CH129002A - Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht an in Erde, Mauerwerk oder dergleichen verlegten Metallkörpern, insbesondere Metallrohren, Kabelummantelungen, gegen korrodierende Einflüsse. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht an in Erde, Mauerwerk oder dergleichen verlegten Metallkörpern, insbesondere Metallrohren, Kabelummantelungen, gegen korrodierende Einflüsse.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Schutzsehielit an in Erde, Mauerwerk oder dergleichen verlegten Metallkörpern, insbesondere Metallrohren, Kabelummantelungen, gegen korrodierende Einüsse.
Trotz der zahreichen Versuche, Metall teile gegen korrodierende Einflüsse in ein wandfreier und allen Anforderungen ge nügender Weise zu schützen, die, wie zum Beispiel Gas- und Wasserrohre, Kabel und dergleichen, in Erde oder Mauerwerk verlegt werden müssen und somit stets mehr oder weniger stark dem Einfloss von Feuchtig keit und Gasen ausgesetzt sind, besitzen die bisher in der Praxis angewendeten Schutz mittel erhebliche Nachteile.
Meist werden Schutzstoffe in Form. eines Lack- oder Farbanstriches aufgetragen, der jedoch nach einiger Zeit versprödet, infolge dessen Risse bildet, die sich zusammen schliessen und zu einem allmählichen Ab blättern der Schutzschicht führen, so dass die schützende Wirkung eine höchst unzu verlässige und unsichere ist.
Andere Ver fahren besteht darin, auf die zu schützenden Rohrteile zunächst eine dichte Teerschicht aufzutragen, dann den so vorbehandelten Rohrteil mit einer teergetränkten Binde zu umwickeln und auf diese Bandage eine zweite Teerschicht aufzutragen.
Abgesehen von dieser unwirtschäftlichen und kostspieligen Verfahrensweise, bei der eine jedesmalige Erwärmung des Teeres un entbehrlich ist, um ihm eine genügende Ela stizität zu geben, hat diese bei der Verlegung von Gas- und Wasserrohren, sowie Kabeln allgemein übliche Methode ebenfalls den grossen Nachteil, dass der Teer, besonders bei tieferen Temperaturen, spröde wird und die entstehenden Risse nicht nur die Durchlässig ]zeit der Teerschichten erhöhen, sondern auch zu einem Zerreissen der Bandagen führen, so dass auch in diesem Falle nach einiger Zeit ein durchaus zuverlässiger und sicherer Schutz der Metallteile nicht mehr besteht.
Diese Nachteile werden durch das vor liegende Verfahren in vollkommener Weise vermieden. Es besteht darin, dass die zu schützenden Metallteile zweckmässig am Orte der Verlegung unmittelbar vor dem Einbetten mit Binden, zum Beispiel Gewebe- oder Pa- pierbinden, fest anliegend umwickelt werden, die ihrerseits auf beiden Seiten mit einer plastischen Masse belegt sind, bei der jedes Verspröden auch bei jahrelangem Liegen unter den ungünstigsten Bedingungen voll kommen ausgeschlossen ist.
Die auf der Aussenseite der derart hergestellten Bandage verbleibende Masse wird auf der Aussen fläche geglättet und verstrichen, so dass eine vollkommen gleichmässige Abdichtung der Überlappungen und Stossfugen erreicht und damit ein Eindringen von Feuchtigkeit und schädlichen Gasen (Kohlensäure, Sauerstoff und dergleichen) für unbegrenzte Zeitdauer in zuverlässigster und sicherster Weise voll ständig unmöglich gemacht wird.
Als Streichmasse, die für dieses Verfahren geeignet ist, können zum Beispiel alle solche Stoffe oder Stoffgemische Verwendung fin den, die die Bedingung erfüllen, bis zu Tem- peraturen: von - 40 C herab durchaus plastisch zu bleiben und dabei infolge Aus schliessens jeder Versprödung ihre Undurch lässigkeit gegen Gase und Flüssigkeiten voll kommen beizubehalten.
Als besonders, zweckmässig hat sich auf Grund eingehender Versuche für dieses Ver fahren eine Mischung erwiesen, die aus Proto- paraffinen mit einem Schmelzpunkt von über 50 , Erdölgallerten mit einem Schmelz punkt von etwa 20 unter Zusatz von Weich bitumen mit einem Schmelzpunkt von etwa 3-0 hergestellt wird, und deren Rest aus geeigneten, feingemahlenen Füllstoffen, wie Kaolin, Talg, Schwerspat, Porzellanerde und dergleichen besteht.
Diese Füllstoffe dienen nicht nur dazu, um die Konsistenz der Masse zu erhöhen, sondern sie schützen auch infolge ihrer ausgezeichneten elektrisch isolierenden Eigenschaften die eingebetteten Metallteile vollkommen gegen die starken zerstörenden elektrolytischen Wirkungen, die von abirrenden Erdströmen der verschieden sten Herkunft auf die eingebetteten Metall teile ausgeübt werden.
