CH128860A - Mehrfachtelegraphenanlage. - Google Patents

Mehrfachtelegraphenanlage.

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CH128860A
CH128860A CH128860DA CH128860A CH 128860 A CH128860 A CH 128860A CH 128860D A CH128860D A CH 128860DA CH 128860 A CH128860 A CH 128860A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

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      Mehrfachtelegraphenanlage.       Die Erfindung betrifft     Mehrfachtele-          gra,phenanlagen,    bei denen an eine Haupt  fernleitung Verteilerämter und an diese       Endämter    angeschlossen sind. Sie ist ge  eignet für Simples- oder     Duplex-Betrieb    und  bezweckt, langsam arbeitende Apparate für  den Betrieb der Endämter verwenden zu  können, während die Zeichengabe über die       Hauptfernleitung    mit mehrfach grösserer Ge  schwindigkeit erfolgt.  



  Gemäss der Erfindung wird dies dadurch  erreicht,     da.ss    die Zeichenübermittlung über  als Speicher     wirkende        Kondensatorgruppen     derart erfolgt, dass ihre Verbindung mit der  Hauptfernleitung nur während einer Über  tragungseinheit, die Verbindung mit den       Endämtern    während eines längeren Zeit  raumes besteht.  



  In den Figuren sind zwei Ausführungs  beispiele der neuen Anlage schematisch dar  gestellt. Sie zeigen von einer     Mehrfachtele-          graphenanlage    ein an das eine Ende der  Hauptfernleitung angeschlossenes Verteiler-         amt    V, an das vier Endämter angeschlossen  sind, von denen nur zwei,<I>A</I> und<I>B,</I> darge  stellt sind. Sämtliche Verteilerscheiben sind  zur     Vereinfachung    in der Abwicklung der       Segmentringe    dargestellt, so dass sich die tat  sächlich rotierenden Bürsten scheinbar gerad  linig bewegen.  



  In dem Verteileramt V ist gemäss     Abb.    1  eine Verteilerscheibe vorgesehen, die die     Seg-          mentringe        1-V    für Sendezwecke und die  Ringe     VI    und     VII    für den Empfang ent  hält. Über diese     Ringe    laufen dauernd fünf  Sendebürsten     b,=-b,    und zwei Empfangs  bürsten     b6    und     b,,    die auf einer gemeinsamen,  von einem Motor ständig angetriebenen  (nicht dargestellten) Welle     angeordnet    sind.

    An die Bürsten     bz    und     b3    sind     mittelst    Ver  bindungsleitungen     la,        lb    die Sender S der  Endämter<I>A. B</I> angeschlossen.  



  Die auf den Endämtern aufgestellten  Sender S bestehen aus einem Locher P für       Fünfstromschrittlochkombinationen.    Der     mit-          telst    der Tastatur t hergestellte Loch-      streifen p     wird        schrittweise    durch die     un-          mittelbar    neben dem Locher stehende Kon  taktvorrichtung C     geführt,    die die jeweils  unter den     Tasthebeln        h    stehende Stromkom  bination an die fünf auf einem Ring an  geordneten Segmente S des zunächst ruhenden       Geh-Steh-Senders        D's    anlehnt.

   Über die  Segmente s, die über Kondensatoren k an  Erde angeschlossen sind, läuft nach Auslö  sung des Senders eine Bürste b. Die Aus  lösung erfolgt an einer schematisch ange  deuteten Nase n, die in der Ruhestellung den  beweglichen     Senderteil    festhält und zu dessen  Freigabe durch einen Elektromagneten m  ausgehoben     wird.    Die Bewegung des Bür  stenarmes     erfolgt        mittelst    einer Magnetkupp  lung durch eine ständig laufende Welle.  



       Bobald    im Verteileramt V die dem     End-          amt    A zugeordnete     Bürste        b=    auf dem     Seg-          mentring        II.    das kurze Segment I' über  streicht, fliesst ein Strom aus der     Batterie        B,,     Bürste     b2,    Leitung<I>la</I> über dem Magneten<I>m</I>  und Erde und es wird hiermit der Sender     Gs     des Amtes<I>A</I> ausgelöst.

   Die Kondensatoren<I>k</I>  werden durch die Bürsten b der Reihe nach  eingeschaltet     und    senden Stromstösse über die  Leitung<I>la</I> nach dem Verteileramt V. Diese  gelangen hier über das lange Segment des  Ringes     II    zunächst zu dem     Auslösemagneten          7n    eines     Geh-Steh-Empfängers        Ea,    der, da  er nur als Speicher     wirkt,    keine     Druckein-          richtung    aufweist.

