CH128358A - Antrieb für elektrische Lokomotiven. - Google Patents

Antrieb für elektrische Lokomotiven.

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CH128358A
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Jacob Buchli
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Jacob Buchli
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  Antrieb für elektrische Lokomotiven.    Es bestehen Antriebe für Lokomotiven  mit hochgelagerten Motoren, welche den Ab  stand zwischen der angetriebenen Achse und  der Motorachse dadurch -überbrücken, dass  zwischen den     Ritzeln    der Motoren und dem  auf der Triebachse sitzenden Zahnrad ein  Zwischenrad, ein sogenanntes Blindrad, ein  geschaltet ist. Dieses Blindrad arbeitet unter  sehr ungünstigen Verhältnissen, speziell dann,  wenn es sich um die Übertragung von grossen       :Drehmomenten    bei grossen Umfangsgeschwin  digkeiten der Zahnräder handelt.

   Die     Cber-          tragung    grosser Drehmomente erfordert ent  sprechende     Dimensionierung    der Zähne, da  mit dieselben den an sie gestellten Anfor  derungen genügen. Grobe Verzahnungen er  zeugen aber einen im Lokomotivbetrieb un  erwünschten Lärm, der umso grösser ist, je  höher die Umfangsgeschwindigkeit der Zahn  räder gewählt werden muss. Das grösst  mögliche Übersetzungsverhältnis ist durch  den     Triebraddurchinesser,    durch das vorhan  dene     Umgrenzungsprofil    und die Distanz  zwischen Triebachse und Motorachse ge-    geben. Die Übersetzung unter Verwendung  eines Blindrades ist daher eng begrenzt.  



  Das Zwischen- oder Blindrad arbeitet bei  der erwähnten     Anordnung    auf zwei oder  mehr Zahnräder mit verschiedenen Durch  messern, was als ein bedeutender Nachteil  bezeichnet werden muss. Dieser Nachteil  äussert sich dadurch, dass die Abnützung der       Blindradzähne    bedeutend rascher vor sich  geht, als diejenige der Zähne der andern mit  ihm in Eingriff stehenden Räder, hervorge  rufen durch den doppelten Eingriff     und     durch die Verschiedenheit der Raddurch  messer.

   Bei Ersatz eines Blindrades wird  also eine neue Verzahnung mit zwei oder  mehr alten Verzahnungen     arbeiten,    müssen,       wenn    man nicht vorzieht, sämtliche Zahn  räder gleichzeitig zu ersetzen, was aber einen  bedeutenden Aufwand an Geld erfordert. Ge  schieht dieser gleichzeitige Ersatz nicht, so  ist der Lauf des Getriebes in jeder Beziehung  ungünstig, und erhöht den normalen Ab  nützungsgrad der Zähne ganz bedeutend.  Durch das auf das Blindrad treibende, sowie      durch das auf dem Blindrad betriebene Rad       bezw.    durch die Verschiedenheit der Rad  durchmesser werden den Zähnen des Blind  zahnrades zwei Arbeitsflächen aufgedrückt,  welche grossen Lärm und abnormale Abnüt  zung des Rades zur Folge haben.

   Es ist bei  Ausführungen,- welche seit längerer Zeit in  Betrieb stehen, tatsächlich nachgewiesen, dass  auf. den Zahnflanken des Blindrades ein auf  fallend erhöhter Grat entsteht.  



  Die     Übertragung    mit Blindrad eignet sieh  daher nicht für naschlaufende Zahnräder.  Die Nachteile dieser Übertragungsart werden  behoben durch doppelte Zahnradübersetzun  gen, wie Sie vorliegende Erfindung zeigt.  



  Die auf das Zwischenrad arbeitenden Mo  toren sind bei den bisherigen Ausführungen  in     bezug    auf die     Fahrzeuglängsaxe    versetzt       angeordnet,    und besteht der Zweck dieser  Versetzung darin, für jedes     Ritzel    die ge  samte Breite des Blindrades ausnützen zu  können.  



