CH128666A - Verfahren zur Herstellung eines Kleinsteinpflasters. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Kleinsteinpflasters.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Iileinsteinpflasters. Das für Orts- und Landstrassen bewährte Kleinsteinpflaster erforderte bisher zu seiner Herstellung viel Mühe und Zeit und war deshalb kostspielig. Es massten die einzel nen Kleinsteinwürfel mit der Hand in ein auf den Strassengrund aufgebrachtes Sand bett eingesetzt werden.
Demgegenüber besteht das Verfahren ge mäss vorliegender Erfindung darin, dass die Steinwürfel auf einer Rüttelfläche, die zum Beispiel nach dem Prinzig der Schüttelrut schen die Würfel allmählich nach dem einen Ende der Fläche zu befördert, oder- die geneigt ist, derart, dass die Würfel beim Rütteln allmählich infolge ihres Gewichtes nach dem geneigten Ende zu vorwärts be wegt werden, durch Rütteln geordnet wer den, das heisst, dass sie sich mit ihren Seiten flächen gegeneinanderlegen und so in die Lage zueinander geraten, die bisher durch mühsames Zusammensetzen der einzelnen Meine von Hand geschaffen werden masste.
In diesem geordneten Zustande werden die Steinwürfel auf das Sandbett der Strassen unterlage abgesetzt, indem die Rüttelfläche dabei eine entsprechende Vorschubbewegung ausführt.
Auf diese Weise kann man in ununter brochenem Arbeitsgange die einerseits wahl los an die Rüttelfläche abgegebenen .Stein würfel anderseits kontinuierlich im geord neten Zustande auf das Sandbett der Stra ssenunterlage absetzen. Es ist klar, dass dabei eine bedeutende Zeit- und Arbeitsersparnis stattfindet.
Man kann überdies auf viel geringere Ab niessungen der Steinwürfel heruntergehen und dementsprechend das Pflaster noch nach giebiger und stossfreier gestalten als bisher, zvo man wegen der hohen Arbeitslöhne ge zwungen war, verhältnismässig grosse Stein würfel anzuwenden, um nicht allzuviel Zeit ,in das Einsetzen der Würfel von Hand zu verschwenden.
Bildet man das Verfahren derart aus, dass die Kleinsteinwürfel vor oder während des Rüttelvorganges mit einem bituminösen Überzuge versehen werden, dann wird da durch, wie festgestellt wurde, das Ordnen beschleunigt und begünstigt, und man er- hält nach dem Absetzen der Steine in das Sandbett und nach Aufbringung einer Sand- oder Splittschicht, deren Teilchen in die Fugen des Pflasters eindringen, eine feste und sichere gegenseitige Verankerung und Verkittung der Steinwürfel und zugleich eine staubfreie bituminöse Strassendecke.
Idas .Verfahren kann auch so ausgeführt werden, dass' die von der Rüttelfläche abge setzten Pflastersteine mit flüssigem oder emulglertem Bitumen übergossen werden, wo nach alsbald eine Sand- oder Splittschlicht aufgebracht und eingewalzt wird. Auch hier wieder erhält man einen festen Verband iin Pflaster und eine staubfreie bituminöse Strassendecke.
Beispielsweise werden Steinwürfel von 3 bis 4 cm Seitenlänge auf einer zu einer fahrbaren Vorrichtung gehörenden Schüttel rutsche kontinuierlich abgegeben, welche Schüttelrutsche bei der Vorwärtsbewegung der Vorrichtung bewegt wird. Auf dieser Schüttelrutsche ordnen sich die wahllos auf gegebenen Steinwürfel derart, dass sie sich mit ihren Seitenflächen aneinanderlegen und von dieser Schüttelrutsche werden sie kon tinuierlich in das Sandbett der Strassenunter lage abgesetzt, indem die Vorrichtung mit entsprechender Vorschubgeschwindigkeit fortbewegt wird.
Nach dem Absetzen der Pflastersteine in das Sandbett wird eine kalte Asphaltemulsion aufgegossen. Diese Emulsion ist beispielsweise in der Weise her gestellt, dass 500 kg Asphaltbitumen ge schmolzen und 20 kg Ölsäure unter ständi gem Rühren zugesetzt werden. Unter Rühren und Erwärmen werden ferner 120 kg zwei prozentige Natron- oder Kalilauge zugesetzt.
Hierzu kommt ein Zusatz von Wasser je n ae 'h dem gewünschten Flüssigkeitsgrade. n Nach Aufgiessen der Emulsion wird alsbald eine Saud- oder Splittschicht auf das Pflaster aufgetragen und eingewalzt, wobei die Sand- oder Splitteilchen in die Fugen eindringen und die Verankerung bezw. Verkittung her beiführen.
Erforderlichenfalls kann dann noch ein bituminöser Überzug in an sich be kannter Weise aufgebracht werden. Die beiliegende Zeichnung zeigt beispiels weise eine Ausführungsart einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens im Längs schnitt.
Die zu verarbeitenden Kleinsteinwürfel gelangen in den Kasten a., welcher aufklapp bar auf der Plattform eines Transportwagens ruht. Der Transportwagen ist durch die Stange c mit einem Traktor d verbunden.
Auf der Zeichnung ist der Wagenkasten a in der hochgeklappten Stellung dargestellt, in welcher er durch das Bodenloch e hindurch die Steine auf den schrägen Boden eines Fülltrichters f austreten lässt. Über diesen schrägen Boden gleiten die Steine auf die Schüttelrutsche g, welche in einer schräg gestellten Fläche besteht, die an den Seiten Führungen hat.
Die Schüttelrutschenbewe- gung wird durch die Schubkurbelstange 1a herbeigeführt, deren Exzenter i mittelst Kette 7c vom Motor des Traktors<I>d</I> angetrie ben wird.
Claims (1)
- PATENTAN SPRUCI3 Verfahren zur Herstellung eines Klein steinpflasters, dadurch gekennzeichnet, dass Steinwürfel auf einer Fläche durch Rütteln geordnet und in diesem Zustande bei ent sprechender Vorschubbewegung der Fläche auf ein Sandbett eines Strassengrundes ab gesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Steinwürfel vor dem Verlassen der Rüttelfläche mit einem bituminösen 1'bei,zug versehen werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die in das Sandbett eingesetzten Steinwürfel flüssiges oder emulgiertes Bitumen und alsbald eine Sand- oder Splittsehicht aufgebracht und eingewalzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE128666X | 1926-10-30 |
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| CH128666A true CH128666A (de) | 1928-11-16 |
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|---|---|---|---|
| CH128666D CH128666A (de) | 1926-10-30 | 1927-10-26 | Verfahren zur Herstellung eines Kleinsteinpflasters. |
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| CH (1) | CH128666A (de) |
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1927
- 1927-10-26 CH CH128666D patent/CH128666A/de unknown
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