Nasehine zum selbsttätigen Sortieren von Gegenständen nach ihrer Farbe. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ma schine zum selbsttätigen Sortieren von Ge genständen, zum Beispiel Zigarren, nach ihrer Farbe oder Tönung. Hauptzweck der Erfindung ist, eine solche Maschine von grö sserer Leistungsfähigkeit zu schaffen als bis her.
Die Maschine gehört zu jener Art, bei wel cher die Gegenstände von -einer wandernden Reihe von Trägern getragen, sukzessive einer Lichtquelle ausgesetzt und hierauf hinter eine Reihe von Behältern geführt werden, von denen jeder zur Aufnahme von Gegenständen einer besonderen Farbe oder Farbtönungen dient, wobei die von der genannten Quelle kommenden Lichtstrahlen von den sukzessive belichteten Gegenständen auf eine photo elektrische Zelle zurückgeworfen werden, welche gemäss dem jeweils unterschiedlichen Ansprechen auf das von den sukzessiv belich teten Gegenständen reflektierte Licht,
die Funktion einer elektrisch betätigbaren Vor richtung zur Bestimmung der Abgabe der Gegenstände in die richtigen Behälter gemäss der Farbe oder Farbtönung steuert.
Gemäss Erfindung zeichnet sich eine sol che Maschine dadurch aus, dass die Gegen- stände von einer Reihe von auf einem end losen, horizontal verlaufenden Förderer an gebrachten Greifern getragen werden, wobei -die Gegenstände während ihres Vorschubes längs des obern Stranges des Förderers der Lichtquelle ausgesetzt, .durch die photoelek trische Zelle geprüft und die genannten Grei fer während des nachfolgenden Vorschubes längs des untern Stranges des Förderers an verschiedenen, durch die genannte Vorrich tung bestimmten Stellen geöffnet -werden, um die Gegenstände in die betreffenden, unter dem Förderer angeordneten Behälter fallen zu lassen.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 ein Schnitt längs 2-2 der Fig. 3, Fig. 3 ein Grundriss des Hauptteils der Maschine, in Richtung 3-3 der Fig. 2 ge sehen, Fig. 4 eine teilweise Seitenansicht des Förderers mit Zubehör für die zu sortierenden und anzusammelnden. Gegenstände, Fig. 5 ein Schnitt längs 5-5 der Fig. 4,
die Anordnung der Greifervorrichtung dar stellend, Fig. 6 eine aus der Ebene 6-6 der Fig. 4 gesehene Seitenansicht der Greiferstellvor- richtung in grösserem Massstabe, Fig. 7 ein Grundriss einer der Reiterstan gen und eines von den Greifern getragenen Reiters, in Richtung 7-7 der Fig. 5 gesehen, Fig. 8 ein Grundriss des Getriebes zum Öffnen der Greifer, in Richtung 8-8 der Fig. 4 gesehen,
Fig. 9 ein elektrischer Schaltplan mit Darstellung des elektrischen Auges, der An ordnung des Wählschalters, des Kommuta- tors des Zeitschalters zum Stellen der Greifer und der selbsttätigen Stromregelung, und Fig. 10 eine Einzelansicht der Greiferaus- lösung.
Die Maschine, Fig. 1 bis 3, besitzt die Form eines langen Tisches, der an dem einen Ende auf einem Fussgestell 10 und am andern auf den durch eine Oberplatte 13 verbundenen Rahmen 11 und 12 ruht. Auf der Platte 13 sind Lagerstützen 14, 15, 16 und 17 ange bracht. Das Fussgestell 10 ist durch Zugstan gen 18 und 19 mit dem Rahmen 11 verbun den. Zwischen dem Fussgestell 10 und Seiten stützen 20, die an den Lagerstützen 15 und 16 befestigt sind, liegen U-Eisen 21, welche die beiden Teile 22 und 23 einer Schauplatte tragen, zwischen denen über Kettenräder 25 und 26 ein endloser Förderer 24 für die Gegenstände läuft.
An den Innenkanten der Schauplattenteile 22 und 23 sind Winkel eisen 27, Fig. 5, befestigt, mit nachstellbaren Führungen 28, welche die Förderketten 29 abdecken und zwischen ihren schrägen Innen kanten gerade so viel Raum lassen, dass sich die Gegenstände richtig in die Taschen des Förderers legen.
