CH129524A - Elektrisch beheizbarer Kochapparat. - Google Patents
Elektrisch beheizbarer Kochapparat.Info
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Description
Elektrisch beheizbarer Kochapparat. Elektrische Kochapparate können, wenn das rechtzeitige Ausschalten des Heizstromes versehentlich unterbleibt, dadurch Schaden leiden, dass der Heizwiderstand infolge Trockengehens des Apparates überlastet wird und durchbrennt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Koch apparat, bei dem diese Gefahr auf einfache Weise vermieden wird. Der Erfindungs gegenstand besteht in einem elektrisch be heizbaren Kochapparat, mit dem ausserhalb seiner senkrechten Gefässmittelachse ein Ge wicht festverbunden ist, und der an der Unterseite mit einer seitlich von dieser Achse liegenden wagrechten Kippachse versehen ist, das Ganze so; dass beim Entleeren des auf eine Unterlage gestellten Kochappa rates dieser um die Kippachse kippt und dabei eine Ausschaltvorrichtung in Tätig keit setzt.
Die Kippachse kann durch eine aus dem untern Boden, ausgeprägte Kante oder durch einen aufgelöteten Draht oder auch durch zwei ausgeprägte oder aufgelötete Füsschen gebildet werden, deren Verbindungslinie ausserhalb der senkrechten Mittelachse des Gefässes liegt.
Das, ausserhalb der senkrech ten Mittelachse mit dem Kochapparat fest verbundene Gewicht kann in der Weise an geordnet sein, dass um das Gefäss eine Schelle gelegt und an dieser ausserhalb des Gefässes ein Gewicht befestigt wird. Besonders zweckmässig ist es, am Griff des Kochappa rates ein einstellbares Gewicht anzubringen, das selbst zum Angreifen dient.
In den Figuren sind zwei Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis .ä zeigt Fig. 1 den Kochapparat zum Teil im Schnitt, zum Teil in Ansicht bei einge schaltetem Heizstromkreis; Fig. 2 zeigt ihn bei ausgeschaltetem Heizstromkreis; Fig. 3 ist eine Ansicht von oben.
. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 bis 6 zeigt F'ig. 4 den Kochapparat im Schnitt und Fig. 5 in Ansicht bei einge- schaltetem Heizstromkreis; Fig. 6 zeigt den Kochapparat zum Teil im Schnitt, zum Teil in Ansicht bei ausgeschaltetem Stromkreis.
An dem Flüssigkeitsgefäss 11 (Fig. 1 bis 3) ist der Griff 12 mit dem Gewicht 13 angeordnet, das mittelst einer ,Schraube 14 auf dem Griff eingestellt werden kann. Am innern Gefässboden ist der Heizwiderstand 15 angebracht. Am untern Gefässboden 16 befindet sich eine wageechte Kippachse 17, die etwas ausserhalb der senkrechten Mittel achse des Gefässes. 11 liegt. Seitlich ausser halb des Gefässes ist ein Quecksilberkipp schalter 18 angebracht; der in einem Käst oben 19, etwa aus Blech, angeordnet ist und im Stromkreis des Heizwiderstandes 15 und der Kontaktstifte 20 liegt.
Die Wirkungsweise des Kochapparates ist folgende: Wenn das Gefäss 11 mit Flüssigkeit gefüllt ist, so nimmt es auf seiner Unterlage die in Fig. 1 dargestellte Lage ein, in welcher der Punkt 21 am untern Rande des Gefässes auf der Unterlage des Kochapparates auf ruht. Das Quecksilber im Glasrohr 18 schliesst die Zuleitungsdrähte kurz, so dass der Heizwiderstand 15 eingeschaltet ist und die Flüssigkeit erwärmt wird.
Auf das Gefäss 11 wirken in bezug auf die Kippachse 17 zwei Drehmomente ein. Das eine Moment wird von der links von der Kippachse 17 befindlichen Flüssigkeits menge (Fig. 1 und 2) ausgeübt, das andere Moment von der rechts von der Kippachse befindlichen Flüssigkeitsmenge und von dem am Griff 12 angebrachten Gewicht 13. Bei gefülltem Gefäss überwiegt das Drehmoment auf der linken .Seite dasjenige auf der rechten Seite. Wenn nun die Flüssigkeit 23 all mählich verdampft oder auf irgend welche Weise aus dem Gefäss abfliesst oder ent nommen wird, so werden beide Drehmomente kleiner.
