CH128838A - Sicherheitseinrichtung für elektrische Mehrphasenanlagen. - Google Patents

Sicherheitseinrichtung für elektrische Mehrphasenanlagen.

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CH128838A
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Jancu Solomon
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Jancu Solomon
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  Sicherheitseinrichtung für elektrische     Nehr        pha.senanlagen.       Bekanntlich stehen die Spannungen der  einzelnen verketteten oder     unverketteten    Pha  sen     eines        Mehrphasensystems,    was Grösse und  Phasenlage derselben betrifft, in einer ganz  bestimmten Beziehung zueinander, welche in  der     vektoriellen    Darstellungsweise durch ein  offenes oder geschlossenes Vieleck zum Aus  druck gebracht wird, welches für jedes Mehr  phasensy     stem    charakteristisch ist und Span  nungsvieleck oder Spannungsbild der betref  fenden Stromart genannt werden kann.

   Jede  Störung des normalen Betriebszustandes än  dert mehr oder weniger die Grösse der Span  nung und die Phasenlage der Systemspan  nungen, oder,     vektoriell    ausgedrückt, verur  sacht sie eine Verzerrung des für das be  trachtete System charakteristischen Span  nungsbildes.  



  Gegenstand der Erfindung nun ist eine  Sicherheitseinrichtung für elektrische Mehr  phasenanlagen, bei welcher die infolge einer  Störung eintretende Verzerrung des durch  die Spannungen des Systems gebildeten  Spannungsvielecks eine     Betätigung    minde  stens eines Relais     (Asymmetrie-Relais)    her-         beiführt,    zum Zwecke, durch dieses Relais  die Betätigung einer Anzeigevorrichtung       bezw.    die Abschaltung des beschädigten Teils  der Anlage zu veranlassen.  



  Auf eine Verzerrung des Spannungsbildes  des Systems, das heisst auf eine Änderung  der Phasenlage der Spannungen wird nun  jeder in der Art eines Phasenmessers, Watt  meters oder Zählers gebaute elektrodynami  sche oder     Ferraris-Apparat    ansprechen, in  welchem beide wirkende Felder von zwei  Spannungen erzeugt werden, die zwischen be  liebigen Punkten des Systems abgezweigt  sind; denn bekanntlich sind alle vorgenann  ten Apparate auf Verschiebungen in der  Phase der Felder, beziehungsweise der diese  Felder erzeugenden Ströme oder Spannungen  empfindlich.

   Dabei wird man zweckmässig  die wirkenden Felder, beziehungsweise die  sie erzeugenden Spannungen mit solch einer  Phaseneinstellung wählen, dass beim     unver-          zerrten    Spannungsbild die wirkende Kraft  Null bleibt oder ein. Maximum ist.  



  Nachdem von allen     Mehrphasensystemen     das     Drehstromsystenn    das     weitverbreitetste         ist, so werden in der Folge die für Dreh  strom geeigneten Anordnungen beispielsweise  beschrieben werden. Gleiche Einrichtungen  lassen sich jedoch, sinngemäss geändert, auch  für alle andern     Mehrphasensysteme    ver  wenden.  



       Fig.    1 und 2 zeigen die     vektoriellen    Span  nungsbilder einer Dreieckschaltung;       Fig.    3 zeigt das Spannungsbild einer  Sternschaltung,       Fig.    4 das .Schaltungsschema eines Relais,       Fig.    5 eine etwas abgeänderte Schaltung,       Fig.    6 eine Relaisschaltung für Differen  tialschutz,       Fig.    7 und 8 schematisch zwei Antriebs  arten des vom Relais betätigten Schliess  kontaktes,       Fig.    9 das Relais in Verwendung bei  einer     Selektivschutzanlage,

      und       Fig.    10 eine vollkommenere Ausbildung  der     Selektivschutzanlage    mit Relais.  



  Das gleichseitige Dreieck     RST    aus     Fig.    1       zeigt    die verketteten Spannungen eines Dreh  stromnetzes im ungestörten Zustande. Wenn  eine Betriebsstörung, zum Beispiel ein     Kurz-          sehluss    zwischen den Phasen S und T ein  tritt, so wird dieses Dreieck. seine regelmässige  Form verlieren und sich zum Dreieck     RS'T'     verziehen.  



  Man erhält nach dem oben beschriebenen  Prinzip einen Apparat. welcher auf diese  Verzerrung des     Dreiecks,    also auf die ein  getretene Betriebsstörung. anspricht, wenn  die zwei Stromkreise eines wie ein     Elektro-          Dynamometer    gebauten Apparates an zwei       Spannugen    angeschlossen werden, von wel  chen eine beispielsweise zwischen R und T,  die zweite zwischen S und A abgenommen  wird, wobei<I>A</I> die Mitte von<I>RT</I> ist, so  dass die Spannung SA im normalen Zustand  um 90   gegen die Spannung<I>RT</I> verschoben  ist.  



  Angenommen, dass die Felder im Apparat  gleichen Phasenunterschied zeigen wie die  sie erzeugenden Spannungen, was durch be  kannte Anordnungen auch immer erreicht    werden kann, so wird in dem, wie beschrie  ben, angeschlossenen     Elektro-Dynamomete-          im    normalen Betriebszustand keine Kraft  wirkung entstehen, weil eben die wirkenden  Felder, beziehungsweise die dieselben erzeu  genden Spannungen rechtwinklig zueinander  stehen.  



  Erst in dem Augenblick, wo sich wegen  der     eingetretenen        Betriebsstörung    das Span  nungsbild zum Dreieck     RS'Z"    verzerrt hat,  schliesst die Spannung     S'-,1'    mit der Span  nung     12T'    einen Winkel     S'A'T',    der kleiner  als 90   ist, ein, so dass zwischen den beiden  Feldern eine Kraft wirken kann, welche das  Relais zum Ansprechen bringen wird.  