Die obern Zugstangen 18 tragen Behäl ter 30 für die Gegenstände, deren Enden mit offener Front auf dem Abladebrett 31 ruhen. Das Brett 31 liegt auf einer Stütze 32 am Fussgestell 10 und auf einer Stütze 33 am Rahmen 11. In dem Raum unterhalb des Brettes 31 steht ein Schrank 34 mit den zur Bedienung der photoelektrischen Zelle erfor derlichen elektrischen Batterien, während die Schalttafel für den Augenstromkreis in einem besonderen Kasten 35 an der Seitenwand des Batterieschrankes untergebracht ist.
Die senkrechten Stangen 36, die sich von -den Lagerstützen 15 und 16 aus aufwärts er strecken, tragen das Zellengehäuse 37 mit. den zur Beleuchtung der Gegenstände dienen den Lampen 38 und in einem besonderen Behälter 39 darüber die photoelektrische Zelle oder das elektrische Auge 40, sowie den Schaltkasten 41. Der -Schaltkasten 41 ent hält den zur Regelung des Stromes dienenden Spannungsregler 42, den Regler 43 für die sen, den Stromschalter 44, die Verstärkerröh- ren 45, den Drehknopf 47 und die Skala 48 des Spannungsreglers, während der Hand griff 49 des Stromschalters auf dem Schalt brett 46 des Kastens 41 angebracht ist.
Auf der am Rahmen 11 befestigten Kon sole 50 steht der Motor 51, ,der über eine Kupplung 52 die Welle 53 mit der Schnecke 54 antreibt, die in ein Schneckenrad 55 auf einer Welle 56 eingreift, die Welle 56 wird von einem Radkasten 57 und Lagerstützen 58 gehalten. Auf der Welle 56 des Schnek- kenrades 55 sitzt ein Kettenrad 59, das durch eine Kette 60 ein Kettenrad 61 auf einer Nockenwelle 62 treibt. Auf der Welle 62 be findet sich ein Sperrkranz 63 und ein Schalt arm 64 zum Antrieb eines Maltheserkreuzes 65 auf einer Welle 66, die ihrerseits eine Klauenkupplung 6 7 und ein Stirnrad 68 trägt.
Der Schubhebel 69 der Klauenkupp- lung 67 wird über die Stange 70 durch einen Handhebel 71 gesteuert, der in einem an der Rahmenoberplatte 13 befestigten Support 72 drehbar ist. Das Stirnrad 68 kämmt mit einem Zahnrad 73 auf einer Welle 74, auf der die Kettentreibräder 26 des endlosen Förderers 24 sitzen.
Der Förderer für die Gegenstände, Fig. 4 und 5, besteht aus den erwähnten endlosen Ketten 29, die zwischen sich die Gegenstands greifer 75 tragen. Die obern Kettenstränge 29 ruhen auf Führungen 76, die durch Stüt zen 77 an den Seitenflächen der U-Träger 21 gehalten werden; die untern Kettenstränge werden am Niederhängen durch Führungen 78 gehindert, die auf unten an den U-Eisen 21 hängenden Stützen 79 ruhen.
Jedes Greiferpaar ist in sich durch Zahn sektoren 80 zwangsläufig gekuppelt, die durch auf Schliessen der Greifer hinwirkende Fe dern 81 miteinander verbunden sind. Eines von jeden beiden Greifergliedern trägt nahe seinen Enden abwärtsgehende Arme 8'2 (Fig. 7 und 10), die zwischen sich die prismatische Stange 83 aufnehmen. Einer von den Armen 82 besitzt einen seitlichen Vorsprung mit einer Rolle 84, die an einer Hubstange 85 an liegt; die Stange 85 erstreckt sich über die ganze Länge des Aufgabetisches und hält so die Greifer entgegen der Spannung der Fe dern 81 geöffnet, damit sie .die Gegenstände aufzunehmen vermögen.
An den Enden be sitzt die Hubstange 85 abgeschrägte Flächen, so dass die Rollen hier frei werden und den Federn 81 gestatten, die Greifer zu schliessen und so die Gegenstände festzuhalten.
Auf jeder der Stangen 83 gleitet ein Rei ter 86 (Fig. 1, 2, 4, 5, 7, 9 und 10) mit einem abwärts gehenden Vorsprung 87. Die Reiter stangen 83 besitzen eine Anzahl von Kerben 88, entsprechend der Zahl der Behälter für die Gegenstände, und eine Kugel 89 inner halb des Reiters schnappt unter der Wirkung einer Feder 90 in die Kerben ein, wenn der Reiter längs der Stange verschoben wird, Fig. 7.