Diese Masse wird zweckmässig derart her gestellt, dass die für das Gemisch erforder- liclien plastischen Stoffe entweder einzeln oder im Gemisch auf über<B>100'</B> erwärmt werden, um jede Spur von Feuchtigkeit aus ihnen zu entfernen. Dann wird der Füll stoff unter ständiger guter Durchmischung der plastischen Masse beigegeben und das Ganze der Abkühlung überlassen. Nach dem Erkalten der Masse auf etwa 20 bis 30 wird das Gemisch auf die Bänder beidseitig aufgewalzt.
Zur näheren Erläuterung wird folgendes Beispiel angegeben, das sich in seiner zahlen mässigen Zusammenstellung als besonders günstig erwiesen hat: Eine Mischung von etwa 30 Teilen Proto- paraffin mit einem Schmelzpunkt von etwa 60 wird mit 10 Teilen Erdölgallerten, Schmelzpunkt 25 , und 5 Teilen Weich- bitumen, Schmelzpunkt<B>30',</B> auf<B>110'</B> er wärmt, bis alle Feuchtigkeitsspuren entfernt sind.
Dann werden 65 Teile feingemahlene gebrannte Prozellanerde unter gleichmässiger guter Durchmischung in die heisse Masse ein getragen und der Mischvorgang fortgesetzt, bis das Gemenge eine Temperatur von etwa 25 erreicht hat; dann wird die Masse auf die Bandagen maschinell beiderseitig auf getragen, und damit ist die zur Ausübung des Verfahrens erforderliche Schutzvorrichtung in stets gebrauchsfertigem Zustande her gestellt.
Naturgemäss sind die Mischungsverhält- nise in weiten Grenzen veränderlich, ohne dadurch die günstigen Wirkungen der Ban dage zu beeinträchtigen und einen durchaus sicheren Schutz gegen Feuchtigkeit, Gase und elektrolytische Einwirkungen durch ab irrende Erdströme zu gewährleisten.
Um Kabelummantelungen mit der Schutz binde zu schützen, kann letztere in irgend einer Form in die bisherige, in den Kabel werken übliche fabrikationsmässige Umwick lung der Kabel einbezogen werden. In ähn licher Weise kann zum Schutz von Metall rohren die Schutzbinde in die bisher bei den Rohrleitungsfirmen übliche fabrikations mässige Umwicklung in irgendeiner Form einbezogen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Schutz schicht an in Erde, Mauerwerk und der gleichen verlegten Metallkörpern, insbeson dere Metallrohren, Kabelummantelungen, ge gen korrodierende Einflüsse, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu schützenden Teile mit Binden fest anliegend umwickelt wer den, die doppelseitig mit einer plastischen, Masse belegt sind, bei welcher jedes.Ver- spröden, auch bei jahrelangem Liegen unter den ungünstigsten Bedingungen, vollkommen ausgeschlossen ist, und dass die auf der Aussenseite der Bandage befindliche Masse über die Aussenhaut zur vollkommenen Ab dichtung von Überlappungen, Stossfugen und dergleichen gleichmässig verstrichen wird. UNTERANSPRVCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da zur Belegung der Binden solche Stoffgemische verwendet werden, deren Plastizität bis zu Tempera turen von etwa - 40 erhalten bleibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffgemisch der plastischen Masse aus Protoparaffinen mit einem Schmelzpunkt von über 50 an, Erdöl- gallerten mit einem Schmelzpunkt von über 20', aus Weichbitumen mit einem Schmelzpunkt von etwa 30', sowie aus feingemahlenen, elektrisch isolierenden Füllstoffen hergestellt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Masse, die aus etwa 20 bis 50 Teilen Protoparaffinen höheren Schmelzpunktes, 5 bis 20 Teilen Erdölgallerten niederen Schmelzpunktes, 3 bis 15 Teilen Weichbitumen besteht und deren Rest auf 100 durch gebrannte Por zellanerde gebildet ist. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die für das Gemisch erforderlichen plastischen Stoffe zunächst auf eine Temperatur oberhalb<B>100'</B> so lange erwärmt werden, bis jede Feuchtig keitsspur verdampft ist, darauf die Füll stoffe in die erkaltende plastische Masse eingetragen und gleichmässig verrührt werden, und dass das derart hergestellte,auf 20 bis 30 abgekühlte Gemisch auf die rohen Binden beiderseitig maschinell aufgewalzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129002X | 1927-07-13 |
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|---|---|---|---|
| CH129002D CH129002A (de) | 1927-07-13 | 1927-10-07 | Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht an in Erde, Mauerwerk oder dergleichen verlegten Metallkörpern, insbesondere Metallrohren, Kabelummantelungen, gegen korrodierende Einflüsse. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129002A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE917446C (de) * | 1937-09-28 | 1954-09-02 | Chemieprodukte K G | Schutzbinde fuer Kabel-, Gas- und Wasserrohre od. dgl. Koerper |
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1927
- 1927-10-07 CH CH129002D patent/CH129002A/de unknown
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