   Er entspricht in seiner  Bauart den     Geh-Steh-Sendern        Gs.    Die Bürste  <I>b</I> des Empfängers     Ea    läuft um und die Kon  densatoren     ks    werden über die Verbindungs  leitung V und die Bürste b entsprechend der  über die     Leitung   <I>la</I> gesandten Stromkombi  nation aufgeladen.

   Dieser     Aufladevorgang     verläuft in der Zeit, während der die Bürste       bi    die Quadranten 2, 3 und 4     überstreicht     und die vorher von den andern     Endämtern     aufgeladenen Kondensatoren     ks    der dem     Geh-          Steh-Empfänger        Ea    entsprechenden Empfän  ger     Eb    usw. entladen werden.

   Die Weiter  gabe des in     Ea        aufgespeicherten    Zeichens an  die Hauptfernleitung L erfolgt, während der  Bürstensatz anschliessend an die vorherige  Bewegung den Quadranten 1     überstreicht.       Die Kondensatoren     ks    entladen sich dann der  Reihe nach über die mit ihnen verbundenen  Segmente des     Ringes    I, die Bürste     b,,    die  Leitung r und das polarisierte Senderelais     Rs.     Über den Anker dieses Relais werden aus  einer     Doppelbatterie        B;    die Stromstösse auf  die Fernleitung L (und die     Ausgleichleitung     <I>La)</I> übertragen.

   Wenn die Bürste     b1    das  Segment des zweiten     Quadranten    überfährt,  wird der dem Endamt B zugeordnete Emp  fänger     Eb    nach der Fernleitung L entladen.  Bei jedem dieser Empfänger ist die Entlade  zeit nur ein     Drittel    der     Aufladezeit,    so dass  in den     Endämtern    die im Vergleich zu der       Sendeapparatur    des     Verteileramtes    langsamer  laufenden Einrichtungen verwendet werden  können.  



  Die Übermittlung der über die Fernleitung  L gesandten     Stromstösse    an das ferne (in der  Abbildung nicht dargestellte) .     Vermittlungs-          amt    und die Weiterleitung an die dort an  geschlossenen Endämter soll anhand der in       Abb.    1 dargestellten Empfangsapparatur er  läutert werden.

      Die über die Fernleitung ankommenden  und über die     Ausgleichsleitung   <I>La</I> verlau  fenden Stromstösse setzen das polarisierte  Empfangsrelais Re in Tätigkeit, dessen     Anker     Stromstösse aus der     Doppelbatterie        B3    über  die Empfangsbürste     be    sendet, sobald diese  die     Segmente    des Ringes     VI    überstreicht.

    An die     im    Quadranten 1 liegenden Segmente  sind die Kondensatoren     ke    des ersten von den  Endämtern einzeln zugeordneten     Geh-Steh-          Sendern        Sa.    Sb angeschlossen. Seine Bürste b  wird, wie vorher beschrieben, von einem  Magneten     m.    ausgelöst, sobald dieser über die  Bürste     b,    und den im zweiten     Quadranten     liegenden Kontakt 1" aus der     Batterie        1J4     Strom erhält.

      Die Entladungsströme der Kondensa  toren     ke    in dem Sender     Sa        bringen        ein        pola-          risiertes    Senderelais     r    zur Wirkung, dessen  Anker aus einer     Doppelbatterie        B5    über die  zu dem Endamt<I>A</I> führende Leitung     la'     Stromstösse entsendet.

   Diese werden auf einem  normalen der     Empfängeranordnung    E des           Endamtes    A zugeordneten     Geh-Steh-Emp-          fänger        Gs'        mittelst    dessen Kondensatoren k'  aufgenommen, die sich     mittelst    eines nicht  dargestellten Schalters über fünf polarisierte  Relais v entladen, so dass deren Anker den       übermittelten    Zeichen entsprechend umgelegt  werden. Das Zeichen wird dann in ebenfalls       bekannter    Weise mittelst der     Kommutator-          scheibe    c auf dem Papierstreifen x abge  druckt.  



  Die     Übertragung    der über die     Fernleitung     ankommenden weiteren Stromstösse über die  Quadranten 2, 3 und 4 erfolgt in der gleichen  Weise. Diese werden dann an die entspre  chenden Endämter weitergegeben, beispiels  weise über den     Quadranten    2 und die Lei  tung     I1'    an den Empfangsapparat     GS'    des  Endamtes B.  