Während ein Gegenstand dem elektrischen Auge ausgesetzt ist, wird der Reiter 86 des zugehörigen Greifers selbsttätig in diejenige Stellung auf der Reiterstange 83 gebracht, welche dem Farbton des Gegenstandes ent spricht, und zwar durch einen Richter 91 (Fig. 2, 4 und 6), der auf den Stangen 92 (Fig. 3, 4 6 und 9) bei jedem Vorschub des Förderers 24 hin- und hergleitet; die Stangen 92 ruhen in den Lagerstützen 15 und 16.
Der Richter, Fig. 6, besitzt zwei Hebel 93 und 94, die auf einem Achszapfen 95 der- art angebracht sind, dass ihre freien, auf ver schiebbaren. Hubkurven 96 bezw. 97 ruhen den Enden abwechselnd an den beiden schma len Seitenflächen der Vorsprünge 87 der Rei ter 86 zur Anlage kommen. Bewegt sich der Richter 91 im Sinne des ausgezogenen Pfeils, Fig. 9, so befinden sich der längere Hebel 93 in seiner obern und der kürzere 94 in seiner untern Stellung, so dass der Hebel 93 den Reitervorsprung 87 erfasst und der Reiter 86 an einer Vorwärtsbewegung teilnimmt.
Der Hebel 93 wird in seiner obern Stellung durch einen Hebel 98 festgehalten, der durch den an,dem Richter angebrachten Elektromag neten 99 gesteuert wird. Erhält der Magnet 99 Strom, so zieht er den am untern Arm des Hebels 98 befindlichen Anker 100 an, löst dadurch den Hebel 98 aus und veranlasst die Feder 101, den Hebel 93 herunterzuziehen, wodurch dieser von dem Reiter frei wird; auf diese Weise bleibt der Reiter in seiner augenblicklichen Stellung stehen und behält diese Stellung während des Wanderns des Förderers bei.
Der Richter jedoch vollendet seinen Hub, an dessen Ende er auf einen Anschlag 102 (Fig. 3 und 5) an der rechten Stange 92 trifft. Dieser Anschlag erfasst den verschiebbaren Hubkeil 9 7 und lässt ihn den Hebel 94 anheben, wie in gestrichelten Li nien, Fig. 5, angedeutet ist.
Beim Rückgang des Richters 91, welcher während der Vor wärtsbewegung des Förderers stattfindet, um den nachfolgenden Greifer und den von ihm getragenen Gegenstand in die Belichtungs stellung zu bringen, ergreift der Hebel 94 den Reiter 86 des genannten nächstfolgen=den Greifers und bringt ihn aus seiner vorher eingestellten Stellung in seine Ausgangsstel lung auf der Stange 83 zurück, wobei ,die An schläge 103 und 104 (Fig. 3 und 5) der Stan gen 92, indem sie die Nocken 96 und 97 er fassen, den Hebel 93 aufwärts, den Hebel 94 aber abwärts gehen lassen, so dass .die Stell vorrichtung den Reiter des genannten nach folgenden Greifers auf seinem nun folgenden Vorwärtsgang zu erfassen vermag.
Wenn der Richter für die Reiter hin- und hergeht, gleiten die Bürsten 105 (Fig. 5 und 6) auf den Kontaktschienen 108, die in isolierten Blöcken der Lagerstützen 15 und 16 befe stigt sind; die Bürsten 105 sitzen in Haltern 106, die auf am Richter 91 angebrachten Iso- lierblöcken 107 befestigt sind. Auf diese Weise kann der Magnet 99 in jedem Punkte längs des Hubes der Stellvorrichtung Strom empfangen.
Seine Vor- und Rückwärtsbewegung er hält der Richter durch die Stange 109 (Fig. 5, 6 und 9), die durch einen im Lager I11 (Fig. 2 und 3) drehbaren, in einen auf der Welle 62 befestigten Nutenzylinder 112 ein greifenden Hebel 110 gesteuert wird.
Die Organe zum Öffnen der Greifer oder die Auslöser, von denen je einer über jedem Behälter 30 angeordnet ist, bestehen aus An schlägen<B>113</B> (Fig. 1 und 8), die auf von,den -Bisen 21 getragenen Stangen 114 ange bracht sind. Ist ein Reiter 86 durch die Wir kung des magnetischen Richters in ,die rich tige Stellung auf der Stange 83 gebracht, so stösst der Vorsprung 87 des Reiters, sobald die Entladestelle erreicht wird, gegen den An schlag<B>113</B> des entsprechenden Behälters 30, da die Anschläge 113 über die ganze Breite der verschiedenen Behälter fortschreitend ver setzt sind, Fig. B.