  Im Falle eines Apparates nach dem     Fer-          raris-Prinzip    muss berücksichtigt werden, dass  das grösste Drehmoment gerade bei recht  winkligen Feldern entsteht. Deshalb muss  hier einem der zwei Felder eine künstliche  Phasenverschiebung von 90   oder auch bei  den Feldern solche zusätzliche     Phasenver-          sehiebunaen    gegeben werden. so dass, obwohl  die dieselben erzeugenden Spannungen recht  winklig zueinander stehen, die Felder selbst  0   oder 180   Phasenverschiebung bekommen,  wodurch erreicht wird, dass im ungestörten       Betriebszustande    keine Kraftwirkung ent  steht.  



  Wie leicht einzusehen ist. wird das Re  lais in     gleicher    Weise auch im Falle eines       Kurzschlusses    zwischen.     S    und     R,    sowie bei       ieder    andern als der in     Fig.    1 gezeichneten  Verzerrung des Spannungsbildes wirken,  denn nur im unversehrten     gleichseitigen     Dreieck besitzt die Mittellinie SA die Eigen  schaft, auf dem Schenkel     RT    rechtwinklig       7u    stehen.  



       Tm    Falle eines Kurzschlusses zwischen       R    und T wird sich das Dreieck derart ver  zerren, dass dasselbe zum gleichschenkligen  Dreieck     SR'T'    mit der Basis     12'T'    werden  wird. Nachdem in diesem Falle die Mittel  linie<I>SA'</I> auf     R'T'    rechtwinklig bleibt, würde  das Relais nicht ansprechen     (Fig.    2).

   Um  nun auch diesen und somit alle Verzerrungs  fälle mit dem Relais erfassen zu können,      muss noch ein zweites Triebsystem vorgese  hen werden, welches einerseits zwischen     S     und<I>T,</I>     anderseits    zwischen     B    und B ange  schlossen wird, wobei B ein Punkt in der  Mitte von     ST    ist. Auf den Sonderfall der  dreiphasigen     Kurzschlüsse    wird später be  sonders eingegangen.  



  Ein Relais der beschriebenen Art kann  als     Asymmetrierelais    bezeichnet werden, und  bei Vorhandensein von zwei Triebwerken,  was, wie vorstehend dargelegt, zweckmässig  erscheint, wird es in der Folge zweipoliges  Relais genannt werden.  



  Die Mittelpunkte A und B lassen sich  in bekannter Weise mittelst zwischen     R    und  <I>T</I>     bezw.        S    und<I>T</I> angeschlossenen Wider  ständen oder Drosselspulen mit einer An  zapfung in der Mitte gewinnen. Bei     Iloch-          spannungsanla.gen,    wo die Anschlüsse über  Spannungswandler erfolgen, lassen sich die       ,j-orgenannten    Mittelpunkte A und B von  (einer     Anzapfung    in der Mitte der Sekundär  wieklungen der Spannungswandler abnehmen.  



  Wenn statt des Dreiecks ein Dreistern  als Spannungsbild des Drehstromes betrach  tet wird, so lassen sich, wie aus     Fig.    3 er  sichtlich, die zwei aufeinander senkrecht ste  hender.     Anschlussspannungen    des Relais  einerseits zwischen den Phasen B und T,  anderseits zwischen der dritten Phase     S'    und  dem Nullpunkte 0 gewinnen. Im Störungs  falle deformiert sich der Dreistern zu     RS"T',     . der Nullpunkt kommt nach 0',     S'0'    ist nicht  mehr rechtwinklig auf     RT'.    somit wird das  Relais ansprechen. Auch bei dieser Ausfüh  rung sind zweckmässig zwei Triebsysteme zu  verwenden, um alle möglichen Verzerrungs  falle des Dreisterns erfassen zu können.

   Aus  dem Vorstehenden ergibt sich als eine wei  tere     Anschlussmöglichkeit    des Relais die Ver  wendung des in der Anlage vorhandenen oder  eines auf bekannte Weise hergestellten,  künstlichen Nullpunktes.  



  Die vollständige     Schaltung    eines zwei  poligen Relais der in     Fig.    2 beschriebenen  Art ist beispielsweise in     Fig.    4 schematisch  wiedergegeben. Die Anordnung ist in der    Annahme der Verwendung von in der Mitte  angezapften Spannungswandlern skizziert  worden. An die drei Leitungen     BST    sind  die Spannungswandler 1. und 2 angeschlos  sen. An die Sekundärwicklung jedes     Span-          nungswandlers    ist die eine Relaiswicklung 3       bezw.    4 angeschlossen, während die zweiten  Relaiswicklungen 5 und 6 an den Mittel  punkten A und     B    der Sekundärwicklungen  liegen.  



  Die Notwendigkeit, besondere Wider  stände, Drosselspulen, künstliche Nullpunkte  oder auch nur sekundär angezapfte     Span-          nungswandler    zu verwenden, dürfte lästig  empfunden werden. In einer     besonderen    Aus  führungsform lässt sich dieser Nachteil ver  meiden. Es genügt hierfür, die Anschluss  punkte A und B der Wicklungen 5 und 6  auf den zwischen den Phasen angeschlosse  nen Wicklungen 3 und 4 des Relais selbst  zu suchen, denn diese Wicklungen wirken  spannungsteilend, und es kann jede beliebige       Anzapfspannung    von denselben     abgenommen     werden.