Das Drehmoment auf der linken Seite der Kippachse nimmt aber im grösse ren Masse ab als das auf der rechten Seite der Kippachse, weil ein Teil des Drehmo mentes auf der rechten Seite, nämlich soweit es von dem Gewieht 13 herrührt, konstant bleibt. Es tritt dann in einem gewissen Augenblick der Zustand :ein, dass das Dreh moment auf der rechten Seite dasjenige auf der linken Seite überwiegt. Dann kippt das Gefäss 11 in die Endlage nach Fig.2 um. Dabei wird der Stromkreis am Quecksilber schalter 18 selbsttätig unterbrochen, so dass keine Überhitzung und Beschädigung des Heizelementes 15 eintreten kann.
Anstatt des Quecksilberschalters kann auch ein anderer augenblicklich wirkender Schalter verwendet werden, wie dies in Fig. .1 bis 6 dargestellt ist.
An dem Gefäss 11 ist ebenso wie bei jenem nach Fig. 1 bis 3 ein Griff 12 mit einem ein stellbaren Gewicht 13 angeordnet. Unter dem Boden 16 ist seitlich von der senkrechten Ge- fässmittelachse die Kippachse 17 angebracht. Die Ausschaltvorrichtung besitzt eine dreh bare Achse 25, -die zwischen dem innern uni untern Gefässboden gelagert ist. Im einge schalteten: Zustand wird die an der Achse 25 befestig eKontaktbürste2,6 gegen denKontakt 28 am Heizwiderstand gelegt.
Die Achse 25 wird entgegen dem Zug der Feder 27 in ihrer ,Stellung dadurch festgehalten, dass sich der Hebel 29 auf die Auflagefläche des Koch apparates, zum Beispiel den Tisch, stützt. Verdampft nun die Flüssigkeit 23 allmählich oder wird sie dem Gefäss irgendwie ent nommen, so kippt das Flüssigkeitsgefäss aus den ob erläuterten Gründen um die Kipp- achse 17 in die in F'ig. 6 dargestellte Stel lung. Dabei verliert der Hebel 29 (Fig.4 und 5) seine Stütze auf der Unterlage des Kochapparates und wird von der Feder 27 mit der Welle 25 bis zum Anschlag 30 ge dreht.
Dann ist die Kontaktbürste 26 von dem Kontakt 28 am Heizkörper abgehoben und damit der :Stromkreis plötzlich ausge schaltet.
Durch Verstellung des Gewiehtes 13 auf dem Griff 12 kann der Zeitpunkt des Kip pen, und Ausschalten., beliebig gewählt werden.
Die Ausbildung des Kochapparates kann mancherlei Abänderung erfahren, die von der Erfindung umfasst wird. Das Sondergewicht 13 kann. zum Beispiel zwischen dem innern und dem untern Boden des Gefässes 11 oder auch an dem beweglichen Stecker angebracht sein.
Die Erfindung ist besonders gut bei Ka.ffeemasekinen anwendbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrisch beheizbarer Kochapparat, da durch gekennzeichnet, dass ausserhalb seiner senkrechten Gefässmittelaehse ein Gewicht mit ihm fest verbunden ist, und dass er an der Unterseite mit einer seitlich von dieser Achse liegenden, wagrechten Kippachse ver sehen ist, dass Ganze so, dass beim Entleeren des auf eine Unterlage gestellten Kochappa rates dieser um die Kippachse kippt und da bei eine Ausschaltvorrichtung in Tätigkeit setzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Elektrisch beheizbarer Kochapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet-, dass das Gewicht am Griff des Apparates angeordnet ist. <B>2</B>.Elektrisch beheizbarer Kochapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht an einem Anschluss- stecker des Kochapparates angeordnet ist. 3. Elektrisch beheizbarer Kochapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausschaltvorrichtung ein Queck= silberschalter verwendet ist.4. Elektrisch beheizbarer Kochapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausschaltvorrichtung eine solche mit augenblicklich wirkender Ausschal tung verwendet ist. 5. Elektrisch beheizbarer Kochapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelarm, an dem das Gewicht angreift, einstellbar ist, damit die Aus schaltung bei beliebig wählbarem Flüssig keitsstand erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE129524X | 1926-12-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH129524A true CH129524A (de) | 1928-10-31 |
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ID=5663123
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH129524D CH129524A (de) | 1926-12-28 | 1927-12-19 | Elektrisch beheizbarer Kochapparat. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH129524A (de) |
-
1927
- 1927-12-19 CH CH129524D patent/CH129524A/de unknown
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