Ist zum Beispiel der Reiter auf die gerbe 3 der Stange 83 eingestellt, so schlägt er gegen den Anschlag 113 und be wirkt so eine Drehung des Hebels 82, da durch öffnen sich die Backen des Greifers und geben den Gegenstand frei; der darauf in den dritten Behälter hinabfällt.
Der Anschlag über dem letzten Behäl ter besitzt die Form einer Stange 115, die sich über die ganze Breite !der Reiterstange er streckt, so dass jeder der Reiter, der über den letzten Behälter hinstreicht, erfasst wird; auf diese Weise wird jeder Gegenstand, dessen Farbe ausserhalb des gewählten Bereiches liegt, zum Hinunterfallen in diese Behälter gebracht.
Das elektrische Auge, Fig. 9, besteht aus der photoelektrischen Zelle 40, einem einstell baren Verschluss 116, zur Bestimmung des Wählbereiches, Lichtquellen 38, einem Trich- ter 117 zur Lenkung des Lichtes und einem beweglichen Augenlid 118, das den Boden des Zellengehäuses 37 bildet.
Der obere Raum 39 des Zellengehäuses besteht aus zwei Tei len, deren unterer,<B>119,</B> den festen Licht schirm 120 aufweist; der Schirm 120 besitzt eine Öffnung, die gerade genügend weit ist, um die Kugel der photoelektrischen Zelle 40 aufzunehmen. Zwischen dem obern und dem Hauptraum des Zellengehäuses befindet sich der verstellbare Verschluss 116, dessen un durchsichtige Teile 121 durch Stellschrauben 122 mit Rechts- und Linksgewinde einander mehr oder weniger genähert werden können. In dem Raum zwischen dem Schirm 120 und dem Verschluss<B>116</B> befinden sich Farbfilter 123 aus gefärbtem Glas, welche die Farb- verteilung des Lichtes verändern.
Die photo elektrische Zelle spricht auf die verschiede nen Farben nicht in demselben relativen Mass wie das menschliche Auge an, und der Zweck der Farbfilter ist, jene Farben teilweise zu absorbieren, für welche die photoelektrische Zelle empfindlicher als das menschliche Auge ist; dadurch vermag das elektrische Auge die verschiedenen Tönungen in ihrer richtigen, das heisst dem menschlichen Auge angepassten Beziehung zueinander zu sehen .
Der Trichter 117 zur Leitung des Lichtes besitzt in seiner W andung zwei gegen die Lampen 38 zur Beleuchtung des Gegenstan des hin gerichtete, durch drehbare Klappen 124 verschliessbare Offnungen, wobei diese Klappen durch Arme 125 gesteuert werden, .die auf Schrauben 1.26 in dem beweglichen Augenlid 118 aufruhen. Befindet sich das Augenlid 118 in seiner tiefsten Lage in Be rührung mit einem Gegenstand auf dem För derer, so sind die Arme 125 unten und die Klappen 124 geöffnet; sie gestatten dabei nur dem von dem Gegenstand zurückgewor fenen Licht in -den Trichter 17 einzutreten.
Befindet sich dagegen das Augenlid 118 oben, wie durch die gestrichelten Linien der Fig. 9 angedeutet, so stehen die Arme 125 hoch, und die Klappen 124 die in diesem Falle die seitlichen Öffnungen des Trichters 117 öffnen, die Mitte dagegen absperren, las- sen unmittelbar Licht von den Lampen 38 nach -der photoelektrischen Zelle 40 gelangen, während die untere Öffnung des Trichters 117 vom Licht dieser Lampen abgeschlossen ist.
Die Menge -des unmittelbaren Lichtes, die in den Trichter tritt, wenn die Klappen 124 geschlossen sind, wird durch N ebenwegschie- her 127 geregelt, die in Führungen 128 auf- und niederbewegt werden können, und zwar durch Arme<B>129,</B> mit denen sie durch Len ker 130 in Verbindung stehen.