  Wesentlich ist auch bei dem Empfange  der Zeichen, dass die     Übermittlung    der an den  Sendern     Sa,   <I>Sb</I> des Verteileramtes V wäh  rend des Überfahrens je eines     Quadranten     aufgespeicherten Zeichen an das betreffende       Endamt   <I>A, B</I> während der folgenden über  die nächsten drei Quadranten bewirkten  Zeichenaufspeicherungen erfolgt, so dass  auch hier an den Endämtern langsam lau  fende Empfangsapparate verwendet werden  können.  



  Ferner ist in diesem Ausführungsbeispiel       wichtig,    dass die den     Geh-Steh-Apparaten     eigentümlichen zusätzlichen Stromschritte am  Anfang und Ende jeder Zeichenkombination  nur über die Verbindungsleitungen zwischen  dem Verteileramt und den Endämtern ver  laufen, während bei der     Hauptfernleitung     zwischen den Verteilerämtern nur mit den  fünf Stromschritten für jedes Zeichen gear  beitet wird. Die zusätzlichen Steuerungs  zeichen. werden also nur in den Stromkreisen  verwendet, die den in den langsam laufenden  Apparaten zugeordnet sind.  



  Das in     Fig.    2 veranschaulichte Ausfüh  rungsbeispiel     zeigt    eine gegenüber derjenigen  nach     Abb.    1 vereinfachte Anordnung der       Apparatur    auf dem Verteileramt V. Es     sind       dabei in diesem an Stelle der     Geh-Steh-Sen-          der    und     -empfänger    zusätzliche Segment  ringe an der Verteilerscheibe vorgesehen, die  von an dem gemeinsamen Bürstenarme an  geordneten zusätzlichen Bürsten überstrichen  werden.

   Der Vorteil ist, dass die besonders  angetriebenen Bürstenarme der     Creh-Steh-          Apparate    im Verteileramt     nebst    den zuge  hörigen Antriebsmitteln in Fortfall kommen.  



  Dem Verteileramt sind,     wie    bei     Abb.    1,       vier    Endämter zugeordnet, von denen aber  nur zwei,<I>A</I> und<I>B,</I> dargestellt sind. Die  Einrichtung dieser Endämter entspricht der  jenigen in     Abb.    1 und ist deshalb im ein  zelnen nicht dargestellt.  



  Es sei angenommen, dass in dem     End-          amt    A in der Sendeapparatur S die Konden  satoren sämtlich entsprechend dem zu über  tragenden Zeichen aufgeladen sind. Sobald  dann die     dauernd    laufende Bürste     b13    auf  das Segment 1' des     Segmentringes        III        tritt,     fliesst ein Strom aus der     Batterie        B1    über  dieses Segment und die Leitung     la-    in den  Sender S, wodurch dieser ausgelöst wird und  die Kondensatoren direkt oder indirekt Zei  chen über die Leitung la schicken,

   während  der Bürstensatz nach Passieren des ersten  Quadranten über die letzten Quadranten 2 bis  der     Verteilerscheibe    bewegt wird. Die  Stromstösse finden ihren Weg über die       Bürste        b1?,    den langen, leitenden Teil des  Ringes     III    und das Relais Y zur Erde.

   Dieses       bewegt    in entsprechender Weise seinen Anker  und     legt    damit die Hälften der     zweiteiligen          Batterie        B,    an die Bürste     b12.    Da die Ver  teilerbürste im Sender des Endamtes A syn  chron mit dem     Verteilerbürstenarm    in dem  Verteileramt V läuft,

   werden die einzelnen  Stromstösse über die Bürste     b12    der Reihe  nach den einzelnen Kontakten des Segment  ringes     II    zugeführt und bewirken über diese  die entsprechende     Aufladung    von Kondensa  toren     ks'.    Sobald der     Bürstenarm    seine Um  drehung vollendet hat, gelangt die Bürste     b1_     auf eine Isolationsstrecke und die Bürste     bi"     greift jetzt die einzelnen Segmente des Rin  ges I im     Quadranten    1 ab.

   Die Kondensa-           toren        ks'    entladen sich über diese     Segmente,     die Bürste     blo    und ein Senderelais     Rs,    dessen  Anker in der früher beschriebenen Weise die  Entsendung von     Stromstössen    über die Fern  leitung L aus der Batterie     B2    bewirkt.  



