CH128548A - Regelvorrichtung an Abgasturbinen. - Google Patents
Regelvorrichtung an Abgasturbinen.Info
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Description
Regelvorrichtung an Abgasturbinen. Es ist bekannt, bei Verbrennungskraft maschinen mit Aufladepumpe und Abgas turbine mittelst des Aufla.dedruckes den Ein trittsquerschnitt in Abgasturbinen zu regeln. Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine besondere Ausbildungsform solcher Regel vorrichtungen. Sie besteht darin, dass die Beaufschlagung der Turbine durch Einstel lung mehrerer voneinander unabhängiger, vom Aufladedruck der Verbrennungskraft- maschine beeinflusste Abschlussorgane gere gelt wird.
Dabei kann die Ausbildung so ge troffen sein, dass die Einstellung der einzel nen Abschlussorgane beim gleichen. Auflade- drucl; eine verschiedene ist. Als Abschluss- orga.ne können vom Abgasdruck angepresste Flachschieber angeordnet sein. Eine von einem dieser Schieber gesteuerte Öffnung kann durch Rippen in mehrere besondere, zum Leitapparat der Turbine führende Kanäle unterteilt sein. Diese Flachschieber können gegenüber ihrer Einstellvorrichtung beweg lich sein. Damit dieselben auf ihrem Sitz anliegen, können dieselben durch Federn an gepresst sein.
Eine veränderliche Einstellung der Abschlussorgane kann zum Beispiel durch einerseits unter dem Aufladedruck und ander seits unter Federwirkung stehender Kolben erfolgen. Die Abschlussorgane können mit einer von Hand regulierbaren Einstellvor richtung versehen sein. Eine Führung der Abschlussorgane kann mit einem Raum hin ter dem Rotor der Abgasturbine verbunden werden, damit keine Auspuffgase nach aussen treten.
Ebenso können Führungen für mit den Kolben verbundene Stangen der Einstell vorrichtung ebenfalls mit einem Raum hinter dein Rotor der Abgasturbine in Verbindung stehen, um stets eine Kühlung der Stangen durch Aufladeluft zu bewirken.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes dargestellt.
In Fig. 1 ist die Arbeitsweise dieser Aus führungsform durch ein Diagramm darge stellt. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch die Regelvorrichtung und Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine mit einer solchen Regel vorrichtung versehene Abgasturbine nach der Linie II-II der Fig. 2, währenddem Fig. <B>2</B> einen .Schnitt nach dem Linienzug I -I von Fig. 3 darstellt.
Entsprechend der Fig. 1 ist angenommen, dass drei verschiedene Ab schlussorgane vorhanden sind, und zwar sind beispielsweise beim Leerlauf der mit dieser Abgasturbine zusammenarbeitenden Verbren nungskraftmaschine sämtliche Abschlussor- gane geschlossen, so dass nur ein bestimmter Teil der Abgasturbine, zum Beispiel ein Drittel bis die Hälfte ihres Umfanges beauf- schlagt ist.
Diesem Zustand entspricht der Abgasdruck pTO und ein Aufladedruck p",. Steigt nun die Belastung der Maschine, so steigt vorerst auch der Abgasdruck. Das von der Abgasturbine angetriebene Aufladege- bläse läuft dann auch schneller und fördert auf einen höheren Druck.
Die Einstellvor richtung des ersten Abschlussorganes 1 sei nun so ausgebildet, dass bei einer gewissen Steigerung des Aufladedruckes dieses Ab schlussorgan sich öffnet. Das Abschlussorgan sei zum Beispiel bei einem Drittel der Normalleistung vollkommen geöffnet.
In diesem Zeitpunkt herrsche vor dem Rotor der Turbine der Druck p"1 und hinter dem Aufladegeblä.se der Druck pol. Bei einer Teil last zwischen 0 und 1/s der Normalleistung ndern sieh die Drücke pT und pA, wie durch dieä ausgezogenen Linienzüge dargestellt ist.
