CH129460A - Verfahren zum Betrieb einer Diesel-elektrischen Lokomotive. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer Diesel-elektrischen Lokomotive.

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CH129460A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Verfahren zum     Betrieb    einer     Diesel-elektrischen        Lokomotive.       Die Triebachsen Dieselelektrischer Lo  komotiven, bei denen ein vom Dieselmotor       -etriebener    Gleichstromgenerator die       #    ant>       Triebmotoren    speist, neigen zum Schleudern,  da die     Stunden-Zugkraft    der Motoren nahe  an der Adhäsionsgrenze liegt. Das einfachste  Mittel, um dies zu verhindern, wäre die Ver  wendung von     Nebensehluss-Motoren;    es ver  bietet sich aber, weil es kein brauchbares,  sicher wirkendes Mittel gibt, die Belastung  auf die parallelgeschalteten Motoren gleich  mässig zu verteilen.

   Man ist daher nach wie  vor gezwungen,     Hauptstrommotoren    zu ver  wenden.  



  Um nun auch bei diesen die Neigung zum  Schleudern zu unterdrücken, werden sie mit  einer zusätzlichen     Nebensahlusswicklung    ver  sehen, die erfindungsgemäss bei der Anfahrt  und bei langsamem Lauf voll eingeschaltet,  bei rascher Fahrt     dagegen    ganz oder grössten.  teils     aberregt    wird. Die Stromverteilung bei  der Anfahrt ist dabei einigermassen dadurch  gewahrt, dass dabei der     Ohm'sche    Abfall  gegenüber der     ROtatioris-EMh    verhältnis  mässig gross ist.

   Bei grossen Geschwindig-         keiten    wird die     Nebenschlusserregung    stark  herabgesetzt, so     dass'    die     Hauptstromerregung     überwiegt und die Motoren nahezu oder voll  ständig     Hauptstrommotorencharakter    an  nehmen. Die Hinzufügung der     Nebenschluss-          wicklung    hat ferner den Vorteil zur Folge,  dass man für die Regelung der Motoren An  zapfungen an der     Hauptstromwieklung    er  spart und sogar den Generator kleiner halten       kann,    da er für die höchsten Geschwindig  keiten nicht so hohe Spannungen herzugeben  braucht.

      Man kann auch die     Nebenschlussregler     der Motoren und des Generators miteinander  kuppeln oder sogar ihnen einen gemeinsamen  Regelwiderstand geben, so dass bei zunehmen  dem     Generatorfeld    das     Nebenschlussfeld    der  Motoren zwangsläufig verkleinert wird und  umgekehrt. Beim Anfahren hat zum Beispiel  der Generator eine kleine Erregung und der  Motor grosse; mit wachsender Geschwindig  keit wird die Erregung des Generators ver  mehrt und diejenige der Motoren geschwächt.  Man erhält dann im ganzen elektrischen Teil      der Lokomotive nur eine Stelle, an der ge  regelt wird.  



  Die Regelung der     Nebenschlusserregung     der Motoren kann auch selbsttätig, in Ab  hängigkeit von der Geschwindigkeit oder von  der Hauptstromstärke erfolgen, so dass sich  die Handregelung lediglich auf diejenige  der- Brennstoffzufuhr zum Dieselmotor be  schränkt.  



  Das beschriebene Verfahren sei anhand  des Ausführungsbeispiels der Figur näher  erläutert.  



  In der Figur bedeutet:       D-    den Dieselmotor,  G     einen    Generator,  <B>IN,</B> die     Nebenscblusserregerwicklung    des       Generators,          %t11,        i112        Motoren,    welche von dem Gene  rator     angetrieben    werden.  



       Hl,        H.=    die     Hauptstromwicklungen    der Mo  toren,       N1,        N2    die     Nebenschlusswicklungen    der  Motoren,       B    einen für die     Nebenschlusswicklungen     des Generators und der Motoren gemeinsamen       Regulierwiderstand.     



  Der bewegliche Kontakt dieses Regulier  widerstandes wird nach dem beschriebenen  Verfahren derart verschoben,     dass    die Erre  gung von     N,_    und     N2    beim Anfahren und bei  kleinen Geschwindigkeiten verstärkt, bei  rascher Fahrt dagegen geschwächt oder ganz  ausgeschaltet     wird.    Wie aus der     Figur    er  sichtlich ist, ist aber die Wirkungsweise der  dargestellten Einrichtung derart, dass einer  Stärkung der Erregung von     N,    und     N=     gleichzeitig eine Schwächung der Erregung  des Generators, dagegen einer Schwächung  der Erregung von     N,

      und     ALT=    gleichzeitig  eine Stärkung der Erregung des Generators  entspricht. Die Vorteile dieser Regelung  sind beschrieben.  



  Man kann auch die Fremderregung de     s          Generatorfeldes    konstant oder nahezu kon  stant lassen und die     Generatorpole    mit einer       Gegenkompoundwicklung    versehen, durch  die bei hohen Strömen,     insbesondere    beim    Anfahren, das Feld des     Orenerators    ge  schwächt und dadurch seine Spannung er  niedrigt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb einer Diesel elektrischen Lokomotive, bei der ein vom Dieselmotor angetriebener Generator vom Hauptstrom erregte und zusätzlich mit einer Nebenschlusserrogerwicklung versehene Trieb motoren speist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenschlusswicklung beim An fahren und bei kleinen Geschwindigkeiten stark, bei rascher Fahrt dagegen schwach oder gar nicht erregt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der N ebenschluss- regler der Motoren mit demjenigen des Generators derart gekuppelt ist, dass beim Herabregeln der Motornebenschlusserre- gung die Generatorerregung heraufge- regelt wird und umgekehrt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' im Nebenschlusskreis des Generators und der Motoren nur ein einziger, beiden gemeinsamer Regelwider stand liegt, bei dem mittelst eines ein zigen, gemeinsamen Schleifkontaktes der dem Generatorfeld abgeschaltete Teil dem Motorenfeld zugeschaltet wird und um gekehrt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenschlusserre- gung der Motoren selbsttätig, in Ab hängigkeit von der Geschwindigkeit oder vom Hauptstrom, geregelt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator mit einer Gegenkompoundwicklung versehen ist, so dass seine Fremderregung nur Wenig oder gar nicht geregellt zu werden braucht.
CH129460D 1926-12-09 1927-12-03 Verfahren zum Betrieb einer Diesel-elektrischen Lokomotive. CH129460A (de)

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CH129460D CH129460A (de) 1926-12-09 1927-12-03 Verfahren zum Betrieb einer Diesel-elektrischen Lokomotive.

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