  Die Entsendung der     Zeichenkombination     von dem Endamt B aus erfolgt in gleicher  Weise unter Zuhilfenahme des Ringes Y mit  dem     Auslösemagnet    4', ferner des zur     Kon-          densatorladung    und -Entladung dienenden  Ringes IV, während von dem Ring I der  Quadranten 4 verwendet wird.  



       Über    die Hauptfernleitung L ankom  mende Stromstösse werden mittelst der Ringe  X -XI dem Empfängerteil     E,des    Endamtes  A zugeführt. Für die andern     Endämter    die  nen ausserdem Ring XI die nur schematisch  angedeuteten Ringe     XII-XIV.     



  Die ankommenden Stromstösse laufen in  Reihe     über,die    Fernleitung L und die Aus  gleichsleitung<I>La.</I> Sie setzen das polarisierte  Relais<I>Re</I> in Tätigkeit, das entsprechende       Stromstösse    aus der Doppelbatterie     B3    über  eine Leitung     l"        -der    Bürste     b2,    zuführt. Über  diese gelangen sie, während die Segmente im  ersten     Quadranten    1 des     Segmentringes    XI  überfahren werden, über die damit fest ver  bundenen Segmente des Ringes X zu Kon  densatoren     ke,    so dass diese in entsprechender  Weise aufgeladen werden.

   Inzwischen ist  die Bürste     b21    auf ein Segment 1" gelangt  und es kommt ein Stromstoss aus der Batterie       B7    über ein Relais Z zustande, das     seinerseits     einen Stromstoss aus der Batterie     B8    und die  Leitung La' in die Empfangsapparatur E  des Endamtes A entsendet, so     dass    diese an  läuft. Sobald dann die Bürste     b21    im 2. bis  4. Quadranten den Ring X überführt, ent  laden sich die     Kondensatoren        ke    der Reihe  nach über die ihnen zugeordneten Segmente  des Ringes X, die Bürste     b21    und das Re  lais Z.

   Diese sendet über die     Leitung    7,a'  aus der Batterie     B8        Stromstösse,    die wie bei  der Erläuterung von     Abb.    1 kurz angedeutet,       schliesslich    den Druckapparat des Endamtes  A in     Betätigung    setzen. Nach Vollendung  ihres Umlaufes gelangt schliesslich die Bürste         b2,.    auf ein Segment 5" des Ringes X, so dass  über sie aus der Batterie     B7    ein weiterer       Stromstoss    über das Relais Z gesendet wird,  der das Anhalten des Empfängerapparates  in dem Endamt A bewirkt.  



  Den übrigen Ämtern sind die Empfänger  ringe     XII-XIV    und die Bürsten     bat    bis     b24     zugeordnet; die Wirkungsweise ist beim  Empfang im übrigen die gleiche.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: 1VIehrfachtelegraphenanlage mit an eine Hauptfernleitung angeschlossenen Verteiler ämtern und mit diesen verbundenen End- ämtern, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeichenübermittlung über als Speicher wir kende Kondensatorgruppen derart erfolgt, dass ihre Verbindung mit der Hauptfernlei tung nur während einer Übertragungseinheit, die Verbindung mit den Endämtern wäh rend eines längeren Zeitraumes besteht. UNTERANSPRüCHE: 1. Anlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Geh- Steh-Apparaten in den Endämtern. 3.
    Anlage nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Geh- Steh-Apparaten ohne Druckvorrichtung in dem Verteileramt, deren Kondensatoren an die entsprechende Gruppe eines alle Seg ente enthaltenden Verteilerringes an- # <B>m</B> geschlossen sind und der bewegliche Teile nach Auslösung in Synchronismus zu denen der Geh-Steh-Apparate an den Endämtern angetrieben werden. 3.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die den einzelnen End ämtern zugeordneten Kondensatorgruppen je an besondere Ringe eines Verteilers an geschlossen sind und über diese mit einem Segmentring verbunden sind, der die Ein zelsegmente sämtlicher Übertragungsein- heiten enthält, wobei die zusammengehö rigen Segmentgruppen beider Ringe ge- geneinender versetzt sind. 4.
    Anlage nach Patentansprach, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbindung einer gondensatorgruppe mit einem Endamt während des Zusammenwirkens aller übrigen Gruppen mit der Hauptfern- leitung besteht.
CH128860D 1926-11-04 1927-10-29 Mehrfachtelegraphenanlage. CH128860A (de)

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