Dieser Verlauf wird abhängig sein von dem Öffnungsquerschnitt der Abschlussvorrich- tung, sowie dem Wirkungsgrad von Abgas turbine und Aufladegeblä.se bei den herr schenden Zuständen. Bei 1/ü Belastung seien nun noch zwei Schieber, 2 und 3, geschlossen und zwar öffnet sich das Abschlussorgan 2 beim Übergang der Belastung von 1/n auf 2/3 der Normalleistung, so dass dasselbe bei Normalleistung ganz offen ist.
Bei der Stei gerung von '/.." auf 3/,. der Normalleistung öffne sich das Abschlussorgan 3 und bei allen Belastungen über der Normalleistung bleiben sämtliche drei Abschlussorgane voll kommen geöffnet, so dass dann die Tur bine voll beaufschlagt ist.
Der Verlauf des Druckes pT vor der Ab",asturbine und des Druckes pa. hinter dem Aufladegebläse wird durch die ausgezogenen Linien pTO, pTi, .pT2, PTS, pT4 bezw. pAo, pAl, _pA2, pAs, p & 4 dar gestellt.
Im gezeichneten: Beispiel ist ange- nommen, dass der Druck vor der Abgasturbine im Bereich der Normallast und darüber unter den Aufladedruck sinkt. Die Verhältnisse können aber auch so gewählt sein, dass diese Erscheinung bereits bei kleinerer Belastung eintritt.
In Fig. 2 sind 1, 2 und 3 die voneinander unabhängig einstellbaren Abschlussorgane. Es handelt sich hier um drei Flachschieber. Die selben sind an Stangen 4 aufgehängt, auf welchen Kolben 5 sitzen. Diese Kolben 5 be wegen sich nun in Zylindern 6. Die Bewe gung dieser Kolben geschieht durch den Druck der im Gebläse 7 erzeugten Auflade luft, indem diese durch die Leitung 8 und die Kanäle 9 unter diese Kolben 5 gelangt. Von oben wirken auf die Kolben Federn 14.
Diese Federn können so bemessen sein. dass bei gleichem Aufladedruck die Kolben sich verschieden hoch einstellen, zum Beispiel so wie in Fig. 1 dargestellt, das heisst, dass bei Leerlauf sämtliche, bei Last zwei und bei Last einer und bei Last und darüber kein Schieber mehr geschlossen ist. Die Schie ber 1, 2 und 3 können einen ununterteilten, vor dem Turbinenlaufrad 11 liegenden Raum 12 abschliessen, oder es kann die von ein und demselben Schieber gesteuerte Öffnung durch Rippen 13 weiter in mehrere, besondere. zu den Eintrittsdüsen 14 der Turbine führende- Kanäle 15 unterteilt sein.
Bei dieser Aus bildung werden von 0 bis \/3 Leistung durch den steigenden Aufladedruck die Kanäle 15 sukzessive zugeschaltet. Dadurch ergibt sich dann eine Änderung des Aufladedruckes p. sowie des DrUclieS PT vor der Abgasturbine entsprechend den in Fig. 1 punktiert darge stellten Linienzügen.
In Fig. 3 ist ferner noch dargestellt, dass die Schieberführung bei 16 mit dem Raum 17 hinter dem Laufrad der Abgasturbine durch eine Offnunw, 18 verbunden sein kann. Damit die Abgase nicht ungehemmt in den Raum 17 übertreten können, kann eine Packung 19 angeordnet sein. Des ferneren kann die längs der Kolbenstange \?0 entweichende Auflade luft ebenfalls durch die Leitung 18 in den Raum 17 abgeleitet werden. 21 ist die Hand- einstellvorrichtung der Abschlussorgane 1 bis 3.
Durch ihre Betätigung können diese unabhängig von der Höhe des Ruflade druckes eingestellt werden, was bei bestimm ter Verwendung zweckmässig sein kann. Die Schieber können durch Federn 22 auf ihren Sitz gepresst werden.