Die Auf- und Abbewegung des Augen lides<B>118</B> erfolgt durch Nocken<B>131,</B> Fig. 2, auf der Welle 62, wobei das Augenlid von Muffen 132 getragen wird, die auf den senk rechten Gehäusetragstangen 36 gleiten kön nen; die Muffen besitzen Stangen 133, die mit Rollen auf den Nocken 131 aufliegen. Federn 134 an den Lagerstützen 15 und 16 ziehen die Muffen 132 abwärts und drücken die Rollen der Stangen 133 gegen die Nocken <B>131.</B>
Die elektrische Schaltung ist in Fig. 9 dargestellt. Die eine Elektrode der photoelek trischen Zelle ist über einen starken Wider stand 135, den Spannungsregler 42 und die Leitung 136 mit dem negativen Pol einer Gleichstromquelle 137 verbunden, während die andere Elektrode mit dem negativen Pol einer Batterie 138 von hoher Spannung in Ver bindung steht.
Die beiden Stromquellen sind also gegeneinander geschaltet, so dass an der photoelektrischen Zelle eine Spannung gleich der Differenz derjenigen der beiden Strom quellen liegt: Dies geschieht zu dem Zweck, dann, wenn die Spannung der Gleichstrom quelle, welche zugleich die zur Beleuchtung der Gegenstände dienenden Lampen 38 speist, wachsen und dadurch die Leuchtkraft der Lampen erhöhen sollte, die Klemmenspan nung an der photoelektrischen Zelle herab zusetzen, so dass der entsprechende Zellen strom sinkt; unter diesen Umständen werden die beiden Wirkungen einander auszuglei chen streben, und so wird ein Zustand auf recht erhalten, der denjenigen einer praktisch unveränderlichen Lichtquelle gleichwertig ist.
Eine Erhöhung der Spannung der Strom quelle 137 würde zugleich den Spannungs abfall im Spannungsregler 42 vergrössern und dadurch die Gitterrichtkraft der Va kuumröhre 45 in der ersten Verstärkungs stufe erhöhen, also auf diese Weise dem Stre ben des verstärkten Zellenstromes, infolge der höheren Leuchtkraft der Lampen zu wachsen, entgegenwirken.
Fällt Licht auf die photoelektrische Zelle, so fliesst ein der Lichtmenge entsprechender Strom von der Batterie 138 über die Leitung 1;39 nach dem positiven Leiter der Strom quelle 137; kehrt aus deren negativem Leiter durch die Leitung 136 zurück und fliesst durch den Spannungsregler 42, den Wider stand 135 und die photoelektrische Zelle 40, aus der er in die Batterie 138 zurückgelangt. Der Spannungsabfall längs des Widerstandes 135 macht das Gitter der Röhre 45 negativ und vermindert den durch die Batterie 140, den festen Widerstand 141 und den veränder lichen Widerstand 142 fliessenden Platten strom.
Dies wiederum vermindert den Span nungsabfall längs des Widerstandes 141 und ruft einen verstärkten Plattenstrom hervor, der aus der Röhre. 45a durch den Wähler 143 fliesst, wobei dessen Zeiger 144 abgelenkt wird. Im gezeichneten Schema sind zwei Stu fen der Verstärkung dargestellt, doch mag entsprechend der Grösse -der aufgedrückten Spannung und der Empfindlichkeit des Zei gerinstrumentes eine Stufe genügen, bezw. es mögen drei oder mehr Stufen erforderlich sein.
Der Wählschalter 143 besteht aus einem empfindlichen Stromzeiger, an den eine selbsttätige Schaltvorrichtung angebaut ist, wobei der Stromzeiger eine zwischen den Po len einers Dauermagnetes 146 aufgehängte Spule 145 besitzt. Die Zeigernadel 144 des Galvanometers ist am Ende rechtwinklig ab gebogen, wobei der abwärtsragende Teil in einem schmalen Raum zwischen einer beweg lichen Backe 147 und einer Kontaktbrücke 148 spielt, die auf den festen Trägern 149 ruht und eine Anzahl biegsamer Finger 150 besitzt, entsprechend einer gleichen Anzahl fester Kontaktstücke 151, wobei die Zahl mit derjenigen der Behälter in der Maschine über einstimmt.
Die Backe 147 wird unter :der Wirkung eines Nockens 152 auf der Welle 62 gehoben und gesenkt, indem eine Rolle 153 an einer Stange 154 durch Federn 155 gegen den Nocken 152 gedrückt wird; die Federn 155 sitzen an Gleitstangen 156 auf einer Traverse 157, an der die Stange 154 be festigt ist.