       Vorliegende    Erfindung behebt alle die       obenerwä        hnten        Übelstände,    und weist über  dies eine Reihe von weiteren Vorteilen auf.  Der Antrieb, bei welchem die Übertragung  durch eine doppelte Zahnradübersetzung zwi  schen:

   Motoren und Triebachse erfolgt, wobei  die Motoren und Zahnräder fest mit dem       Lokomotivrahmen    verbunden sind und eine  allseitig     bewegliche-    Kupplung zwischen die  sen Teilen und der Triebachse eingeschaltet  ist, ist gemäss' vorliegender Erfindung derart  ausgebildet, dass zwei Motoren (oder Motor  paare) in bezug auf die     Längsrichtung    der  Lokomotive einander gegenüber angeordnet  sind und ihre Kraft auf dieselbe Triebachse  übertragen und     dass    die bewegliche Kupp  lung in dem die     Triebachse    konzentrisch um  schliessenden Zahnrad eingebaut ist.     .Huch     letzteres Zahnrad ist somit gegen die Achsen       efedert    im Rahmen gelagert.  



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise  Ausführungsform des Erfindungsgedankens  schematisch dargestellt. Es zeigen       Fig.    1 den Aufriss eines     Achsantriebes,            Fig.    2 den Grundriss dazu,         Fig.    3 eine Variante der ersten Überset  zung;       Fig.    4 und 5 zeigen die allseitig     be-          wegliclie    Kupplung im senkrechten     Achsial-          schnitt        ljezw.    in Seitenansicht.  



  Die Motoren 1. 1' stehen sich direkt  gegenüber und sind beispielsweise senkrecht  zur     Längsmittelebene        .4-_4    des Fahrzeuges  gestellt. Motor 1 treibt mittelst des     Ritzels    2  auf das Rad 3 der     Vorgelegewelle    4, und Mo  tor 1' mittelst des     R.itzels    2' auf das Rad 3'  der den beiden Motoren gemeinsamen Vor  gelegewelle 4. Auf dieser Welle 4 ist zwischen  die Räder 3, 3' das Übersetzungsrad 5 auf  gekeilt, welches mit dem Rad 6, das die  Triebachse 7 umschliesst, in Eingriff     äteht.     In dieses Zahnrad 6 ist, die allseitig beweg  liche Kupplung 8 von bekannter Bauart ein  gefügt.

   In dem als     Rahmenversteifung    ausge  bildeten Träger 9, welcher zugleich als Zahn  radverschalung dient, sind sowohl die     Vorge-          legewelle    4, als auch das Zahnrad 6 gelagert,  somit federnd auf die Triebachse abgestützt.  Der obere Teil der Zahnradverschalung ist  so ausgebildet, dass zwischen den Zahnkolben  2, 2' ein Gang frei bleibt, in welchem sich  das     Laufbrett    10 befindet.  



  Die Ausführung der allseitig beweglichen  Kupplung ist in den     Fig.    4 und 5 dargestellt.  Auf der Triebachse 7 ist ein zweiarmiger He  bel 12     aufgekeilt,    an dessen kugelig geform  ten Enden 13 und 14 Gleitsteine 15 befestigt  sind, die in einander diametral gegenüber  a<B>a</B>       ngeordneten    Schlitzen 16 eines Zwischen  stückes 17 geführt sind.

   Auf einem zum  Durchmesser. in welchem die     Mittellinien    der  Schlitze 16 liegen, rechtwinklig stehenden       ;Durchmesser    sind durch Bolzen 18     Gleit-          steine    1.9     irn    Zwischenstück 17 drehbar ge  lagert, welche mit     Schlitzen    20 des Rad  körpers 21 zusammenarbeiten. Letzterer be  steht aus zwei Hälften, zwischen welchen  der Zahnkranz 22 geführt ist. Zwischen dem  Radkörper 21 und dem Zahnkranz 22 sind  Federn 23 eingeschaltet, um die beiden Teile  gegeneinander abzufedern und auftretende  Stösse, zum Beispiel beim Anfahren, zu  dämpfen.

   Zu beiden Seiten des Radkörpers      21 sind hülsenförmige Naben 24 mit ersterem       festverbunden,    welche die die Triebachse um  gebende Hohlwelle bilden und gleichzeitig als  Lagerflächen für die Lagerung des Zahn  rades 6 dienen. Die nachgiebige Kupplung  ist somit in das die Triebachse konzentrisch  als Hohlwelle umschliessende Zahnrad ein  gebaut.  



  Nach     Fig.    3 erhalten die ersten Zahn  radübersetzungen 2, 3 und 2', 3' Schrägver  zahnung, und sind die     Motorwellen    der sich  gegenüberliegenden Motoren beispielsweise  durch die starre Kupplung 11 verbunden.  