   Das Schaltungsschema eines zwei  poligen Relais in dieser Ausführungsform im  Anschluss an gewöhnliche     Spannungswandler     zeigt     Fig.    5. Die zwei Triebsysteme des  Relais können hierbei als selbständig oder  mechanisch verbunden gedacht werden.  



  Was die Weiterwirkung auf die Steue  rung der Schalter der Anlage betrifft, so  kann dieselbe vom beschriebenen Relais für  sieh allein oder nach bekannter Weise in  irgend einer passenden Zusammenschaltung  mit andern Hauptstrom-,     Spannungs-,        Rich-          tungs-,        Erdschluss-    oder Zeitrelais erfolgen,  mit welchen gegebenenfalls das Relais auch  mechanisch zusammengebaut werden kann.  



  Charakteristisch für das     Asymmetrierelais     in der Form, wie es bisher beschrieben wurde,  ist, dass im normalen     Betriebszustande    sich  keine Triebkräfte entwickeln können und  dieselben erst im Störungsfalle entstehen.  Es kann aber die Anordnung auch so ge  troffen werden, dass die Triebkräfte im nor  malen     Betriebszustande    am stärksten aus  gebildet sind, aber durch eine passende Ge-           genkraft,    wie zum Beispiel Feder, Gegen  gewicht usw., aufgewogen werden. Hierfür  ist erforderlich, dass bei nach dem elektro  dynamischen Prinzip gebauten Relais den  wirkenden Feldern eine zusätzliche, künst  liche 90      ige    Phasenverschiebung gegeben  wird.

   Bei     Ferraris-Instrumenten    müssen bei  dieser Ausführungsart die wirkenden Felder  im normalen Betriebszustand rechtwinklig  zueinander stehen bleiben, wie die sie er  zeugenden     Spannungen.     



  Das     Hauptanwendungsgebit    der Erfin  dung bildet der selektive Überstrom- und       Erdschlussschutz    von Leitungsnetzen, der       'E@7indungsschlussschutz    von Generatoren, der  Differentialschutz von Transformatoren, der  Motorschutz gegen Überstrom und Ausbleiben  einer Phase, als Störungsmelder für an     Span-          nungswa.ndlern    angeschlossene Einrichtungen,  sowie als Anzeiger oder     Messinstrumeni:    für       Asvmmetrien    in elektrischen Anlagen.  



  Die Anwendung des angegebenen Relais  zum selektiven Überstrom- und     Kurzschluss-          schut7        ergibt    sieh aus der Überlegung,     dass     in einer Anlage gewisser Ausdehnung die  Verzerrung des Spannungsbildes desto grö  sser wird, je mehr man sich der Störungs  stelle nähert. So wird ein Relais, welches  auf diese Verzerrung anspricht, desto stär  ker     bezw.    rascher wirken, je näher es der       Störungsstelle    liegen wird. Somit wird ein  solches Relais ohne jede Zutat selektiv sein.  



  Um ein insbesondere auf     Erdsehluss    an  sprechendes Relais zu bekommen, werden die       Feldwichlungen    desselben mit einem Ende  an Erde und mit dem andern an je eine       Phase    angeschlossen. Den wirkenden Trieb  felde-n wird dabei eine solche Phasenein  stellung gegeben, damit bei um 120   phasen  verschobenen     Anschlussspannungen    die wir  hende Kraft Null bleibt (beziehungsweise  ein     Ma,Yimum    ist). Um die Anlage gegen       Erdschluss    in jeder der drei Phasen zu schüt  zen, ist erforderlich, dass drei wechselweise  zwischen je einem Phasenpaar und Erde an  geschlossene Relais verwendet werden.  



  Die Wirkung des     Asymmetrierelais    in  dieser Ausführung und Anwendungsform    ergibt sich wie folgt: Ist die     Einlage    von  der Erde gut isoliert, so beträgt der Phasen  winkel der     Anschlussspannungen    120   (den       Sternpunktwinkel)    und ist nach obigem die  Kraftwirkung im Relais gleich Null. Tritt       Erdschluss    einer Phase ein, so verlagert sich  der Nullpunkt des Systems nach der     erd-          gesch.lossenen        Dreieckspitze    zu.

   Hierdurch  wird der     Anschlusswinkel    der zwei     Relais-          strompfa,de    kleiner als 120  ; gleichzeitig  werden auch die tätigen     Spannungen    grösser,       weil    sich dieselben der verketteten Spannung       i,ä,hern.    Eine     nveifache    Ursache, welche im  Relais eine Kraftwirkung hervorbringt.  



  Bei sattem     Erdschluss    und am nächsten  der     Erdschlussstelle    werden die     Anschluss-          spa.nnungen    gleich der verketteten Spannung  der Phasenwinkel derselben wird gleich 60    (der     Dreieckspitzenwinkel).    Die Kraftwir  kung im Relais erreicht dann ihren höchsten  Wert. Das Relais ist also geeignet,     Erd-          schlüsse,    und zwar selektiv, anzuzeigen,  nachdem es mit zweifach potenzierter Wir  kung am nächsten der     Erdschlussstelle    am  raschesten ansprechen wird.  



  In passender Schaltung lässt sich das       Asymmetrierelais    auch für einen     Differen-          iialschutz,    insbesondere von Transformatoren  verwenden. Nach den bekannten     Differen-          tialschutzanordnungen    werden bei Transfor  matoren die primär- und     sekundärseitigen     Ströme oder Energien untereinander ver  glichen.  



