzentrischer Anordnung zum Mittelleiter und in dem gewünschten Ab stande von diesem hält. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Hohlleiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur fortlaufenden Stützung der äussern, biegsamen Metall- hülle ein hochkant um den Mittelleiter schraubenlinienförmig gewundenes Flach band dient. 2. Hohlleiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Stützung der Metallhülle Stege dienen, die in beliebigen Abständen auf dem Mittelleiter befestigt sind.
    ä. Hohlleiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsame und rohrförmige Metallhülle aus dem gleichen gutleitenden Material wie der Mittelleiter besteht. 4. Hohlleiter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere biegsame Metallhülle aus einem Metallband besteht, das um das Stützorgan zwecks Vermeidung strahlender ganten derart schraubenlinien- förmig aufgewunden ist, dass die ganten des Bandes einander überdecken und in einander eingreifen.
CH128305D 1926-12-17 1927-11-12 Hohlleiter für Hochspannungsfreileitungen. CH128305A (de)

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