  Bei der vorstehend beschriebenen Aus  führungsform wird das     ungefederte    Gewicht       i,,uf    ein Mindestmass reduziert; jedes Rad hat  nur einen Eingriff, wodurch die Abnützung  der Zähne ebenfalls auf einen Mindestbetrag  verkleinert wird. Man hat freie Wahl der  Verzahnung gegenüber der Übertragung     mit-          telst        Blindrad,    welche zu einheitlicher Ver  zahnung zwingt, und ,jede     praktisch    notwen  dige Übersetzung ist möglich. Die rascher  laufenden Zahnräder der ersten Übersetzung  können feinere Verzahnung erhalten als die  Räder der langsamer laufenden zweiten Über  setzung, wodurch ruhiger, geräuschloser  Gang erzielt, wird.

   Die Ausführung des die  Triebachse umschliessenden Zahnrades mit  einem gefederten Kranz macht die Federung  der     Motorritzel    überflüssig, und dieselben  können im Durchmesser     entsprecbend    redu  ziert werden.  



  Alle Zahnräder können in eine gemein  same Verschalung eingeschlossen und es  können sowohl die Zähne, als auch die all  seitig bewegliche Kupplung unter     Drucköl-          schmierung    gesetzt werden.  



       Daduich,    dass bei dem     vorbeschriebenen          Einzelachsantrieb    mit hochgelagerten     iHoto-          ren    für elektrische Lokomotiven die erste  Übersetzung gegenüber der zweiten Über  setzung symmetrisch und     in    der     senkrechten          Längsmittelebene    des Fahrzeuges angeordnet  ist, ist es möglich, die grösste Leistung pro  Achse bei beliebiger Übersetzung in die Ma  schine einzubauen, Im weiteren können für    alle Maschinengattungen     (Clüterzug-,    sowie       Schnellzuglokomotiven)    die gleichen Teile in  gleicher Anordnung Verwendung finden,

   aus  genommen die Zahnräder, welche der Fahr  geschwindigkeit entsprechend zu wählen sind,  wodurch die Reserveteile auf eine Mindest  zahl beschränkt und der Unterhalt im Be  triebe vereinfacht werden, was für die Be  triebssicherheit der Bahn von wesentlichem  Vorteil ist. Neben den bereits erwähnten  Vorteilen besitzt der Antrieb noch ein be  sonderes Merkmal darin.

       dass'    in den zwischen  den     Ritzeln    der ersten Übersetzung gebil  deten freien Raum bequem ein weiteres Mo  torwellenlager eingebaut werden kann, so       class    jedes     Ritzel    beidseitig durch ein Lager  gehalten ist,     wodurch    nicht nur der Eingriff  der Zahnräder gesichert, sondern auch die       Abnützung    und das Geräusch auf ein Mini  mum reduziert werden.

   Diese Lagerung ist  besonders wertvoll für Motoren mit grossen       Leistungen,    bei welchen fliegende     Ritzel     durch das     Durchbiegen    der Welle infolge des  Zahndruckes und     durch    die Abnützung des  dem     Ritzel    benachbarten Motorlagers     un-          giinstige        Eingriffsverbältnisce    erzeugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Antrieb für elektrische Lokomotiven, bei welchen die Übertragung durch eine doppelte Zahnradübertragung zwischen Motoren und Triebachse erfolgt, wobei die Motoren und Zahnräder fest mit dem Lokomotivrahmen verbunden sind und eine allseitig bewegliche Kupplung zwischen diesen Teilen und der Triebachse eingeschaltet ist, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei Motoren in bezug auf die Längsrichtung der Lokomotive einander ge genüber gleichachsig angeordnet sind; und ihre Kraft auf dieselbe Triebachse Über trager., und dass die bewegliche Kupplung in dem die Triebachse konzentrisch umschlie ssenden Zahnrad eingebaut ist.
    UNTERANSPRUCH: Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die ersten Ver- zahnungen zur Erzielung ruhigen Ganges als Schrägverzahnungen ausgeführt sind, und die Motorwellen durch eine in achsialer Richtung starre Kupplung verbunden sind, zwecks Aufhebung des Seitenschubes der schrägen Zähne.
CH128358D 1926-07-12 1927-05-14 Antrieb für elektrische Lokomotiven. CH128358A (de)

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