  Man kann Transformatoren auch durch  Vergleich der anfangs definierten Span  nungsbilder auf der Primär- und Sekundär  seite schützen. Liegt nämlich keine Störung  im Transformator selbst vor, so werden die  Spannungsbilder vor den     Oberspannungs-          klemmen    und hinter den     Unterspannungs-          klemmen        untereinander    geometrisch ähnlich  sein. Eine auch grössere Störung in einem der  Aussenkreise wird in diesem Kreise eine Ver  zerrung des Spannungsbildes verursachen,  welche jedoch, durch den Transformator über  tragen, sich im zweiten     Transformatorkreis     genau gleich wieder finden wird.

   Erst im      Falle eines innern Defektes im Transforma  tor werden die Spannungsbilder auf der Pri  mär- und auf der Sekundärseite Unterschiede  gegeneinander zeigen, welche durch das       Asymmetrierelais    erfassbar     sind.     



  Zu diesem Zwecke kann dieses Relais  zwei verschiedene Ausführungsformen er  halten. Nach der einen     Ausführungsart    wer  den zwei     (zweckmässig    zweipolige) Relais,  jedes für sich, wie früher beschrieben, auf  je einer     Transformatorseite    angeschlossen.  Die Triebwerke der Relais werden aber     zu-          sammengek,uppelt    oder     sonstwie    mechanisch  derart untereinander verbunden, date bei  gleichsinniger Verzerrung der Spannungs  bilder die einzelnen Triebwerke, die an. der  Primär- und Sekundärseite angeschlossen  sind, ungleichen     Drehsinn    bekommen.

   Sind  die Verzerrungen der Systembilder primär  und sekundär gleich, liegt also kein Fehler  im Transformator selbst, so wird bei geeig  neter Einstellung der zusammengekuppelten  Triebwerke keine resultierende Drehkraft  entstehen. Erst im Falle einer Störung im  Transformator werden die     Spannungsbilder     auf der Ober- und     Unterspannungsseite    un  gleich     verzerrt    (unähnlich)     werden,    eines der  Triebwerke wird das andere überwiegen und  das     zusa.mmen.gekuppelte    Doppelrelais zum  Ansprechen bringen.  



  Nach einer zweiten Ausführungsart kann  man ein einziges     (z#    v     ecl@mässig    zweipoliges)  Relais     anwenden,    ,jedoch gemischt auf der  Primär- und auf der     Sekundärseite    des Trans  formators an     sehliessen,    und zwar bei Induk  tionsrelais an     gleiehphasigen,    bei     dy        namo-          metrisehen    Relais an senkrecht aufeinander       stehenden    Spannungen.

   Bei dieser Schaltung       vrird    das Relais, solange im Transformator  kein Defekt     vorliegt    und die Spannungs  bilder primär und sekundär geometrisch     ähn-          lieh    bleiben, in Ruhe verharren. Im Störungs  falle aber werden die aufeinander wirkenden,  die eine von der Primär-, die andere von der       Sekundärseite    entnommenen Spannungen     (be-          ziehun,sweise    die von denselben erzeugten  Felder)     nieht    mehr jene Phasenlage gegen  einander besitzen, welche ein Drehmoment         2Null    liefert:, und werden das Relais zum An  sprechen bringen.  



  Bei Transformatoren gemischter Schalt  art muss durch entsprechenden Anschluss  oder Innenschaltung der Relaiswicklungen  oder     gleichwertiger    Verschiebung der Felder  im Relais selbst gesorgt werden, dass im un  gestörten     Betriebszustande    kein Drehmoment  in dem Relaistriebwerk entsteht.  



  Mit den     Indices    1 und 2 seien in     Fig.    6  die Primär- und Sekundärkreise eines Trans  formators in     Stern-Sternschaltung    bezeich  net; an dem Transformator könnte nun bei  spielsweise ein zweipoliges Relais in dyna  mometrischer Bauart, unter Anwendung des       Transformatornullpunktes    zum Differential  schutz des Transformators wie folgt ange  schlossen werden:  Erstes Triebwerk: Wicklung 3 an     R,        T,.,     Wicklung 5 an     ,SZ        O2;     Zweites Triebwerk:

   Wicklung 4 an     Sl        T1,     Wicklung 6 an     R2        O2.     



  Dasselbe Prinzip der Verzerrung des  Spannungsbildes lässt sich unter Anwendung  des auf diese Verzerrung ansprechenden  auch zum Schutze von     Mehrphasenmotoren     gegen Ausbleiben einer Phase nach folgen  der Überlegung verwenden: Im normalen     Be-          triebszust.ande    bilden beispielsweise bei Dreh  strom die drei einem Motor auferlegten Span  nungen ein gleichseitiges Dreieck. Wird eine  Phase     unterbrochen,    so wird in dieser Phase  durch     Generatorwirkung    des einphasig wei  terlaufenden Motors eine Spannung rück  erzeugt, die kleiner ist als die Spannung der  andern angeschlossen gebliebenen Phasen.

    Diese rückerzeugte Spannung wird sich des  wegen mit den andern zwei Spannungen zu  einem     ungleichseitigen    Dreieck schliessen, in  welchem die Mittellinien nicht mehr die  Eigenschaft besitzen werden, auf dem zu  gehörigen Schenkel rechtwinklig zu stehen.  



  Ist nun das Relais- zum Beispiel in der  Ausführung und Schaltung nach     Fig.    5 an  den Motorklemmen angeschlossen, so wird  dasselbe im normalen Betrieb, unbeeinflusst  von Spannungsschwankungen im Netz und      dem Belastungszustand des Motors, ruhig  bleiben, um aber sofort bei Unterbrechung  einer Phase wegen Verzerrung seines An  schlussdreiecks anzusprechen und weiter in  bekannter Weise die Ausschaltung des Mo  tors zu veranlassen. Damit das Relais bei  Unterbrechung irgend einer der Motorphasen  gleich sicher anspricht, muss ein zweipoliges  Relais, geschaltet nach Schema     Fig.    2, Ver  wendung finden.  



