CH128422A - Elektrischer, nach dem Durchlaufprinzip arbeitender Heisswasser- und Dampferzeuger, mit Widerstandsleiter, zur Schnellbereitung von Kaffee. - Google Patents
Elektrischer, nach dem Durchlaufprinzip arbeitender Heisswasser- und Dampferzeuger, mit Widerstandsleiter, zur Schnellbereitung von Kaffee.Info
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Description
Elektrischer, naeh dem Durchlaufprinzip arbeitender Heisswasser- und Dampferzeuger, mit Widerstandsleiter, zur Schnellbereitung von Kamee. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein elektrischer, nach dem Durchlaufprinzip arbeitender Heisswasser- und Dampferzeuger, mit Widerstandsleiter, zur Schnellbereitung von Kaffee, dessen Kennzeichen darin be- stehL, dass sich der Dampfraum oberhalb des Auslasses zur Extraktionseinrichtung befindet.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein zur Be reitung von Kaffee ausgebildetes Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zum Teil im ,Schnitt, zum Teil in Ansicht dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Teilansicht des selben bei gegenüber Fig. 1 anderer Stellung von beweglichen Teilen.
Zwischen einem innern Gehäuse 1 und einem äussern Gehäuse 2 befinden sich der Wasserraum 3 und ein Dampfraum 4. Beide Gehäuse besitzen an ihrem untern Ende einen Ringflansch 5, bezw. 6, die mittelst einer zwischen ihnen liegenden Packung durch mehrere Schrauben 7 wasser- und dampfdicht verschraubt sind. Die Schrauben 7 sind ge- lenkartig an den Flansch 6 befestigt, um ein bequemes und schnelles Auseinandernehmen der Gehäuse zwecks Reinigung und Beseiti gung von Kesselstein zu ermöglichen. An der innern Seite der Wand des Gehäuses 1 befindet sich der isolierte Heizleiter 8, der auf einen zylindrischen Körper 9 gewickelt ist.
Ein zweiter Heizleiter 10 ist auf der äussern Seite der Wand des Gehäuses 2 iso liert angeordnet. Über dem Heizleiter 10 be findet sich noch ein ringförmiger, bezw. schellenartig ausgebildeter Presskörper 11. Beide Heizwicklungen sind hintereinander geschaltet. Über dem Ganzen befindet sich noch ein Schutzgehäuse 12. Der Zwischen raum 1,8 zwischen letzterem und dem Ge häuse 2, wird zweckdienlich durch eine Wärmeschutzmasse ausgefüllt. Aus dem Dampfraum 4 führt ein Stutzen 14 nach einem T-förmigen Körper 15, an dessen oberem Ende ein Sicherheitsventil 16 sitzt.
Unterhalb des Ventils ist ein Rohr abge zweigt zu einem mit Absperrventil 17 ver- sehenen Dampfrohr 18. Diese Vorrichtung dient zur Entnahme von Dampf zum An wärmen und Erhitzen von Flüssigkeiten.
Das kalte Wasser tritt aus einem an eine Wasserleitung angeschlossenen Rohr 19 über ein Absperrorgan 20 und durch den Rohr stutzen 21 von unten in den Wasserraum 3. Der Austritt des heissen Wassers oder des Dampfes oder auch von beiden zusammen zur Kaffee-Extraktionseinrichtung 22, 23 er folgt durch das Auslassrohr 24 über das zweite Absperrorgan 25 und durch das Ver bindungsrohr 26. Die beiden Absperrorgane 20 und 25 sind durch Zahnradsegmente 27 und 28 zwangsläufig so miteinander ge kuppelt, dass sie durch das Handrad 29 gleichzeitig betätigt werden können.
Zum Ein- und Ausschalten des Heiz stromes dient eine Quecksilberschaltröhre 30, die mittelst einer schellenartigen Fassung 31 und zwei an einem gabelförmigen Träger 32 sitzenden Spitzschrauben 33; so kippbar be festigt ist, dass sie ein einseitiges Überge wicht nach ihrer Ausschaltestellung hin be sitzt. Zur Steuerung der Schaltröhre befin det sich zwischen dem Zahnradsegment 27 und dem Handrad 29 eine Steuerscheibe 34. Diese beeinflusst einen zweischenkligen, um die Schraube 35 drehbaren Hebel 36. An dem längeren Schenkel des letzteren ist um eine Schraube 37 eine winklig ausgebildete Sperrklinge 38 drehbar angeordnet.
Diese sowie der Hebel 36 stehen unter der Zug wirkung einer Schraubenfeder 39. Zur selbsttätigen Ausschaltung bei einer Über hitzung dient ein Bimetallstreifeu 40, der an einem innerhalb des Heizkörpers 8, 3 be findlichen Metallstück 41 eingelötet ist.
Fig. 1 zeigt den Apparat ausser Betrieb, jedoch mit gefülltem Wasserraum.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist nun folgende: Bei einer kurzen Drehung des Handrades 29 im Sinne des - Uhrzeigers drückt die Steuerscheibe 34 das nasenartige Ende 42 des kürzeren Schenkel des Hebels 36 so weit zurück, dass es auf den äussern Umfang der Steuerscheibe zu liegen kommt (Fig. 2). Dabei gelangt die Sperrklinke 3-8 und mit ihr die Quecksilberschaltröhre 30 in die Ein schaltstellung.