Senkt sich die Backe 147, nach dem die Nadel durch den photoelektrischen Strom abgelenkt worden ist, so presst sie das Nadelende gegen einen der Finger 150 der Kontaktbrücke 148 und verbindet sie dadurch mit dem entsprechenden festen Kontaktstück 151, so dass ein Weg für,den elektrischen Strom von der positiven Leitung der Strom quelle 137 über eine Leitung 158, die Kon taktbrücke 148, das Kontaktstück 151, einen Drehschalter oder Kommutator 159 und einen Zeitschalter 160 hergestellt wird;
von dem Zeitschalter fliesst der Strom im richtigen Augenblick in den Auslösemagnet 99 des Reiterrichters 91, und von hier kehrt er zur negativen Leitung der Stromquelle 137 zu rück. Der Kommutator 159 und der Zeit schalter 160 sitzen auf der Welle 62 und haben daher stets Gleichlauf mit dem Nocken 112, der den Reiterrichter bedient.
Der Zeitschalter 160 besitzt eine Anzahl von Kontaktstücken 161, je einen für jeden Kontakt des Wählschalters, die -auf einem Teil des Umfanges der festen Isolierscheibe 1.60' angeordnet sind, um die herum eine Kontaktrolle<B>162</B> in Gleichlauf mit dem Rei tertrichter kreist; die Rolle 162 sitzt in einem unter mechanischer Spannung stehendem He bel 163, der an einem Arm 164 angebracht ist. Der mit Kontaktstücken besetzte Teil des Umfanges der Scheibe 160' entspricht jenem Teil eines Umlaufes, während dessen,der Rei ter durch den Nocken 112 auf der Reiter staage vorwärts geschoben wird.
Jedes Kon taktstück 161 des Zeitschalters steht während dieser Zeit durch den Kommutator 159 mit dem entsprechenden Kontakt 151 des Wähl- schalters in Verbindung. Der Arm 164 be- sitzt eine Kontaktfeder 165, die auf einen un unterbrochenen, mit dem einen Pol des Aus lösemagnetes 99 verbundenen Schleifring 166 drückt, während der andere Pol des Magnetes an der negativen Leitung der Stromquelle liegt.
Der der Ablenkung-des Zeigers entspre chende Strom aus dem Wählschalter, der in eines der Kontaktstücke 151 hineinfliesst, wird also durch den Zeitschalter dann in den Auslösemagneten geschickt, wenn der Reiter richter 91 in jene, dem Zeitschalterkontakt entsprechende Stellung gelangt, die den Strom aus dem Wählschalter liefert.
Der Drehschalter oder Kommutator 159 hat den Zweck, den Wählschalter 143 von dem Zeitschalter 160 abzutrennen und ihn für einen Teil jedes Umlaufes in Verbindung mit einem selbsttätigen Stromregler zu bringen. Der auf der Welle 62 sitzende Kommutator weist eine Anzahl von Kontaktringen<B>167</B> auf, die mit der Zahl der Wählscha_lterkon- tak.tstücke 151 übereinstimmt, wobei jeder Kontaktring eine solche Form hat, dass die erste von drei Kontaktbürsten 168, die neben einander auf seiner Oberfläche liegen, ab wechselnd während eines Teils der Umdre hung mit der zweiten und dritten Bürste in Verbindung gebracht werden.
Der erste seit liebe Teil jedes Kontaktringes läuft um den ganzen Umfang herum; der zweite Teil ist nur während desjenigen Bruchteils jeder Umdrehung zusammenhängend, welcher der Belichtung des Gegenstandes und der Farben wahl entspricht, während der übrige Teil seiner Oberfläche statt aus Metall aus Isola- tationsstoff besteht; der dritte Teil endlich wahrt nur während des Restes jeder Umdre hung den Zusammenhang, welcher der Strom kreiseinstell- oder Prüfperiode entspricht, während der grössere Teil des Umfanges in diesem Falle aus Isolierstoff- gebildet wird. Sämtliche ersten Bürsten, die auf dem un unterbrochenen Teil der Kommutatorringe schleifen, sind mit den entsprechenden Kon taktstücken 151 des Wählschalters 143 ver bunden.
Alle zweiten Bürsten, .die auf dem nicht ganz durchlaufenden Teil der Kommu- tatorringe schleifen und die in Fig. 9 unten am Kommutator dargestellt sind, haben mit den entsprechenden Kontaktstücken 161 des Zeitschalters 160 Verbindung. Alle dritten Bürsten endlich, die auf dem grösstenteils isolierten Teil der Kommutatorringe schlei fen, sind mit dem Stromregler 43 verbunden.
Der elektrische Stromkreis der Maschine wird für jeden Grad von Farbtönungen ge regelt, indem man den Verschluss 116, der die les von dem Gegenstand zurückgewor- T Menget fenen Lichtes bestimmt, sowie den Span nungsregler 42, der die Richtwirkung des Gitters der Verstärkungsröhre 45 beein flusst, einstellt.