  Dieses     Phasenunterbrechungsrelais    kann  auch zu einem     Überstromrelais    erweitert wer  den und somit zu einem vollständigen Motor  schutzrelais     bezw.        Motorschutzauslöser    aus  gebildet werden. Zu diesem Zwecke werden  in zwei der drei Stromzuleitungen (bei Dreh  strom) je eine Drosselspule vor den Anschluss  punkten des     Asymmetrierelais    eingeschaltet.  Diese Drosselspulen verursachen Spannungs  abfälle in den zwei Motorzuleitungen, in wel  chen sie eingeschaltet sind, wodurch das  Spannungsdreieck hinter ihnen verzerrt wird.  



  Diese Drosselspulen werden derart bemes  sen, und die     Asymmetrietriebwerke    werden  mit einer solchen Unempfindlichkeit aus  geführt, dass, soweit die normal zulässige  Stromstärke nicht überschritten wird, das  Relais noch nicht anspricht. Bei Überlastung  oder Motordefekt steigen die Ströme in den  Drosselspulen, hierdurch auch die durch die  selben verursachten Spannungsabfälle, bis  das hinter die Drosselspulen angeschlossene       Asymmetrierelais    wegen     Verzerrung    des An  schlussspannungsdreiecks ansprechen wird.  Damit bei höheren Anlaufströmen das Re  lais nicht ebenfalls anspricht, ist erforder  lich, die Triebwerke mit Verzögerungsein  richtungen zu versehen.  



  Ist an die Sekundärklemmen einer Span  nungswandlergruppe ein     Asymmetrierelais,     wie hier angegeben, angeschlossen, so wird  eine Unterbrechung oder sonstige Störung  in der     Spannungswandlergruppe    sofort ange  zeigt werden und somit die dadurch an Zäh  lern, Wattmetern, Spannungsrelais usw.,  welche an diese Spannungswandler ange  schlossen sind, eintretenden Betriebsstörun  gen vermieden werden.    Die Anwendbarkeit des angegebenen       Asymmetrierelais    zum Schutze gegen     Win-          dungsschluss    in Generatoren ergibt sich ohne  weiteres aus der Überlegung, dass in einem  solchen Störungsfalle das Spannungsdreieck  an den Klemmen des     Generators    verzerrt  wird.  



  Für manche der vorstehend beschriebe  nen Anwendungen wird zweckmässig sein,  das Relais in     Ferraris-Bauart    mit einer Ver  zögerungseinrichtung, am einfachsten     mit-          telsl,    einer die Triebscheibe selbst beeinflus  senden     Wirbelstrombremse    zu versehen.  



  Für den     Selektivschutz    von Leitungs  netzen werden die in     Ferraris-Bauart    aus  geführten     Asymmetrierelais    zweckmässig  ohne jede zusätzliche Bremseinrichtung ein  gerichtet werden, so dass nur das bremsende  Drehmoment der Wechselfelder zur     Wirkun-          kommt.    Derart erreicht man eine für einen       Selektivschutz    günstige, beinahe geradlinige  Zeitcharakteristik des Relais.  



  Bei den zusammengekuppelten, zweipoli  gen Relais oder den doppelten Relais für  Differentialschutz könnten die einzelnen  Triebwerke auf eine gemeinsame Achse di  rekt aufgebaut werden, oder aber auch ge  trennte Achsen besitzen und mittelst Seil  schnüren und kleinen     Seilscheibchen    verbun  den werden. Je nach dem Sinne der Ver  zerrung des Spannungsbildes wird das Re  laistriebwerk eine Drehung nach rechts oder  nach links ausführen, was Schliesskontakte  nach beiden Drehrichtungen erforderlich  macht. Man kann aber auch mit einem ein  zigen Schliesskontakt auskommen, wenn zum  Kontaktschliessen ein     Schnurantrieb    nach       Fig.    7 verwendet wird.

   Wie aus dieser Fi  gur ersichtlich, bleibt die Bewegung des  Schliesskontaktes 7 die gleiche, unabhängig  von der Drehrichtung der Triebachse 8, weil  sich, unabhängig von dieser     Drehrichtung,     die Schnur 9 um die. Achse umwickelt und  den Kontakt nach derselben Richtung  zieht.  



  Werden die zwei Triebwerke eines zwei  poligen Relais zusammengekuppelt, so     muss              hei    der Ausführung der innern und äussern  Anschlüsse darauf geachtet werden, dass die  zwei Triebwerke sieh unterstützen und nicht       gegeneinander    wirken. Derart ist man sicher,  in allen Fällen die grössten Drehkräfte zu be  kommen. Die möglichen Verzerrungen und  Verdrehungen des Spannungsbildes können  aber im Störungsfalle so viel Verschieden  heit zeigen, dass es ausgeschlossen erscheint,  in allen: Fällen gleichsinnige Drehrichtungen  der zwei     Triebwerke    zu erhalten.

   Vielmehr  ist zu erwarten,     da.ss        unübersehbare    Verzer  rungen des     Spannungsdreiecks    eintreten, bei       welchen,        ivie    bei einer     Zweiwattmeter-Schal-          tung,    die zwei Triebwerke nach verkehrten  Richtungen ausschlagen.

   Um das zu vermei  den, wird statt einer gewöhnlichen     Zusam-          nieril@upplung    der     Triebwerke    eine     Verbin-           < luny        derselben        vorgeschlagen,    wie sie in der       Fig.    8 schematisch angezeichnet ist.  



