CH128416A - Verfahren zum Reinigen von Gegenständen aus Edelmetall, insbesondere Silberzeug. - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von Gegenständen aus Edelmetall, insbesondere Silberzeug.Info
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Description
Verfahren zum Reinigen von Gegenständen aus Edelmetall, insbesondere Silberzeug. Es ist bekannt, die Reinigung von Ge genständen aus Edelmetall, zum Beispiel silbernes Tafelgerät, in der Weise durchzu führen, dass man diese Gegenstände der Ein wirkung einer alkalischen, mit einer Alu miniumeinlage versehenen (zum Beispiel Soda-) Lösung aussetzt und sie dann nach spült. Indessen war dabei nötig, die frag lichen- Gegenstände immerhin eine gute Weile der Einwirkung dieser Lauge zu über lassen, so dass die Reinigung gewisser Mengen jener Gegenstände doch ganz erhebliche Zeit beanspruchte.
Die Erfindung betrifft nun ein dem glei chen Zweck dienendes Verfahren, welches Arbeit spart und dabei derart rasch reini gend wirkt, dass der Reinigungsvorgang nur einen kleinen Bruchteil der gleichen Zeit wie bei den bisherigen Verfahren beansprucht.
Dies wird erfindungsgemäss erreicht durch die Verwendung einer alkalischen Lösung, deren wirksamer Stoff im wesentlichen ganz oder zum Teil aus Natriumbikarbonat be steht, und welcher das Aluminium in einer Form. zugesetzt wird, in der stets eine nahe Berührung desselben mit den zu reinigenden Gegenständen gesichert ist.
Taucht man zum Beispiel Geräte aus Edelmetall, die durch Fett oder dergleichen beschmutzt sind, in eine zehnprozentige Sodalösung von zum Beispiel<B>80'</B> C bei Gegenwart von Aluminium, so benötigt man zum Beispiel 10 Minuten, bis die Geräte vollständig gereinigt sind. Verwendet man unter sonst gleichen Umständen oder auch bei einer Temperatur von zum Beispiel 30 C an Stelle der Sodalösung eine 10 %ige Lö sung von Natriumbikarbonat, so erreicht man infolge der starken Gasentwicklung den gleichen Reinigungsgrad in etwa einer Mi nute.
Durch Zugabe von katalytisch wirkenden Körpern, zum Beispiel Holzkohle, erhöht sich die Reinigungskraft der Lösung so sehr, dass man zum Beispiel mit einer 5 %igen Sodalösung von zum Beispiel nur 25 C die gleiche Wirkung, wie mit einer 10 %igen Lösung von<B>50'</B> C in der gleichen Zeit er reicht.
Um hierbei die reinigende Wirkung noch mehr zu steigern, wird zum Ganzen das Alu- minium (oder eine Aluminiumlegierung) in einer Form in das Reinigungsbad einge bracht, in welcher die zu reinigenden Gegen stände mit denselben in möglichst nahe Be rührung kommen.
Da das Aluminium in der Lauge die Entstehung von nascierendem Wasserstoff bewirkt, welcher die Oxyd- bezw. Sulfidbildungen an dem Edelmetall reduziert, wird dieses natürlich umsoschneller vor sich gehen, je stärker die Berührung dieses Wasserstoffes mit dem Edelmetall sein kann. Nach bekannten Verfahren hat man dies schon dadurch zu erreichen gesucht, dass man das Aluminium in Form von Platten und Drahtgeweben, oder pulverförmig in das flüssige Reinigungsmittel einbrachte.
Im ersteren Falle konnte infolge zu geringer Oberfläche der fraglichen Metallstücke die Wasserstoffbildung nur eine sehr beschränkte sein, und im zweiten wird beim Heraus nehmen der in der Lauge behandelten Gegen stände an diesen, sowie den Behältern, mit welchen kleineres Silberzeug (wie zum Bei spiel Eierbecher, Kaffee- und Teelöffel, Teeseihe,, Salz- und dergleichen Gefässe) in die Lauge eingelegt sind, viel Aluminium pulver hängen bleiben und beim Nachspülen derselben verloren gehen.
Im Gegensatze hierzu wird gemäss der Erfindung eine alkalische Lösung verwendet, deren wirksamer Stoff im wesentlichen ganz oder zum Teil aus Natriumbikarbonat be steht.