Obwohl die Art, wie die Zelle unter Spannung gesetzt wird, prak tisch gleichförmige Beleuchtungsverhält nisse schafft, ist doch eine Regelung vorge sehen, die selbsttätig die Einstellung des Spannungsreglers berichtigt, falls Tempera turveränderungen, welche die Grösse der Wi derstände beinflussen, oder andere unvorher gesehene Veränderungen des Stromes im Be triebe auftreten sollten.
Zu diesem Zwecke wird der Nebenwegschieber 127 des Trichters 117 für jeden Umlauf so eingestellt, @dass das unmittelbare Licht, das durch diesen Neben weg eintritt, eine Ablenkung des Wählschel- ters gleich derjenigen hervorruft, welche durch die mittlere Farbtönung des Wählbe- reiches erzeugt wird.
Die Kommutatorbürsten 168, die auf den dritten Teilen der Kontaktringe 167 schlei fen, sind in zwei Gruppen angeordnet. Die jenigen Bürsten auf den Kontaktringen für die Farbtönungen, die heller sind als die mitt lere Tönung, auf die der Nebenwegschieber <B>127</B> eingestellt ist, sind durch eine Leitung 169 mit einem Magneten 170 verbunden. Die jenigen Bürsten, welche den Tönungen entspre chen, die dunkler sind als die mittlere Tö nung, sind durch die Leitung 171 mit einem weiteren Magneten<B>172</B> des Reglers 43 ver bunden. Auf dem Kontaktring, welcher der mittleren Farbtönung entspricht, schleift keine dritte Schleifbürste.
Die Stromreglereinrichtung 43 besitzt ein gezahntes Rad 173 auf der Welle 174 des Spannungsreglers. Auf das Rad 173 wirkt die doppelte Sperrklinke 175 an .dem Wage balken 176, der zu beiden Seiten seiner Dreh achse die Anker 177 der Elektromagnete 170 und 172 trägt. Federn 178, die ihn seitlich erfassen, halten den Wagebalken 176 in der Mittellage. Die Klinke 175 steht unter dem Druck einer Feder 179, die bestrebt ist, erstere in ihrer Mittellage zu erhalten. Die Enden der Klinke legen sich an die orts festen Führungen 180.
Erhält einer der Elek tromagnete 170 oder 172 Prüfstrom aus der Leitung 158 der Stromquelle 137, und zwar über die Wählkontaktstücke 148 und 151, von dort über eine von den Gruppen der drit ten Bürsten des Kommutators und zurück nach der Stromquelle 137 durch die gewöhn liche Leitung 181, so wird der entsprechende Anker 177 angezogen, der Wagebalken 176 gedreht und dadurch das eine Ende der Klinke 175 in das Zahnrad 173 eingerückt.
Nach Unterbrechung des Stromes wird so .dann eine von den Federn 178 den Wagebal ken 176 in seine Mittellage zurückführen, da bei das Zahnrad 173 drehen und den durch die Leitung 183 und über den Widerstnd 135 mit der photoelektrischen Zelle verbundenen Schalthebel 182 des Spannungsreglers in 'die nächste Lage verstellen, wodurch die Richt- wirkung des Gitters der Verstärkerröhre 45 entweder erhöht, falls der Prüfstrom zu ge ring war, oder vermindert wird, falls er zu hoch war.
Die Lampen 38 werden durch Leitungen 184 und 185 von der Stromquelle 137 ge speist, wobei 185 an die Leitung 136 ange schlossen ist.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Ma. schine ist folgende: Ist der Farbtonbereich in,der beschriebe nen Weise eingestellt, so werden die Gegen stände auf dem Förderer 24 nacheinander dem elektrischen Auge ausgesetzt.
Sobald ein Gegenstand in der Beobachtungsstellung still steht, geht das Augenlid 118 darauf nieder und führt die Lichtstrahlen von den Lampen 38 so, dass sie von einem Teil der Gegen- standsoberfläche in den Trichter 117, durch die Öffnung des Einstellverschlusses 121 und die Farbfilter<B>123</B> in die photoelektrische Zelle 40 zurüchgeworfenwerden. Durch diese Zelle vermag ein der Stärke des zurückge worfenen Lichtes entsprechender Strom zu fliessen, wobei die Lichtstärke mit der Farb- tönung des Gegenstandes wechselt.