       Die    mechanisch nicht gekuppelten Trieb  werke<B>10</B> und 11. ziehen beide mittelst     eines     leichten     Schnur    1 2 an einer einzigen Kon  taktfeder 1.3, jedoch nicht direkt etwa an  einem Haken derselben, sondern über eine  kleine Seilrolle 14, welche an dieser Kontakt  feder     befestigt    ist. Die Enden der Seilschnur  sind an     den    zwei     Triebwerksachsen    in     ml.i-          cherWeise    wie in     Fig.    7 befestigt und die  Schnur führt von einer Triebachse     übf-r    die  Seilrolle zu der andern.  



  Es ist nun aus dieser Figur ohne wei  teres ersichtlich, dass, welches auch die Dreh  richtung jedes Triebwerkes für sich sei, die  Antriebe derselben sich immer addieren und  eine gleichgerichtete Bewegung des     Schliess-          kontaktes    verursachen, wobei noch die bei  den Triebwerke völlig selbständig, ohne sich  irgendwie     gegenseitig    zu stören, laufen  können.  



  Für manche Zwecke wäre eine einfach  schwingende und nicht rotierende Trieb  scheibe zweckmässig. Um ein solches Relais  ohne Lager und sich drehende Teile zu be  kommen, genügt es, die Triebscheibe an einem  schwingenden Arm zu befestigen. Ist die  Triebscheibe in das treibende Feld der Relais-         triebkerne    eingesetzt, so wird sich, weil sich  die 'Triebscheibe nicht drehen kann, nur  noch eine     Tangentialkraft    am äussern Rande       üerselben    entwickeln können, welche eine Ab  lenkung der Scheibe samt Arm an der ent  sprechenden Seite hervorrufen wird.

   Bei die  ser Ausführungsart kann die Triebscheibe  zweckmässig zu einem     Sektorstück        reduziert     werden, so gross, als es erforderlich ist, um  vom treibenden magnetischen Fluss durch  flutet werden zu können. Derart bekommt  man ein besonders einfach und     kompendiös     gebautes Relais.  



  Wie bereits angedeutet wurde,     kann    das  angegebene     Asymmetrierelais    für den     Selck-          tivschutz    von Leitungsnetzen verwendet wer  den, ohne dass es hierfür erforderlich ist,       die    einzelnen Relais je nach den Betriebsver  hältnissen am Aufstellungsorte besonders zu  wählen und einzuregulieren;

   vielmehr werden  immer alle verwendeten Relais     vollstündig     gleich ausgeführt sein können und wird sieh  die verfolgte Staffelung in den     Schlusszeiten     der     einzelnen    Relais von sich ergeben nach  der Grösse der Verzerrung des Spannungs  bildes an der betreffenden     Anschlussstelle.     



  Der Hauptstrom der Anlage wurde  bis jetzt in keiner Weise für die Wir  kung des Relais einbezogen,     infolgedessen     braucht das Relais auch eines ausgespro  chenen Überstromes nicht, um anzuspre  chen, wenn nur eine genügende Spannungs  verzerrung an der Relaisstelle entsteht.  Hieraus ergibt sich die weitere wertvolle  Eigenschaft des     Asymmetrierelais,    noch dann  zu wirken, wenn, wie es zum Beispiel in grossen  Netzen oft vorkommt, in später Nachtstunde  die verminderte Kraftwerksleistung nicht  ausreicht, uni starke Überströme ins Netz  zu schicken.  



  In gegebenen Fällen kann aber auch vom       Überstromprinzip    für den Schutz der Anlage  Gebrauch gemacht werden, in welchem     ll'alle     dem     Asymmetrierelais    die Rolle eines Zeit  gebers gegeben wird. Die Wirkung des       Asymmetrierelais    ist dann in dieser Anord  nung einem     Spannungsabfall-Selektivrelais     analog.

   Hier wird der Spannungsabfall aus-      genützt, um die passende Staffelung in den       Auslösezeiten    von getrennten     Überstromrelais     zu erreichen; dort wird die Verzerrung des       Spannungsbildes    zu demselben Zweck     airge-          wendet.     



  Demzufolge wird das angegebene     Asym-          metrierelais    nach sonst     bekannten    Anordnun  gen wie die gewöhnlichen     Spannungsabfall-          relais    mit Relais anderer Art kombiniert  werden können.

   Vor allem wird dieses Re  lais mit     Hauptstromsolenoiden        bezw.    mit       Hauptstromrela.is        ohne    Zeitverzögerung zu  sammengeschaltet, gegebenenfalls auch zu  sammengebaut werden können.     Fig.    5 zeigt  als Beispiel die vollständige Schaltung des  aus drei     Hauptstromsolenoiden,    je eines in  jeder Phase, und einem zweipolien     Asym-          metrierelais    zusammengestellten" Selektiv  schutzes einer Drehstromleitung.

   In dieser  Figur bezeichnen 15 Stromwandler, 16 Span  nungswandler, 17     Ülschalter,        AB    ein zwei  poliges     Asymmetrierelais,    18     ülschalteraus-          löser,        1;3    drei     Hauptstromsolenoide    mit de  ren     Schliesskontakten    und 20 den Hilfsstrom  kreis.  



  Soll die Wahl der auszuschaltenden Lei  tung auch nach der Energierichtung erfol  gen, so ist mit den Schliesskontakten der       Hauptstromsolenoide    und des     AsymmAtrie-          relais    noch der Schliesskontakt eines Rich  tungsrelais hintereinander zu schalten. In  dieser Schaltung wirken die Hauptstrom  solenoide als     Überstromkontaktgeber    ohne       Wirkverzögerung,    das Richtungsrelais dient  zur näheren Auswahl der Leitung, indem es  je nach der Energierichtung die Schalteraus  lösung     sperrt    oder freilässt und das     Asym-          metrierelais    als Zeitgeber wirkt.