Um das alles in einem zu, vereinen, ge staltet man das als Laugenzusatz bestimmte Aluminium zu einem Träger oder Behälter für das zu reinigende Silber- etc. Zeug, wel cher die Form eines Rostes, eines Korbes, einer Tasche oder dergleichen haben kann.
Die Zeichnung will einige Ausführungen solcher Hilfsgeräte nur beispielsweise ver anschaulichen. Die Abb. 1 und 2 stellen in Draufsicht und Querschnitt einen Tragrost für Silbergeräte dar, um dessen Stäbe a Drahtspiralen b lose gewickelt sind, womit sich auf kleinen Raum sehr grosse Ober flächen. ergeben. Dessen Füsse c gewähr leisten ein sicheres Stehen des Rostes im Lösungsbehälter, ermöglichen dabei ein be quemes Aufnehmen von ebenen Behälter flächen und isolieren mit ihren Hartgummi- oder dergleichen Sockeln J den Rost. vom Behälterboden.
Bringt man an den Ecken der Oberseite des Rostes ebenfalls Hart- gummiklötzchen d an (wie punktiert) und setzt denselben umgestürzt auf diese dann als Füsse dienenden Klötzchen d, so bildet der Rost nun ein flaches Gitterbecken, wel ches mehr Silberzeug aufzunehmen vermag als der Rost. Durch den Aufbau vors Gitter wänden auf solche Roste, lassen diese sich auch zu Aluminiumkörbchen gestalten, wel che besonders zur Aufnahme von kleineren Silbergegenständen sehr vorteilhaft sind.
Verbindet man eine Anzahl der mit Draht spiralen umwickelten Stäbe a wie nach Abb. 3 durch Ringglieder e und versieht die Endstäbe mit Tragbügeln f, so erhält man dabei eine Art Tasche, welche ebenfalls ein bequemes Einsetzen und Wiederherausneh- menvon Silberzeug in das Reinigungsbad ermöglichen. Doch kann man mit Hilfe derart aneinandergeketteten Stäbe auch einen Korb dadurch bilden, dass man dieselben zu einem Zylinder schliesst, diesen stehend auf einen runden Rost befestigt und durch einen oben angebrachten Ring in Form hält.
Nimmt man noch hiezu, dass mit solchen allseitig durchbrochenen Behältern die Silber gegenstände nach dem Reinigen durch Hin- und Herbewegen, Schwenken oder Drehen der Behälter mit ihrem Inhalt im Wasser, letzterer auch noch gemeinsam und damit sehr rasch gespült werden kann, so vermag das auf diese Art zur Anwendung ,gebrachte Aluminium drei ganz verschiedenen Zwecken zu dienen, nämlich einem elekirochemischen, einem Haltegerät in Form eines Korbes oder dergleichen und einem dritten als seiher- förmigesSpülgerät.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Reinigen von Gegen ständen aus Edelmetall, insbesondere Silber zeug, gekennzeichnet- durch die Verwendung eurer alkalischen Lösung, deren wirksamer Stoff im wesentlichen ganz oder zum Teil aus Natriumbikarbonat bestellt und welcher das Aluminium in einer Form zugesetzt wird, in der stets eine nahe Berührung des selben mit den zu reinigenden Gegenständen gesichert ist. UNTERANSPRMIE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Aluminium der alkalischen Lösung in Form eines Trägers oder Behälters für die zu reini genden Gegenstände zugesetzt wird. 2.Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die alkalische Lösung vor oder wäh rend des Reinigungsvorganges mit kata lytisch wirkenden Mitteln versetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH128416T CH128416A (de) | 1927-09-26 | 1927-09-26 | Verfahren zum Reinigen von Gegenständen aus Edelmetall, insbesondere Silberzeug. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH128416T CH128416A (de) | 1927-09-26 | 1927-09-26 | Verfahren zum Reinigen von Gegenständen aus Edelmetall, insbesondere Silberzeug. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH128416A true CH128416A (de) | 1928-11-01 |
Family
ID=4386881
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH128416T CH128416A (de) | 1927-09-26 | 1927-09-26 | Verfahren zum Reinigen von Gegenständen aus Edelmetall, insbesondere Silberzeug. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH128416A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0184396A3 (de) * | 1984-12-04 | 1986-10-15 | Brian Vaughan Morris | Reinigen von Silber |
-
1927
- 1927-09-26 CH CH128416T patent/CH128416A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0184396A3 (de) * | 1984-12-04 | 1986-10-15 | Brian Vaughan Morris | Reinigen von Silber |
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