Der Strom, verstärkt durch die Batterie 140 und die Vakuumröhren 45, ruft einen entspre chenden Ausschlag in dem Wähler 143 her vor. Sobald der Zeiger 144 in seiner ver- schwenkten Stellung, beispielsweise vor dem Kontakt 3, entsprechend der drittdunkelsten Farbtönung, zur Ruhe gekommen ist, so wird die Backe 147 des Wählers durch den Nocken 152 angeklemmt und drückt den Kontakt finger Nr. 3 der Brücke 148 gegen das feste Kontaktstück Nr. 3 des Wählers; daher fliesst ein Strom aus dem Leiter der Stromquelle 13 7 durch den Kommutator 159, auf .dem in die sem Augenblick die zweiten Bürsten, in der.
Darstellung unten, durch die Ringe 167 mit den ersten Bürsten in metallischer Verbin dung stehen, nach dem Kontaktstück Nr. 3 des Zeitschalters 160. Im gleichen Augen blick wird der Reiter 86 des Greifers 75, der den in der Prüfung vor dem elektrischen Auge befindlichen Gegenstand hält, durch den Richter 91 infolge der Wirkung des Nockens 112 längs der Reiterstange 83 ver schoben. Sobald der Reiter zu der Kerbe Nr. 3 auf der Reiterstange gelangt, wie es der dritten Farbtönung entspricht, geht die im Gleichlauf kreisende Zeitschalterrolle <B>162</B> über das Kontaktstück Nr. 3 des Zeitschalters 160 hinweg und schliesst so den Strom durch den Auslösemagneten 99 der Einstellvorrich tung 91 hindurch.
Das nächstfolgende An ziehen des Ankers 100 bewegt den Hebel 98 und macht so den Reiter von dem Hebel 93 frei, so dass der Reiter in Stellung Nr. 3 auf der Reiterstange stehen bleibt.
Ist die Belichtung des Gegenstandes vor der photoelektrischen Zelle beendet, so ver lässt die Rolle 84 an dem den Gegenstand haltenden Greifer die Hubstange 85 und ge stattet der Feder 81, die Greiferbacken zu schliessen und den Gegenstand festzuklem men.
Der Förderer trägt dann den Gegen stand um die Kettenräder 26 herum, und der Gegenstand hängt in seinem Greifer, wäh rend er über !die Behälter 30 hinwegstreicht. Da der Greiferreiter auf seiner Reiterstange in Stellung Nr. 3 eingestellt ist, liegt der An schlag 113 über dem dritten Behälter in der Bahn des Reiters, und sobald der betreffende Greifer über den dritten Be hälter gelangt, stösst dessen Anschlag ge gen den Reiter und öffnet die Backen, so dass der Gegenstand in den dritten Behälter fällt, der am Ende des Arbeitsganges alle Gegen stände der drittdunkelsten Farbtönung ent halten wird.
In ähnlicher Weise werden die übrigen Behälter Gegenstände -der andern Farbtönungen je nach ihrer Lage enthalten, ausgenommen den letzten Behälter, der alle Fehlfarben aufnimmt.
Während der geprüfte Gegenstand vor rückt und der nächste in die Stellung unter dem elektrischen Auge gelangt, ist das Au genlid 118 durch die Nocken 131 in seine obere Stellung angehoben, hat dabei die Klap pen 12.1 gedreht, und -den Nebenweg für den Eintritt unmittelbaren Lichtes von den Lam pen 38 her geöffnet.
Die Nebenwegschieber 127 sind vorher auf die mittlere Farbtönung der betreffenden Betriebsperiode eingestellt worden, und daher erzeugt das durch den Nebenweg eintretende Licht den richtigen Prüfstrom, der durch den Wähler 143 fliessen soll, um -den Spannungsregler 42 für den nächsten Gegenstand nachzustellen, falls seit der vorhergehenden Belichtung irgendwelche Stromänderungen eingetreten sein sollten.
Beim Anschluss des Kommutators 159 an die Einstellvorrichtung 43 für den Spannungs regler wurde im vorliegenden Falle die Farbtönung 4 als mittlere gewählt, die ja. bei einer Maschine mit neun Behältern zum Aus sortieren von acht Farbtönungen eine der bei den mittleren ist. Dementsprechend ist die dritte Bürste auf dem vierten Kommutator- ring fortgelassen, und die dritten Bürsten der Ringe 1, 2 und 3 sind mit dem Magnet 170, diejenigen der Ringe 5, 6, 7 und 8 mit dem Magnet 172 der Regelvorrichtung verbunden.