   In einer  Station mit mehreren abgehenden Leitungen  kann ein einziges     Asymmetrierelais    als Zeit  geber für beliebig viele     Leitungsendeir    die  nen, die nur noch ihre besondere Überstrom-,  eventuell auch Richtungsrelais     bekommen.     



  Trotzdem anfangs behauptet wurde, dass  mit einem zweipoligen     Asymmetrierelais    alle  Störungsfälle     erfassba.r    sind, so wurde doch  ein Sonderfall übergangen, und das ist der    Fall eines genau gleichen Kurzschlusses     zwi-          ächen    allen drei     Phasen    (eures     Drelrstrorn-          :ystems),    bei dem zwar die drei Spannungen       zurückgehen    würden, jedoch in gleichem       Masse,    so dass das Systembild zwar in klei  nerem     Massstabe,        -aber        unverzerrt    weiter be  stehen würde.

   Das angegebene     Asymrnetrie-          relais,    welches nur durch Änderung der Win  kelverhältnisse der Spannungen zum Anspre  chen gebracht wird, wird in diesem Falle  versagen.  



  Um nun die Anlage gegen die     Folgen     des möglichen     Versagens    des     Asymmetrie-          relais    in den allerdings seltenen     Fällen        equi-          librierter        dreiphasiger    Kurzschlüsse zu  sichern, mass eine besondere     Vorkehrung    ge  troffen werden. Diese besteht in einem Zeit  kontakt, welcher dem     Schliesskontakt    des       Asymmetrierelais    parallel geschaltet wird.  Dieser Zeitkontakt erhält eine feste, längere  Laufzeit, welche der höchstzulässigen Dauer  des Überstromes entsprechen soll.

   Alle von  dem     Asy        mmetrierelais    in den normalen Fäl  len zu     bewirkenden    Schliesszeiten     müssen     unter der Schliesszeit dieses     Hilfszeitkontak-          tes    bleiben. :

  Sollte im Falle eines     equilibrier-          ten    dreiphasigen Kurzschlusses oder irgend  einer andern Ursache das     Asymmetrierelais     versagen, so wird nach Ablauf der     ein-          gestellten        Ma.xima.lzeit    das     Hilfszeitrelais    die  Rolle desselben übernehmen und durch sei  nen dem     Asymmetrierelais    parallel     geschal-          ten    Hilfskontakt die Schalterauslösung be  wirken.  



  Zu vorstehend angegebenem Zweck kann  vor allem ein ganz getrenntes Zeitrelais be  kannter Bauart in Anschluss an den Hilfs  stromkreis     (Auslösestromkreis)    verwendet  werden, das bei     jedesmaligem    Ansprechen  eines der     llauptstromsoleiloide        bezw.    Haupt  stromrelais, die mit dem     Asymmetrierelais     zusammengeschaltet sind, durch einen     Ililfs-          kontakt,    mit. dem diese     Hauptstromrelais    ver  sehen sind, in Gang gesetzt wird.

   Es ist  nicht mehr als ein Zeitrelais für eine Leitung       bezw.    eine Gruppe von Leitungen, welche an  derselben Sammelschiene     angeschlossen    sind,  erforderlich. Die     Hilfskontakte    der Haupt-           stromsolenoide        bezw.    der     Hauptstromrelais,     mittelst welchen das Zeitrelais in Gang ge  setzt wird, sind alle parallel oder auch hin  tereinander zu schalten; der als Sicherheits  kontakt wirkende Schliesskontakt des Zeit  relais ist dem Schliesskontakt des     Asym-          metrierelais    parallel zu schalten.  



  Der angegebene     Hilfszeitkontakt    kann  aber auch mit den     Hauptstromsolenoiden    zu  sammengebaut und von denselben mechanisch  oder elektrisch     angetrieben    werden. So kann  dieser Kontakt von einem Hilfstriebwerk  mit Hemmung, zum Beispiel mit Windrad  oder     Wirbelstrombremse,    betätigt werden,  welcher vom     ITauptstromsolenoidkern    bei  seiner Bewegung in Schwung gesetzt wird.  



  Elektrisch kann das     Hilfszeittriebwerk     mittelst einer Sekundärwicklung auf den       Hauptstromsolenoid,    welches auf einem be  sonderen, stark gesättigten Eisenkern     (wie     bei den Stromwandlern mit Mehrfachkernen)  angebracht ist, betätigt werden.

   Der stark  gesättigte Eisenkern dieser Wicklung soll  die Kraftwirkung auf das Triebwerk des       Hilfszeitkontaktes    von der Höhe des Über  stromes unabhängig machen.     Fig.    10 zeigt  als Beispiel die Schaltung eines vollständigen       Selektivschutzes    einer Drehstromleitung mit       Ha.uptstromrelais,    Richtungsrelais, ein zwei  poliges     A'symmetrierelais    als Zeitgeber und  ein zu diesem parallel geschaltetes, getrenn  tes Zeitrelais.  



  Durch die     Spannungswandler    16 ist das  zweipolige     Asymmetrierelais   <I>AR</I> an die  Drehstromleitung     RS'T    angeschlossen. An  die Stromwandler 15 sind die Hauptstrom  relais 19 und das Richtungsrelais RR an  geschlossen. Parallel zu dem Asymmetrie  relais<I>AR</I>     liegt    das Zeitrelais ZR, das durch  einen besonderen Hilfsstromkreis 21     betätigt     wird, der durch die Hilfskontakte 22 bei Be  tätigung irgend eines der     Ilauptstromrelais     19 geschlossen wird.