Bei nur teilweisem Abschluss des Tur bineneintritts, wie dies in Fig. 2 und 3 dar gestellt ist, wird der abschliessbare Teil zweckmässig oben angeordnet. Der dauernd offene Teil der Turbine liegt dann unten, so dass feste und flüssige Bestandteile in den Gasen trotzdem dauernd durch die Turbine austreten können. Es tritt dann keine Stau ung solcher Bestandteile vor der Turbine ein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Rufladung, dadurch gekennzeichnet, dass die Beaufschla- gung der Turbine durch Einstellung mehrerer voneinander unabhängiger, vom Ruflade druck der Verbrennungskraftmaschine beein- flusster Abschlussorga.ne geregelt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Rufla dung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einstellung der einzelnen Abschlussorgane beim gleichen Rufladedruck eine verschiedene ist. 2. Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Rufla dung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Abschlussorgane vom Abgasdruck angepresste Flachschie ber angeordnet sind. 3.Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskra.ftmaschinen mit Aufla- clung nach Patentanspruch, deren Ab- schluss'organe durch Schieber gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine von einem der Schieber gesteuerte Öff nung durch Rippen in mehrere besondere zum Leitapparat der Turbine führende Kanäle unterteilt ist. 4. Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Aufla- dung nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüber ihrer Einstellvorrichtung be wegliche Flachschieber angeordnet sind. 5.Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftinaschinen mit Rufla dung nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch Federn auf ihren Sitz gepresste Flachschieber verwendet werden. 6. Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Rufla dung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine veränderliche Ein stellung der Abschlussorgane durch einer seits unter dem Rufladedruck und ander seits unter Federwirkung stehende Kol ben erfolgt. 7.Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Rufla dung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss die Abschlussorgane mit einer von Hand regulierbaren Ein stellvorrichtung versehen sind. B. Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmasehinen mit Rufla dung nach Patentanspruch, deren Ab schlussorgane durch Schieber gebildet werden, die an Stangen befestigt bind, dadurch gekennzeichnet, dass gegen die Abgase abdichtende Führungen für die Stangen. an denen die Schieber befestigt sind, mit einem Raum hinter dem Rotor der Abgasturbine verbunden sind. 9.Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungskraftmaschinen mit Rufla dung nach Patentanspruch, deren Ab schlussorgane durch eine Einrichtung ein gestellt werden, die an Stangen befestigte Kolben aufweist, dadurch gekennzeich net, dass gegen die Aufladeluft abdich tende Führungen für die Stangen, an denen die Kolben befestigt sind, mit einem Raum hinter dem Rotor der Ab gasturbine verbunden sind. 10.Regelvorrichtung an Abgasturbinen von Verbrennungsliraftmaschinen mit Aufla- dung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei liegend angeord neten Abgasturbinen mit nur teilweise abschliessbarem Turbineneintrittsquer- schnitt der gegen unten liegende Teil des Turbineneintrittsquerschnittes dauernd geöffnet bleibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH128548T CH128548A (de) | 1926-12-08 | 1926-12-08 | Regelvorrichtung an Abgasturbinen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH128548T CH128548A (de) | 1926-12-08 | 1926-12-08 | Regelvorrichtung an Abgasturbinen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH128548A true CH128548A (de) | 1928-11-01 |
Family
ID=4387022
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| CH128548T CH128548A (de) | 1926-12-08 | 1926-12-08 | Regelvorrichtung an Abgasturbinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH128548A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE902103C (de) * | 1938-07-05 | 1954-01-18 | Daimler Benz Ag | Antrieb der Aufladegeblaese von Brennkraftmaschinen |
-
1926
- 1926-12-08 CH CH128548T patent/CH128548A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE902103C (de) * | 1938-07-05 | 1954-01-18 | Daimler Benz Ag | Antrieb der Aufladegeblaese von Brennkraftmaschinen |
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