CH128742A - Verfahren zur Herstellung von Pappzündern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pappzündern.

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CH128742A
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Felix Kaeppler
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Felix Kaeppler
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F1/00Mechanical manufacture of matches
    • C06F1/20Applying strike-surfaces, e.g. on match-boxes on match-books

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pappzündern.       Die vorliegende Erfindung erstreckt sich  auf die Herstellung von     Zündstäbchen    aus       Pappestreifen,    sogenannten Pappzündern, zum  Ersatz der sogenannten     Sicherheit8streich-          hölzer    (Schwedenhölzer) und der "überall     zün-          denden11,    sogenannten Schwefelhölzer.

   Der  wirtschaftliche Vorteil der Verwendung von  Pappe an Stelle von Holz ist von hervor  ragender     Bedeutung,    denn zur Herstellung  der hölzernen     Zündstäbchen    verwendet man  fast ausschliesslich die russische     Aspe,    die nur  im Gebiet der ehemaligen russischen Monar  chie und in der Mandschurei wächst, und es  ist seit     Jahrzehnten    bekannt, dass trotz aller  Errungenschaften der modernen Technik bei  der Herstellung von Streichhölzern mit einem       Abfall        von        etwa        60%        des        Werkstoffes        zu     rechnen ist.

   Die Herstellungskosten des Zünd  holzes sind nicht nur mit diesem grossen  Verlustfaktor belastet, sondern auch mit den  Verfrachtungskosten auf das Gewicht dieser  60     o/o    Werkstoffabfall.  



  Der technische Vorteil der Verwendung  von Pappe anstatt Holz liegt in der Tatsache,  dass die Verarbeitung von Pappe also des in  tausenden Fabriken in allen     Kulturländern       der Welt vorbereiteten Werkstoffes - viel  einfacher und billiger ist, als die von Holz.  Diese Behauptung bedarf keines Beweises,  nachdem schon lange in vielen Ländern der  Welt Buchzünder aus Pappe in grossem Um  fange verwendet werden, deren Verkaufspreise  wesentlich unter denen aller     Holzzünderarten     liegen.  



  Die vorliegende Erfindung umfasst ein  technisch besonders einfaches, und infolge  dessen auch besonders wirtschaftliches     .Ver-          fahren    zur Herstellung von     Zündstäbchen    aus  Pappe. Das Verfahren besteht darin, dass ein  endloses Band von für den vorliegenden  Zweck geeigneter Pappe (wie z. B.

   Holz-,  Zellstoff-, Leder-Pappe) und von beliebiger  Breite durch eine Schneidevorrichtung, zum  Beispiel eine Presse hindurchgeführt wird, in  der mittelst eines entsprechend gestalteten  Werkzeuges die Pappe in ihrer ganzen Breite  in mehrere     Zündstäbchenbänder    von der ge  wünschten     Stäbchenlänge    entsprechender Brei  te unterteilt wird, wobei an den Rändern der  benachbarten     Zündstäbchenbänder        ineinan-          dergreifende    Zähne und Ausschnitte entstehen  welche bei jedem     Zündatäbchenband    versetzt      zueinander liegen,

   und während der Weiter  bewegung die     Anbringung    von Zündköpfen  ermöglichen und wobei ferner die der     Zünd-          stäbchenbreite        entsprechenden    Ausschnitte so  gross sind, dass sie eine gegenseitige Berüh  rung der nach der Unterteilung in Bänder  anzubringenden Zündköpfe ausschliessen.  



  Wie aus der, ein Ausführungsbeispiel des  Erfindungsgegenstandes veranschaulichenden  Zeichnung ersichtlich ist, schliessen sich die  ausgezackten Ränder der     Zündstäbchenbänder     b ohne jeden Zwischenraum aneinander, so  dass die Verarbeitung des endlosen Werk  stoffbandes     a    sich ohne jeden Abfall ausser  demjenigen vollzieht, der an den beiden  Rändern des Ausgangsmaterials durch die,  die Zahnlücken bildenden Ausschnitte ent  steht. Die in dieser Weise ausgestanzten       Zündstäbchenbänder    b werden bei Verwen  dung von vor der Unterteilung noch nicht  paraffinierter Pappe paraffiniert, zum Beispiel  durch Tauchen in flüssiges Paraffin enthal  tende Behälter.

   Nach einer besonderen Aus  führungsform der Erfindung kann dieser Vor  gang durch Führung der bei der Unterteilung  des Ausgangsmaterials entstehenden Bänder  über in die Paraffinbehälter tauchende Tunk  walzen erfolgen. Ist das geschehen, so können  die nach einer der bereits bekannten     Methoden     mit den Zündköpfen versehenen Bänder als  dann in einzelne Stäbchen zerlegt werden.  Nach einer weiteren Ausführungsform der  Erfindung werden die Bänder durch einen  geeigneten Schneidevorgang, der zum Beispiel  wiederum durch Schnitt     und    Stanze, oder  durch umlaufende Messer oder dergleichen  ausgeführt werden kann, während ihrer Vor  wärtsbewegung in einzelne Stäbchen e zer  schnitten.

   Diese werden entweder in einen  Sammelbehälter ausgestossen, oder zum Bei  spiel nach einer bekannten Methode in einer  unmittelbar an die     Zündstäbchenherstellungs-          maschine        angebauten        Schachtelfüllmaschine     selbsttätig abgezählt und in Schachteln von  passender Form und Grösse oder in anders  gestaltete Packungen gefüllt.  



  Sollen die     Zündstäbchen    mit Reklame  bedruckt werden, so wird man zweckmässig    das endlose     Pappeband    erst über eine Druck  vorrichtung führen, ehe dasselbe zur Unter  teilungsvorrichtung geführt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zündstäb- ehen aus Pappestreifen, die an den beiden Längskanten mit beiderseitig versetzt zuein ander liegenden, der Zündstäbchenbreite ent sprechenden Zähnen und Ausschnitten ver sehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Pappe in Form eines endlosen Bandes durch eine Schneidevorrichtung geführt wird, in der mittelst eines entsprechend gestalteten Werk- zeuges die Pappe in ihrer ganzen Breite in mehrere Zündstäbchenbänder von der ge wünschten Stäbchenlänge entsprechender Brei te unterteilt wird,
    wobei an den Rändern der benachbarten Zündstäbchenbänder in einander greifende Zähne und Ausschnitte entstehen, welche bei jedem Zündstäbchenband versetzt zueinander liegen und während der Weiter bewegung die Anbringung von Zündköpfen ermöglichen, wobei ferner die der Zündstäb- chenbreite entsprechenden Ausschnitte so gross sind, dass sie eine gegenseitige Berüh rung der nach der Unterteilung in Bänder anzubringenden Zündköpfe vermeiden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei der Ver wendung von vor der Unterteilung noch nicht paraffinierter Pappe die Paraffinierung dadurch geschieht, dass das in einzelne Bänder unterteilte Arbeitsgut durch Tunk walzen weitergeführt wird, welche in flüssi ges Paraffin enthaltendeBehälter eintauchen. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch und dein Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zerlegung der Bänder in einzelne, mit Zündköpfen versehene Stäbchen während der Weiterbewegung des in einzelne Bänder unterteilten Arbeits- guts geschieht.
CH128742D 1926-11-18 1927-11-14 Verfahren zur Herstellung von Pappzündern. CH128742A (de)

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