   Im     Anslösestrom    20, der  den     (Ölschalter    17     betätigt.    liegen in Serie  die zueinander parallel geschalteten Asym  metrie- und Zeitrelais<I>AR</I> und ZR, das Rich  tungsrelais RR und die     Hauptschliesskontakte     der     Hauptstromrelais        1.R.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherheitseinrichtung für elektrische Mehrphasenanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die infolge einer Störung eintretende Verzerrung des durch die Spannungen des Systems gebildeten Spannungsvielecks eine Betätigung mindestens eines Relais (Asym- metrierelais) herbeiführt, zum Zwecke, durch dieses Relais die Betätigung einer Anzeige vorrichtung bezw. die Abschaltung des be schädigten Teils der Anlage zu veranlassen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Relais durch zwei vom Netze beliebig abgezweigte Spannungen zwei Felder er zeugt werden, die bei normaler Phasen stellung der Spannungen ein Drehmoment gleich Null erzeugen. 2. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die beiden Felder erzeugte Dreh moment bei normaler Phasenstellung der Spannungen ein Maximum ist und durch ein Gegendrehmoment ausgeglichen ist.
    3. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch für Drehstrom, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Feldwicklung des Re lais an zwei beliebige Phasen und eine zweite Feldwicklung an die dritte Phase und den elektrischen: Mittelpunkt der zwei andern Phasen angeschlossen ist. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Anschluss der zweiten Feldwicklung an die Mitte der ersten Feldwicklung erfolgt. 5.
    Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung einer vom Relais gesteuerten Schaltvorrichtung durch eine vom Relais triebwerk verdrehte Achse erfolgt, auf der sich eine mit der zu betätigenden Vorrichtung verbundene Schnur auf wickelt. 6. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais mit einem zweiten, an eine andere Phasengruppe angeschlossenes Asymme- trierelais gekuppelt ist. 7.
    Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse beider Relaistriebwerke durch eine Schnur verbunden ist, die über eine in der zu betätigenden Vorrichtung gelagerte Rolle läuft. B. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Triebwerk des Relais eine Verzögerungs einrichtung besitzt. 9. Sieherheitseinriehtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Triebwerk des Relais nur durch die Wechselfelder der Relaiskerne gebremst wird. 10.
    Sicherheitseinrichtung mit SelektlVSChutZ- einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schliess kontakt des Relais in den Betätigungs stromkreis der Sicherheitseinrichtung in Serie mit den Schliesskontakten der ge bräuchlichen Hauptstrom-. Richtungs relais usw. geschaltet ist. 11. Sicherheitseinrichtung gemäss Patentan spruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Schliesskontakt des Asvmmetrierelais der Schliesskontakt eines Zeitrelais liegt. des sen Sehlusszeit gleich der für den ge schützten Netzteil höchst zulässigen Stö rungsdauer ist. 12.
    Sicherheitseinrichtung nach Patentan- sprueh und Unteransprüchen 1.0 und 1.1, dadurch gekennzeichnet. dass das ITilfs- zeitrelais durch das Ansprechen eines der Hauptstromrelais betätigt wird. 13. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 10 -Lind 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haupt- stromrela-is Sekundärwicklungen tragen, die den elektrischen Antrieb des Hilfs- zeitrelais bewirken.
    I 1. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und für Erdsehlussschutz, dadurch gekenn zeichnet, dass die Feldwicklungen der selben mit einem Ende an Erde und mit dem andern an je eine Phase angeschlos sen sind. 15. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch für Differentialschutz, dadurch gekennzeichnet, dass an die Ein- und Auslaufseite der geschützten Anlage je ein Relais geschaltet ist und diese Re lais so gekuppelt sind, dass bei gleicher Asymmetrie auf der Ein- und Auslauf seite keine Schaltungen bewirkt werden.
    16. Sieherheitseinriehtung nach Patentan spruch für Differentialschutz, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Feldwiek- lung eines Asymmetrierelais an die Ein laufseite und die andere Feldwicklung an die Auslaufseite derart angeschlossen wird, dass das Relais bei gleicher Asym metrie beider Seiten keine .Schaltungen bewirkt. 17. Sicherheitseinrichtung nach Patentan- sprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Triebwerkscheibe des Relais unverdreh- bar an einem schwingenden Arm be festigt ist.
    18. Sicherheitseinrichtung nach Patenta.n- sprueh und Unteranspruch 17 zum Schutz von Generatoren gegen Windungs- schluss, von Motoren und von an Span nungswandlern angeschlossenen Einrich tungen gegen Ausbleiben einer Phase, dadurch gekennzeichnet dass' das Relais an die Generatorklemmen, an die Motor zuleitungen bezw. an die Anschlussklem- men der von den Spannungswandlern ge speisten Einrichtungen angeschlossen ist.
    1.9. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 17, zum Schutz von Motoren gegen Überstrom und Ausbleiben einer Phase, dadurch ge- kennzeichnet, dass in zwei der Motor zuleitungen vor den Anschlusspunkten des Relais je eine Drosselspule eingeschaltet ist. 20. Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss des Relais an die Spannungen durch Spannungswandler erfolgt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2009037153A1 (de) * 2007-09-18 2009-03-26 Siemens Aktiengesellschaft Messwandleranordnung mit einer oberspannungswicklung sowie verfahren zur herstellung einer messwandleranordnung mit einer oberspannungswicklung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2009037153A1 (de) * 2007-09-18 2009-03-26 Siemens Aktiengesellschaft Messwandleranordnung mit einer oberspannungswicklung sowie verfahren zur herstellung einer messwandleranordnung mit einer oberspannungswicklung

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