In dieser Stellung, in der der Wasserzufluss zum Wasserraum 3 noch voll ständig gesperrt und der Auslauf nur ein wenig geöffnet ist, beharrt man, bis das im Wasserraum vorhandene Wasser so stark er hitzt ist, da.ss eine genügend starke Dampf bildung einsetzt. Diese macht sich zuerst durch tropfenweises Austreten von Kaffee- Extrakt aus dem am untern Teil 23 der Extraktionsvorrichtung befindlichen Ausfluss bemerkbar.
Beim Weiterdrehen des Hand rades kommt der erweiterte Teil des an dem Dichtungskörper 43 befindlichen Kanals 44 vor das Auslassrohr 24, so dass dann der ge spannte Dampf in grösserer Menge in die Extraktionseinrichtung 22, 23 strömt. Mit der Bewegung des Handrades kommt auch der im Dichtungskörper 45 befindliche Ka nal 46 in eine den Wasserzufluss allmählich öffnende Stellung.
Nach der Stellung, die der Kanal 46 vor dem Rohr 21 jeweilig einnimmt, erfolgt der Wasserzufluss stärker oder schwächer; demgemäss wird auch das durchlaufende Wasser weniger oder mehr erhitzt. Durch entsprechendes Verstellen des Handrades hat man es demnach in der Hand, das zur weiteren Kaffeebereitung noch erfor derliche Wasser in verschieden heissem Zu stande oder auch mit Dampf gemischt durch das in der Extraktionsvorrichtung befind liche Kaffeepulver zu leiten.
Kurz vor Be endigung der Kaffeebereitung ist es zweck mässig, das Handrad zunächst nur so weit zurückzudrehen, bis der Wasserzufluss auf hört, um dann durch eine nochmalige Dampf abgabe die restliche Auslaugung des Kaffee pulvers zu erwirken. Da Wärmeverluste durch nachträgliches Aussprudeln infolge des abgesperrten Auslasses nicht eintreten können, wird die in den Metallteilen aufge speicherte Wärme zur Vorwärmung des im Apparat befindlichen Wassers vollkommen ausgenutzt und dadurch der nachfolgende Arbeitsprozess' erheblich verkürzt.
Im normal erwärmten Betriebszustande nimmt der Bimetallstreifen 40 etwa die in Fig. 2 gezeichnete Stellung ein. Steigt die Temperatur des Apparates, zum Beispiel in folge Trockengehens so stark, dass eine Ge fahr des Durchbrennens für den Heizleiter eintritt, dann erfährt der Bimetallstreifen 40 eine stärkere Krümmung nach rechts, bis er sich gegen die an der Sperrklinke 38 ver stellbare Schraube 47 legt und die Klinke so weit verdreht, dass die Nase 48 von dem Balken 49 der Schaltröhrenfassung frei kommt.
Dann kippt die Schaltröhre 30 in folge ihres einseitigen Übergewichtes in die Ausschaltestellung. Bei Abkühlung des Ap parates, die durch Ausströmen von Wasser beschleunigt werden kann, bewegt sich der Bimetallstreifen zurück, so dass die Sperr klinke 38, wenn das Handrad 29 bezw. die Steuerscheibe 34 sich in der Ruhestellung (Fig. 1) befindet, mit ihrer Nase wieder unter den Balken 49 gelangt, dessen An schlag durch einen Stift 5,0 begrenzt ist.
Die in der Zeichnung getrennt darge stellten Absperrorgane können auch zusam men in einem Gehäuse kombiniert ange ordnet sein. Der Heizraum kann auch so ge staltet sein, dass das Wasser von einer grö sseren Anzahl oder auch nur von einem Heiz- körper beheizt wird. Die Heizleiter können auch unisoliert direkt im Wasserraum an geordnet werden, wenn dieser von isolieren dem Material umgeben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer, nach dem Durchlaufprinzip arbeitender Heisswasser- und Dampferzeuger mit Widerstandsheizleiter zur schnellen Be reitung von Kaffee, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfraum sich oberhalb des Aus- lasses zur Extraktionseinrichtung befindet.UNTERANSPRÜCHE: Elektrischer Heisswasser- und Dampfer zeuger nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass im Auslass' ein Absperr organ angeordnet ist, welches erst nach Abstellung des Wasserzulaufes und des elektrischen Stromes zwangsläufig in Sperrstellung gelangt, um eine durch Nachheizung verursachte Wassernach- sprudlung oder Dampfabströmung in den Betriebspausen zu verhindern. .Elektrischer Heisswasser- und Dampfer zeuger nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des Wasserzuflusses, die Steuerung des Auslassabsperrorganes und das Ein- und Ausschalten des Heizstromes zwangsläufig durch nur ein Betätigungs organ erfolgt. 3. Elektrischer Heisswasser- und Dampfer zeuger nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass die zum Ein- und Ausschalten des Heizstromes dienende, zwangsläufig be tätigte Schalteinrichtung durch ein von der Heizwärme beeinflusstes, wärmeemp findliches Auslöseorgan selbsttätig aus geschaltet wird, sobald eine Überhitzungs gefahr infolge Trockengehens eintritt.
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