CH128627A - Zweiachsiges Deichselgestell für Schienenfahrzeuge mit Lauf- und Treibachsen. - Google Patents
Zweiachsiges Deichselgestell für Schienenfahrzeuge mit Lauf- und Treibachsen.Info
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Description
Zweiachsiges Deichselgestell für Schienenfahrzeuge mit Lauf- und Treibachsen. Zwecks Erreichung einer guten Führung von Schienenfahrzeugen mit Lauf- und Treibachsen und zur Verteilung der seit lichen Führungsdrücke auf zwei Achsen ver wendet man bei Lokomotiven für hohe Ge schwindigkeiten das Krauss - Drehgestell.
Dieses Drehgestell kann man jedoch bei elektrischen Lokomotiven mit Einzelachsen antrieb und Aussenrahmen nicht zur Anwen dung bringen, weil hier wegen der Hohlweile bezw. wegen des Tatzenlagermotors der in Lokomotivaxe liegende kugelige Zapfen der Deichsel nicht an der Radachse oder dem Achslagergehäuse angreifen kann.
Um auch bei derartigen elektrischen Lokomotiven (Schienenfahrzeugen' mit Einzelachsantrieb eine gute Führung und gleichmässigere Ver teilung der Führungsdrücke zu erreichen, wird der Erfindung gemäss das bekannte Lenkgestell dahin abgeändert, dass die Deichsel mittelst eines die Treibräder um fassenden und über den Aussenrahmen hinausgreifenden Gestänges die Treibachse an ihren Enden erfasst und seitlich ver schiebt. Das Gestänge kann als zweiarmiger Bügel ausgebildet sein, welcher entweder den Aussenrahmen umgreift oder durch den Aussenrahmen hindurchgreift.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 das neue Deiehselgestell mit dem die Deichsel und die Treibachse verbinden den Gestänge im Aufriss, Fig. 2 dasselbe im Grundriss; Fig. 8 und 4 zeigen Befestigungsarten des als Bügel ausgebildeten Gestänges an den Treibachslagern; Fig. 5 zeigt das Deichselgestell mit einem unmittelbar an den Achszapfen angreifenden Bügel im Grundriss;
Fig. 6 und 7 zeigen Befestigungsarten des Bügels an den Treibachszapfen; Fig. 8 -zeigt im Grundriss eine abge änderte Ausführungsform des Deichsel gestelles.
Gemäss' Fig. 1 und 2 ist die Laufachse a mit der Treibachse b in bekannter Vereise durch eine Deichsel c verbunden. Die Deich sel ist am Drehzapfen d elastisch gelagert, wodurch die Einfahrt in Krümmungen mit geringerem Stoss als bei fester Lagerung er folgt. Am Auge e. der Deichsel c greift ein Bügel f an, der um die Treibräder g herumgreift und die Verbindung zwischen den beiden Treibachslagern 1z herstellt; ausser dem ist der Bügel f bei i noch am Rah men federnd aufgehängt.
Der Bügel f kann entweder am Treibachslager k fest ange schraubt (Fig. 3) oder auch kugelig ge lagert werden, wie es beispielsweise Fig.4 zeigt. Um die verschiedenen Bewegungen der Deichsel c gegenüber dem Drehzapfen d und dem Bügel f zu ermöglichen. sind die Drehzapfenlager lc und die Gelenke l kuge lig ausgebildet. Die Deichsel ist gegen die Achse abgefedert, um die ungefederten Ge wichte zu verringern.
Durch die Verbindung der beiden Treibachslager mittelst des Bü gels f wird bei seitlicher Bewegung m der Laufachse a die Treibachse b zusammen mit den Treibach-lagern h ebenfalls zwangs läufig seitlich um den Betrag n verschoben. Die Wirkungs#,veise ist somit genau die glei che wie bei dem bPkannten Krauss-Dreh- gestell.
Um die seitliche Bewegung der Treib- achse, welche durch die infolge der Brems klotzdrücke besonders bei im Gefälle liegen den Krümmungen auftretenden und die Rei bung in den Achsla.gerführungen erhöhen den Kräfte erschwert wird, zu erleichtern, kann auch der Bügel f unmittelbar an den zu diesem Zweck verlängerten Treibachs- zapfen mittelst Gleit- oder Pendelrollen lagern angreifen, wie es die Fig. 5 bis 7 zeigen.
Der am Auge e der Deichsel c an greifende Bügel<I>f</I> greift um die Treibräder<I>g</I> herum und erfasst die Achse b an ihren beiden verlängerten Achszapfen 2c. Die Ver bindung des Bügels mit den verlängerten Achszapfen 2c kann entweder mittelst ku gelig ausgebildeter Gleitlager r (Fig. 6) oder mittelst Pendelrollenlager s (Fig. @7) erfolgen, an denen der Bügel f befestigt wird.
Die bei der seitlichen Verschiebung der Treibachse b bei dieser abgeänderten Aus führung auftretenden Reibungskräfte sind bedeutend kleiner, da die Verschiebung hier zwischen zwei polierten, dauernd geschmier ten Flächen, nämlich den Achslagerlauf- flächen, erfolgt, deren Reibungswert natur gemäss wesentlich kleiner ist als derjenige der ungeschmierten und rauhen Flächen der Achslagerführung bezw. des Achslager- gehäuses.
Anstatt des in den Fig. 1 und 2 dar gestellten Bügels f kann auch ein Gestänge <I>o, p.</I> q! nach Fig. 8 zur Verbindung der Deichsel c mit der Treibachse b verwendet werden, welches aus einer an der Deichsel ungelenkten Querstange o und zwei aussen am Rahmen angelenkten Armen p und 7 besteht, die mit den Enden der Querstange o gelenkig verbunden sind.
An den Armen p und q sind gleichzeitig die die verlängerten Achszapfen umfassenden Gleit- oder Pendel rollenlager befestigt, beziehungsweise kön nen die Arme mit den Treibachslagern la gemäss, den Fig. ä und 4 verbunden sein. Die Wirkungsweise dieses Gestänges ist im we sentlichen die gleiche wie bei der Ausfüh rung nach Fig. 1 und z.
Bei seitlichen Be wegungen --in der Laufachse<I>a</I> wird die Triebachse b mittelst des Gestänges o, p, q ebenfalls zwangsläufig seitlich um den Betrag 7z derart verschoben, dass sich die Treibachse in den polierten und dauernd ge schmierten Achslagerschalen, beziehungs weise zusammen mit den Treibachslagern <I>ja</I> in den Aehslagerführungen verschiebt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Deichselgestell für Schienenfahrzeuge, mit Lauf- und Treibachsen, dadurch gekenn zeichnet, class die Deichsel mittelst eines die Treibräder umfassenden und über den Aussenrahmen hinausgreifenden Gestänges die Treibachse an ihren Enden erfasst und seitlich verschiebt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Deichselgestell nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das die Deich sel -und die Treibachse verbindende Ge- stänge als zweiarmiger Bügel ausgebildet ist.2. Deichselgestell nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge den Aussenrahmen um greift. 3. Deichselgestell nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge durch den Aussenrahruen hindurchgreift. 4. Deichselgestell nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gestänge die Treibachse an ihren Achslagern er fasst und mit diesen seitlich verschiebt.5. Deichselgestell nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Gestänge die Treibachse an den verlängerten Treib achszapfen mittelst Gleitlager unmittel bar erfasst und in den Achslagern seit lich verschiebt. ('>. Deichselgestell nach Patentanspruch und Unteransprich 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge mittelst Pendelrolleri- lager auf die verlängerten Treibachszapferi wirkt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE128627X | 1927-04-25 | ||
| DE80627X | 1927-06-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH128627A true CH128627A (de) | 1928-11-01 |
Family
ID=25749760
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH128627D CH128627A (de) | 1927-04-25 | 1927-07-09 | Zweiachsiges Deichselgestell für Schienenfahrzeuge mit Lauf- und Treibachsen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH128627A (de) |
-
1927
- 1927-07-09 CH CH128627D patent/CH128627A/de unknown
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